ThüringenViel Handarbeit: Nur wenige Agrarbetriebe bauen Beeren an

Sie gehen in Mostereien, die Lebensmittelindustrie und nur selten in den Einzelhandel: Strauchbeeren wie Aronia oder Johannisbeere sind kleine Nischenkulturen in Thüringens Landwirtschaft.
Erfurt (dpa/th) - In Thüringen angebaute Johnnis-, Stachel- oder Heidelbeeren werden zur Rarität. Die Anbaufläche für sogenannte Strauchbeeren sinkt dramatisch - auf den verbliebenen 38 Hektar im Freistaat werden vor allem schwarzer Holunder sowie Aroniabeeren angebaut, geht aus Zahlen des Statistischen Landesamts in Erfurt für das vergangene Jahr hervor.
Die Anbaufläche für Beerensträucher sei allein im vergangenen Jahr um zehn Hektar oder ein Fünftel geschrumpft. 15 Agrarbetriebe beschäftigen sich noch mit diesen Nischenkulturen, die als sehr arbeitsaufwendig gelten. Sechs von ihnen mit einem Flächenanteil von 24 Hektar wirtschafteten nach den Kriterien des ökologischen Landbaus.
Die Erntemenge brach im vergangenen Jahr um 44 Prozent auf 62 Tonnen ein. Die wichtigste Kultur war Schwarzer Holunder, der auf 15 Hektar angebaut wurde. Er dominierte mit einem Anteil von 40 Prozent. Konstant blieb die Anbaufläche für Aroniabeeren mit neun Hektar. Bei roten und weißen Johannisbeeren gab es auf sehr niedrigem Niveau eine Flächenerweiterung um vier auf sechs Hektar, ermittelten die Statistiker. Insgesamt wuchsen Johannisbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Brombeeren und Kulturheidelbeeren auf einer Fläche von 14 Hektar.