Wirbel beim BVB: Kehl-Ansage irritiert sogar den Trainer
Die deutliche Ansage von Sportdirektor Sebastian Kehl an die schwächelnden BVB-Profis hat Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac anscheinend nicht sonderlich gut gefallen. Zu Kehls Worten wollte sich Kovac am Freitag explizit nicht äußern und tat es dann indirekt doch. "Ich werde das mit Sicherheit nicht thematisieren, denn wir brauchen jeden einzelnen Spieler", sagte Kovac, angesprochen auf die deutlichen Worte von Kehl.
In einem Interview der "Ruhr Nachrichten" war Kehl den Kader des Bundesligaelften angegangen. "Wir werden in den nächsten Wochen genau schauen, auf welche Spieler Borussia Dortmund auch in Zukunft bauen kann", sagte Kehl unter anderem. "Es stehen nicht nur für den Klub wichtige Wochen an, sondern auch für jeden einzelnen Spieler." Kovac meinte dazu: "Natürlich muss er sich Gedanken darüber machen, was im Sommer passiert. Die machen wir uns gemeinsam. Aber jetzt geht es darum, dass wir unsere Spieler stärken. Dass wir alles noch einmal rauskitzeln, was es gibt." Der BVB-Coach hatte seine Spieler in den vergangenen Wochen immer wieder in Schutz genommen.
Brutaler Tritt gegen den Kopf: Mateta wird zum Maskenmann
Jean-Philippe Mateta vom englischen Fußball-Erstligisten Crystal Palace steht nur vier Wochen nach dem üblen Tritt gegen seinen Kopf vor der Rückkehr ins Spielgeschehen. Der ehemalige Bundesliga-Profi, der Anfang März im FA-Cup-Achtelfinale gegen den Zweitligisten FC Millwall (3:1) brutal vom gegnerischen Torhüter Liam Roberts gefoult worden war, sei laut Teammanager Oliver Glasner "bereit" für das Viertelfinale am Samstag (13.15 Uhr) beim FC Fulham. Roberts hatte Mateta nach einer missglückten Rettungsaktion mit den Stollen am Kopf getroffen, woraufhin der Stürmer mit 25 Stichen am linken Ohr genäht werden musste. Der Keeper von Millwall wurde in der Folge für sechs Spiele gesperrt, Mateta will nun mit einer Schutzmaske auflaufen.
"Ich habe ihm gesagt, dass er es vielleicht mit Wasserball versuchen soll, weil er groß genug ist", sagte Glasner in Anlehnung an den neuen Look seines Stürmers: "Es sieht ein bisschen komisch aus, aber er sagt, dass er sich wohlfühlt. Mal sehen, wenn er ein Kopfballtor erzielt, dann war es die richtige Maske und der richtige Schutz." Mateta hatte Roberts nach dem Horror-Tritt in Schutz genommen. "Ich denke nicht, dass Liam morgens aufgewacht ist und sich vorgenommen hat, mir so eine Wunde zu verpassen", sagte der ehemalige Mainzer dem englischen Sender Sky Sports.
Nach Jahrhunderttor: DFL plant offenbar neue Regeln für Balljungen
Beim Nations-League-Rückspiel zwischen Deutschland und Italien schreibt einer eine Heldengeschichte, von dem man es gar nicht erwartet hätte: Der hellwache Balljunge Noel gab DFB-Kapitän Joshua Kimmich geistesgegenwärtig den Ball, damit dieser schnell auf Jamal Musiala flanken konnte. Doch einem Medienbericht zufolge soll zumindest in Deutschland der Erfolg des Balljungen sich so nicht wiederholen: Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, habe die Deutsche Fußball Liga (DFL) sich mündlich auf neue einheitliche Regeln geeinigt.
So sollen die Ballkinder künftig wie in der Premier League gehandhabt werden. Dort werden die Bälle den Spielern nicht zugeworfen, sondern auf extra Hütchen abgelegt. Dadurch soll es keinen Heimvorteil geben. Laut der Zeitung existiert das englische Modell bereits auch in Deutschland: in Augsburg, Hoffenheim, Kiel und Leverkusen.
Pep Guardiola übt sich in Demut
Pep Guardiola gibt sich demütig. Der Teammanager von Manchester City ist der Meinung, dass er und seine Spieler selbst im Fall des Gewinns der Klub-Weltmeisterschaft keinen Bonus verdient hätten. "Nicht einmal eine Uhr", sagte der 54-Jährige. Durch einen Triumph bei dem Turnier in den USA (14. Juni bis 13. Juli) könnte der Premier-League-Klub seine miserable Bilanz in dieser Saison zumindest noch etwas aufbessern.
"Wenn wir gewinnen, weiß ich nicht, wie viel Geld es gibt, aber es ist für den Verein", sagte Guardiola: "Der Manager, die Spieler, das gesamte Team - wir verdienen es nicht." Der Sieger des umstrittenen Turniers erhält ein Preisgeld von bis zu umgerechnet 115 Millionen Euro. Insgesamt werden an die 32 teilnehmenden Vereine eine Milliarde US-Dollar (926 Millionen Euro) ausgeschüttet.
In der Liga steht City auf einem enttäuschenden fünften Platz, in der Champions League und dem englischen League Cup ist der achtmalige Meister ausgeschieden. Allein bei der Klub-WM und im FA Cup hat der Champions-League-Sieger von 2023 noch eine Titelchance. Im Pokal-Viertelfinale gastiert das Guardiola-Team am Sonntag beim AFC Bournemouth bestehen.
Kovac macht sich über Bayern-Ausfälle lustig
Bei der Frage nach dem eigenen Personal hatte wohl niemand mit einem Spruch von Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac zu seinem alten Verein FC Bayern München gerechnet. Im Gegensatz zum Rekordmeister kam der in dieser Saison personell schon arg gebeutelte BVB in der abgelaufenen Länderspielpause ungeschoren davon. "Alle sind gesund zurück", frohlockte Kovac über seine Nationalspieler und konnte sich dann einen Spruch in Richtung FC Bayern nicht verkneifen. "Wie man sieht, gibt es in anderen Klub auch andere Fälle", sagte Kovac.
Bei den Bayern kamen Alphonso Davies und Dayot Upamecano verletzt von ihren Nationalteams zurück. Davies zog sich im Einsatz für Kanada sogar einen Kreuzbandriss zu und wird mehrere Monate ausfallen. Beim BVB sorgte die Pause hingegen dafür, dass die zuletzt verletzten Daniel Svensson und Carney Chukwuemeka laut Kovac "wieder dabei" und Kandidaten für einen Einsatz am Sonntag gegen den FSV Mainz 05 (17.30 Uhr/DAZN und im Liveticker bei ntv.de) sind.
DFB richtet öffentliche Trauerfeier aus
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) richtet in Gedenken an die ehemalige Nationalspielerin Doris Fitschen eine öffentliche Trauerfeier aus. Das teilte der DFB mit. Die Trauerfeier findet am 11. April im Stadion am Brentanobad in Frankfurt/Main statt. Fitschen war am 15. März nach langer und schwerer Krebserkrankung im Alter von 56 Jahren verstorben. Aus organisatorischen Gründen erfordert die Teilnahme an der Trauerfeier die Buchung einer kostenlosen Eintrittskarte, die ausschließlich online über das DFB-Ticketportal abgerufen werden kann. Einlass ist um 12.00 Uhr, die Trauerfeier beginnt um 13.00 Uhr.
Fitschen absolvierte zwischen 1986 und 2001 insgesamt 144 Länderspiele. Dabei holte sie mit der DFB-Auswahl vier EM-Titel und 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney Bronze. Mit dem TSV Siegen und dem 1. FFC Frankfurt wurde sie dreimal deutsche Meisterin und dreimal DFB-Pokalsiegerin. Von 2009 bis 2016 war Fitschen Managerin der Frauen-Nationalmannschaft, die in dieser Zeit zweimal Europameister und 2016 Olympiasieger wurde. Zuletzt war sie als Gesamtkoordinatorin beim DFB für die Entwicklung und Umsetzung der Strategie "Frauen im Fußball FF27" verantwortlich. Die Familie von Fitschen bittet anstelle von Kränzen um eine Spende an die DFB-Stiftung Egidius Braun (IBAN DE60 6705 0505 0000 0019 29 - Verwendungszweck "Doris Fitschen").
Nicht ohne Grund: Supertrainer Flick ist immer noch sauer
Der FC Barcelona muss im Viertelfinale der Champions League gegen Borussia Dortmund ohne Dani Olmo antreten. Der spanische Fußball-Nationalspieler erlitt beim 3:0 im Ligamatch gegen CA Osasuna am Donnerstagabend eine Adduktorenverletzung. Tags darauf meldete der Verein, dass Olmo "rund drei Wochen" ausfallen werde. In so einen Zeitraum fallen die beiden Duelle mit dem BVB in der Königsklasse am 9. April in Spanien und eine knappe Woche später in Dortmund. "Es sieht nicht gut aus", hatte Trainer Hansi Flick schon in einer ersten Reaktion nach Spielende gesagt. Er sollte recht behalten.
Der Coach war sauer über die Ansetzung das Nachholspiels, kurz nach der Länderspielpause und nur drei Tage vor dem nächsten Meisterschaftsspiel. "Das war nicht gut. Wir haben für die drei Punkte einen hohen Preis bezahlt mit der Verletzung von Dani", klagte der einstige Bundestrainer. Olmo hatte gegen Osasuna in der 21. Minute das 2:0 per Foulelfmeter erzielt, musste dann aber schon sieben Minuten später ausgewechselt werden. Ferran Torres (11.) und Robert Lewandowski (77.) trafen darüber hinaus. In der Tabelle liegt Barça nun drei Punkte vor Real Madrid. Die Partie sollte ursprünglich am 8. März stattfinden, war nach dem Tod von Barcelonas Mannschaftsarzt Carles Miñarro García wenige Stunden vor dem Anstoß aber verlegt worden.
Wut wegen Davies: FC Bayern schickt Klartext-Ansage gen Kanada
Nach der Verletzung von Verteidiger Alphonso Davies kochen die Gemüter weiter hoch beim FC Bayern München. Sportdirektor Christoph Freund nimmt seinen Spieler in Schutz und schickt wütende Worte an den kanadischen Fußballverband.
Uli Hoeneß kauft einen Teil des FC St. Pauli
Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß gehört jetzt ein kleiner Teil des FC St. Pauli. Hoeneß hat Anteile an der Genossenschaft des Hamburger Fußball-Bundesligisten gezeichnet, wie der Klub unter der Überschrift "Aus Retter wird Genosse" mitteilte. Die Genossenschaft, die die Mehrheit am Millerntor-Stadion übernehmen soll, hat bereits mehr als 19.000 Mitglieder. Es wurden bislang Anteile im Wert von 23,5 Millionen Euro erworben.
Hoeneß hatte dem FC St. Pauli schon einmal finanziell unter die Arme gegriffen. 2003 kam es zum inzwischen legendären Retterspiel, mit dem der deutsche Rekordmeister den damals finanziell in großer Notlage befindlichen Kiezkickern half, indem er auf sämtliche Einnahmen aus dem Spiel verzichtete. Bei allen Unterschieden zwischen den Klubs sei das Verhältnis von Respekt geprägt, sagte St. Paulis Präsident Oke Göttlich. An diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) treffen beide Mannschaften in der Münchner Allianz Arena aufeinander.
Gefallener Superstar Dani Alves kommt aus dem Gefängnis frei
Der tief gefallene Fußballstar Dani Alves ist wieder auf freiem Fuß. Ein Berufungsgericht in Barcelona gab am Freitag bekannt, dass es die viereinhalbjährige Haftstrafe gegen den Brasilianer wegen der Vergewaltigung einer jungen Frau im Jahr 2022 aufgehoben habe.
Die im Februar 2024 erfolgte Verurteilung Alves' sei geprägt von "einer Reihe von Mängeln, Ungenauigkeiten, Ungereimtheiten und Widersprüchen" gewesen, begründete das Gericht in einer Pressemitteilung. Das Urteil sei daher nicht standhaft.
Alves, der in seiner Karriere unter anderen mit dem FC Barcelona und Paris Saint-Germain Titel in Serie gewonnen hatte, war im Februar 2024 zu einer Gefängnisstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden. Der 41-Jährige wurde von einem spanischen Gericht für schuldig gesprochen, im Dezember 2022 eine Frau in einem Nachtclub in Barcelona vergewaltigt zu haben. Alves war bereits gegen Kaution freigelassen worden, während seine Berufung verhandelt wurde.
Welthandballer Gidsel schafft Historisches
Dänemarks Weltmeister Mathias Gidsel hat sich gegen den deutschen Nationaltorhüter Andreas Wolff durchgesetzt und ist zum zweiten Mal in Folge zum Welthandballer gewählt worden. Der 26 Jahre alte Ausnahmekönner von Bundesligist Füchse Berlin und der DHB-Keeper konkurrierten mit dem Spanier Alex Dujshebaev vom polnischen Klub Industria Kielce um die prestigeträchtige Auszeichnung des Weltverbands IHF. Schon im Vorjahr hatte Wolff zur Wahl gestanden und gegen Gidsel verloren.
Dass der 34 Jahre alte Keeper vom THW Kiel erneut zum Favoritenkreis zählte, verdankt er vor allem seinen Leistungen bei den Olympischen Spielen. Mit seinen Paraden hatte Wolff maßgeblichen Anteil am deutschen Silber-Coup.
Im Finale war die DHB-Riege gegen die Dänen chancenlos. Gidsel ragte in Frankreich als MVP und Top-Torschütze heraus. "Es ist eine große Ehre, diesen persönlichen Titel zu erhalten, und ich bin sehr stolz darauf", sagte der Berliner zur Welthandballer-Wahl. "Es ist verrückt zu denken, dass ich diesen Preis zwei Jahre hintereinander gewonnen habe - das hätte ich mir nie träumen lassen." Das hatte vor dem Dänen noch keiner geschafft.
Staatsanwaltschaft will Startrainer Ancelotti ins Gefängnis stecken
Trainer Carlo Ancelotti vom spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid muss sich in der kommenden Woche vor Gericht verantworten. Dem Italiener wird vorgeworfen, in den Jahren 2014 und 2015 seine Einkünfte aus Bildrechten und weiteren Einnahmequellen bei den spanischen Steuerbehörden nicht angegeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat eine Gefängnisstrafe für Ancelotti von vier Jahren und neun Monaten gefordert. Der Oberste Gerichtshof in Madrid teilte am Freitag mit, dass darüber am kommenden Mittwoch und Donnerstag verhandelt wird. Laut einem Gerichtssprecher muss Ancelotti dabei anwesend sein.
"Was ich sagen kann, ist, dass dies eine alte Geschichte ist, von der ich hoffe, dass sie bald geklärt wird", sagte Ancelotti zuletzt. Einem Gerichtsdokument aus dem Jahr 2023 zufolge, das die Nachrichtenagentur AFP vor einem Jahr einsehen konnte, gab Ancelotti die Tatsachen im Rahmen der Untersuchung zu.
Der 65-Jährige hatte Real erstmals von 2013 bis 2015 trainiert, nach Stationen bei Bayern München, der SSC Neapel und dem FC Everton übernahm er die Königlichen wieder 2021. Sein Vertrag läuft bis 2026. Als Nachfolger wird der Leverkusener Meistercoach Xabi Alonso gehandelt.
"Fühle mich wie ein Astronaut": Extremsportler bricht drei Weltrekorde auf einmal
Mit seinem Wingsuit sorgt Extremsportler Sebastian Alvarez immer wieder für spektakuläre Flüge. Nun gelingt dem Chilenen etwas ganz Besonderes: Er knackt gleich drei Weltrekorde auf einmal und ist entsprechend begeistert.
Premier League legt bei einmaliger Transfer-Revolution vor
Die englische Premier League führt im Sommer ein zusätzliches Mini-Transferfenster ein. Die Klubs können vom 1. bis 10. Juni Spieler verpflichten. Die Premier League setzt damit eine Idee der FIFA um. Der Fußball-Weltverband hatte aufgrund der Klub-WM in den USA (14. Juni bis 13. Juli) die Möglichkeit vorgeschlagen.
Die italienische Serie A wird ebenfalls ein zusätzliches Transferfenster einführen. Auch bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) gibt es entsprechende Überlegungen. Aus der Bundesliga nehmen Bayern München und Borussia Dortmund an der Klub-WM teil. Das neu geschaffene Transferfenster gilt in England und Italien aber für alle Vereine.
Bericht: Es gibt eine Tendenz zu Thomas Müllers Zukunft beim FC Bayern
Seit der D-Jugend spielt Thomas Müller für den FC Bayern, in seinen mehr als zwei Jahrzehnten beim Rekordmeister holte er zwölfmal die deutsche Meisterschaft, gewann zweimal die Champions League - und soll in diesen Wochen nach dem Willen der Bayern-Bosse auf Abschiedstour gehen, sagen die "Bild"-Reporter Christian Falk und Tobias Altschäffl im Podcast "Bayern Insider". Demnach hätten sich Klub und Spieler während der Länderspielpause gleich zweimal zusammengesetzt, um über einen erneuten Einjahresvertrag mit Thomas Müller zu verhandeln.
Der Münchner Rekordspieler selbst soll sich nach "Bild"-Informationen eine weitere Saison auch zu angepassten Bezügen durchaus vorstellen können, sieht sich körperlich noch immer fit genug für die hohen Ansprüche beim deutschen Branchenprimus. Im Moment zählt der Rio-Weltmeister noch zu den Spitzenverdienern bei den Bayern, bekommt nach unbestätigten "Bild"-Angaben circa 17 Millionen Euro Jahresgehalt
Trotzdem soll die Tendenz bei der Vereinsführung wohl eher in die Richtung gehen, dass Müller kein weiterer Einjahresvertrag mehr angeboten wird. Das soll bei der zweiten Gesprächsrunde, die in dieser Woche stattgefunden haben soll und an der wohl auch Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen teilgenommen hat, deutlich geworden sein.
Selbst, wenn der dienstälteste Spieler im FCB-Kader einen deutlich leistungsbezogeneren Vertrag mit klar verringertem fixem Einkommen unterschreiben würde, gilt ein Verbleib über den Sommer 2025 hinaus mittlerweile als eher unwahrscheinlich. Thomas Müller grundsätzlich im Verein zu behalten, sei aber das klar formulierte Ziel der gesamten Chefetage des größten Sportklubs der Welt.
Gnadenlos alles versenkt: Deutscher Kicker schafft den Sprung in die NFL
Der deutsche Kicker Lenny Krieg hat den Sprung zu einem NFL-Team geschafft. Nachdem der 23-Jährige zuletzt beim Scouting Combine für Talente überzeugt hatte, nahmen ihn die Atlanta Falcons unter Vertrag. Der gebürtige Berliner unterschrieb einen Kontrakt über drei Jahre. Dem NFL-Experten Mike Garafolo zufolge soll Krieg das Minimum von 840.000 US-Dollar in seinem ersten Jahr in der American-Football-Eliteliga verdienen und einen Signing Bonus erhalten.
Nach Jakob Johnson und Marcel Dabo ist Krieg bereits der dritte deutsche Spieler, dem der Sprung in die NFL über den sogenannten "International Player Pathway" gelang. Bei dessen Pro Day hatte der Deutsche, der zuletzt in der European League of Football für die Stuttgart Surge gespielt hatte, alle 14 Field-Goal-Versuche aus Distanzen zwischen 35 und 55 Yards verwandelt.
Bei den Falcons soll Krieg nun Druck auf Younghoe Koo machen. Der 30-Jährige verwandelte in der vergangenen Saison nur 73,5 Prozent seiner Kicks und wurde bereits öffentlich von Head Coach Raheem Morris angezählt.
Eishockey-Legende Gretzky ist einen seiner Wahnsinns-Rekorde los
Sidney Crosby hat Eishockey-Legende Wayne Gretzky einen Rekord in der nordamerikanischen Liga NHL abgenommen. Der kanadische Superstar traf bei der 3:7-Niederlage seiner Pittsburgh Penguins gegen die Buffalo Sabres und absolviert damit seine 20. Spielzeit, in der er im Schnitt mindestens einen Scorerpunkt pro Spiel in der regulären Saison auflegt.
Damit überholt der 37 Jahre alte Crosby seinen Landsmann Gretzky, dem dies in 19 Spielzeiten gelang. Crosby steht in dieser Saison nun bei 26 Toren und 54 Vorlagen und kann in der Vorrunde auf maximal 80 Spiele kommen. Für die Sabres blieb der deutsche Nationalspieler JJ Peterka erstmals nach vier Spielen wieder ohne Scorerpunkt.
Derweil kam Alexander Owetschkin dem Torrekord von Gretzky in der NHL (894) nicht näher. Der 39-jährige Russe bleibt nach der 2:4-Niederlage seiner Washington Capitals bei 889 Treffern stehen.
Tennis-"Mumie" Eala verpasst dritte Sensation nur ganz knapp
Turnierüberraschung Alexandra Eala hat bei den Miami Open den nächsten Sensationserfolg knapp verpasst. Die 19 Jahre alte Tennisspielerin von den Philippinen scheiterte im Halbfinale knapp an der US-Amerikanerin Jessica Pegula. Nach einem aufopferungsvollen Kampf unterlag Eala der US-Open-Finalistin von 2024 nach 2:25 Stunden mit 6:7 (3:7), 7:5, 3:6.
Eala, vor dem Turnier aus Platz 140 der Weltrangliste geführt, verpasste nur knapp das nächste Kapitel ihrer traumhaften Reise. Im Viertelfinale des hochkarätig besetzten WTA-Turniers hatte sie Superstar Iga Swiatek in zwei Sätzen ausgeschaltet, im Finale wäre sie auf die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka getroffen, die die Italienerin Jasmine Paolini locker mit 6:2, 6:2 schlug.
Bei Eala war die Enttäuschung nach dem Match zunächst groß, dennoch erfüllte ihr Auftritt sie mit Stolz. "Ich habe buchstäblich alles gegeben, was ich hatte, ich bestehe zur Hälfte aus Tape, ich bin wie eine Mumie", scherzte sie: "Ich habe alles gegeben und ich bereue nichts." Für einen derartigen Lauf müssten "die Sterne in einer Reihe stehen, und das taten sie diese Woche, und hoffentlich kann ich das beibehalten - das ist jetzt mein Ziel", fügte sie hinzu.
Brisanter Verstappen-Like auf Instagram sorgt für Wirbel
Am Donnerstag bestätigte Red Bull Racing die Trennung von Liam Lawson, der nach nur zwei Rennen wieder für das Schwesterteam Racing Bulls im Cockpit sitzen wird. Der Knallhart-Kurs von Teamchef Christian Horner und Red-Bull-Motorsport-Chef Dr. Helmut Marko sorgt für große Diskussionen, wird von vielen Experten als nicht zielführend angesehen.
Auch der Ex-F1-Fahrer Giedo van der Garde meldet sich auf Instagram zu Wort und kommentiert den Fahrer-Knall. "Ja, man muss Leistung bringen. Ja, der Druck ist wahnsinnig. Aber meiner Meinung nach kommt das eher einem Mobbing oder einer Panikmache gleich als einer echten sportlichen Höchstleistung."
Im Anschluss folgten eine Reihe schwere Vorwürfe an den Rennstall: "Sie trafen eine Entscheidung - in vollem Bewusstsein - und gaben Liam zwei Rennen, nur um seine Mentalität zu zerstören", kritisierte er und legte nach: "Man darf nicht vergessen, wie viel Hingabe, harte Arbeit und Erfolg Liam in seiner bisherigen Karriere geleistet hat, um das Niveau zu erreichen, auf dem er sich jetzt befindet. Ich wünsche Liam viel Kraft und Mut."
Worte, die innerhalb kürzester Zeit viel Zustimmung fanden - auch von Max Verstappen. Schnell geisterten Bilder durchs Netz, die zeigten, dass der amtierende Weltmeister den pikanten Beitrag mit einem Like versah. Bereits zuletzt machten Gerüchte die Runde, dass der Niederländer den Umgang seiner Bosse mit dem Rookie nicht in Ordnung findet. Zuletzt hatte das Portal "f1-insider" bereits berichtet, dass Verstappen der Fahrertausch gar nicht gefalle. Der viermalige Formel-1-Champion sei mit diesem Entschluss"nicht glücklich", heißt es.
Warnung an BVB-Stars: Boss verkündet neuen Knallhart-Kurs
Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl kündigt wegen des enttäuschenden Saisonverlaufs beim BVB eine härtere Gangart an. "Wir brauchen jetzt Männer, die Lust auf Herausforderungen haben, die angriffslustig sind und sich nicht verstecken. Das wollen die Fans sehen, das sind wir ihnen schuldig", sagte Kehl in einem Interview der "Ruhr Nachrichten". "Wir werden ganz genau hinschauen, wer diesen Kurs mitgeht."
Die Klub-Chefs prüfen laut Kehl, "auf welche Spieler Borussia Dortmund auch in Zukunft bauen kann. Wer nimmt diese Situation jetzt an? Wer stellt sich auch in den Wind und wer übernimmt jetzt Verantwortung?" Es stünden nicht nur für den Klub wichtige Wochen an, sondern auch für jeden einzelnen Spieler, sagte der 45-Jährige. Den Dortmundern droht erstmals seit 2015 das Verpassen der Champions League. Bei der Borussia könnte es im Sommer einen größeren Umbruch geben. Beim BVB läuft nach der Saison allerdings kein Vertrag aus.
"In der Bundesliga auf Platz elf zu stehen, ist sehr, sehr unbefriedigend. Für unsere Fans, für den Klub, für die Mannschaft und auch für mich persönlich", sagte der 45-Jährige.
FC Barcelona vermöbelt völlig ratlose Wolfsburgerinnen
Den Fußballerinnen des VfL Wolfsburg stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. "Es ist hart, so auszuscheiden", sagte Torschützin Lineth Beerensteyn im Klub-TV nach der neuerlichen Klatsche in der Champions League - und zuckte mit den Schultern. "Aber am Ende ist es der FC Barcelona."
Das 1:6 (0:3) im Viertelfinal-Rückspiel im Estadi Johan Cruyff zeigte den Gästen einmal mehr ihre Grenzen auf, schon das Hinspiel hatte der VfL mit 1:4 verloren. Man könne zwar grundsätzlich "stolz sein, auf das, was wir heute gezeigt haben", betonte Beerensteyn, die in der 72. Minute den Ehrentreffer erzielte: "Aber es ist Mist, ich will nicht mit 1:6 verlieren. Wir müssen das schnell aus den Köpfen bekommen."
Noch vor zwei Jahren waren die Wölfinnen in einem dramatischen Endspiel gegen Barca (2:3) nah dran am ersten Königsklassen-Titel seit 2014 - mittlerweile sei der Titelverteidiger einfach "drei Nummern zu groß", sagte Rebecka Blomqvist - und auch bei Trainer Tommy Stroot machte sich Ratlosigkeit breit: "Vom Ergebnis mussten wir wieder leiden. Das fühlt sich nie gut an, am Ende so klar und deutlich zu verlieren."
Man habe "in beiden Spielen gemerkt, wie weit das Halbfinale einfach entfernt ist", sagte Stroot: "Es gilt, das schnell wieder einzuordnen. Wir haben das Viertelfinale erreicht, was unser Saisonziel war. Wir haben heute versucht, aktiver zu sein. Das gilt es mitzunehmen in den Rest der Saison."
Wirre "Spionage"-These um Tuchel: Redknapp sorgt für Nazi-Eklat
Der langjährige Premier-League-Teammanager Harry Redknapp, der unter anderem für West Ham United und Tottenham Hotspur an der Seitenlinie stand, sorgte bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung in einem Londoner Lokal für einen Eklat. Aufnahmen, die dem "Guardian" zugespielt wurden, zeigen den 74-Jährigen, wie er bei einer Diskussion über Nationaltrainer Thomas Tuchel den Hitlergruß zeigte.
Bei dem Event wurde Redknapp gefragt, ob er glaube, dass der ehemalige Bayern-Trainer der richtige Mann für die Three Lions wäre. "Ich weiß es nicht", begann der Routinier seine Rede und führte aus: "Ich will ehrlich zu Ihnen sein, ich glaube, er ist ein deutscher Spion. Ich sage es Ihnen. Ernsthaft, er wurde hergeschickt, um uns zu verarschen."
Um seiner wirren These noch mehr Ausdruck zu verleihen, wendete er sich mit einer direkten Forderung an den Deutschen: "Geh zurück und ruiniere diese Mannschaft [die deutsche Nationalmannschaft]." Anschließend versuchte der ehemalige Premier-League-Trainer einen deutschen Akzent zu imitieren, während er eine Bewegung machte, die dem Gruß der Nationalsozialisten erkennbar ähnelte. Das Publikum schien sich an der Entgleisung Redknapps nicht zu stören, lachte gar über dessen Aussagen und Verhalten. Auf Anfrage des britischen "Guardian" wollte sich der Ex-Profi nicht zu den Videoaufnahmen äußern.
Djokovic steht kurz vor historischem Moment
Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic ist nur noch zwei Siege von seinem 100. Turniersieg auf der ATP-Tour entfernt. Im Viertelfinale des Masters von Miami besiegte der 37 Jahre alte Serbe Sebastian Korda aus den USA 6:3, 7:6 (7:4) und erreichte erstmals seit seiner Aufgabe im Halbfinale der Australian Open gegen Alexander Zverev eine Runde der letzten vier.
Der an Nummer vier gesetzte Djokovic trifft im Halbfinale auf den 33 Jahre alten Bulgaren Grigor Dimitrow (Nr. 14). Nach dem frühen Aus diverser Topspieler wie Zverev ist der Weg für Djokovic zum Meilenstein-Titel nicht allzu steinig. Höher gesetzt ist nur noch der US-Open-Finalist Taylor Fritz (USA/Nr. 3), der gegen den Italiener Matteo Berretini um den Einzug ins Halbfinale spielt. Djokovic, dessen letzter von sechs Miami-Titeln bereits neun Jahre zurückliegt, spielte gegen Korda konzentriert, musste im zweiten Satz einige heikle Momente überstehen.
Seit der Einführung der ATP Tour im Jahr 1990 hat nur Djokovics früherer Rivale Roger Federer 100 oder mehr Turnier gewonnen. Der nicht mehr aktive Schweizer steht bei 103 Titeln.