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Vielerorts werden nach der Reinigung Warnschilder aufgestellt.
Vielerorts werden nach der Reinigung Warnschilder aufgestellt.(Foto: imago stock&people)
Dienstag, 02. Januar 2018

Haftet der Veranstalter?: Reisende klagt wegen Hotel-Unfalls

Eine Urlauberin stürzt auf der Hoteltreppe und bricht sich das Fußgelenk. Nun will sie von ihrem Reiseveranstalter eine hohe Entschädigungssumme bekommen. Der Urteilsspruch eines Richters verärgert die Geschädigte allerdings.

Auch im Urlaub kann es zu Unfällen kommen. Stürzen Touristen etwa auf einer nassen Hoteltreppe, können sie aber nicht den Veranstalter dafür haftbar machen. Hierbei handelt es sich um ein Risiko, das jeder selbst trägt. Der Sturz auf einer nassen Hoteltreppe ist kein Reisemangel. Der Veranstalter kann dafür nicht haftbar gemacht werden. Preisminderung, Schadenersatz und Schmerzensgeld stehen dem Urlauber nicht zu, zeigt eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle (Az.: 11 U 65/17). Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht aktuell". 

In dem verhandelten Fall ging es um eine Frau, die im Türkei-Urlaub auf einer Bruchsteintreppe im Außenbereich des Hotels gestürzt war. Sie hatte sich dabei das Fußgelenk gebrochen. Die Treppe war vom Reinigungspersonal abgespritzt worden. 

Die Klägerin verlangte vom Veranstalter 12.320 Euro für den Schaden, ging aber leer aus. Das Sturzrisiko zähle zum allgemeinen Lebensrisiko, so das Gericht. Mit Nässe auf Wegen im Hotel sei generell zu rechnen.

Quelle: n-tv.de