Alle Details zur GeldanlageFestgeld bei der Deutschen Bank: Taugt das was?

Wer einen Teil seines Ersparten für einige Monate oder Jahre nicht benötigt, kann sich mit Festgeld einen festen Zinssatz für die vereinbarte Laufzeit sichern.
Beim Festgeld steht bereits bei Abschluss fest, mit welcher Verzinsung während der Laufzeit gerechnet werden kann. Aktuell stehen unter anderem die Angebote der Deutschen Bank und der Bank of Scotland zur Wahl – mit unterschiedlichen Schwerpunkten bei Zinshöhe, Laufzeit und Anlagebetrag.
Deutsche Bank: 2,7 Prozent Zinsen für zwölf Monate
Die Deutsche Bank bietet beim FestzinsSparen aktuell 2,7 Prozent Zinsen p. a. für zwölf Monate. Der Aktionszins gilt für Neuanlagen zwischen 2.500 und 250.000 Euro. Als Neuanlage zählt Geld, das bislang nicht auf Konten oder Depots der Deutsche Bank Gruppe (Deutsche Bank, Postbank, norisbank, BHW Bausparkasse, DWS) angelegt ist.
Zinsen: 2,7 Prozent p. a. für Neuanlagen
Zinsbindung: 12 Monate
Anlagebetrag: 2.500 bis 250.000 Euro
Kontoführung: kostenlos
Gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Einleger
Zusätzliche Absicherung über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken
Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollte sich etwa der Bonus von dem hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter ihn nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.
Wichtig ist eine Besonderheit des Angebots: Beim FestzinsSparen handelt es sich um eine Spareinlage. Damit das Geld zum Ende der Festzinsdauer verfügbar wird, muss die Anlage mindestens drei Monate vor Ablauf gekündigt werden. Ohne Kündigung wird der Betrag zum dann geltenden Zinssatz für die gleiche Anlagedauer erneut angelegt.
Beispiel: Das bringen 10.000 Euro
Bei einer Anlage von 10.000 Euro über zwölf Monate ergeben 2,7 Prozent p. a. rechnerisch 270 Euro Zinsen. Damit lässt sich bereits beim Abschluss kalkulieren, welchen Zinsertrag das angelegte Kapital nach einem Jahr abwirft. Nicht berücksichtigt ist dabei der eventuelle Abzug von Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.
Bank of Scotland: Höherer Zins und niedrigere Mindestanlage
Wer für zwölf Monate einen höheren Festgeldzins sucht, findet derzeit bei der Bank of Scotland 3,15 Prozent p. a. Anders als bei der Deutschen Bank stehen zudem mehrere kurze Laufzeiten zur Auswahl. Für drei, sechs und neun Monate werden jeweils 3,00 Prozent p. a. angeboten. Für die Eröffnung des Festgeld-Kontos ist ein kostenloses Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland Voraussetzung.
Zinsen: 3 bis 3,15 Prozent p. a.
Laufzeiten: 3, 6, 9 oder 12 Monate
Mindestanlage: 100 Euro
Maximalanlage: 500.000 Euro
Kontoführung: kostenlos
Gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde
Kostenloses Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland erforderlich
Während der vereinbarten Laufzeit steht das angelegte Kapital nicht zur Verfügung. Nach deren Ende werden Anlagebetrag und Zinsen automatisch auf das Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland ausgezahlt. Eine automatische Wiederanlage gibt es nicht.
Fazit: Bank of Scotland bietet bei zwölf Monaten den höheren Zins
Bei einer Festlegung über zwölf Monate hat die Bank of Scotland aktuell beim Zinssatz die Nase vorn: 3,15 Prozent p. a. stehen 2,7 Prozent p. a. bei der Deutschen Bank gegenüber. Auch die Mindestanlage fällt mit 100 statt 2.500 Euro niedriger aus. Das Angebot der Deutschen Bank kann dagegen für Anleger interessant sein, die ihr Geld bei einer großen deutschen Filialbank anlegen möchten. Zu beachten sind allerdings die Voraussetzung einer Neuanlage sowie die Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten zum Ende der Festzinsdauer.