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Was steckt dahinter?Geld anlegen: Fünf Mythen im Check

30.07.2026, 08:34 Uhr
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Geld anlegen und vermehren? Diese Dinge sollten Anleger dafür wissen. (Foto: IMAGO / imagebroker)

Wer Geld anlegen möchte, stößt schnell auf widersprüchliche Ratschläge zu vielen verschiedenen Optionen. Wir prüfen fünf verbreitete Annahmen über Aktien & Co.

Geld anlegen oder lieber auf dem Konto lassen? Einzelaktien kaufen oder einen ETF-Sparplan einrichten? Und lohnt sich ein Depot überhaupt, wenn am Monatsende nur ein kleiner Betrag übrig bleibt? Gerade Einsteiger schieben die Entscheidung der Geldanlage häufig auf, weil sich Mythen hartnäckig halten, die Möglichkeiten vielfältig sind und der nötige Überblick fehlt. Dabei muss Geldanlage weder kompliziert sein noch ein großes Startkapital voraussetzen.

Mythos 1: Geldanlage lohnt sich nur mit viel Geld

Geld anzulegen ist Sache der Reichen? Weit gefehlt: Für den Einstieg an der Börse ist kein großes Vermögen erforderlich. Bei vielen Depots lassen sich Sparpläne bereits mit kleinen monatlichen Raten einrichten. Dadurch können Anlegerinnen und Anleger regelmäßig Anteile an einem ETF oder Fonds erwerben, ohne sofort eine größere Summe investieren zu müssen. Wichtiger als ein hoher Startbetrag ist nämlich die Regelmäßigkeit. Wer früh beginnt und langfristig investiert, gibt seinem Geld mehr Zeit, sich zu entwickeln.

Eine gute Option für Einsteiger ist etwa das Depot von Comdirect. Die Depotführung ist kostenlos und der Sparplan kann schon ab einer Rate von einem Euro bespart werden.

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Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollten sich etwa die Zinsen von den hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter sie nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.

Vor dem Einstieg sollten Anleger grundsätzlich die Gebühren der Banken und Broker vergleichen. Relevant sind insbesondere Depotführungsgebühren, Kosten für Sparplanausführungen, Ordergebühren und die Auswahl der verfügbaren ETFs.

Mythos 2: Für den Einstieg muss der perfekte Zeitpunkt kommen

Nach einem Kursanstieg erscheint die Börse vielen Anlegern zu teuer. Fallen die Kurse hingegen, fürchten sie weitere Verluste. Wer auf den eindeutig richtigen Einstiegszeitpunkt wartet, findet deshalb schnell Gründe, die Depoteröffnung weiter aufzuschieben – den perfekten Zeitpunkt für den Börseneinstieg gibt es nicht.

Denn wie sich die Kurse in den kommenden Wochen oder Monaten entwickeln, lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen. Ein Sparplan ist eine gute Möglichkeit, um das Einstiegsproblem zu entschärfen: Dabei wird regelmäßig derselbe Betrag investiert – unabhängig davon, ob die Kurse gerade hoch oder niedrig stehen. Anleger verteilen ihre Käufe dadurch auf unterschiedliche Zeitpunkte. Eine Garantie für Gewinne bietet allerdings auch diese Strategie nicht.

Mythos 3: Wertpapiere reichen als Notgroschen

Aktien und ETFs lassen sich in der Regel zwar kurzfristig verkaufen, doch als Notgroschen sind sie trotzdem ungeeignet. Wird das Geld beispielsweise ausgerechnet während eines Börsentiefs benötigt, müssen Anleger ihre Anteile möglicherweise mit Verlust abgeben. Auch steht der Verkaufserlös nicht immer sofort auf dem Girokonto bereit. Als Rücklage für Notfälle eignen sich daher Anlageformen, bei denen das Geld schnell verfügbar ist.

Wie hoch der persönliche Notgroschen sein sollte, hängt von den laufenden Ausgaben, dem Einkommen und der individuellen Lebenssituation ab. Die Bafin empfiehlt beispielsweise ein Tagesgeldkonto mit einer Reserve von mindestens drei Monatseinkommen. Tagesgeldkonten sind praktisch, weil das Guthaben dort jederzeit verfügbar bleibt und Sparerinnen und Sparer flexibel Geld ein- und auszahlen können.

Bei der Consorsbank etwa gibt es aktuell 3,4 Prozent Zinsen p. a. für die ersten fünf Monate auf neu angelegtes Tagesgeld. Und: Wer dort ein Tagesgeldkonto eröffnet, erhält ein kostenloses Wertpapierdepot dazu.

  • Zinssatz: 3,4 Prozent p. a.

  • Laufzeit: für 5 Monate, vierteljährliche Gutschrift

  • Aktionszins für Einlagen bis 1 Million Euro

  • Einlagensicherung: über Frankreich (A+-Bonität) für bis zu 100.000 Euro und den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken bis zu 3 Millionen Euro

  • Inklusive: kostenloses Wertpapierdepot

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Tagesgeldkotno + Wertpapierdepot bei der Consorsbank
3,4 Prozent p. a. für 5 Monate

Mythos 4: Die Börse ist nur Glücksspiel

Ständig kaufen und verkaufen, um zu gewinnen? Keine Sicherheit? Klar: Den Verlauf von Aktienkursen kann niemand sicher vorhersagen. Wer kurzfristig auf einzelne Unternehmen oder aktuelle Trends setzt, geht deshalb mitunter ein erhebliches Verlustrisiko ein. Einem Glücksspiel muss die Geldanlage an der Börse daher aber noch lange nicht gleichkommen: Wer langfristig und breit gestreut investiert, reduziert das Risiko. Über einen breit aufgestellten Aktien-ETF können Anleger ihr Kapital auf viele Unternehmen, Branchen und Länder verteilen, sodass der Anlageerfolg nicht von einem einzigen Unternehmen abhängt.

Mythos 5: Die gesetzliche Rente reicht als Altersvorsorge aus

Die gesetzliche Rentenversicherung bleibt für viele Menschen die wichtigste Säule der Altersvorsorge – ob sie später für den gewünschten Lebensstandard ausreicht, hängt jedoch unter anderem vom Einkommen, den Beitragsjahren, möglichen Erwerbspausen und den Ausgaben im Ruhestand ab. Eine zusätzliche betriebliche oder private Vorsorge kann hier ausgleichen, wenn die Rente alleine nicht ausreicht. Ab 2027 ist etwa das Altersvorsorgedepot eine gute Option: Es soll die Riester-Rente ablösen und die private Altersvorsorge moderner, einfacher und renditestärker machen.

Geld anzulegen, muss nicht kompliziert sein

Die fünf Mythen zeigen: Persönlicher Vermögensaufbau muss weder mit einem großen Betrag beginnen noch auf den perfekten Börsenmoment warten. Entscheidend ist vielmehr, verschiedene finanzielle Ziele voneinander zu trennen und eine klare Strategie zu haben – zum Beispiel ein Tagesgeldkonto als Notgroschen und einen langfristigen, breit aufgestellten ETF-Sparplan für vergleichsweise geringe Verlustrisiken.

Quelle: ntv.de