Weltmeister Mats Hummels in Rom weiter nur Ersatz
Ohne den weiterhin nicht eingesetzten Neuzugang Mats Hummels hat die AS Rom unter neuem Trainer ihren ersten Saisonsieg in der Serie A gefeiert. Beim Debüt von Ivan Juric, der unter der Woche das Amt von Daniele De Rossi übernommen hatte, gewannen die Hauptstädter am 5. Spieltag gegen den bisherigen Tabellenführer Udinese Calcio mit 3:0 (2:0) und schoben sich ins Tabellenmittelfeld vor.
Rio-Weltmeister Hummels, der sein letztes Spiel am 1. Juni im Champions-League-Finale für Borussia Dortmund gegen Real Madrid (1:2) bestritten hatte, verfolgte von der Ersatzbank die Treffer seiner Mitspieler Artem Dovbyk (19.), Paulo Dybala per Strafstoß (49.) und Tommaso Baldanzi (70.). Für Udine, das vom früheren Zweitligacoach Kosta Runjaic (u.a. Kaiserslautern, Duisburg) trainiert wird, war es die erste Niederlage.
Robin Gosens feierte mit der AC Florenz ebenfalls den ersten Saisonsieg. Beim 2:1 (0:1) gegen Lazio Rom spielte der 20-malige Nationalspieler, der kurz vor Transferschluss von Union Berlin an die Viola ausgeliehen worden war, im linken Mittelfeld durch.
Bayern München kassiert erste Pleite unter Weltmeistertrainer
Basketballmeister Bayern München hat unter Weltmeistertrainer Gordon Herbert die erste Niederlage in der jungen Bundesliga-Saison kassiert. In seinem zweiten Saisonspiel musste sich der in allen drei Wettbewerben ambitionierte FC Bayern bei den MHP Riesen Ludwigsburg mit 70:78 (35:42) geschlagen geben. Auch Vizemeister Alba Berlin verlor am 1. Spieltag deutlich: Bei den Hamburg Towers hieß es 80:97 (44:48).
In einer vorgezogenen Partie des 3. Spieltags hatten die Bayern am Freitagabend bereits gegen die Chemnitz Niners besonders bei der Abschlussquote Schwächen offenbart, aber dank der starken Defensive letztlich deutlich mit 73:59 gewonnen. In Ludwigsburg setzte sich die Offensivmisere fort: Nur fünf von 27 Dreierversuchen fanden den Weg in den Korb, dazu leisteten sich die Bayern zwölf einfache Ballverluste mehr als der Gegner und schenkten nach Aufholjagd eine knappe Führung in den letzten Minuten noch her. Topscorer der Partie war dennoch Münchens Weltmeister Niels Giffey mit 16 Punkten.
Auch bei Alba lief noch wenig zusammen. In der Schlussphase brachen die Berliner regelrecht ein, verloren in Hamburg noch deutlich nach 69:68-Führung. Als bester Alba-Werfer kam Jonas Mattisseck auf zwölf Punkte, drei Hamburger um den Topscorer Brae Ivey (22) waren erfolgreicher.
"Sind richtig sauer": BVB-Bosse wüten nach höchster Pleite seit 2020
Sebastian Kehl hat die Mannschaft von Borussia Dortmund nach dem 1:5-Debakel beim VfB Stuttgart mit harten Worten in die Pflicht genommen. "Jeder sollte sich an seine eigene Nase fassen, wie solch eine Leistung zustande kommen kann", sagte der Sportdirektor in der Mixed Zone: "Ich habe bis auf eine kleine Anzahl von Spielern keinen gesehen, der eine Form hatte - oder das Gefühl vermittelt hat, dieses Spiel gewinnen zu wollen."
Der Auftritt bei der höchsten Dortmunder Bundesliga-Niederlage seit fast vier Jahren (ebenfalls 1:5 gegen Stuttgart) sei "nicht zu erklären" und dürfe nicht passieren. "Das war sehr, sehr schlecht", sagte Kehl, "wir sind sehr enttäuscht und richtig sauer. Auch jeder Spieler sollte richtig sauer sein. Wir haben jedes direkte Duell verloren, waren immer wieder zu spät."
Daraus, folgerte Kehl, müsse der BVB "sehr, sehr schnell lernen. Wenn wir häufiger solche Leistungen abliefern, werden wir mit unseren Zielen nichts zu tun haben. Wir müssen hart arbeiten und ehrlich sein." Trainer Nuri Sahin kündigte eine Analyse "unter Männern" an: "So ein Gesicht will ich nie wieder sehen. So dürfen wir als Borussia Dortmund nicht auftreten. Das war eine Nicht-Leistung."
Mit Trage vom Platz transportiert: Große Sorgen um DFB-Torhüter ter Stegen
Sorge um Marc-André ter Stegen: Der deutsche Fußball-Nationaltorhüter verletzte sich im Ligaspiel des FC Barcelona beim FC Villarreal womöglich schwer am rechten Knie. Der 32-Jährige wurde beim Stand von 2:1 für Barca kurz vor dem Seitenwechsel mit einer Trage vom Platz gebracht und durch seinen Vertreter Inaki Pena ersetzt. Eine offizielle Diagnose stand zunächst aus.
Ter Stegen verletzte sich offenbar, nachdem er eine Flanke abgefangen hatte, bei der Landung. Er blieb unter Schreien am Boden liegen, ehe die Teamärzte herbeieilten. Erst Ende August war der 42-malige Nationalspieler durch den Rücktritt von Manuel Neuer zur deutschen Nummer eins aufgestiegen.
Rekordkulisse auf Schalke: Rhein Fire schreibt EFL-Geschichte
Rhein Fire ist erneut Champion der European League of Football (ELF) und hat seit der Ligagründung vor vier Jahren als erstes Team zwei Titel geholt. Im Endspiel vor der ELF-Rekordkulisse von 41.364 Zuschauern in Gelsenkirchen setzen sich die Düsseldorfer gegen die Vienna Vikings mit 51:20 durch. Die Franchise aus Österreich hatte 2022 triumphiert.
Die Vorentscheidung für das Team des früheren NFL-Cheftrainers Jim Tomsula fiel bereits im zweiten Viertel, das der Vertreter aus Deutschland mit 23:7 für sich entschied. Rhein Fire sicherte sich zum zweiten Mal nacheinander den Titel, im Vorjahr hatte es einen Finalsieg über Stuttgart Surge gegeben.
Die Wiener kassierten ausgerechnet im letzten Saisonspiel ihre erste Niederlage. Nach einer 12:0-Bilanz in der Hauptrunde hatten die Vikings im Halbfinale die Paris Musketeers ausgeschaltet (47:31). Rhein Fire, vor Beginn der Play-offs nur einmal geschlagen (10:22 bei den Madrid Bravos), setzte sich in der Wildcard-Runde klar gegen die Spanier durch (40:10) und schlug in der Vorschlussrunde Stuttgart (29:23).
19-jähriges Wunderkind Briem feiert Sensations-Sieg bei Debüt auf Tour
Golferin Helen Briem hat gleich bei ihrem Debüt auf der Profi-Tour ihren ersten Titel gewonnen. Die 19-Jährige vom Stuttgarter GC Solitude siegte beim Turnier der Ladies European Tour im spanischen Denia. Die gebürtige Nürtingerin setzte sich im La Sella Golf Resort & Spa mit einem Gesamtergebnis von 270 Schlägen gegen die Französin Pauline Roussin-Bouchard (272) und die Tschechin Sara Kouskova (275) durch. Briem war erst Ende Juli als weltbeste Amateurin ins Profilager gewechselt und gilt als große Nachwuchshoffnung für den deutschen Golfsport.
"Ehrenlose H***": Stuttgart-Fans beschimpfen Ex-Kapitän Anton wüst
Für Fußball-Nationalspieler Waldemar Anton kam das Bundesliga-Gastspiel mit Borussia Dortmund bei seinem Ex-Klub VfB Stuttgart einem Spießrutenlauf gleich. Der 28 Jahre alte Abwehrspieler wurde bei der Partie am Sonntagabend bei jedem Ballkontakt mit Buhrufen und Pfiffen bedacht, außerdem wurde er auf mehreren Bannern übelst beleidigt.
Schon beim Warmmachen "begrüßte" die Cannstatter Kurve den früheren VfB-Kapitän mit Schmähungen. Ein allgemein gehaltenes Banner, das vor dem Anpfiff über den Köpfen der Stuttgarter Fans prangte ("Egal welche Spieler, egal welcher Präsident - die einzige Konstante sind wir Fans!"), durfte er auch auf sich beziehen.
Bei jedem seiner Ballkontakte, der erste nach 1:25 Minuten, gab es Buhrufe und Pfiffe. In der 17. Minute hielten die VfB-Fans dann weitere Banner hoch, die sich direkt auf Anton bezogen - und auf denen er wüst beschimpft sowie unter anderem als "geldgeil" bezeichnet wurde. Einige andere Beleidigungen waren noch massiver.
Jungstar natürlich Weltmeister: Niemand kann Remco stoppen
Remco Evenepoel ist zum zweiten Mal Zeitfahr-Weltmeister. Der Belgier siegte bei den Titelkämpfen in Zürich vor Filippo Ganna. Nach 46,1 Kilometern war Evenepoel sechs Sekunden schneller als der Italiener. Bronze ging an Gannas Landsmann und Europameister Edoardo Affini, der 54 Sekunden langsamer als der Weltmeister war. Die deutschen Starter Miguel Heidemann und Maximilian Schachmann belegten die Plätze 20 und 23.
Evenepoel hatte im vergangenen Jahr erstmals WM-Gold im Kampf gegen die Uhr gewonnen. Auf dem Weg vom Velodrome Oerlikon zum Züricher Sechseläutenplatz lag der 24-Jährige an jeder Zwischenzeit vor Ganna, der selbst bereits 2020 und 2021 Zeitfahrweltmeister war. Damit setzt sich die goldene Serie von Evenepoel fort, der bereits bei den Sommerspielen von Paris das Zeitfahren und das Straßenrennen gewonnen hatte.
Verträge beim FC Bayern laufen aus: Was passiert mit Kimmich, Sané und Müller?
Zeitweise galten Joshua Kimmich und Leroy Sané beim FC Bayern als Wechselkandidaten. Inzwischen drängt der Rekordmeister aber auf eine Vertragsverlängerung mit den Top-Spielern. Diese Absicht beteuerte Sportdirektor Christoph Freund nun noch einmal öffentlich. "Spieler wie Kimmich und Sané sind wichtige Spieler für die Zukunft. Wir werden mit ihnen Gespräche führen und versuchen, sie im Verein zu halten", sagte der 47-Jährige am Sonntag bei "Welt TV".
Bei beiden Nationalspielern ist durchaus Eile geboten. Denn Kimmich und Sané besitzen in München jeweils ein Arbeitspapier, das nur noch bis zum Juni 2025 datiert ist. Um beide ranken sich deshalb viele Spekulationen. Kimmich wurde in den letzten Monaten immer wieder mit einem Wechsel zum FC Barcelona in Verbindung gebracht, wo mit Hansi Flick ein alter Bekannter an der Seitenlinie steht. Rund um Sané kursieren etliche Premier-League-Gerüchte.
Besonders den Mittelfeldregisseur will der FC Bayern aber keinesfalls abgeben, machte Freund deutlich. Denn Kimmich spiele aktuell "eine herausragende Saison. Auch unter dem neuen Trainer ist er eines der Gesichter des Vereins und das soll er auch in Zukunft sein. Er hat richtig Spaß an dem, was er macht, spielt richtig stark." Weiterhin will der FC Bayern auch mit den Routiniers Thomas Müller und Manuel Neuer Gespräche führen. Auch deren Verträge laufen nach der Saison aus. Hier laste aufgrund der Vereinsbindung aber weniger zeitlicher Druck auf der Klubführung, so Freund.
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Martin Schindler schreibt deutsche Darts-Geschichte
Martin Schindler hat als erster deutscher Dartsprofi einen Neundarter auf einer TV-Bühne geworfen. Dem 28-Jährigen gelang das perfekte Spiel im Rahmen der Hungarian Darts Trophy in Budapest. Das Aus im Achtelfinale konnte Schindler damit aber nicht abwenden, er unterlag dem Engländer Stephen Bunting mit 4:6.
Schindlers Neundarter war bereits der dritte bei dem European-Tour-Event in Ungarn. Zuvor hatten bereits der niederländische Topspieler Michael van Gerwen und der Norweger Cor Dekker in Budapest nur neun Versuche für ein Leg benötigt. Neben Schindler schieden auch die weiteren deutschen Spieler im Achtelfinale aus. Während Gabriel Clemens mit 2:6 gegen van Gerwen verlor, musste Landsmann Ricardo Pietreczko beim Stand von 0:1 gegen den Engländer Ross Smith wegen einer Verletzung am Handgelenk vorzeitig aufgeben.
Antonia Niedermaier ist Weltmeisterin
Antonia Niedermaier hat dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) einen erfolgreichen Start in die Straßenrad-WM in Zürich beschert. Die 21-Jährige aus Rosenheim belegte im Einzelzeitfahren einen starken vierten Platz und wurde damit wie im Vorjahr Weltmeisterin in der U23-Wertung. In der Schweiz gab es bei den Frauen ein gemeinsames Rennen mit getrennter Wertung für die U23 und die Elite.
Niedermaier absolvierte den 29,9 km langen Kurs von Gossau nach Zürich in 40:21 Minuten. Den WM-Titel der Elite sicherte sich die australische Olympiasiegerin Grace Brown in 39:16 Minuten vor der Niederländerin Demi Vollering (+0:16) und Titelverteidigerin Chloe Dygert aus den USA (+0:56). Die zweite deutsche Starterin Franziska Koch (+3:04) belegte den 15. Rang.
"Er weiß, was er an Deutschland hat": Völler umgarnt Bayern-Juwel
DFB-Sportdirektor Rudi Völler hofft, dass sich das umworbene Toptalent Paul Wanner für die deutsche Nationalmannschaft und damit gegen Österreich entscheiden wird. "Das ist enorm wichtig, dass wir so einen Spieler halten", sagte der 57-Jährige über den Teenager vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Heidenheim, der für beide Länder auflaufen darf. "Er weiß natürlich, was er an Deutschland hat. Er spielt ja im Moment in der U20 oder U21", so Völler über die Leihgabe von Bayern München. Der 18-jährige Wanner hat eine österreichische Mutter, einen deutschen Vater und beide Staatsbürgerschaften.
Ein Spieler müsse "im tiefsten Herzen drin haben, dass man für die Nation spielen möchte", sagte Völler ganz grundsätzlich zum Thema. Bei Profis, die sich entscheiden müssten, sei es "sicherlich falsch", sie zu überreden. "Es muss von ihm kommen", so Völler über Wanner, "die Familie spielt auch eine wichtige Rolle. Man sollte nicht irgendwas versprechen, was man am Ende nicht halten kann."
Beim Hummels-Klub herrscht weiter Chaos
Der italienische Fußball-Erstligist AS Rom kommt nicht zur Ruhe. Wenige Tage nach der Entlassung von Trainer Daniele De Rossi trat beim Klub von Mats Hummels Geschäftsführerin Lina Souloukou zurück. "Wir danken Lina für ihr Engagement in einer besonders kritischen Phase für den Verein und wünschen ihr alles Gute für ihre zukünftigen beruflichen Herausforderungen", heißt es in der Mitteilung des Klubs.
Nach der Entlassung von De Rossi waren die Fans aufgebracht. De Rossi wurde am Mittwoch durch den Kroaten Ivan Juric ersetzt. Der Ex-Meister wartet nach vier Spielen noch auf den ersten Saisonsieg (drei Unentschieden). Am Sonntagabend trifft Rom auf Udinese Calcio. Dann könnte auch Hummels sein Debüt für seinen neuen Klub geben.
"Negative Gesamtentwicklung": Nicht nur die Ergebnisse kosteten Schalke-Duo den Job
Mit einem radikalen Schnitt haben die Königsblauen auf das denkwürdige Debakel gegen Darmstadt 98 reagiert. Nach nicht einmal einem Jahr sind die Tage von Karel Geraerts auf Schalke schon wieder gezählt, auch Sportdirektor Marc Wilmots, der den Coach lange gestützt hatte, muss gehen. Der Zweitligist steht wieder einmal vor einem blau-weißen Scherbenhaufen - und steckt nach nur sechs Spieltagen in einer tiefen Krise.
Die Trennung von Geraerts beruhe "nicht allein auf den ausbleibenden Resultaten", sondern "auf der negativen Gesamtentwicklung der vergangenen Wochen", sagte der Vorstandsvorsitzende Matthias Tillmann: "Taktisch und fußballerisch" habe das Team "nicht die notwendigen Schritte gemacht". Bei der Suche nach einem Nachfolger werde der Verein sofort "mit konkreten Gesprächen beginnen".
"Weißt nicht, was auf einen zukommt": NFL-Star Raimann spricht über "beängstigendes" Abenteuer
Bernhard Raimann misst fast zwei Meter und bringt mehr als 130 Kilo auf die Waage. Doch auch ein Mann seiner Statur ist aus der Fassung zu bringen. Im Interview mit NFL-Experte Björn Werner spricht der österreichische Offensive Tackle von den Indianapolis Colts über ein "beängstigendes" Ereignis.
Geschlagener Joshua denkt nach übler Klatsche nicht an Rücktritt
Als ihn diese fatale Rechte wie ein Hammerschlag traf, ging Anthony Joshua endgültig auf die Bretter. Unkontrolliert rollte der frühere Weltmeister über den Ringboden - dann war alles vorbei. Joshua war nicht nur besiegt, er war gedemütigt. Nach dem geplatzten Traum vom dritten WM-Titel steht die Zukunft des einstigen Klitschko-Bezwingers schwer infrage.
Doch Joshua denkt nicht an Rücktritt. "Natürlich will ich weiter kämpfen", sagte der 34-Jährige am Samstag nach der K.o.-Niederlage in der fünften Runde gegen seinen britischen Landsmann Daniel Dubois vor 96.000 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion: "Wir haben einen Versuch unternommen, erfolgreich zu sein, und wir sind gescheitert." Eine Klausel für einen Rückkampf gegen Dubois soll es geben.
Nachdem Joshua bei seiner vierten Niederlage im 32. Profikampf gleich viermal zu Boden ging, scheint jedoch nichts sicher. Schon in der ersten Runde ging Dubois offensiv zu Werke, setzte schwere Treffer und schlug Joshua nieder. Dies wiederholte sich in den Runden drei und vier, in der fünften schien dann Joshua auf dem Vormarsch. Er brachte zweimal die rechte Faust hart ins Ziel, Dubois geriet ins Taumeln. Joshua wurde nun offener, suchte den entscheidenden Schlag - und kassierte diesen dann selbst durch einen Konter von Dubois.
Zügig aufs "normale Altstadtniveau" zurück: Hochrisikospiel verläuft weitestgehend friedlich
Rund um das Zweitliga-Fußballspiel und Rheinderby Fortuna Düsseldorf gegen den 1. FC Köln ist es in der Landeshauptstadt weitgehend ruhig geblieben. Nach Angaben der Polizei gab es keine besonderen Vorkommnisse. "Wir konnten die Kräfte am Samstagabend ab 21 Uhr auf das normale Altstadtniveau zurückfahren. Bis auf ein paar Rauchtöpfe und Anzeigen wegen Pyrotechnik gab es keine besonderen Vorkommnisse. Eigentlich ist alles friedlich verlaufen", sagte ein Sprecher der Polizei Düsseldorf am Sonntagmorgen.
Das Derby, bei dem sich beide Mannschaften mit 2:2 (1:1) trennten, war im Vorfeld als Risikospiel eingestuft worden. In Düsseldorf waren deshalb deutlich mehr als 1000 Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei im Einsatz. Bei der Anreise der Gästefans aus Köln entstanden demnach Sachschäden in einem Sonderzug. Mehrere Deckenverkleidungen wurden abgerissen und eine Fensterscheibe zerstört. Der Zug wurde bei der Rückreise deshalb nicht mehr eingesetzt.
Blutüberströmte Meinke holt sich nach packendem Kampf den WM-Titel
Profi-Boxerin Nina Meinke hat sich in einem packenden Zwölf-Runden-Kampf zur Weltmeisterin gekürt. Die 31-Jährige besiegte in Hamburg die Argentinierin Daniela Bermudez nach Punkten und sicherte sich den WM-Gürtel des Verbands IBF im Federgewicht.
Das Patenkind von Ex-Champion Sven Ottke ließ sich beim bislang größten Sieg ihrer Karriere auch nicht von einem Cut an der Stirn nach einem unabsichtlichen Kopfstoß von Bermudez zu Beginn des Kampfes aus dem Konzept bringen. "Das hat mich am Anfang irritiert, mir ist die ganze Zeit Blut in die Augen gelaufen, und dann habe ich verschwommen gesehen", sagte die Berlinerin, deren Gesicht auch bei der Urteilsverkündung blutverschmiert war.
Zum ersten Mal in bislang 22 Profikämpfen war Meinke über die bei Männern üblichen zwölf Runden gegangen. "Das war konditionell sehr gut", sagte Meinke. Sie wolle auch bei ihrer Titelverteidigung daran festhalten und freue sich "auf alles, was jetzt kommt". Die zwölf Runden stünden auch für die "Gleichberechtigung im Frauensport", hatte Meinke schon vor dem WM-Kampf gesagt, "deshalb war es für mich keine Frage, dass wir an den zwölfmal drei Minuten anknüpfen".
Defekt-Drama stoppt Topfavoritin: Haug muss bei Ironman-WM aufgeben
Ex-Weltmeisterin Anne Haug hat bei der Ironman-WM in Nizza nach nur 200 Metern auf der Radstrecke aufgegeben. Die 41-Jährige musste bereits kurz nach der Wechselzone wegen eines defekten Hinterrads anhalten, bekam trotz minutenlanger Versuche das technische Problem nicht in den Griff. Nach der kurzfristigen verletzungsbedingten Absage von Titelverteidigerin Lucy Charles-Barclay war Haug am Sonntag als Topfavoritin gestartet, das Schwimmen lief mit lediglich vier Minuten Rückstand nach Plan.
Doch dann schaffte die Bayreutherin nicht einmal den Weg aus der Stadt in Richtung Seealpen, hielt auf der Promenade des Anglais am Straßenrand an. Gemäß der Regularien müssen die Triathletinnen auf der Langstrecke Defekte selbst beheben, technischen Support gäbe es nur an vor dem Start festgelegten Stellen. Da Haug ihr Problem nicht selbst in den Griff bekam, war für sie der Wettkampf vorbei. Erstmals in ihrer Karriere musste sie ein Rennen auf der Langdistanz aufgeben.
Damit setzte sich ihr Seuchenjahr trotz der Weltbestzeit von Roth auch beim Jahreshöhepunkt fort, bereits in der Vorbereitung war die Athletin des LAZ Saarbrücken von zahlreichen Krankheiten ausgebremst worden. Bei all ihren fünf vorherigen WM-Starts hatte Haug eine Medaille gewonnen. Neben dem Sieg von 2019 gab es dreimal Bronze sowie Silber im Vorjahr.
Marco Reus muss bei Startelf-Rückkehr verletzt raus
Der ehemalige Dortmunder Marco Reus ist in der Major League Soccer verletzt ausgewechselt worden. Reus musste beim 4:2 seiner Los Angeles Galaxy gegen die Vancouver Whitecaps in der 66. Minute vom Feld. Unmittelbar nach dem ersten Tor für die Gäste kurz zuvor hatte er sich auf den Rasen gesetzt und an den rechten hinteren Oberschenkel gefasst.
"Er sagte, er hat angefangen etwas zu spüren und wollte kein Risiko eingehen", sagte Trainer Greg Vanney. "Das ist das dritte Spiel in sieben Tagen." In der Partie hatte er bis dahin kaum auffällige Szenen, Vanney wirkte dennoch zufrieden mit seinem Star-Spieler. "Ich kann nicht genug dazu sagen, wie sehr er ein Teamspieler ist und jedem hilft."
Nach seiner Rolle als Einwechselspieler beim 2:4 gegen die Portland Timbers stand der 35-Jährige gegen Vancouver wieder in der Startelf. Für Reus, der nach zwölf Jahren bei Borussia Dortmund erstmals in seiner Karriere im Ausland Fußball spielt, war es der fünfte Einsatz nach seinem Wechsel in die Major League Soccer. Die Los Angeles Galaxy sind Tabellenführer der Western Conference und bereits für die Playoffs qualifiziert.
Völler zu Nagelsmann-Nachfolge: "Dann geht kein Weg an Klopp vorbei"
Für den Fall der Fälle hat Rudi Völler einen klaren Wunschkandidaten als Bundestrainer. "Wenn Julian Nagelsmann sich irgendwann entscheiden würde, dass er lieber wieder einen Top-Klub trainieren würde – dann geht natürlich kein Weg an Jürgen Klopp vorbei", sagte der DFB-Sportdirektor im Aktuellen Sportstudio des ZDF und schob nach: "Wenn er es denn möchte."
Nagelsmanns Vertrag läuft bis zum Ende der WM 2026, Klopp hat nach seiner Zeit beim FC Liverpool eine Pause eingelegt und noch nicht entschieden, ob er an die Seitenlinie zurückkehren will. Es kitzle "null, null, null" bei ihm, sagte der 57-Jährige zuletzt.
Der bislang letzte Kontakt mit dem Meistertrainer von Borussia Dortmund sei schon "eine Weile her. Er war ja lange im Ausland", sagte Völler. "Ich schätze ihn natürlich. Jürgen Klopp macht eine unglaubliche Karriere."
Bei der Entscheidung würden allerdings "viele Dinge" von Nagelsmann abhängen. "Er wird das selbst entscheiden, ob er Nationaltrainer sein will über die WM hinaus", so Völler. "Egal, wer Bundestrainer wird nach der Weltmeisterschaft, der wird eine gut funktionierende Mannschaft vorfinden."
"Klar vereinbart": Völler spricht Machtwort in Sachen Sandro Wagner
Sandro Wagner wird laut DFB-Sportdirektor Rudi Völler mindestens bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 Co-Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bleiben - und nicht vorzeitig zu einem Fußball-Bundesligisten wechseln. "Wir haben klar vereinbart und auch mit ihm abgestimmt, dass er jetzt bis zur Weltmeisterschaft bei uns bleibt", sagte der 64-Jährige im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. Mit Wagner stehe er immer im Austausch und natürlich gebe es ab und zu eine Anfrage. Gerüchten zufolge soll sich Bundesligist TSG Hoffenheim mit einer Verpflichtung Wagners als Cheftrainer beschäftigen.
Trainer Pellegrino Matarazzo steht nach dem Fehlstart seines Teams in die Saison in der Kritik, die sich nach der 1:2-Niederlage bei Union Berlin am Samstag noch einmal verschärft hat. Mit nur drei Punkten aus vier Spielen stehen die Hoffenheimer knapp vor der Abstiegszone. Die WM findet 2026 in Kanada, Mexiko und den USA statt.
Völler sagte, Wagner werde erst mal seinen Trainerschein machen, da er noch keine gültige Lizenz habe, um eine Bundesligamannschaft zu trainieren. Diese mache der 36-Jährige gerade. Die Zusammenarbeit mit Bundestrainer Julian Nagelsmann und den anderen Co-Trainern sei so wunderbar im Moment, dass das auch Wagner gefalle.
"Wird uns umbringen": Tennisstars senden eindringlichen Hilferuf
Der deutsche Tennisstar Alexander Zverev hat seinen Unmut über die lange Tennis-Saison geäußert. Im Rahmen des Laver Cups in Berlin sagte Zverev, die Profi-Organisation ATP würde "es nicht interessieren, was die Spieler zur Belastung sagen", denn es gehe "ums Geld".
Die ATP-Saison sei "die längste im Sport" mit "unnötig vielen Turnieren". In 2024 gibt es auf der Tour 68 Events. Die Saison begann im Dezember des Vorjahres mit den Vorbereitungsturnieren für die Australian Open und endet mit den Davis Cup Finals in Malaga Ende November.
Auf die Frage, ob es zu einem Streik kommen könnte, wie es derzeit auch im Profifußball häufiger diskutiert wird, sagte die Nummer zwei der Welt: "Wir können nicht streiken, wir werden bestraft, wenn wir keine Turniere spielen."
Der Weltranglistendritte Carlos Alcaraz, der 2024 bereits 50 Einzel-Matches gespielt hat, wurde sogar noch etwas deutlicher: "Das Programm wird uns umbringen". Es gebe "derzeit so viele gute Spieler, die verletzt sind". Auch er habe manches Mal nicht an einem Turnier teilnehmen wollen.