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Miles & More vs. AmexMeilen sammeln – oder Punkte? Zwei Bonusprogramme im Vergleich

11.09.2026, 13:23 Uhr
American Express Bonusprogramm
Bei American Express und Miles & More lassen sich die gesammelten Bonuspunkte für Flug-Upgrades nutzen, allerdings auf unterschiedliche Weisen. (Foto: IMAGO / Zoonar)

Bonusprogramme erweitern den Leistungsumfang von Kreditkarten. Bekannte Optionen kommen von American Express und Miles & More. Worin unterscheiden sich die Programme – und welches eignet sich für wen?

Sachprämien, Flug-Upgrades oder Zahlungsmittel: Wer eine Kreditkarte mit Bonusprogramm besitzt, kann die dort gesammelten Punkte in der Regel vielseitig einsetzen. Interessierte stoßen dabei schnell auf zwei bekannte Optionen: Membership Rewards von American Express und Miles & More, das Loyalitätsprogramm der Lufthansa Group. Während Miles & More seine eigene Bonuswährung direkt in Form von Meilen vergibt, sammeln Karteninhaber bei American Express zunächst Membership Rewards Punkte. Wo liegen die Unterschiede? Und welches Programm ist die passende Wahl?

Die beiden Programme im Überblick

Membership Rewards ProgrammMiles & More (mit Gold Credit Card)
TeilnahmeNur mit entsprechender KreditkarteAuch ohne Kreditkarte möglich, dann gelten teils andere Konditionen
WillkommensbonusBis zu 85.000 Punkte, gestaffelt, Mindestumsatz erforderlich4.000 Meilen und 40 Points
Sammelrate (regulär)1 Membership Rewards Punkt je 1 Euro Umsatz1 Meile je 2 Euro Umsatz
SammelnPunktesystem, sammeln mit jedem KartenumsatzMit jedem Umsatz (ohne Karte bei über 35 Airline-Partnern und über 300 Partnern weltweit)
Einlösen auf ReisenTransfer zu 9 Vielflieger- und 4 HotelprogrammenAward Flights, Upgrades, Hotelaufenthalte (kein Transfer nötig)
Sonstige EinlösungBezahlen, Gutscheine, Spenden, Sachprämien, Kartenrechnung begleichen (auch ohne Transfer)Bezahlen, Sachprämien, Spenden (kein Transfer nötig)
PunkteverfallGrundsätzlich unbegrenzt bei aktiver Teilnahme und ausgeglichenem KontoGrundsätzlich unbegrenzt bei aktivem Kartenkonto

Membership Rewards: So funktioniert das Bonusprogramm von American Express

Das Programm Membership Rewards ist direkt an teilnehmende American-Express-Kreditkarten gekoppelt, zum Beispiel eine Platinum Card oder eine Business Gold Card. Bei jedem Karteneinsatz gibt es regulär einen Membership Rewards Punkt je Euro Umsatz. Auch Umsätze mit Zusatzkarten fließen auf das gemeinsame Punktekonto.

Für 15 Euro im Jahr lässt sich zusätzlich der Membership Rewards Turbo aktivieren. Damit gibt es drei Punkte je zwei Euro Kartenumsatz, also 50 Prozent mehr Punkte. Die zusätzlichen Punkte sind auf 20.000 pro zwölf Monate beziehungsweise 40.000 Euro Umsatz begrenzt.

Aktueller Willkommensbonus: Bis zu 85.000 Punkte bei der Platinum Card

Für einige der Kreditkarten bietet American Express Neukunden einen Willkommensbonus. Je nach Karte fällt er unterschiedlich aus. Für Privatkunden kommt gerade die Platinum Card mit dem höchsten Bonus: Bis zu 85.000 Membership Rewards Punkte in einem gestaffelten System.

  • 40.000 Punkte bei einem Mindestumsatz von 6.000 Euro innerhalb der ersten 6 Monate

  • Zusätzliche 45.000 Punkte bei einem Gesamtumsatz von 10.000 Euro im gleichen Zeitraum

  • Weitere Voraussetzungen: einwandfrei geführtes Kartenkonto, keine Kündigung der Karte innerhalb von 12 Monaten

  • Kartenentgelt: 60 Euro pro Monat (720 Euro pro Jahr)

Diesen Willkommensbonus bekommen Interessierte ausschließlich über Links wie diesen von ntv.de. Wer selbst auf der Website von American Express auf die Suche geht, findet stattdessen ein Startguthaben von insgesamt bis zu 340 Euro zu den gleichen Bedingungen.

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American Express Platinum Card mit bis zu 85.000 Membership Rewards Punkten
720,00 € / Jahr

Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollte sich etwa der Bonus von dem hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter ihn nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.

Wer die vollen 85.000 Punkte erhalten möchte, muss innerhalb von sechs Monaten insgesamt 10.000 Euro und damit durchschnittlich rund 1.667 Euro monatlich über die Karte umsetzen. Der Bonus lohnt sich daher für Neukunden, die diesen Umsatz ohnehin erreichen – zusätzliche Ausgaben allein für die Bonuspunkte sind nicht sinnvoll.

Neben dem Bonus bietet die American Express Platinum Card noch eine Reihe weiterer Leistungen. Dazu zählen unter anderem 650 Euro jährliches Guthaben für Reisen, Restaurants und mehr, Zugang zu 1.550 Flughafen-Lounges weltweit, Status-Upgrades bei Hotel- und Mietwagenpartnern, Reiseversicherungen und mehr. Detaillierte Informationen gibt es hier: Lounge-Zugang und Co.: Was die American Express Platinum Card bietet.

So lassen sich Membership Rewards Punkte einlösen

Ob mit oder ohne Willkommensbonus: Der eigentliche Wert der Membership Rewards Punkte hängt nicht nur davon ab, wie viele gesammelt werden, sondern vor allem davon, wie sie eingelöst werden. Dafür haben Kunden von American Express verschiedene Möglichkeiten:

  • Transfer in die Programme verschiedener Airlines und Hotelketten

  • Eintausch in Sachprämien

  • Bezahlung mit Punkten

  • Gutscheine

  • Spenden

Den höchsten Gegenwert bieten oft Reise-Einlösungen: Die Punkte können unter anderem für Flüge, Hotels oder Mietwagen genutzt oder zu Airline- und Hotelprogrammen übertragen werden. Reisende, die Prämienflüge, Upgrades oder Hotelaufenthalte buchen möchten, können hier einen Mehrwert aus ihren Punkten herausholen. Der konkrete Gegenwert hängt aber immer von der gewählten Einlösung, Verfügbarkeit sowie möglichen Steuern und Gebühren ab.

Membership Rewards Punkte transferieren: Diese Partner stehen zur Auswahl

Ein Überblick über die Transferpartner von American Express (inkl. Transferverhältnis):

  • 9 Airlines und Vielfliegerprogramme: British Airways Club (5:4), Cathay (3:2), Delta SkyMiles (3:2), Emirates Skywards (2:1), Flying Blue (5:4), Iberia Club (5:4), Qatar Privilege Club (3:2), Scandinavian Airlines EuroBonus (5:4), Singapore KrisFlyer (3:2)

  • 4 Hotelprogramme: ALL Accor (3:1), Hilton Honors (1:1), Marriott Bonvoy (3:2), Radisson Rewards (1:2)

  • Weitere Partner: Payback (3:1)

Der Gegenwert der Membership Rewards Punkte ist daher auch abhängig von den individuellen Umtauschverhältnissen. Oft gibt es Mindestpunkte für den Transfer. Welche Konditionen im Einzelfall gelten, finden Interessierte auf der Website von American Express.

Ebenfalls wichtig: Ein Punktetransfer lässt sich nicht rückgängig machen. Nach der Übertragung gelten die Bedingungen des jeweiligen Partnerprogramms – Karteninhaber sollten deshalb erst transferieren, wenn sie wissen, wofür sie die Punkte einsetzen möchten.

Miles & More: Meilensammeln mit und ohne Kreditkarte

Das System von Miles & More funktioniert etwas anders als Membership Rewards. Das Programm ist nämlich nicht zwingend an eine Kreditkarte gekoppelt. Bei einer Mitgliedschaft ohne Kreditkarte sammeln Teilnehmer nur Meilen bei berechtigten Partnern, zum Beispiel bei Airlines, Hotels oder Mietwagenfirmen. Wer hingegen eine passende Miles-&-More-Kreditkarte besitzt, sammelt mit jedem Einkauf eine Meile pro zwei Euro Kartenumsatz, auch außerhalb des eigentlichen Partnernetzwerks.

Zu den teilnehmenden Kreditkarten gehört beispielsweise die Gold Credit Card:

  • Willkommensbonus: 4.000 Meilen und 40 Points (Konditionen: Neukunde, kein Vielfliegerstatus, Kartenkonto muss mindestens 12 Monate lang bestehen)

  • Gebühr: 11,50 Euro pro Monat (138 Euro pro Jahr)

  • Mit jedem Kartenumsatz pro 2 Euro 1 Meile sammeln

  • Marriott Bonvoy Silver Elite Status

  • Versicherungspaket mit Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung, Reise-Krankenversicherung, Mietwagen-Zusatz-Versicherung und Allianz Telemedizin

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M&M Gold
Miles & More Gold Credit Card
138,00 € / Jahr

Wichtig: Ein Membership Rewards Punkt und eine Miles-&-More-Meile haben nicht denselben Wert. Allein aus den unterschiedlichen Sammelraten lässt sich deshalb nicht direkt ableiten, mit welchem Programm Nutzer schneller zum nächsten Flug-Upgrade oder zur nächsten Sachprämie kommen.

Meilen sammeln und einlösen bei Miles & More

Miles & More ist das Vielfliegerprogramm der Lufthansa Group – beschränkt sich aber nicht auf Lufthansa. Das Programm arbeitet nach eigenen Angaben mit mehr als 35 Airline-Partnern zusammen. Dazu gehören unter anderem SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings, Discover Airlines sowie verschiedene weitere Star-Alliance- und Partnerfluggesellschaften.

Auch bei über 300 Hotels, Mietwagenanbietern sowie Shopping- und Reisepartnern lassen sich Meilen sammeln. Der Vorteil gegenüber Membership Rewards: Wer bereits weiß, dass er seine Prämien innerhalb des Miles-&-More-Ökosystems nutzen möchte, muss sich nicht mit unterschiedlichen Transferquoten beschäftigen.

Allerdings gibt es auch einige Airlines, bei denen das Sammeln und Einlösen nicht möglich ist, zum Beispiel bei Emirates und Etihad Airlines, Qatar Airways oder British Airways.

Award Flights und Meilenschnäppchen: Hier spielen die Meilen ihre Stärke aus

Für viele Interessierte dürfte die Einlösung für Flüge der spannendste Vorteil von Miles & More sein. Gesammelte Meilen lassen sich für sogenannte Award Flights bei zahlreichen Airline-Partnern einsetzen. Bei Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und weiteren Airlines der Lufthansa Group hängt die benötigte Meilenanzahl inzwischen unter anderem von Strecke, Reisezeitpunkt, Buchungszeitpunkt, Reiseklasse und Tarif ab. Bei anderen Miles-&-More-Airline-Partnern gelten weiterhin feste Werte aus der Award-Flight-Tabelle.

Besonders interessant sind die monatlich wechselnden Meilenschnäppchen: Bei ausgewählten Airlines lassen sich Award Flights damit mit bis zu 50 Prozent weniger Meilen buchen, erste Angebote starten bereits ab 12.000 Meilen. Die Auswahl ist allerdings begrenzt und die Angebote gelten nur für bestimmte Ziele und Reisezeiträume. Außerdem können Meilenschnäppchen weder umgebucht noch storniert werden.

Wichtig für die Preisrechnung: Auch bei einem Award Flight ist das Ticket nicht komplett kostenlos. Steuern, Gebühren und Airline-Zuschläge fallen zusätzlich an und müssen separat bezahlt werden.

Bei Miles & More gibt es Meilen und Points: Wo ist der Unterschied?

Neben Meilen gibt es bei Miles & More ebenfalls sogenannte Points. Dabei handelt es sich jedoch um zwei völlig unterschiedliche Dinge. Meilen sind die Bonuswährung: Sie lassen sich sammeln und anschließend beispielsweise für Flüge oder andere Prämien einsetzen. Points, Qualifying Points und HON Circle Points dienen hingegen vor allem dazu, einen Vielfliegerstatus zu erreichen, und werden beim Fliegen mit entsprechenden Miles-&-More-Airline-Partnern gesammelt.

Eine Besonderheit der Miles-&-More-Kreditkarten: Karteninhaber können einen Teil ihrer durch Kartenumsätze gesammelten Meilen sogar in Points und Qualifying Points für den Vielfliegerstatus umwandeln. Pro Kalenderjahr lassen sich bis zu 25.000 berechtigte Meilen gegen maximal 100 Points und 100 Qualifying Points tauschen.

Membership Rewards zu Miles & More übertragen: Geht das?

Direkt gehört Miles & More nicht zu den Transferpartnern von American Express. Einen Umweg gibt es allerdings über Payback. Derzeit lassen sich drei Membership Rewards Punkte in einen Payback-Punkt umwandeln. Und Payback-Punkte können wiederum zu Miles & More übertragen werden. Damit werden rechnerisch drei Membership Rewards Punkte zu einer Miles-&-More-Meile.

Wer gezielt Miles-&-More-Meilen sammeln möchte, erhält über diesen Umweg allerdings einen vergleichsweise ungünstigen Kurs. Dann kann das direkte Sammeln bei Miles & More oder über eine entsprechende Kreditkarte sinnvoller sein.

Verfallen Miles-&-More-Meilen?

Anders als Membership Rewards Punkte, die unbegrenzt gültig sind, solange ein aktives Kartenkonto besteht, sind Meilen regulär nur 36 Monate gültig und verfallen anschließend zum Ende des jeweiligen Quartals. Ein Vielfliegerstatus oder eine Miles-&-More-Kreditkarte kann die Meilen unter bestimmten Voraussetzungen vor dem Verfall schützen. Mit einer Gold Credit Card sind Meilen beispielsweise unbegrenzt gültig, solange das Kartenkonto aktiv ist.

Fazit: Welches Bonusprogramm eignet sich für wen?

Welches Bonusprogramm besser passt, hängt vor allem davon ab, wie die Prämien eingesetzt werden sollen:

Miles & More ist vergleichsweise unkompliziert, wenn Teilnehmende ohnehin mit Lufthansa und Partnerairlines reisen. Die gesammelten Meilen liegen direkt auf dem Miles-&-More-Konto und können innerhalb des Programms eingesetzt werden, ein Transfer ist nicht nötig. Mit einer Miles-&-More-Kreditkarte sammeln Inhaber zusätzlich bei alltäglichen Kartenumsätzen automatisch weiter, zudem sind die Meilen dann vor dem Verfall geschützt.

Membership Rewards ist zwingend an eine American-Express-Kreditkarte gebunden, bietet dafür aber etwas mehr Flexibilität: Die Punkte bleiben zunächst bei American Express und können später zu unterschiedlichen Vielflieger- und Hotelprogrammen übertragen werden, allerdings nicht zu Miles & More. Nutzer entscheiden also erst kurz vor dem Einlösen, in welchem Programm die Punkte landen sollen. Darüber hinaus ist bei beiden Programmen auch die Einlösung in Sachprämien, das Bezahlen mit den Bonuspunkten oder das Spenden der Punkte möglich.

Kurz gesagt: Wer bereits weiß, dass er im Miles-&-More-Universum, also hauptsächlich bei der Lufthansa Group sowie der Star Alliance, bleiben möchte, kann direkt Meilen sammeln. Wer sich bei Airline und Bonusprogramm möglichst lange verschiedene Optionen offenhalten möchte, hat mit Membership Rewards mehr Spielraum.

Quelle: ntv.de