Reise
Mittwoch, 27. Januar 2010

Schlittenhunderennen in Winterberg: 100 Gespanne mit 500 Tieren

Am Karnevalswochenende gehört die Winterberger Kuhlenbergloipe den Huskys. Denn am 13. und 14. Februar startet Deutschlands traditionsreichstes Schlittenhunderennen.

Ein so genannter "Musher" in Winterberg mit seinem Hundeschlitten-Gespann. (Archivbild)
Ein so genannter "Musher" in Winterberg mit seinem Hundeschlitten-Gespann. (Archivbild)(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Die Veranstalter erwarten rund hundert Gespanne aus ganz Europa mit rund 500 Hunden der unterschiedlichsten Rassen zum 36. Internationalen Schlittenhunderennen. Das Winterberger Rennen ist ein echter Klassiker:  Es ist das älteste in Deutschland veranstaltete Rennen. Viele der heutigen Veranstalter und Streckenchefs waren früher selbst Aktive und wissen um die technischen Herausforderungen der Trails. Sie sind darum in der Lage, anspruchsvolle und abwechslungsreiche Strecke zu schaffen.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Gestartet wird in Klassen mit unterschiedlichen Gespannstärken auf Strecken bis zu 36 Kilometern. Die Königsdisziplin ist die offene Klasse, in der Teams mit zehn und mehr Hunden starten. Neben den Schlitten-Gespannen gibt es auch Skijöring-Teams, bei denen ein Skiläufer sich von ein oder zwei Hunden ziehen lässt - die sportlich anspruchsvollste Variante des Rennens. Wen das Rennfieber gepackt hat, der kann auf einem separaten Trail selbst einmal "Musher" (Lenker eines Schlittenhundegespannes) sein.

Das Winterberger Rennen ist ein offenes Rennen. Im Gegensatz zu vielen anderen Veranstaltungen dürfen dort nicht nur reinrassige Huskys starten, sondern auch andere Rassen und Mischlinge. Die blauäugigen Siberian Huskies jedoch gelten als Inbegriff des Schlittenhundes. Sie sind aber nicht immer die Schnellsten. Die sogenannten Hounds, drahtige Tiere, die eher an Jagdhunde erinnern, sind oft die besseren Sprinter.

Hunde kaum zu bändigen

Ganz gleich welcher Rasse, Schlittenhunde sind geradezu rennsüchtig. Gerade vor Rennen, wenn sie zudem auf viele Artgenossen treffen, sind sie kaum zu bändigen. Das Stimmungsbarometer am Startplatz, dem Stake-Out, steigt darum gewaltig. Darum bitten die Veranstalter die Besucher darum, keine eigenen Hunde mitzubringen. Für 4 Euro Eintritt, Kinder 2 Euro, sind Zuschauer hautnah am Geschehen. Los geht es am Samstag um 11 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr. Die Siegerehrungen finden gegen 15.00 Uhr statt.

Die Veranstalter bitten die Besucher, keine eigenen Hunde mitzubringen.
Die Veranstalter bitten die Besucher, keine eigenen Hunde mitzubringen.(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Musher und Veranstalter des Internationalen Schlittenhunderennens in Winterberg sind große Tierliebhaber. Tierschutz wird darum besonders großgeschrieben. Die Trails sind nur bei ausreichendem Schnee für Hunde und Musher sicher. Darum findet das Rennen nur bei entsprechender Schneelage statt.

Die Aussichten dafür sind gut: Der Winter zeigt sich bislang sehr beständig. Darum sind die Veranstalter zuversichtlich, dass es stattfinden wird. Am 11. Februar fällt die Rennleitung die endgültige Entscheidung.

Bilderserie

Informationen zum Rennen: www.winterberg.de/schlittenhunde

Quelle: n-tv.de