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In drei SchrittenSo finden Sparer das passende Tagesgeldkonto

07.09.2026, 15:42 Uhr
Mann mit Handy am Schreibtisch
Welches Tagesgeldkonto passt zu mir? (Foto: IMAGO / Pond5 Images)

Mit drei Schritten lässt sich prüfen, welches Tagesgeldkonto am besten zu den eigenen Voraussetzungen und Sparzielen passt.

Tagesgeldkonten sind eine einfache Möglichkeit, Geld verzinst zu parken und trotzdem jederzeit darauf zugreifen zu können. Doch allein auf den höchsten beworbenen Zinssatz zu schauen, reicht für den Vergleich nicht aus. Entscheidend sind auch die Dauer des Aktionszinses, die maximal verzinste Anlagesumme und mögliche Zusatzbedingungen.

1. Zinssatz und maximale Anlagesumme vergleichen

Auf der Suche nach einem möglichst hohen Aktionszins lohnt sich der Blick auf interessante Tagesgeldangebote, die sich häufig speziell an Neukunden richten. Wer beispielsweise in den vergangenen sechs Monaten keine Konten oder Depots bei der Consorsbank geführt hat, erhält dort 3,6 Prozent p. a. für fünf Monate auf Einlagen von bis zu einer Million Euro.

Zwar bieten einzelne Banken aktuell sogar mehr als vier Prozent p. a., diese Spitzenzinsen gelten jedoch meist nur für deutlich niedrigere Anlagebeträge. Damit eignet sich das Angebot der Consorsbank für alle, die große Beträge auf dem Tagesgeldkonto parken möchten.

  • Zinssatz: 3,6 Prozent p. a.

  • Zinsgarantie: 5 Monate

  • Maximal verzinste Einlage: bis 1 Million Euro

  • Zinsgutschrift: vierteljährlich

  • Nach der Aktion: gilt der aktuelle variable Tagesgeldzins der Consorsbank (derzeit 1 Prozent p. a.)

  • Einlagensicherung: bis 100.000 Euro über die französische gesetzliche Einlagensicherung

  • Zusätzliche Absicherung: Mitgliedschaft im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken

Die Consorsbank gehört zur französischen BNP Paribas. Frankreich verfügt über eine A+-Bonität, womit dem Land eine gute Kreditwürdigkeit bescheinigt wird. Wer bei der Geldanlage dagegen besonderen Wert auf die höchstmögliche staatliche Kreditwürdigkeit legt, kann Angebote mit deutscher Einlagensicherung und AAA-Rating bevorzugen.

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Tagesgeldkonto bei der Consorsbank
3,6 Prozent p. a. für 5 Monate

Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollte sich etwa der Bonus von dem hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter ihn nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.

2. Dauer der Zinsgarantie prüfen

Nicht immer muss der höchste Zinssatz die interessanteste Wahl sein. Ein etwas niedrigerer Zins kann sich anbieten, wenn er deutlich länger festgeschrieben ist. Das reduziert den Aufwand, bereits nach wenigen Monaten erneut nach einem Tagesgeldangebot suchen zu müssen.

Eine solche Alternative bietet etwa das Neukundenangebot der Bank of Scotland. Dort werden aktuell drei Prozent p. a. für bis zu zwölf Monate auf maximal 50.000 Euro angeboten. Die längere Zinsgarantie ist allerdings an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Zum einen richtet sich das Angebot nur an Personen mit Wohnsitz in Deutschland, die in den vergangenen sechs Monaten kein Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland geführt haben und die Legitimation innerhalb von fünf Tagen abschließen. Außerdem darf der EZB-Einlagenzins während der Aktionszeit nicht unter 1,25 Prozent fallen. Andernfalls kann der Anspruch auf den Willkommens-Zins vorzeitig enden.

  • Zinssatz: 3,0 Prozent p. a.

  • Zinsgarantie: bis zu 12 Monate

  • Maximal verzinste Einlage: bis 50.000 Euro

  • Zinsgutschrift: jährlich

  • Voraussetzung: Legitimation muss innerhalb von 5 Tagen erfolgen

  • Weitere Bedingung: EZB-Einlagenzins während der Aktionszeit nicht unter 1,25 Prozent

  • Einlagensicherung: Einlagen sind bis 100.000 Euro über die deutsche gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

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Tagesgeldzinsen bei der Bank of Scotland
3,0 Prozent p. a. für bis zu 12 Monate

Die Bank of Scotland bietet zwar nicht so einen hohen Zins wie die Consorsbank, dafür aber eine potenziell deutlich längere Zinsgarantie. Wer sein Geld über einen längeren Zeitraum möglichst gewinnbringend anlegen möchte, ist trotz des niedrigeren Zinssatzes mit dem Angebot der Bank of Scotland eventuell besser beraten.

Beispielrechnung: Wer 10.000 Euro für zwölf Monate anlegen möchte, kann laut FMH-Finanzberatung e. K. mit dem Angebot der Bank of Scotland bis zu 300 Euro Zinsertrag erzielen. Bei der Consorsbank wären es aufgrund der kürzeren Zinsgarantie im gleichen Zeitraum dagegen nur rund 209,81 Euro.

3. Zusatzbedingungen machen den Unterschied

Ein hoher Werbezins ist nicht immer automatisch der Zinssatz, den jeder Neukunde erhält. Manche Banken knüpfen ihren besten Zins an zusätzliche Voraussetzungen – beispielsweise die Eröffnung eines Girokontos, einen bestimmten Geldeingang oder Fristen bei Legitimation und Einzahlung. Deshalb lohnt sich vor dem Abschluss ein genauer Blick auf das Kleingedruckte.

Wie groß der Unterschied sein kann, zeigt aktuell die ING. Bis zu 3,75 Prozent p. a. gibt es für vier Monate – dieser Zinssatz setzt allerdings voraus, dass zusätzlich zum Tagesgeld ein erstes Girokonto bei der ING eröffnet wird. Ein Tagesgeldkonto lässt sich aber auch ohne ING-Girokonto eröffnen, wobei der Zins dann mit 3,2 Prozent p. a. deutlich niedriger ausfällt.

  • Zinssatz: 3,75 Prozent p. a. bei zusätzlicher Girokonto-Eröffnung

  • Ohne Girokonto-Eröffnung: 3,2 Prozent p. a.

  • Zinsgarantie: 4 Monate

  • Maximal verzinste Einlage: bis 250.000 Euro

  • Nach der Aktion: variabler Standardzins von 0,75 Prozent p. a.

  • Einlagensicherung: gesetzlich bis 100.000 Euro über Deutschland

  • Zusätzliche Absicherung: Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V.

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Tagesgeldzinsen bei der ING
3,75 Prozent p. a. für 4 Monate

Wer ohnehin ein neues Girokonto sucht, könnte das Angebot der ING interessant finden. Sonst gibt es nur für das Tagesgeldkonto 3,2 Prozent p. a., auch die recht kurze Zinsgarantie von vier Monaten sollte berücksichtigt werden.

Innerhalb der EU sind Einlagen grundsätzlich bis zu 100.000 Euro je Kunde und Bank gesetzlich geschützt. Einige Banken wie die ING sind darüber hinaus Mitglied in einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds, über den auch höhere Beträge abgesichert sein können. Das kann insbesondere für Sparer relevant sein, die mehr als 100.000 Euro bei einer einzelnen Bank anlegen möchten.

Welches Tagesgeldkonto passt zu wem?

Das eine beste Tagesgeldkonto gibt es nicht – welches Angebot die passende Wahl ist, hängt davon ab, worauf Sparer bei der Geldanlage Wert legen und wie sie ihr Geld anlegen möchten. Wer einen hohen Aktionszins sucht und einen größeren Betrag anlegen möchte, findet bei der Consorsbank 3,6 Prozent p. a. für fünf Monate auf bis zu eine Million Euro. Die Bank of Scotland setzt mit drei Prozent p. a. für bis zu zwölf Monate dagegen auf eine längere Zinsgarantie.

Die ING verdeutlicht wiederum, wie wichtig die Voraussetzungen sind: 3,75 Prozent p. a. gibt es nur zusammen mit der Eröffnung eines Girokontos, ohne diese Zusatzbedingung sind es 3,2 Prozent p. a. Dafür ist die Einlagensicherung bei der Direktbank besonders solide aufgestellt: Deutschland verfügt über die höchstmögliche Bonitätsbewertung AAA, zusätzlich ist die ING Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds.

Quelle: ntv.de