Reise
Mittwoch, 23. Februar 2011

"Das Ende der Nachkriegszeit": Altes Museum wieder komplett

Die "Thronende Göttin von Tarent" in einem der Ausstellungssäle im Alten Museum.
Die "Thronende Göttin von Tarent" in einem der Ausstellungssäle im Alten Museum.(Foto: dpa)

Das Alte Museum in Berlin zeigt seine Sammlung antiker Kunst erstmals seit 1939 wieder komplett. Heute wurde die neue Dauerausstellung zur griechischen Antike wieder eröffnet. Dafür kamen bisher im Pergamonmuseum untergebrachte Skulpturen ins Stammhaus zurück. "Das bedeutet für uns nichts weniger als das Ende der Nachkriegszeit", sagte Kustos Martin Maischberger. "Wir haben die Wiedervereinigung erst jetzt realisiert." Bereits im vergangenen Jahr war die ständige Ausstellung etruskischer und römischer Kunst neu präsentiert worden.

Arbeit einer Restauratorin an einem Grablöwen aus der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts vor Christus.
Arbeit einer Restauratorin an einem Grablöwen aus der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts vor Christus.(Foto: dpa)

Jetzt gibt das Haus auf zwei Etagen mit je 1500 Quadratmetern einen Überblick über die Archäologie der klassischen Antike. Zu den besonderen Schmuckstücken gehören die Thronende Göttin von Tarent (460 v. Chr.), der Betende Knabe (300 v. Chr.) und eine Tonstatuette der Aphrodite (2. Jhdt. v. Chr.). Neu ist eine Schatzkammer wertvoller Münzen aus dem Münzkabinett, die im sogenannten Blauen Gewölbe zu sehen sind. Die Architektur-Denkmäler blieben im Pergamonmuseum.

Das Alte Museum, 1830 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel erbaut, war im Zweiten Weltkrieg fast völlig ausgebrannt. Die DDR nutzte es nach der Restaurierung zur Ausstellung von Gegenwartskunst. Nach dem Fall der Mauer kehrten 1998 die Kleinkunst-Bestände der Antikensammlung zurück. Das Haus soll im Rahmen des Masterplans für die Museumsinsel noch generalsaniert werden. Einen Termin dafür gibt es noch nicht.

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Quelle: n-tv.de