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Easy Exit CardMini-Karte für 17 Euro kann Autofahrer-Leben retten

11.09.2026, 12:02 Uhr
Easy-Exit-Card-Amazon
Die Easy Exit Card ist in der Lage, eine Autoscheibe zu zertrümmern. (Foto: Amazon)

Nach einem Autounfall zählt jede Sekunde. Wer den ersten Schock überstanden hat, muss sich selbst oder Mitfahrer aus dem Wagen befreien – im Idealfall ist dann direkt ein Rettungs-Tool greifbar, zum Beispiel die Easy Exit Card.

Rund 2,52 Millionen Unfälle hat die Polizei laut Statistischem Bundesamt 2025 im deutschen Straßenverkehr registriert. Bei 2,22 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden. Das zeigt: Die meisten Unfälle gehen glimpflich aus, aber auf unseren Straßen gibt es täglich lebensgefährliche Situationen. Es ist daher absolut sinnvoll, für den Notfall vorzusorgen und Rettungs-Tools im Auto zu deponieren.

Klein, handlich und sofort griffbereit sollten solche Tools sein, denn nach einem Unfall hat kaum jemand genug Zeit, Nerven oder Bewegungsfreiheit, um im Auto nach dem rettenden Notfallhammer oder Gurtschneider zu suchen. Drei Paderborner Unternehmer haben ein Notfall-Rettungswerkzeug im Kreditkartenformat entwickelt, mit dem man sich selbst oder andere blitzschnell aus dem Auto befreien kann – die Easy Exit Card.

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Das Tool wiegt nur 60 Gramm und es kostet weniger als 20 Euro. Im März 2026 wurde die Karte durch die Vox-Gründershow Die Höhle der Löwen deutschlandweit bekannt. Mit ihrem Produkt begeisterten Bernd Lüke, Stephan Pannhorst und Sylvain Victor vor allem die Investoren Judith Williams und Ralf Dümmel, die selbst schon schwere Autounfälle überlebt haben und aus eigener Erfahrung wissen, wie wenig Zeit im Notfall bleibt.

Bild.de hat sich die Easy Exit Card genauer angeschaut und für gut befunden. "Sie ist klein genug, um wirklich immer griffbereit im Auto zu sein. Verarbeitung, Material und Konzept überzeugen. Der Hartmetall-Dorn, der sicher integrierte Gurtschneider und die kompakte Bauweise sprechen klar für das Produkt", schreibt Bild.de. Im Prinzip ist die Karte ein 2-in-1-Tool: Notfallhammer und Gurtschneider im Kreditkartenformat. Sie hilft also dabei, Scheiben zu zertrümmern und Gurte zu lösen, um fix aus dem Auto herauszukommen.

So funktioniert die Easy Exit Card

Während ein klassischer Notfallhammer aber mit hohem Kraftaufwand gegen die Seitenscheibe des Autos geschlagen werden muss, funktioniert die Easy Exit Card mit Schwung. Drei Schritte sind notwendig, um die Seitenscheibe eines Autos mit der Karte zu zerbrechen:

  • Die Easy Exit Card von innen oder außen zwischen Seitenscheibe und Dichtung schieben

  • Karte im 45-Grad-Winkel nach außen spannen.

  • Loslassen, damit die Karte gegen die Scheibe knallt und sie mit dem Hartmetall-Dorn zertrümmert.

"Wer sich die Handgriffe einmal bewusst einprägt, bekommt mit der Easy Exit Card ein sinnvolles, modernes Sicherheits-Tool fürs Auto. Wer maximale Einfachheit will, ist mit einem klassischen Nothammer weiterhin auf der sicheren Seite", so Bild.de. Ins Portemonnaie passt die Karte offenbar nicht, auch wenn der Hersteller auf der Amazon-Produktseite diesen Eindruck erweckt, aber sie lässt sich locker und unauffällig im Handschuhfach, in der Mittelkonsole oder unter der Sonnenblende verstauen. Das ist praktisch. Ein Nothammer nimmt mehr Platz weg.

Bei Amazon sind bisher knapp 150 Bewertungen zu der Karte eingegangen, 77 Prozent davon mit fünf von fünf möglichen Sternen (Durchschnittsbewertung 4,6 Sterne). "Ich bin der Meinung, dass sowas tatsächlich im Auto als Grund Ausstattung mit inbegriffen werden sollte, wie der Erste-Hilfe-Kasten", betont Amazon-Nutzerin Sarah in ihrer Bewertung.

Doppelwandiges Sicherheitsglas erschwert die Flucht aus dem Fahrzeug

Wichtig ist im Fall der Fälle, so schnell wie möglich aus dem Wagen zu kommen. Dass das problemlos funktioniert, ist aber nicht unbedingt selbstverständlich: Die Tür kann durch eine Leitplanke oder ein anderes Auto blockiert sein. Elektrische Fensterheber können durch das Feuer ausfallen. Dann bleibt nur, die Scheibe einzuschlagen. Mittlerweile wird allerdings nicht selten doppelwandiges Sicherheitsglas eingesetzt, das zwar die Fahrgeräusche besser dämmt, aber sich kaum einschlagen lässt, wie der ADAC bei einem Test feststellte: "Das ernüchternde Ergebnis: Der Versuch, die Seitenscheibe zu zertrümmern, gelingt weder mit der Spitze eines Regenschirms noch mit dem Gestänge einer Kopfstütze, die der Fahrer dafür zur Hilfe nimmt", schreiben die Experten. Der Fahrer konnte erst mithilfe eines sogenannten Federkörners durch die einfach verglaste Heckscheibe den Weg nach draußen finden.

Federkörner als Alternative zum Notfallhammer oder zur Karte

Während ein Notfallhammer vielen Menschen etwa durch eine Fahrt mit Bus oder Bahn schon einmal untergekommen sein dürfte, ist ein Federkörner weniger bekannt. Dabei handelt es sich um einen Nothammer, in dem eine Feder gespannt ist. Wird er auf eine Scheibe gedrückt, löst sich die Spannung und katapultiert einen Dorn aus Stahl gegen das Glas, das daraufhin zerbricht. Viele der Geräte sind außerdem mit einem Messer ausgestattet, um im Notfall den Anschnallgurt zerschneiden zu können.

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Fazit zur Easy Exit Card: Sinnvolle Investition?

Laut Statistischem Bundesamt starben im vergangenen Jahr starben pro Tag durchschnittlich acht Menschen infolge eines Unfalls im Straßenverkehr. 135 Menschen trugen schwere und 882 Menschen leichte Verletzungen davon. Vielleicht hilft die Easy Exit Card dabei, unseren Straßenverkehr etwas sicherer zu machen. Die Investition von knapp 17 Euro ist jedenfalls zu verschmerzen. Das ist wichtig, denn im besten Fall kommt das Tool ja niemals zum Einsatz.

Quelle: ntv.de