ThüringenWie ein Projekt für mehr Wildbienen und Tagfalter sorgt

Seit Jahrzehnten geht die Biomasse und der Artenreichtum bei Insekten zurück. Eine Zwischenbilanz des Projektes "Insekta" zeigt: Der Trend lässt sich anscheinend auch wieder umkehren.
Erfurt (dpa/th) - Thüringens Umweltminister Tilo Kummer (BSW) sieht Erfolge beim Insektenschutz. Vier Jahre nach Start des Projekts "Insekta" zeigten erste wissenschaftliche Monitoring-Ergebnisse auf den Projektflächen eine deutliche Zunahme von Wildbienen und Tagfaltern, teilte das Umweltministerium mit. "Mit dem Schutz der Insekten stärken wir die Bestäubungsleistung in der Landwirtschaft und verbessern die Lebensbedingungen bedrohter Feld- und Wiesenvögel wie Grauammer und Feldlerche", sagte Thüringens Umweltminister Kummer.
Hintergrund für das Projekt ist ein massiver Rückgang der Insektenarten und ihrer Biomasse. Das Projekt soll den Angaben nach zeigen, dass sich der seit Jahrzehnten bestehende Trend mit einfachen Maßnahmen umkehren lasse. "Die ersten Monitoring-Ergebnisse auf den Projektflächen bestätigen diesen Ansatz", hieß es in der Mitteilung des Ministeriums.
Blühflächen aufgewertet
Für das Projekt wurden unter anderem Blühflächen, artenreiche Ränder und weitere strukturreiche Lebensräume geschaffen sowie kommunale Grünflächen ökologisch aufgewertet. Ziel sei es, das bis 2028 insgesamt 625 Hektar mit solchen Maßnahmen gestaltet werden. Mehr als die Hälfte sei realisiert. "Ergänzend werden Kommunen und weitere Akteure zur Reduzierung von Lichtverschmutzung beraten, etwa durch den Einsatz insektenfreundlicher Leuchtmittel und abschirmender Beleuchtungsvarianten", so das Ministerium.