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ThüringenHohe Spritpreise: Kummer für Klimageld-Auszahlung an Bürger

16.03.2026, 13:46 Uhr
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(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Thüringen ist ländlich geprägt. Viele Menschen brauchen das Auto im Alltag - und stöhnen über hohe Kraftstoffpreise. Was Thüringens Energieminister Tilo Kummer (BSW) für sie erreichen will.

Erfurt (dpa/th) - Thüringens Energieminister Tilo Kummer plädiert angesichts enorm gestiegener Spritpreise infolge des Iran-Kriegs für eine Sonderkonferenz der Energieminister von Bund und Ländern. Dafür setze sich Thüringen ein, Gespräche mit anderen Bundesländern liefen, sagte Kummer in Erfurt. Der BSW-Politiker will eine finanzielle Entlastung der Bürger erreichen, indem mit der Auszahlung des lange angekündigten Klimageldes durch den Bund begonnen wird. Es gehe dabei um eine vollständige Rückgabe der Einnahmen aus der CO2-Bepreisung.

Thüringen und acht weitere Bundesländer hätten diese Forderung bereits im vergangenen Jahr an den Bund gerichtet. "Das war ein deutliches Votum", sagte Kummer. Damit könnten vor allem einkommensschwache Haushalte entlastet werden, die überproportional unter den CO2-Preisen litten.

Geld aufs Konto der Bürger

Die technischen Voraussetzungen für die Zahlung eines Klimageldes "als pauschale Erstattung auf die Konten der Bürger" sollten nach seinen Informationen bis 2025 geschaffen worden sein. Kummer will die nächste reguläre Energieministerkonferenz, die im Mai sei, angesichts der Belastung der Bürger nicht abwarten. Sollte es nicht zu einer Sonderkonferenz kommen, erwäge Thüringen eine Initiative über den Bundesrat, sagte der Minister.

Nach seinen Angaben beträgt die Mehrbelastung durch die CO2-Bepreisung bei Benzin an der Tankstelle mindestens 15,7 Cent pro Liter, bei Diesel seien es 17,3 Cent pro Liter. Kummer verwies dabei auf Daten des ADAC.

Freigabe der Ölreserven richtig

Der Bund sollte auf der Sonderkonferenz der Energieminister über seine Vorhaben bei der Energie-Preis-Politik und zur Versorgungssicherheit berichten. Den Plan, dass Tankstellen künftig nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen dürfen, begrüße er. Welchen Einfluss dieser Eingriff auf die Tankstellenpreise und den Endverbraucher haben wird, sei derzeit aber noch nicht absehbar.

Ein richtiger Schritt sei auch die Freigabe der Ölreserven, die möglicherweise aber nur kurz- bis mittelfristig zur Marktstabilität beitragen und die Energiepreise senken könne.

Quelle: dpa

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