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Kleines Kraftwerk Duo XL Für wen lohnt sich dieses "sehr gute" Balkonkraftwerk mit Speicher?

26.08.2026, 04:30 Uhr
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In Deutschland gibt es immer mehr Balkonkraftwerke. Über 1,4 Millionen Geräte sind bereits angemeldet. (Foto: Imago Images / Winfried Rothermel)

Balkonkraftwerk und Speicher in einem Paket: Kleines Kraftwerk kombiniert zwei Solarmodule mit der "sehr gut" getesteten Anker Solarbank 2 Pro. Für wen lohnt sich das Set?

Balkonkraftwerke können einen Teil des Stromverbrauchs direkt mit selbst erzeugter Solarenergie abdecken. Einen entscheidenden Nachteil haben klassische Systeme allerdings: Fällt der Stromverbrauch tagsüber gering aus, fließt ein Teil des Überschusses ungenutzt ins öffentliche Netz. Ein Speicher verschiebt diese Energie in die Abend- und Nachtstunden – und kann damit den Eigenverbrauch erhöhen.

Ob sich der Aufpreis für einen Solar-Akku rechnet, hängt vor allem vom individuellen Stromverbrauch und der Größe der Solaranlage ab. Auch die Verbraucherzentrale sieht Speicher eher bei größeren Steckersolargeräten und höherem Verbrauch im Vorteil. Genau hier setzt das Duo XL von Kleines Kraftwerk an: Zwei 500-Watt-Peak-Module treffen auf einen 1,6-Kilowattstunden-Speicher samt intelligentem Energiemanagement.

"Sehr gut": Kleines Kraftwerk Duo XL mit zwei Solarmodulen und Anker-Speicher

Ein sehr ähnliches Balkonkraftwerk von Kleines Kraftwerk war für einen umfangreichen Test bei ntv.de bereits mehrere Monate im Einsatz. Das Modell bestand allerdings aus zwei 440-Wp-Modulen des Herstellers Sunpro. Zudem war kein Speicher, sondern ein separater Hoymiles-Wechselrichter im Set. Das Gerät überzeugte im Test unter anderem mit sauber verarbeiteten Komponenten, guten Solarerträgen, stabilen Halterungen und einer ausführlichen deutschen Montageanleitung. Beim Duo XL setzt Kleines Kraftwerk auf stärkere 500-Wp-Module mit einem Wirkungsgrad von 22,5 Prozent.

Auch der Speicher bringt eine starke Testreferenz mit. Computer Bild bewertete die Anker Solix Solarbank 2 Pro mit "sehr gut". Gelobt werden unter anderem die einfache Bedienung, vier MPPT-Eingänge, die Erweiterbarkeit und die bedarfsgerechte Einspeisung über ein Smart Meter. Der Speicher besitzt Lithium-Eisenphosphat-Zellen, eine Kapazität von 1,6 kWh und eine Notstromsteckdose. Kleines Kraftwerk legt zudem ein Smart Meter von Anker bei. Dies kann die Einspeisung ins Netz intelligent steuern, muss aber von einem Elektriker installiert werden.

Das Set besteht aus zwei bifazialen 500-Wp-Glas-Glas-Modulen von Sunpro und dem Anker-Solix-Speicher Solarbank 2 Pro. Insgesamt stehen damit 1.000 Wp Modulleistung zur Verfügung. Der Speicher übernimmt gleichzeitig die Aufgaben des Wechselrichters: Bis zu 800 Watt können ins Hausnetz abgegeben werden, vier separate MPPT-Eingänge erlauben später außerdem die Erweiterung mit weiteren Solarmodulen.

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Für wen lohnt sich das Duo XL besonders?

Interessant ist das Set vor allem für Haushalte, die Platz für zwei große Solarmodule haben und einen erheblichen Teil ihres Stroms erst am Nachmittag oder Abend verbrauchen. Die 1.000 Wp bieten ausreichend Reserven, um neben dem laufenden Verbrauch auch den 1,6-kWh-Speicher zu laden, ohne dass dafür vier Module untergebracht werden müssen.

Auch bei der Montage bleibt Kleines Kraftwerk flexibel. Passende Halterungen gibt es unter anderem für Balkon, Flachdach, Ziegeldach, Wand und Garten. Sie kosten allerdings extra. Weniger sinnvoll ist die Kombination bei dauerhaft verschatteten Standorten oder sehr geringem Stromverbrauch – dort dürfte sich der Aufpreis für den Speicher zu langsam rechnen.

Yuma x Jackery: Mehr Leistung für größere Flächen

Wer ausreichend Platz besitzt, bekommt mit dem bei Yuma angebotenen 2.000-Watt-Balkonkraftwerk mit SolarVault 3 Pro ein deutlich leistungsfähigeres System. Vier 500-Wp-Module liefern zusammen 2.000 Wp, dazu kommt der spürbar größere Speicher SolarVault 3 Pro mit 2,52 kWh Kapazität. Genau wie beim Anker-Akku sind auch hier Wechselrichter und Smart Meter in ein System integriert.

Das Yuma-Komplettpaket richtet sich damit vor allem an Haushalte mit größerem Stromverbrauch und genügend Fläche auf Garage, Flachdach, Garten oder Hausdach. Durch die doppelte Modulleistung bestehen insbesondere morgens, abends und bei weniger idealen Wetterbedingungen größere Reserven zum Laden des Speichers. Dafür benötigt das System vier statt zwei Module und entsprechend deutlich mehr Platz. Auch Yuma legt ein passendes Smart Meter dazu, zudem sind alle Kabel dabei. Genau wie bei Kleines Kraftwerk kosten die Halterungen allerdings extra.

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Fazit: Zwei Solarmodule reichen häufig aus

Das Kleines Kraftwerk Duo XL mit Anker Solarbank 2 Pro passt vor allem zu Haushalten, die ein kompaktes Zwei-Modul-System mit Speicher suchen. 1.000 Wp Solarleistung, 1,6 kWh Speicher und Smart Meter bilden ein schlüssiges Paket. Hinzu kommen gute Testergebnisse des verwandten Balkonkraftwerks und der konkret verbauten Anker-Solarbank.

Steht dagegen ausreichend Fläche für vier Module zur Verfügung, bietet das Yuma-Jackery-Set mit 2.000 Wp und 2,52 kWh Speicher deutlich mehr Reserven. Das Kleines-Kraftwerk-System punktet entsprechend weniger mit maximaler Leistung als mit dem geringeren Platzbedarf und der flexiblen Auswahl an Halterungen.

Quelle: ntv.de