Harry Kane lehnte für FC Bayern absurdes Angebot aus Saudi-Arabien ab
Harry Kane ist seit dieser Saison der neue Top-Stürmer in Reihen des FC Bayern. Bevor die Münchner den Deal einfädelten, funkte ein Team aus Saudi-Arabien mit einem unfassbaren Millionen-Angebot dazwischen. Die "Bild" berichtet in ihrer Sendung "Englische Woche", dass Harry Kane das "Neymar-Angebot" erhalten habe. Heißt konkret: Der Klub Al-Hilal lockte den Stürmer mit einem Wahnsinns-Jahresgehalt in Höhe von 100 Millionen Dollar. Denn der Engländer war der eigentliche Wunschspieler des Teams aus der Saudi Professional League. Doch Kane entschied sich nach langen Verhandlungen für den FC Bayern und ließ die Saudis abblitzen.
Die zogen weiter und fanden mit dem Brasilianer Neymar (zuvor Paris Saint-Germain) einen anderen Stürmer, den es in die Wüste zog. Er erhält sogar 140 Millionen Dollar pro Jahr.
Gegentorflut: Christian Streich stärkt U21-Nationalkeeper
Trainer Christian Streich hat dem jungen Torhüter Noah Atubolu vor dem Europa-League-Auftakt des SC Freiburg bei Olympiakos Piräus am Donnerstag (21 Uhr/RTL) demonstrativ den Rücken gestärkt. "Er ist ein guter Torwart, sehr talentiert", sagte der 58-Jährige am Mittwoch. Er gehe davon aus, dass Atubolu das auch in der hitzigen Atmosphäre des Georgios-Karaiskakis-Stadions zeigen werde. Der deutsche U21-Nationalkeeper werde gegen die Griechen auf jeden Fall im Tor stehen, kündigte Streich an. Atubolu war im Sommer vom Drittliga-Torwart zur neuen Nummer eins der Profis befördert worden. Sein Saisonstart war durchwachsen, allein in den vergangenen beiden Partien der Fußball-Bundesliga beim VfB Stuttgart (0:5) und gegen Borussia Dortmund (2:4) kassierte er neun Gegentore. Beim Großteil davon habe er nichts ausrichten können, analysierte Streich. Beim dritten Dortmunder Treffer, als BVB-Verteidiger Mats Hummels ihm am Samstag den Ball aus kurzer Distanz durch die Beine stocherte, habe Atubolu "Pech" gehabt. Zudem sei die Verteidigungslinie beim vorangegangenen Freistoß zu tief gestanden. "Das ist so bei einem Torwart. Manchmal kommen ein paar Dinge zusammen", sagte Streich.
Das steckt hinter Harry Kanes "Rückkaufklausel"
Am Dienstag überraschte Tottenham-Boss Daniel Levy mit einem pikanten Detail zum Wechsel von Harry Kane von den Londonern zum FC Bayern. 24 Stunden später scheint alles allerdings weniger brisant als zunächst angenommen. Kane sei durch seinen Wechsel keineswegs in Ungnade gefallen und "jederzeit wieder willkommen“, führte Levy laut der britischen Zeitung "The Times" auf einem Fantreffen aus. Der Goalgetter sei "ein sehr geliebtes und geschätztes Mitglied" und außerdem existierte "eine Rückkaufklausel", versicherte der 61-Jährige. "Sky Sports" ordnet diese Aussage nun ein und nennt Details, die die Vereinbarung deutlich abschwächen.
Demnach existiert lediglich ein sogenanntes "Matching Right", sollte der FC Bayern Kane künftig an einen Klub aus der englischen Premier League verkaufen. Sofern die Münchner in der Zukunft eine Offerte von der Insel für den 30-Jährigen akzeptieren, würde Tottenham die Chance erhalten, ein Angebot in gleicher Höhe einzureichen. Letztlich liege es dann aber weiterhin an Kane, zu entscheiden, ob er zu seinem Jugendklub zurückkehren wolle.
Champions League: Tribünen-Trainer Tuchel verzichtet auf Müller
Bayern Münchens Trainer Thomas Tuchel verzichtet zum Start der Gruppenphase in der Champions League gegen Manchester United zunächst auf Thomas Müller. Der 34-Jährige sitzt auf der Bank, dafür beginnt Jamal Musiala. Der Jungstar hatte zuletzt wegen einer Muskelverletzung gefehlt und war im Liga-Topspiel gegen Leverkusen (2:2) zu einem Kurzeinsatz gekommen. Musiala sei nach überstandener Blessur noch nicht bereit für 90 Minuten, könne aber beginnen, sagte Tuchel vor der Partie. Außerdem gebe es bei Joshua Kimmich, der zuletzt muskuläre Probleme hatte, keine Einsatzbeschränkung mehr. Kimmich bildet mit Leon Goretzka die Doppelsechs, auf den offensiven Außenbahnen starten Leroy Sane und Serge Gnabry. Im Sturmzentrum ist Harry Kane gesetzt. Als Rechtsverteidiger erhält Konrad Laimer den Vorzug vor Noussair Mazraoui. Tuchel selbst darf wegen einer Sperre aus der vergangenen Saison nicht auf der Bank sitzen, sondern muss mit der Tribüne vorliebnehmen.
FC Bayern: Ulreich - Laimer, Upamecano, Kim, Davies - Goretzka, Kimmich - Sane, Musiala, Gnabry - Kane.
Stress mit Finanzminister: Middendorp schmeißt nach Meppen auch in Tansania hin
Der frühere Bundesligacoach Ernst Middendorp hat beim Singida Fountain Gate FC in Tansania nach nur zwei Wochen schon wieder das Handtuch geworfen. Vorausgegangen war offenbar ein Disput mit dem Finanzminister des afrikanischen Landes, der gleichzeitig Besitzer des Klubs ist. "Ich musste mir 35 Minuten lang anhören, dass die Mannschaft nicht gut ist - nach einem fantastischen Sieg", wurde der 64-Jährige in südafrikanischen Medien zitiert. Eine Bestätigung durch den Klub steht noch aus.
Middendorp hat Tansania nach eigenen Angaben bereits verlassen und ist nach Südafrika gereist, wo er mehrfach als Trainer tätig gewesen war. Erst Mitte August war er ähnlich überstürzt von seinen Ämtern als Trainer und Sportlicher Leiter beim Regionalligisten SV Meppen zurückgetreten.
In Tansania habe er nach einem 1:0 gegen den Future FC aus Ägypten in der Vorrunde des afrikanischen Confederation Cup zum Rapport gemusst, so Middendorp. Unter anderem habe der Klubboss bestimmte Spieler in der Startelf gefordert: "Meine Ansichten waren nicht gefragt, eine Diskussion unerwünscht."
Nach schwerem Unfall wiederbelebt: Radprofi muss Karriere sofort beenden
Radprofi Nathan Van Hooydonck, im Juli noch Helfer beim zweiten Tour-de-France-Sieg von Jonas Vingegaard, muss wegen einer Herzmuskelanomalie seine Karriere beenden. Das teilte sein Rennstall Jumbo-Visma mit. Der 27-Jährige hatte in der vergangenen Woche einen Verkehrsunfall verursacht, als er sich hinter dem Steuer unwohl gefühlt hatte und anschließend reanimiert werden musste. Inzwischen konnte der Belgier das Krankenhaus wieder verlassen, ihm wurde ein Herzschrittmacher eingesetzt. Bei dem Unfall in Kalmthout bei Antwerpen wurden mehrere Autos beschädigt. Neben van Hooydonck im Wagen saß seine schwangere Frau, die aber unverletzt blieb.
"Mir ist klar, dass ich unglaubliches Glück hatte", sagt Van Hooydonck: "Es wäre vielleicht anders gelaufen, wenn ich nicht so schnell gute Hilfe bekommen hätte. Mir geht es jetzt gut, aber ich muss immer noch damit klarkommen, dass dies das Ende meiner beruflichen Laufbahn bedeutet."
Kroos nur Zuschauer: Union-Superstar debütiert in Champions League
Der italienische Fußball-Europameister Leonardo Bonucci bestreitet sein erstes Spiel für Union Berlin. Der Innenverteidiger steht gleich (18.45 Uhr/DAZN und im Liveticker bei ntv.de) in der Startelf der Eisernen bei der Champions-League-Premiere bei Real Madrid. Der 36-Jährige, der vor knapp drei Wochen von Juventus Turin nach Berlin gewechselt war, ersetzt den verletzten Abwehrchef Robin Knoche.
Trainer Urs Fischer baut im Estadio Santiago Bernabéu wie erwartet auf eine defensiv ausgerichtete Grundformation. Im zentralen Mittelfeld spielen Lucas Tousart, Alex Kral und Laissa Laidouni. Auf den Außenbahnen setzt Fischer auf Josip Juranovic und Robin Gosens. Neben Bonucci verteidigen Danilho Doekhi und Diogo Leite. Angeführt werden die Eisernen von Kapitän Sheraldo Becker, da Spielführer Christopher Trimmel auf der Bank sitzt und dessen erster Vertreter Rani Khedira verletzt ist.
Bei Real ist Toni Kroos nicht in der Startelf. Trainer Carlos Ancelotti setzt stattdessen im Mittelfeld auf Luka Modrić, Aurélien Tchouaméni, Eduardo Camavinga und Jude Bellingham.
Star und alter Bekannter: Zwei Nagelsmann-Assistenten schon fix?
Sandro Wagner und Benjamin Glück sind Medienberichten zufolge als Co-Trainer des designierten Bundestrainers Julian Nagelsmann im Gespräch. Zunächst hatte die "Süddeutsche Zeitung" über die Personalie Wagner berichtet. Nach Informationen von Sport1 ist neben dem früheren Hoffenheimer Spieler von Nagelsmann auch dessen langjähriger Weggefährte Benjamin Glück ein Kandidat für eine Assistentenstelle. Der Deutsche Fußball-Bund ist sich laut Medienberichten mit Nagelsmann über ein Engagement bis nach der Heim-EM 2024 einig. Ein Vertrag ist allerdings noch nicht unterschrieben, es wird noch über Details verhandelt.
Der 35 Jahre alte Wagner war zuletzt zusammen mit Hannes Wolf Co-Trainer von Kurzzeit-Chefcoach Rudi Völler beim 2:1 der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich. Er gehört zum Kompetenzteam von Wolf, der neuer Direktor für den Bereich Nachwuchs, Training und Entwicklung beim DFB ist. Wagner spielte einst in der Bundesliga unter Nagelsmann bei der TSG 1899 Hoffenheim.
Der 37 Jahre alte Glück war Videoanalyst bei den Kraichgauern und später auch Assistent von Nagelsmann bei RB Leipzig und beim FC Bayern München, wo er gemeinsam mit dem 36-Jährigen im März gehen musste.
Drastische Maßnahme: US-Star darf bis 2025 nicht mehr werfen
Baseballstar Shohei Ohtani von den Los Angeles Angels aus der Profiliga MLB muss sich nach einer Operation am Ellenbogen vorerst in Geduld üben. Der 29-jährige Japaner darf zwar zur kommenden Saison zurück ans Schlagmal, soll aber erst 2025 wieder als Pitcher eingesetzt werden.
Gnadenlose Cowboys schießen Jets vom PlatzOhtani hatte im vergangenen Monat einen Bänderriss im rechten Arm erlitten und seitdem nicht mehr geworfen. Die Saison war für ihn vorzeitig beendet. Mit der Entscheidung für den Eingriff wollte der Profi nach Angaben seines Agenten Nez Balelo "sicherstellen, dass sie ihm noch viele Jahre lang alle Möglichkeiten zum Schlagen und Werfen gibt".
Die Operation nahm Neal ElAttrache vor, der Chirurg hatte in der Vorwoche bereits Footballstar Aaron Rodgers (New York Jets) nach dessen Achillessehnenriss unter dem Messer gehabt. Ohtanis Vertrag bei den Angels läuft in diesem Jahr aus. Bis zum Aus waren dem "Babe Ruth von Japan" 44 Homeruns gelungen.
Tuchels Co-Trainer muss draußen bleiben
Co-Trainer Zsolt Löw vom deutschen Fußballmeister Bayern München ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen unsportlichen Verhaltens zu einem Innenraumverbot für das nächste Bundesligaspiel des Rekordchampions verurteilt worden.
Löw hatte sich nach Abpfiff des Spitzenspiels gegen Tabellenführer Bayer Leverkusen am vergangenen Freitag unsportlich gegenüber dem Schiedsrichtergespann verhalten und vom Unparteiischen Daniel Schlager daraufhin die Rote Karte gezeigt bekommen. Die Bayern hatten durch einen Foulelfmeter nach Videobeweis noch das 2:2 in der Nachspielzeit gegen Bayer hinnehmen müssen.
Bei einem Innenraumverbot ist es einem Mannschaftsoffiziellen nicht gestattet, während eines Spiels seines Teams im Stadioninnenraum zu sein. Das Innenraumverbot beginnt jeweils eine halbe Stunde vor Spielbeginn und endet eine halbe Stunde nach Abpfiff. Der Co-Trainer darf sich in dieser Zeit weder im Innenraum noch in den Umkleidekabinen, im Spielertunnel oder im Kabinengang aufhalten. Im gesamten Zeitraum darf er mit der Mannschaft weder unmittelbar noch mittelbar in Kontakt treten.
Die wunderbare Nachricht: DFB-Star Tabea Sellner ist schwanger
Fußball-Nationalspielerin Tabea Sellner ist schwanger. Die 27-Jährige habe ihre Teamkolleginnen beim VfL Wolfsburg in dieser Woche darüber informiert, dass sie im kommenden Jahr Nachwuchs erwarte, teilte der Klub mit. Sellner wird dem DFB-Pokalsieger damit "vorerst" nicht mehr zur Verfügung stehen.
"Wir freuen uns sehr für Tabea und ihren Mann und wünschen ihnen alles Gute für den neuen, spannenden Lebensabschnitt", sagte Ralf Kellermann, Direktor Frauenfußball bei den Wölfinnen. Man habe "den Anspruch, Tabea bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen, um nach der Geburt die Rückkehr auf den Platz zu realisieren".
Der Vertrag der Angreiferin beim VfL läuft noch bis 2025. Zuletzt stand Sellner am 22. Spieltag der Vorsaison gegen den SC Freiburg (2:1) für Wolfsburg auf dem Platz. Mit dem DFB-Team wurde sie 2022 EM-Zweite, in den Kader für die WM hatte es Sellner nicht geschafft.
Explosion vor Haus der Mutter: Schiri-Streik in letzter Minute verhindert
Ein Schiedsrichter-Streik in der ersten Fußball-Liga Zyperns ist gerade noch abgewendet worden. Das ist das Ergebnis nach rund zweitägigen Beratungen und Vermittlungen des nationalen Fußball-Verbandes KOP mit Vertretern der Schiedsrichter. Das teilte der Verband mit. Hintergrund sind zahlreiche Angriffe von Hooligans auf Schiedsrichter.
Unbekannte zündeten im Juni eine Bombe vor dem Verband der Schiedsrichter in der Hauptstadt Nikosia. Der Wagen eines Schiedsrichters wurde in der Hafenstadt Limassol Anfang September ebenfalls mit einer Bombe zerstört. Sogar vor dem Haus der Mutter eines Schiedsrichters explodierte vergangene Woche ein Sprengsatz. Daraufhin beschloss der Verband der Schiedsrichter, in den Streik für alle Spiele der ersten Liga zu treten.
Wie der Fußball-Verband weiter mitteilte, soll es nun zu einem Treffen mit dem Minister für Justiz und öffentliche Ordnung sowie dem Polizeipräsidenten kommen. Auch hat sich Verbandspräsident George Koumas in einem persönlichen Schreiben an alle Klub-Präsidenten gewandt und sie um ihren Beitrag zur Entschärfung der Situation gebeten. Der zyprische Fußball wird seit Jahren durch Gewaltexzesse erschüttert.
Die illustre Bundestrainer-Riege in Bildern
Julian Nagelsmann soll gewaltige Verantwortung übernehmen: Als neuer Fußball-Bundestrainer hat er die Aufgabe, die Nationalmannschaft wieder zu großen Ehren und einer erfolgreichen Heim-Europameisterschaft 2024 zu führen. Den prestigeträchtigen Job hatten zuvor schon ganz Große seines Fachs.
Speerwurf-Legende und Politikerin: Ruth Fuchs ist tot
Speerwurf-Olympiasiegerin Ruth Fuchs ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Das bestätigten Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und der Deutsche Leichtathletik-Verband unter Berufung auf das unmittelbare private Umfeld von Fuchs der Deutschen Presse-Agentur. Demnach starb die ehemalige Weltklasse-Athletin am frühen Mittwochmorgen in der Uni-Klinik Jena.
Die in Egeln bei Magdeburg geborene Fuchs war die erste Frau, die einen Speer über 60 Meter geworfen hatte. Zum Ende ihrer zwischen 1967 und 1980 dauernden Karriere im Leistungssport scheiterte die weltbeste Speerwerferin mit dem sechsten und letzten Weltrekord um vier Zentimeter an der 70-Meter-Marke. "Schon damals hatte es mich kurz geärgert, dass vier Zentimeter an den 70 Meter fehlten. Insgesamt ist das eine wunderschöne Zeit gewesen. Auf meine Leistungen bin ich stolz", sagte Fuchs einmal.
1967 holte sie ihren ersten von insgesamt elf DDR-Meistertiteln. Neben den Olympiasiegen in München 1972 und vier Jahre später in Montreal siegte die Athletin des SC Motor Jena auch zweimal bei Europameisterschaften, mehrmals beim Europacup sowie beim 1977 erstmals ausgetragenen Weltcup. Angesichts ihrer Erfolge wurde die nur drei Mal bezwungene Fuchs auch als die "Frau mit dem eisernen Arm" genannt.
Neben dem Sport studierte Fuchs an der DHfK in Leipzig und promovierte 1984. Nach der Wende saß Fuchs, die seit 1971 der SED angehörte, für die PDS bis 2002 im Bundestag. 1994 gab sie die Einnahme von Dopingmitteln zu. Ihr zweiter Mann und Trainer Karl Hellmann galt in der DDR als Dopingspezialist.
Summende Kurve: F1-Legende Vettel setzt in Japan den entscheidenden Stich
Gelb-schwarze Randsteine zieren die zweite Kurve des Suzuka International Racing Course, im Inneren der Rechtskehre stehen nun elf hölzerne Insektenhotels im Stile japanischer Schreine: Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel will mit einer weiteren Aktion, diesmal im Herzen einer weltberühmten Rennstrecke, das Bewusstsein für Biodiversität erhöhen.
"Biene ist gelb und schwarz und damit der perfekte Botschafter für dieses Projekt", erklärte Vettel in einem Instagram-Video. Als Ort für die "Buzzin' Corner", also eine summende Kurve, hat der 36-Jährige, der sich bereits vor seinem Rücktritt Ende 2022 für den Klimaschutz und die Artenvielfalt stark gemacht hatte, seine "Lieblingsstrecke" Suzuka ausgesucht.
"Hoffentlich ist das erst der Anfang", sagte Vettel, der für Donnerstag, 16.00 Uhr Ortszeit (9.00 MESZ) die Formel-1-Fahrer und -Teamchefs eingeladen hat, mit ihm in der "Buzzin' Corner" ein Zeichen zu setzen.
"Nicht der richtige Weg": Zwei Barca-Stars verlassen Weltmeister-Team
Trotz der getroffenen Vereinbarungen zwischen dem spanischen Frauenfußball-Nationalteam und dem Verband RFEF kehren zwei Rebellinnen dem Weltmeister den Rücken. Mapi Leon und Patri Guijarro (beide FC Barcelona) erklärten, dass sie das Team vor den anstehenden Partien in der Nations League verlassen werden. Zuvor war bekannt geworden, dass zwei der 23 berufenen Spielerinnen nicht bereit seien, ihren Streik zu beenden. Leon und Guijarro gehörten bereits nicht dem erfolgreichen WM-Team an, weil sie ihre Nominierung aus Protest gegen den RFEF verweigert hatten. Welchen Strafen den beiden Spielerinnen nun drohen, ist noch unklar.
"Es einfach so, dass die Situation für mich und Patri anders ist als für den Rest unserer Teamkolleginnen. Wir wussten schon vorher, dass dies nicht der richtige Weg zur Rückkehr war und wir uns nicht in der richtigen Verfassung befinden", sagte Leon. Ähnlich äußerte sich Guijarro: "Sie arbeiten an Veränderungen und natürlich unterstützen wir unseren Teamkolleginnen. Aber wir sind mental nicht bereit, hier zu sein."
Nach ihrem Streik hatten 21 Nationalspielerinnen einer Rückkehr ins Aufgebot zugestimmt. "Wir sind zu einer Reihe von Vereinbarungen gekommen, die Donnerstag ausgearbeitet und unterzeichnet werden", kündigte Victor Francos, Präsident der obersten spanischen Sportbehörde CSD, am Mittwoch an.
Die Verhandlungen dauerten bis in die frühen Morgenstunden. "Die Spielerinnen haben uns gegenüber ihre Besorgnis über die Notwendigkeit tiefgreifender Änderungen innerhalb der RFEF zum Ausdruck gebracht und der Verband hat versprochen, dass diese Änderungen sofort umgesetzt werden", berichtete Francos danach.
Wilde Gerüchte: Oliver Kahn könnte zu Neymar-Klub nach Saudi-Arabien wechseln
In der vergangenen Woche weilte Oliver Kahn in Saudi-Arabien, um sich vor Ort einen Eindruck von der Saudi Pro League zu verschaffen. Im Rahmen der Tour durch den Wüstenstaat ist dem Ex-Vorstandschef des FC Bayern offenbar auch ein Job-Angebot unterbreitet worden.
Wie die arabische Zeitung "Asharq Al-Awsat" berichtet, ist Al Hilal mit einer Offerte an Kahn herangetreten. Der saudi-arabische Klub, bei dem unter anderem Neymar, Sergej Milinkovic-Savic, Kalidou Koulibaly oder Malcom spielen, wolle den einstigen Boss des FC Bayern als CEO einstellen, heißt es. Das habe das Blatt von gut informierten Quellen aus dem Verein erfahren.
Wie Kahn auf das Werben von Al Hilal reagiert hat, ist nicht bekannt. Der 54-Jährige ist jedenfalls wieder abgereist und befindet sich bereits zurück in Deutschland.
In der vergangenen Woche hatte Kahn ein Foto von sich und Neymar auf dem Trainingsgelände von Al-Hilal gepostet. Dazu schrieb der ehemalige Weltklasse-Keeper: "Als Teil meines Ausflugs besuche ich die Vereine der saudischen Liga. Danke an Al Hilal, dass ihr mich in eurem legendären Klub begrüßt habt. Es war ein großartiger Moment, die Trainer, Spieler und Superstar Neymar zu treffen."
Mehr zu Oliver Kahns wundersamer Reise hier bei den Kollegen von sport.de
Monster-Crash in Singapur: Stroll will schon in Japan in Formel 1 zurückkehren
Der Kanadier Lance Stroll hat sich für das Formel-1-Wochenende in Suzuka fit gemeldet. Der Aston-Martin-Pilot erklärte bei X, er sei "bereit" für den Großen Preis von Japan (Sonntag, 7 Uhr MESZ/Sky). Der 24-Jährige war am vergangenen Samstag im Singapur-Qualifying heftig gecrasht und hatte auf seine Teilnahme am Rennen verzichtet.
Ersatzfahrer bei Aston Martin ist der amtierende Formel-2-Meister Felipe Drugovich.
Der Brasilianer hatte den Sohn von Teameigner Lawrence Stroll bereits bei den Testfahrten vor der Saison im Februar in Bahrain vertreten, als dieser nach einem Fahrradunfall pausieren musste.
Wattenscheid-Legende soll Robert Lewandowskis Polen retten
Die polnische Fußball-Nationalmannschaft hat in Michal Probierz einen neuen Cheftrainer gefunden. Der 50-Jährige ist Nachfolger von Fernando Santos, der vor Kurzem entlassen wurde.
"Das ist die bestmögliche Wahl. Ich wünsche dem neuen Trainer viel Glück!", kommentierte Verbandspräsident Cezary Kulesza die Auswahl des Coaches. Probierz trainierte zuvor die polnische U21-Mannschaft und soll nun die Weiß-Roten zur EURO 2024 in Deutschland führen. In der Qualifikation liegt das Team in der Gruppe E aktuell nur auf dem vierten Platz hinter Albanien, Tschechien und Moldau.
Bekannt ist Probierz in Deutschland durch seine Stationen als Spieler bei Bayer 05 (später KFC) Uerdingen und Wattenscheid 09. Dort absolvierte er 26 Spiele in der 2. Bundesliga und drei Partien im deutschen Oberhaus.
Geld war ein großer Faktor: Julian Draxler erklärt Wechsel in die Wüste
Julian Draxler hat offenherzig über die Gründe seines Wechsels von Paris Saint-Germain nach Katar zu Al Ahli ausgepackt. "Ich könnte mich jetzt hinstellen und sagen: Mir geht es nach 12 Jahren Europa ausschließlich darum, eine neue Kultur kennenzulernen, eine neue internationale Erfahrung zu machen, bei einem spannenden Projekt in der arabischen Welt mitzuwirken - und das Thema Geld ausklammern. Auch wenn diese Aspekte ehrlicherweise zutreffend sind, wäre es dennoch gelogen, wenn der finanzielle Part nicht auch entscheidend ist in diesem Fall", sagte der 30-Jährige der "Bild".
"Letztlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass wir durch die neuen finanziellen Rahmenbedingungen noch mehr Möglichkeiten haben. Sowohl für die Familie, als auch für andere Projekte abseits des Platzes", ergänzte Draxler.
Er soll in Katar noch einmal deutlich mehr verdienen als zu seiner Zeit in der französischen Hauptstadt. "Ich stehe zu meiner Entscheidung und bin froh, dass wir diese Lösung gefunden haben", so der Ex-Nationalspieler.
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Hoffenheim-Boss "enthüllt": Julian Nagelsmann ist kein Angsthase
Sport-Geschäftsführer Alexander Rosen von Bundesligist TSG Hoffenheim hat keinerlei Zweifel an der Eignung von Julian Nagelsmann als Bundestrainer. "Julian ist kein Angsthase", sagte der langjährige Weggefährte des designierten Coaches der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der "Frankfurter Rundschau", "er ist ein Draufgänger im positivsten Sinne und ein absoluter Überzeugungstäter."
Der 44-Jährige ist sicher: "Er wird das mit vollem Tatendrang angehen. An seinen Fähigkeiten als Fußballlehrer gibt es ohnehin keine Zweifel. Ich beziehungsweise wir werden ihn maximal unterstützen."
Rosen und Nagelsmann arbeiteten bei der TSG mehrere Jahre zusammen, ehe der Trainer 2019 zu RB Leipzig wechselte. Nach zwei Spielzeiten dort ging Nagelsmann zum FC Bayern, wo er im März freigestellt wurde. Seine Anstellung beim DFB als Nachfolger von Hansi Flick gilt als Formsache.
"Kein Spieler hat Minuten im Vertrag": Tuchel fürchtet Frust-Interviews
Bayern Münchens Trainer Thomas Tuchel hat seine Stars vor den Wochen der Wahrheit noch einmal eindringlich aufgefordert, möglichen Frust nicht zu sehr nach außen zu tragen. "Es geht jetzt nonstop durch. Wir brauchen jeden Einzelnen mit der richtigen Mentalität", sagte er. Es gehöre dazu, "eine schwere Entscheidung auch mal runterzuschlucken. Kein Spieler hat die Minuten festgeschrieben im Vertrag", betonte Tuchel vor dem Auftakt der Champions League (21 Uhr/DAZN) gegen Manchester United.
Bis auf den nach wie vor nicht fitten Manuel Neuer stehen dem Bayern-Coach momentan alle Profis zur Verfügung. Auch wenn der Kader "auf manchen Positionen zu klein" sei, wie Tuchel erneut anmerkte, gebe es "schwierige Entscheidungen. Aber je schwieriger die Entscheidungen, umso besser die Mannschaft und umso besser die Bank".
Nach dem 2:2 im Liga-Topspiel gegen Leverkusen hatten der angeschlagene Mittelfeldchef Joshua Kimmich nach seiner frühen Auswechslung und Matthijs de Ligt wegen seiner Reservistenrolle gegrummelt. Man sei aber, berichtete Tuchel, "auf einem guten Weg. Wir haben zuletzt viel Energie und Input von der Bank bekommen, so soll es sein".
Insbesondere Joker Mathys Tel tat sich hervor, was ihm vor dem Manchester-Spiel ein Sonderlob von Tuchel einbrachte. "Ich bin glücklich, dass er hier ist. Er ist eine Waffe", sagte der Trainer über den erst 18 Jahre alten Stürmer. Tel nehme "Einfluss von der Bank".
Berlin-Marathon: Sorge vor der Letzten Generation
Die Klima-Aktivisten der Gruppe Letzte Generation haben offen gelassen, ob sie nach ihren jüngsten Blockaden in Berlin auch am kommenden Wochenende bei den Veranstaltungen rings um den Marathon protestieren wollen. Dazu könne man zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Angaben machen, teilte die Gruppe der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Ziel befindet sich in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tors, das Mitglieder der Gruppe am Sonntag mit oranger Farbe besprüht hatten.
Für das 42,195 Kilometer lange Rennen am Sonntag (9.15 Uhr/Eurosport) hat sich die Rekordzahl von 47.912 Läuferinnen und Läufern angemeldet. Auch Handbiker und Rollstuhl-Athletinnen und -Athleten sind am Start. Bereits am Samstag findet der Marathon der Inline-Skater statt, für den mehr als 4500 Meldungen vorliegen.
Veranstalter und Polizei hatten am Montag betont, auf einen reibungslosen Ablauf zu hoffen. Mögliche Störungen seien aber wie immer nicht auszuschließen. Die Polizei ist nach eigenen Angaben mit 650 Kräften im Einsatz. "Es gibt natürlich eine Taktik, die die Polizei hat", sagte Geschäftsführer Jürgen Lock von Veranstalter SCC Events. Lock verwies zudem auf die Bemühungen der Organisatoren für Nachhaltigkeit.
Das kommt überraschend: Tottenham hat wohl Rückkaufrecht für Harry Kane
Die Tottenham Hotspur haben sich laut Klub-Besitzer Daniel Levy ein Rückkaufrecht für Bayern-Topstürmer Harry Kane zusichern lassen. Diese Klausel sei Teil des Deals mit den Münchnern gewesen, sagte Levy britischen Medien zufolge bei einem Spurs-Fantreffen. Über die Bedingungen der Klausel und die Höhe eines möglichen Rückkauf-Betrags machte der 61 Jahre alte Unternehmer demnach keine weiteren Angaben.
Kane war nach wochenlangen Verhandlungen zwischen dem deutschen Fußball-Rekordmeister und der Tottenham-Führung für eine Ablöse von 100 Millionen Euro nach München gewechselt. Levy hatte sich lange gegen den Verkauf des Kapitäns der englischen Nationalmannschaft gesträubt, der seit seiner Jugend für die Londoner spielte und dort zur Klub-Ikone aufgestiegen war.
Der 30 Jahre alte Kane unterschrieb bei den Bayern einen Vertrag bis Mitte 2027. "Ich werde Tottenham für den Rest meines Lebens weiter im Auge behalten", hatte Kane zuletzt gesagt.
"Ein Desaster": Fredi Bobic attackiert den DFB
Fredi Bobic hat den Deutschen Fußball-Bund für das Vorgehen rund um die Verpflichtung von Andreas Rettig als Sport-Geschäftsführer scharf kritisiert. "Kommunikativ war das ein Desaster mit der Personalie Andreas Rettig. Da kannst Du die Männer aus der Taskforce, Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Mintzlaff, die teilweise wirklich viel für den deutschen Fußball getan haben, auch mal mitnehmen, dass sie es nicht aus den Medien erfahren", sagte der ehemalige Bundesliga-Manager am Dienstag nach Angaben der Zeitung "Express" am Rande einer Vorlesung an der Deutschen Sporthochschule. Rummenigge und Mintzlaff hatten auf die Personalie mit dem Rücktritt aus der Taskforce Nationalmannschaft reagiert.
Bobic gab sich überzeugt, dass die Zusammenarbeit zwischen DFB und den Bundesliga-Clubs nun nicht einfacher werde. "Eins ist klar: Durch die Entscheidung für Rettig haust du einen Spalt rein zwischen Liga und DFB. Da kann DFB-Boss Bernd Neuendorf erzählen, was er will, das ist ein Fakt", sagte Bobic.
"Im Sommer wird er wahrscheinlich eh einen neuen Sportdirektor brauchen, da hat er genug Zeit, um zu überlegen, wie man das zwischen Liga und DFB kommuniziert." Rudi Völler will seine Aufgabe als Sportdirektor nur bis zur Europameisterschaft ausüben.
"Das Bernabéu kann dich erschlagen": Union-Boss mit Heidenrespekt vor Real
Union-Berlin-Manager Oliver Ruhnert hat großen Respekt vor dem Champions-League-Debüt im Bernabéu-Stadion von Real Madrid. "Für Real wird es eine zusätzlich wichtige Thematik sein, das neue Bernabéu in der Champions League erfolgreich einzuweihen. Madrid wird uns von der ersten Minute an klarmachen wollen, wie stark es ist. Das muss uns bewusst sein, dagegen müssen wir uns wehren", sagte Ruhnert vor dem Spiel am Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN) der "Sport Bild". Die Königlichen spielen in dieser Saison erstmals im für 400 Millionen Euro umgebauten Stadion im Europapokal.
Als Chef der Knappenschmiede, der Nachwuchsabteilung des Bundesligisten, war Ruhnert 2015 bereits beim Viertelfinale-Rückspiel des FC Schalke 04 in dem mächtigen Stadion des spanischen Rekordmeisters zu Gast.
"Das war ein großes Erlebnis. Aber man hat gleichzeitig auch gesehen, was das Ganze in Bernabéu für eine Wucht haben kann. Man sagt sich dann: Puh, es ist nochmals eine andere Welt. Darum muss man aufpassen, das Bernabéu kann dich auch erschlagen."