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Shokz OpenRun Knochenschall-Kopfhörer im Test: Guter Sound ohne Ohrstöpsel?

Mit den Shokz-Kopfhörern bleiben beim Joggen die Ohren frei.

Mit den Shokz-Kopfhörern bleiben beim Joggen die Ohren frei.

(Foto: ntv.de/Priggemeier)

Wer beim Joggen gerne Musik oder Podcasts hört, setzt meist auf In-Ear-Kopfhörer. Kein Wunder, denn die sind klein und leicht, aber sie verstopfen die Ohren. Sind Knochenschall-Kopfhörer eine Alternative? Ein Test.

Der erste Kontakt ist irgendwie magisch. Es sind zwar Beats im Ohr, aber keine Stöpsel. Unweigerlich kommt die Frage auf, ob die OpenRun-Kopfhörer von Shokz überhaupt schon mit dem Smartphone gekoppelt sind - oder ob jetzt etwa alle Umstehenden die Smartphone-Musik hören? Kurzer Schreckmoment, doch schnell ist klar: Die Geräusche höre nur ich. Sie werden mit Hilfe der sogenannten "Bone-Conduction-Technologie" über Kontaktpunkte an meinen Wangenknochen ins Gehör übertragen. Ganz ohne Ohrstöpsel und kabellos. Das macht Eindruck, weil es funktioniert. Der Klang ist klar, Worte kommen deutlich rüber.

Aber wie fühlt sich diese Art der Beschallung beim Joggen an? Bislang waren In-Ear-Kopfhörer von Apple meine erste Wahl für die schnelle Joggingrunde mit Musik im Ohr. Bügelkopfhörer sind mir persönlich zu schwer, sie schotten mich zu sehr ab und sie drücken auf den Ohren. Aus diesen Gründen bin ich ein Fan der leichten In-Ears. Es gibt allerdings etwas, was mich bei In-Ear-Kopfhörern schon länger stört: Windgeräusche und dumpfer Trittschall, der bei fast allen Modellen mit jedem Bodenkontakt übertragen wird. Klar, Luxusprobleme - aber bei Kopfhörern, die bis zu 300 Euro kosten, nervt eben jedes Störgeräusch.

Die OpenRun-Kopfhörer von Shokz sind für knapp 140 Euro zu haben. Es handelt sich also um Kopfhörer, die zwar innovativ, aber weder günstig noch teuer sind. Mittelpreis-Segment.

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Inklusive Nackenbügel wiegen sie nur 26 Gramm, und der Akku hält laut Hersteller acht Stunden durch. Der Alltags-Test hat gezeigt, dass dieser Wert durchaus passt. Falls der Akku doch mal schlapp macht, sind die Shokz innerhalb von 1,5 Stunden wieder voll aufgeladen.

Wie machen die Knochenschall-Kopfhörer sich auf der Laufstrecke? Ist der Halt trotz Action ok? Kurz gesagt: Die OpenRun-Kopfhörer sind inzwischen meine erste Wahl beim Joggen mit Musik. Es sind weder Windgeräusche zu hören noch Trittschall - nur Sound. Ein richtig gutes Hörerlebnis. Praktisch ist auch, dass die Ohren beim Laufen frei sind, denn so sind weiterhin die Umgebungsgeräusche von Autos, Radfahrern oder Fußgängern wahrnehmbar. Es entsteht kein Dunstglocken-Gefühl wie beim Laufen mit Noise-Cancelling-Kopfhörern. Mag sein, dass es Menschen gibt, denen das abgeschottete Laufen besser gefällt, mir geht es anders.

Die OpenRun-Kopfhörer sitzen durch die Nackenbügel fest am Kopf und die Soundqualität ist gleichbleibend hoch, auch wenn die Schritte mal etwas schneller werden. Selbst beim Krafttraining mit Kurzhanteln und Langhanteln ist trotz des Bügels im Nacken ausreichend Bewegungsfreiheit gegeben (nur bei Bauchübungen im Liegen stört der Bügel). Fürs Schwimmen sind die Knochenschall-Kopfhörer nicht geeignet, obwohl sie wasserfest sind.

Wenn es an den Kopfhörern etwas zu kritisieren gibt, dann die Tatsache, dass die Shokz nicht mit digitalen Assistenten wie Alexa oder Siri kompatibel sind. Geht während des Laufs eine Nachricht auf dem Smartphone ein, gibt es keine Information via Kopfhörer. Für manche wird das allerdings eher ein Pluspunkt in der Gesamtbewertung sein, denn so bleibt der volle mentale Fokus auf der Laufstrecke, und die Gedanken bleiben so frei wie die Ohren.

Quelle: ntv.de

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