2,5 Prozent für neun MonateLohnt sich das Tagesgeld-Angebot der Deutschen Bank?

Die Deutsche Bank lockt derzeit mit einer neuen Tagesgeldaktion: Auf Neugeld gibt es 2,5 Prozent Zinsen pro Jahr – und das für vergleichsweise lange neun Monate.
Interessant ist das Angebot der Deutschen Bank vor allem für Sparer, die ihr Geld flexibel verfügbar halten und sich den Zinssatz dennoch für mehrere Monate sichern möchten. Das Zeitfenster für die Teilnahme ist allerdings begrenzt. Das Neugeld muss zwischen dem 17. August und dem 23. September 2026 auf das Flexgeldkonto eingezahlt werden. Der Aktionszins gilt anschließend vom 1. Oktober 2026 bis zum 30. Juni 2027. Anschließend gilt der variable Flexgeld-Zinssatz.
Deutsche Bank: 2,5 Prozent Zinsen für neun Monate
Für die Tagesgeldaktion der Deutschen Bank müssen mindestens 2.500 Euro als Neugeld eingezahlt werden. Maximal werden 250.000 Euro mit dem Aktionszins verzinst. Als Neugeld zählt grundsätzlich Vermögen, durch das das gesamte Guthaben bei der Deutschen Bank während des Einzahlungszeitraums wächst. Bereits vorhandenes Guthaben bei Deutscher Bank, Postbank oder Norisbank lässt sich daher nicht einfach für die Aktion umschichten.
Die wichtigsten Konditionen im Überblick:
Aktionszins: 2,5 Prozent p. a.
Zinsgarantie: 9 Monate, vom 1. Oktober 2026 bis 30. Juni 2027
Einzahlungszeitraum: 17. August bis 23. September 2026
Anlagebetrag: 2.500 Euro bis 250.000 Euro Neugeld
Kontoführung: kostenlos
Zinsgutschrift: quartalsweise
Einlagensicherung: über Deutschland (AAA-Bonität) für bis zu 100.000 Euro, zusätzlich Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e. V.
Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollte sich etwa der Zins von dem hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter ihn nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.
Was bedeutet die Neugeld-Regel?
Ein genauer Blick auf die Bedingungen ist bei diesem Angebot wichtig. Der Sonderzins gilt nicht pauschal für jedes Guthaben auf einem neu oder zuletzt eröffneten Flexgeldkonto. Entscheidend ist, dass das Gesamtguthaben bei der Marke Deutsche Bank während des Aktionszeitraums tatsächlich steigt.
Wer beispielsweise bereits 20.000 Euro auf einem Giro- oder Sparkonto der Deutschen Bank liegen hat und diesen Betrag lediglich auf das Flexgeldkonto verschiebt, bringt damit kein Neugeld ein. Auch Geld aus dem Verkauf von Wertpapieren aus Depots bei der Deutschen Bank zählt nicht als Neugeld.
Gut zu wissen: Während der neunmonatigen Zinsphase bleibt das Geld verfügbar. Wird ein Teil des Aktionsguthabens abgehoben, entfällt der Sonderzins grundsätzlich nur für diesen Betrag ab dem Tag der Verfügung. Spätere Einzahlungen können bis zur individuell festgelegten Obergrenze im Aktionszeitraum wieder für den Aktionszins berücksichtigt werden.
Alternative: Consorsbank mit höherem Aktionszins
Wer derzeit in erster Linie nach einem möglichst hohen Tagesgeldzins sucht, findet bei der Consorsbank eine Alternative. Dort gibt es für Neukunden aktuell 3,6 Prozent Zinsen pro Jahr für fünf Monate. Die Verzinsung fällt damit höher aus als bei der Deutschen Bank, dafür ist der garantierte Aktionszeitraum deutlich kürzer.
Die wichtigsten Konditionen im Überblick:
Aktionszins: 3,6 Prozent p. a.
Zinsgarantie: 5 Monate
Anlagebetrag: bis zu 1 Million Euro
Voraussetzung: in den vergangenen 6 Monaten kein Konto und/oder Depot bei der Consorsbank
Kontoführung: kostenlos
Einlagensicherung: über Frankreich (A+-Bonität) für bis zu 100.000 Euro, zusätzlich Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e. V.
Fazit: Nicht nur auf die Zinshöhe kommt es an
Welches Tagesgeldangebot am Ende besser passt, hängt nicht allein vom Aktionszins ab. Die Consorsbank bietet mit 3,6 Prozent p. a. den höheren Zins, die Deutsche Bank mit neun Monaten dagegen die längere Zinsgarantie. Auch die geplante Anlagesumme spielt eine Rolle: Während die Deutsche Bank maximal 250.000 Euro mit dem Aktionszins verzinst, sind es bei der Consorsbank bis zu eine Million Euro. Je nach persönlichen Prioritäten und Voraussetzungen kann daher das eine oder das andere Angebot attraktiver sein.