Für das Uni-LebenSieben einfache Spartipps für Studierende

Das Studentenleben ist nicht gerade dafür bekannt, besonders viel finanziellen Spielraum zu lassen. Umso mehr lohnt es sich, an den richtigen Stellen zu sparen.
Oft reichen schon kleine Veränderungen und praktische Helfer im Alltag, damit am Monatsende mehr Geld übrig bleibt. Ein Haushaltsbuch, ein gut verzinstes Tagesgeldkonto oder selbst vorbereitete Mahlzeiten helfen dabei, Ausgaben zu reduzieren und aus vorhandenem Geld mehr herauszuholen.
1. Mit einem Haushaltsbuch den Überblick behalten
Der erste Schritt zum Sparen ist herauszufinden, wohin das Geld eigentlich verschwindet. Gerade viele kleine Ausgaben für Kaffee, Lieferdienste oder spontane Einkäufe können sich über den Monat zu einer überraschend hohen Summe addieren.
Ein klassisches Haushaltsbuch oder ein Budgetplaner macht Einnahmen und Ausgaben sichtbar. Zu Monatsbeginn lassen sich feste Budgets für Lebensmittel, Freizeit und andere Kategorien festlegen. Wer lieber digital plant, kann dafür natürlich ebenso eine App oder Tabellenkalkulation verwenden.
Einnahmen und Fixkosten übersichtlich gegenüberstellen
Monatliche Budgets für einzelne Kategorien festlegen
Unnötige Ausgaben schneller erkennen
Sparziele festhalten und Fortschritte dokumentieren
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
2. Erspartes nicht auf dem Girokonto liegen lassen
Auch mit einem kleinen Budget kann sich über die Zeit ein finanzielles Polster bilden. Geld, das kurzfristig nicht benötigt wird, muss dabei nicht unverzinst auf dem Girokonto liegen. Ein Tagesgeldkonto bietet sich insbesondere für Rücklagen an, da das Guthaben weiterhin verfügbar bleibt.
Aktuell bietet beispielsweise die Bank of Scotland Neukunden 3,00 Prozent Zinsen p. a. auf bis zu 50.000 Euro. Der Willkommenszins gilt für bis zu zwölf Monate. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Legitimation innerhalb von fünf Tagen nach dem Antrag erfolgt. Sinkt der EZB-Einlagenzins unter 1,25 Prozent p. a., kann der Aktionszeitraum vorzeitig enden.
Zinssatz: 3,0 Prozent p. a.
Zinsgarantie: bis zu 12 Monate (solange EZB-Einlagenzins über 1,25 Prozent p. a.)
Bedingung: Legitimation innerhalb von 5 Tagen, EZB-Einlagenzins bleibt über 1,25 Prozent
Aktionszins auf Einlagen bis 50.000 Euro, jährliche Zinszahlung
Einlagensicherung: bis 100.000 Euro über Deutschland
Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollten sich etwa die Zinsen von den hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter sie nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.
Eine weitere Option ist das Extra-Konto der ING. Für das erste Tagesgeldkonto gibt es aktuell 3,20 Prozent p. a. für vier Monate. Wird gleichzeitig ein Girokonto eröffnet, steigt der Aktionszins auf 3,75 Prozent p. a. für vier Monate. Der Aktionszins gilt auf Einlagen bis 250.000 Euro.
Zinssatz: 3,75 Prozent p. a. (mit Girokonto-Eröffnung), 3,2 Prozent p. a. (ohne Girokonto-Eröffnung)
Zinsgarantie: für 4 Monate
Aktionszins für Anlagebetrag bis 250.000 Euro
Einlagensicherung: über Deutschland (AAA-Bonität) für bis zu 100.000 Euro, Einlagensicherungsfonds bis 3 Mio. Euro
Hier gibt es einen umfangreichen Überblick über die besten Tagesgeldangebote für diesen Monat.
3. Essen für die Uni mitnehmen
Der Coffee-to-go am Morgen, mittags ein belegtes Brötchen und am Nachmittag noch ein Snack: Wer mehrere Tage pro Woche an der Hochschule verbringt, gibt nebenbei schnell einiges für Essen und Getränke aus.
Deutlich günstiger ist es meist, Mahlzeiten zu Hause vorzubereiten und mitzunehmen. Eine auslaufsichere Lunchbox ist dafür eine kleine Anschaffung, die sich über ein Semester schnell rechnen kann. Besonders praktisch sind Modelle mit mehreren Fächern, in denen sich Hauptgericht und Snacks getrennt transportieren lassen.
Wiederverwendbar
Vorbereitete Mahlzeiten bequem transportieren
Mit mehreren Fächern besonders praktisch
Spülmaschinenfest für bequeme Reinigung
4. Bei Software und Abos den Studentenstatus nutzen
Ob Musikstreaming, Office-Programme oder andere digitale Dienste: Bei vielen Anbietern zahlen Studierende weniger als reguläre Kunden. Deshalb lohnt es sich, vor Abschluss eines Abos gezielt nach Studentenrabatten zu suchen.
Studentenrabatte vor Abschluss eines Abos prüfen
Bestehende Verträge regelmäßig auf günstigere Tarife kontrollieren
Kostenlose Hochschullizenzen für Software nutzen
Nicht mehr benötigte Abos rechtzeitig kündigen
5. Stromfresser komplett ausschalten
Fernseher, Monitor, Spielekonsole und andere Geräte verbrauchen je nach Modell auch im Stand-by-Modus Strom. In einer Studentenwohnung mit zahlreichen technischen Geräten können sich vermeidbare Verbräuche summieren.
Praktisch sind deshalb Steckdosenleisten mit Schalter. Mehrere angeschlossene Geräte lassen sich damit auf einmal vollständig vom Strom trennen. Sinnvoll ist das beispielsweise am Schreibtisch.
Mehrere Geräte gleichzeitig ausschalten
Stand-by-Verbrauch vermeiden
Modelle mit mehreren Steckplätzen erhältlich
Teilweise zusätzlich mit USB-Anschlüssen verfügbar
6. Kaffee selbst mitbringen
Der Kaffee zwischen zwei Vorlesungen gehört für viele zum Studienalltag. Wer dafür jedes Mal einige Euro im Café ausgibt, kommt über ein Semester allerdings schnell auf einen dreistelligen Betrag. Eine einfache Alternative ist Kaffee von zu Hause. Ein guter Thermobecher hält ihn mehrere Stunden warm und kann immer wieder verwendet werden.
7. Gebraucht kaufen und selbst verkaufen
Nicht jede Anschaffung fürs Studium muss neu sein. Fachbücher, Möbel, Fahrräder und selbst technische Geräte lassen sich häufig gebraucht auf Flohmärkten oder Online-Portalen deutlich günstiger finden. Gerade Bücher werden nach Abschluss eines Semesters oftmals nicht mehr benötigt.
Das funktioniert auch in die andere Richtung: Nicht mehr benötigte Lehrbücher, Elektronik oder Möbel lassen sich weiterverkaufen. So kommt ein Teil der Ausgaben zurück – und schafft nebenbei Platz im WG-Zimmer.
Fazit: Kleine Beträge machen über das Semester einen Unterschied
Sparen im Studium muss nicht bedeuten, auf alles zu verzichten. Häufig sind es vielmehr wiederkehrende kleine Ausgaben, bei denen sich mit wenig Aufwand ansetzen lässt. Selbst mit einem überschaubaren monatlichen Betrag kann außerdem eine Rücklage entstehen. Auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto liegt diese nicht nur für unerwartete Ausgaben bereit, sondern wird zusätzlich verzinst.







