Montag, 28. Dezember 2020Der Sport-Tag

Heute mit David Bedürftig & Till Erdenberger
20:31 Uhr

Rückkehr aus Brasilien: Leverkusen Wendell positiv auf Corona getestet

Verteidiger Wendell vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen ist nach seiner Rückkehr aus Brasilien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wendells Infektion sei unmittelbar nach der Rückkehr aus dem Weihnachtsurlaub diagnostiziert worden, den der 27-Jährige in seiner Heimat verbracht hatte, teilte der Bundesliga-Zweite am Montag mit. "Wendell hatte in Deutschland keinerlei Kontakt zur Lizenzmannschaft und zum Betreuerstab von Bayer 04 und befindet sich nun in häuslicher Quarantäne", schrieb Bayer in einer Pressemitteilung.

19:44 Uhr

Gündoğan gibt zu: Spanien-Niederlage tut "immer noch weh"

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Miese Stimmung: Die DFB-Kicker beim 0:6 gegen Spanien.

(Foto: dpa)

İlkay Gündoğan hofft und setzt bei der Vergangenheitsbewältigung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auch auf einen guten EM-Auftakt im kommenden Jahr. Er könne versichern, dass das 0:6 gegen Spanien im November in der Nations League "jeden einzelnen von uns sehr geärgert hat und es auch heute immer noch weh tut", schrieb er in einem Beitrag zu den Hoffnungen für 2021 in der Zeitung "Die Zeit".

"Mit einem positiven Start gegen Frankreich in das Turnier können wir in 90 Minuten wieder vieles vergessen machen, was in letzter Zeit passiert ist - darauf gilt es den Fokus zu legen, um dann eine erfolgreiche EM zu spielen", schrieb der Profi vom englischen Premier-League-Klub Manchester City. Die Euro, die wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben wurde, sei der "absolut entscheidende Wettbewerb". Auch er formulierte das EM-Halbfinale als Ziel für den Weltmeister von 2014. Die Mannschaft sei im März, wenn die Qualifikation für die WM 2022 in Katar beginnt, wieder in der Bringschuld, um die Rückendeckung der Fans zurückzugewinnen.

18:23 Uhr

Mehrere Infektionen: Spitzenspiel City-Everton abgesagt

Das für den Abend angesetzte Premier-League-Spiel von Manchester City beim FC Everton ist wenige Stunden vor dem Anpfiff abgesagt worden. Eine Corona-Testreihe bei den Citizens hatte zuvor laut Vereinsmitteilung erneut "einige positive Ergebnisse" gebracht. Alle betroffenen Spieler und Betreuer haben sich laut Auskunft des Teams von İlkay Gündoğan umgehend in Isolation begeben. Der deutsche Nationalspieler war bereits im September an Covid-19 erkrankt und hatte danach von starken Symptomen berichtet. Das City-Trainingsgelände wird vorerst geschlossen. Am ersten Weihnachtsfeiertag hatte ManCity bereits positive Tests beim brasilianischen Stürmer Gabriel Jesus und Verteidiger Kyle Walker öffentlich gemacht. Zudem waren zwei Mitglieder des Betreuer-Teams erkrankt.

17:26 Uhr

Letzter 54er-Weltmeister Horst Eckel nach schwerem Sturz in Klinik

Horst Eckel, der letzte noch lebende Fußball-Weltmeister von 1954, befindet sich nach einem schweren Sturz in einem Krankenhaus in Homburg. Der 88-Jährige war bereits am 22. Dezember zu Hause im pfälzischen Vogelbach, wo er mit seiner Frau Hannelore lebt, schwer gestürzt. Er habe sich dabei unter anderem Rippenbrüche, eine Gehirnerschütterung sowie einen Nasen- und Kieferbruch zugezogen. "Es geht ihm soweit gut", sagte seine Tochter Dagmar Eckel. "Er ist verblüffend zäh und läuft im Krankenhaus herum."

Eckel ist einer der Helden von Bern, die im legendären Endspiel der WM 1954 die übermächtigen Ungarn mit 3:2 besiegten. Der langjährige Profi des 1. FC Kaiserslautern war ein Vertrauter und Freund von Kapitän Fritz Walter, der am 31. Oktober 100 Jahre alt geworden wäre. Eckel war mit 19 erstmals deutscher Meister mit Kaiserslautern, mit 22 bereits Weltmeister - als Jüngster beim "Wunder von Bern". Das Fußball-Idol soll vorerst im Krankenhaus bleiben. "An Heiligabend wollte er schon wieder raus, aber das ist zu gefährlich", sagte seine Tochter.

16:28 Uhr

Jetzt live - Vierschanzentournee in Oberstdorf mit Geiger und Co.

Die 69. Vierschanzentournee macht ihren Auftakt mit der Qualifikation in Oberstdorf. Einen Aufreger gab es noch kurz zuvor, als ein Betreuer des Deutschen Skiverbandes (DSV) positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Aufgrund des Hygienekonzeptes des DSV sind Athleten und Trainer nicht betroffen, der Tournee-Start war damit nicht in Gefahr. Anders als bei dem polnischen Team, das wegen eines Corona-Falls eines Springers komplett ausgeschlossen wurde.

Für das deutsche Team gehen unter anderem Karl Geiger (nach überstandener Corona-Infektion) und Markus Eisenbichler an den Start. Das Qualifikationsspringen können Sie hier im Liveticker verfolgen: Desktop-/ Mobile-Nutzer II App-Nutzer

14:51 Uhr

Vierschanzentournee-Sieger versteigert Trophäe für Corona-Opfer

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Deckert bei der WM 1985.

(Foto: imago/WEREK)

Der frühere Skispringer Manfred Deckert versteigert zugunsten von Corona-Betroffenen seinen Goldenen Adler. Er hatte die Trophäe für seinen Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee 1981/82 erhalten. Die Aktion bei Ebay läuft bis zum Tournee-Ende am 6. Januar. Der Startpreis lag bei 999 Euro. Innerhalb von 14 Stunden war er auf 2200 Euro geklettert. Deckert, der 1980 bei den Olympischen Winterspielen in Lake Placid Silber von der Normalschanze geholt hatte, ist heute Oberbürgermeister der Stadt Auerbach im Vogtland und ehrenamtlicher Präsident des VSC Klingenthal.

"Ich möchte Leuten in meinem Umfeld, denen es durch die Corona-Krise finanziell nicht so gut geht, etwas unter die Arme greifen und deshalb die Gesamtsiegertrophäe von 1982, den Goldenen Adler - der natürlich nicht aus Gold ist und der auch schon ein paar Gebrauchsspuren hat - versteigern", sagte Deckert in einem Facebook-Video. Der 59-Jährige hatte bereits seine Olympia-Medaille verkauft und das Geld für einen guten Zweck gespendet.

13:55 Uhr

DFL warnt vor "Fußballverdrossenheit"

Nach Sicht des ehemaligen DFL-Geschäftsführers Andreas Rettig entfernt sich der Profifußball immer weiter von der Basis. "Früher gab es eine Politikverdrossenheit, jetzt haben wir eine Fußballverdrossenheit", sagte Rettig dem SID und bezog sich dabei auf eine Studie von FanQ, aus der hervorgeht, dass immer mehr Fans das Hochglanz-Geschäftsmodell Profifußball mit wachsender Skepsis betrachten.

Dies sei, so Rettig, das Ergebnis eines jahrzehntelangen Prozesses. Von der Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 über die Einführung von Trikotwerbung, dem Verkauf der Stadionnamen, dem Bosman-Urteil hin zu teils fragwürdigen Entscheidungen einiger Spitzenfunktionäre in der aktuellen Zeit. Dreht sich diese Spirale weiter, könnte es Schäden geben. "Es ist wesentlich, dass eine Branche, die mit Fußball ihr Geld verdient, auch gesellschaftliche Akzeptanz benötigt", sagte Rettig: "Aus meiner Sicht müssen DFB und DFL umdenken. Sie müssen ihre Popularität und Reichweite nutzen, nicht um Vermarktungserlöse zu steigern, sondern um gesellschaftlichen Nutzen zu stiften."

13:14 Uhr

Messi liebäugelt mit Wechsel in die USA

Der argentinische Fußballstar Lionel Messi hält sich einen Abgang vom FC Barcelona im Sommer weiter offen. Überraschend bestätigte er nun in einem Interview des Fernsehsenders LaSexta Gerüchte, er könne auch in die USA wechseln: "Ich habe immer gesagt, dass ich den Traum habe, dass ich die Erfahrung genießen möchte, in den Vereinigten Staaten zu leben, diese Liga und dieses Leben zu leben. Aber ob es so kommen wird, weiß ich nicht."

12:05 Uhr

BVB-Präsident Rauball fürchtet um den Fußball: "Zunehmende Entfremdung"

Reinhard Rauball verspürt eine wachsende Entfremdung der Fans vom Fußball. "Ermüdungserscheinungen waren zuvor schon spürbar. Jetzt durch Corona haben sie sich noch einmal verstärkt", sagte der Präsident des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund den "Ruhr Nachrichten". Nach Einschätzung des ehemaligen Ligapräsidenten nimmt dieser Trend jedoch nicht allein durch die Pandemie zu: "Wir müssen selbstkritisch genug sein, dass die zunehmende Entfremdung nicht ausschließlich coronabedingt ist, sondern dass einige Entwicklungen - auch durch Diskussionen wie die um die Verteilung der TV-Erträge - Spuren hinterlassen haben."

Der 74 Jahre alte Jurist regte deshalb an, den Fußball "wieder in die Mitte der Gesellschaft" zu rücken. "Fairness, Miteinander, Respekt, Gleichheit von Geschlecht, Hautfarbe und Religion - solche Werte hat der Fußball sehr lange und sehr gut in die Gesellschaft transportiert. Diese Dinge müssen wieder stärker erkennbar werden."

11:21 Uhr

Schwimm-Weltmeister Wellbrock hat noch einen großen Traum

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Einmal aufs Podest bei Olympia, davon träumt Wellbrock.

(Foto: dpa)

Schwimm-Doppelweltmeister Florian Wellbrock peilt bei den verschobenen Olympischen Spielen in Tokio eine Medaille an. "Eine Siegerehrung bei den Olympischen Spielen auf dem Podest zu erleben, ist auf jeden Fall ein Traum von mir", sagte der 23-Jährige im Interview für den neuen Jahreskalender der Deutschen Sporthilfe. Privat will Wellbrock, der sich Anfang Dezember mit Schwimm-Star Sarah Köhler verlobt hat, "einfach glücklich sein". Sportlich warnt er davor, zu sehr zu verkrampfen, wie er selbst es bei seiner Olympia-Premiere 2016 in Rio de Janeiro erlebt habe: "Dort hatte ich viel Angst und habe erst danach gemerkt, wie blöd das war - Angst vor dem zu haben, was ich eigentlich liebe."

10:11 Uhr

"Wird weitergehen": RB fehlen 30 Millionen Euro

Die Coronavirus-Pandemie reißt in die Finanzplanung von Fußball-Bundesligist RB Leipzig offenbar größere Löcher als zunächst kalkuliert. "Uns fehlen Einnahmen von über 30 Millionen Euro", sagte Vorstandschef Oliver Mintzlaff der "Leipziger Volkszeitung". Bisher war der Achtelfinalist der Champions League von Mindereinnahmen unter dieser Summe ausgegangen. Dennoch habe man es laut Mintzlaff geschafft, sich von keinem Mitarbeiter trennen zu müssen.

Die gesunkene Bedeutung der Zuschauereinnahmen verdeutlicht der 45-Jährige mit Bezug auf die Fernsehübertragungen. "Solange der Ball rollt und die TV-Gelder kommen, wird es weitergehen", sagte Mintzlaff. Die Abwesenheit der Fans sei aber auf Dauer eine große Belastung. Zu Beginn der Corona-Pandemie war der Geschäftsführer noch von einem Verlust von gut 20 Millionen Euro ausgegangen. RB hatte früh damit kalkuliert, bis zum Ende des Jahres 2020 ohne Zuschauer spielen zu müssen.

09:30 Uhr

Vierschanzentournee hat ihren ersten Corona-Fall

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Klemens Muranka springt im Team des Titelverteidigers Dawid Kubacki.

(Foto: imago images/Camera 4)

Die Vierschanzentournee der Skispringer hat ihren ersten Corona-Fall. Der Pole Klemens Muranka wurde bei der Serientestung in Oberstdorf am Sonntag positiv auf das Virus getestet, wie er selbst in den sozialen Medien bestätigte. "Es tut mir leid, aber es ist passiert ... Ich bin positiv und bisher ohne Symptome", schrieb der 26-Jährige auf Instagram.

Wie es nun mit Muranka und seinen polnischen Teamkollegen um Titelverteidiger Dawid Kubacki und Olympiasieger Kamil Stoch weitergeht, ist offen. Ein Statement der Organisatoren stand zunächst noch aus. In der Startliste des Weltverbandes Fis wird Muranka bislang weiter geführt.

Polens Sportdirektor, der ehemalige Skispringer Adam Malysz, sagte: "Noch vor zwei Tagen hatten wir einen Test, dort waren alle Ergebnisse negativ. Es ist seltsam."

08:45 Uhr

Dritter Deutscher schafft NFL-Touchdown

Football-Profi Equanimeous St. Brown hat als erst dritter Deutscher einen Touchdown in der US-Profiliga NFL erzielt. Beim 40:14-Sieg seiner Green Bay Packers gegen die Tennessee Titans fing der gebürtige US-Amerikaner einen Pass von Star-Quarterback Aaron Rodgers über 21 Yards zum zwischenzeitlichen 12:0. Zuvor war nur dem inzwischen zurückgetretenen Markus Kuhn und Jakob Johnson von den New England Patriots ein Touchdown gelungen.

Die Packers, die nun bei zwölf Siegen und drei Niederlagen stehen, hatten sich bereits vor der Partie gegen die Titans die Teilnahme an den Play-offs gesichert. Wide Receiver St. Brown spielt seit 2018 in der NFL und wurde im gleichen Jahr von den Packers in der sechsten Runde des Talente-Drafts gezogen. Der Sohn einer Deutschen und eines US-Amerikaners hat außerdem zwei Brüder, die ebenfalls als Passempfänger Football spielen.

07:59 Uhr

NBA-Star trifft ununterbrochen: Diese Dreier-Serie müssen Sie sehen

07:14 Uhr

Bericht: Tuchels PSG-Aus ist jetzt auch vertraglich besiegelt

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Thomas Tuchel wird künftig nicht mehr im PSG-Look unterwegs sein.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Die Trennung des französischen Fußball-Meisters Paris Saint-Germain von Trainer Thomas Tuchel ist einem Medienbericht zufolge auch vertraglich vollzogen. Der 47-Jährige und PSG hätten sich auf eine Auflösung des im Sommer auslaufenden Kontrakts geeinigt, berichtete die "Bild"-Zeitung. Tuchel sei damit frei für einen neuen Klub. Eine offizielle Bestätigung lag zunächst nicht vor. Bereits an Heiligabend hatten Medien übereinstimmend berichtet, dass Tuchel durch die Klub-Führung von der Entscheidung für eine Trennung informiert worden sei.

Der frühere Coach der Bundesligisten Borussia Dortmund und FSV Mainz 05 hatte Paris in diesem Jahr in das Finale der Champions League geführt. Im Endspiel gab es in Lissabon eine 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern München. National holte Tuchel erneut die Meisterschaft und unter anderem auch den französischen Pokal. Er wird mit einem möglichen Engagement in der englischen Premier League in Verbindung gebracht.

06:23 Uhr

Unglaubliche Pausenführung: Klebers Mavs holen Rekordsieg

Der deutsche Basketball-Nationalspieler Maximilian Kleber hat mit den Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Profiliga NBA beim ersten Saisonsieg einen neuen Rekord aufgestellt. Beim 124:73 gegen die LA Clippers lagen die Mavericks bereits zur Halbzeit mit 77:27 vorne, der 50-Punkte-Vorsprung war die bisher höchste Führung zu diesem Zeitpunkt in einem NBA-Spiel. Großen Anteil am Erfolg hatte Superstar Luka Doncic als bester Werfer der Mavericks mit 24 Punkten. Kleber steuerte in rund 17 Spielminuten fünf Punkte, fünf Rebounds und einen Assist bei.