Der Sport-Tag
25. Dezember 2025
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17:20 Uhr

HSV-Schreck John Robertson ist tot

Der britische Fußball trauert um John Robertson. Der englische Klub Nottingham Forest bestätigte heute den Tod des früheren schottischen Nationalspielers. Robertson, der 1980 im Finale des Europapokals der Landesmeister gegen den Hamburger SV den Siegtreffer für Nottingham erzielt (1:0) und die erfolgreichste Zeit der Klubgeschichte mitgeprägt hatte, wurde 72 Jahre alt.

Robertson sei "eine wahre Legende unseres Vereins", schrieb der Klub "mit tiefem Schmerz" in einer Mitteilung. Er werde "mit seinem unvergleichlichen Talent, seiner Bescheidenheit und seiner unerschütterlichen Treue zu Nottingham Forest niemals in Vergessenheit geraten".

Robertson hatte den Großteil seiner Karriere bei Nottingham verbracht. Mit dem Klub gewann der Flügelspieler, der einst von seinem Trainer Brian Clough als "der Picasso unseres Spiels" bezeichnet wurde, nach dem Aufstieg in die erste Liga unter anderem die englische Meisterschaft (1978) und zweimal den Europapokal (1979, 1980).

HSV-Schreck John Robertson ist tot
15:05 Uhr

Anatoliy Bondarchuk ist tot

Der ehemalige ukrainische Hammerwerfer Anatoliy Bondarchuk ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Wie der Europäische Leichtathletikverband mitteilte, starb der Olympiasieger von 1972 am 23. Dezember.

Bondarchuk gelang 1969 der Durchbruch: Bei der Europameisterschaft in Athen schleuderte er, damals noch für die Sowjetunion, den Hammer auf die Weltrekordweite von 74,68 Metern. Nur rund einen Monat später war er dann mit der neuen Rekordweite von 75,48 Metern der erste Hammerwerfer, der die 75-Meter-Marke durchbrach. Erst 1971 übertraf ihn der Deutsche Walter Schmidt (76,40 Meter). 1972 krönte Bondarchuk seine Karriere mit dem Olympiasieg in München.

Nach dem Ende seiner sportlichen Karriere bei den Olympischen Spielen 1976, wo er Bronze holte, wurde Bondarchuk Trainer. Er betreute zunächst Athleten aus der Sowjetunion, dann auch aus Portugal und Kuwait. Seine größten Erfolge feierte er mit dem gebürtigen Russen Juri Sedych, der 1976 und 1980 Olympia-Gold gewann. Bei der EM 1986 in Stuttgart erzielte er mit 86,74 Metern den immer noch gültigen Weltrekord im Hammerwurf. Zudem wurde Sedych, der im September 2021 starb, 1991 Weltmeister.

Anatoliy Bondarchuk ist tot
14:27 Uhr

Bericht: Schalke 04 tütet wichtige Personalie ein

Fußball-Zweitligist FC Schalke 04 hat sich nach "Kicker"-Informationen auf eine Zusammenarbeit mit Maximilian Lüftl geeinigt. Demnach wird der 31-Jährige bei den Königsblauen Leiter für Scouting und Transfers.

Lüftl tritt die Nachfolge von Ben Manga an, von dem sich Schalke vor rund drei Monaten vorzeitig trotz eines noch bis 2028 laufenden Vertrages getrennt hatten. Manga war Direktor Kaderplanung, Scouting und Knappenschmiede gewesen. Einen Direktorenposten würde Lüftl somit nicht erhalten.

Lüftl kommt vom Ligakontrahenten Hannover 96, wo sein Vertrag als Chefscout nach dieser Saison ausläuft. Wann er genau in Gelsenkirchen anfangen soll, ist noch offen. Es könnte aber schneller gehen, denn erst am Mittwoch hatten die Niedersachsen Jörg Schmadtke als Nachfolger für den zu RB Salzburg abgewanderten Sportgeschäftsführer Marcus Mann verpflichtet.

Bericht: Schalke 04 tütet wichtige Personalie ein
13:42 Uhr

Weltmeister fordert: Stürmer in der Krise muss mit zur WM

Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann hält Niclas Füllkrug bei der Fußball-WM 2026 für unverzichtbar. "Du brauchst einen Typ wie ihn, der in der Box seinen Job macht, ob du ihn jetzt die letzten 15 oder 20 Minuten reinschmeißt oder von Anfang an", sagte Klinsmann im Sky-Interview. Unabhängig davon sei der Angreifer "auf jeden Fall ein Typ, den du dabeihaben musst". Obwohl Nick Woltemade (Newcastle United) im DFB-Sturm gesetzt sei, forciere Füllkrug etwa "immer wieder Fehler der gegnerischen Hintermannschaft".

Im Hinblick auf das Turnier im kommenden Jahr in den USA, Kanada und Mexiko begrüßt der frühere Italien-Legionär (Inter Mailand, Sampdoria Genua) auch den bevorstehenden Wechsel Füllkrugs zur AC Mailand. Die WM sei die "Hauptmotivation" für die Leihe, die durchaus "fruchten" könne, sagte Klinsmann: "Ich glaube, es ist ein guter Schritt. Bei West Ham hat es nicht so geklappt, wie er sich es gewünscht hat. Er möchte unbedingt zur WM. Und hat auch alles an Qualität dafür."

Weltmeister fordert: Stürmer in der Krise muss mit zur WM
13:03 Uhr

Hoffnung für die Bundesliga? Davie Selkes Karriere "ist noch lange nicht vorbei"

Der ehemalige Junioren-Nationalstürmer Davie Selke kann sich eine Bundesliga-Rückkehr vorstellen. "Natürlich", sagte der 30-Jährige im "SportBild"-Interview auf eine entsprechende Frage, seine Karriere sei "noch lange nicht" vorbei: "Es gab im Sommer Themen – und es wird auch in Zukunft wieder Möglichkeiten geben, die mir eine Rückkehr ermöglichen könnten."

Selke war im Sommer vom Hamburger SV zum türkischen Erstligisten Istanbul Basaksehir gewechselt. Zuvor hatte der Torjäger den HSV als Torschützenkönig der 2. Bundesliga mit 22 Treffern zum langersehnten Aufstieg geschossen. Sein Vertrag wurde anschließend jedoch nicht verlängert.

"Natürlich war die Zeit im Sommer emotional sehr herausfordernd für mich. Aber mit etwas Abstand hat man das Thema verarbeitet", sagte Selke mit Blick auf die Verhandlungen: "Mein Plan war immer, dass der Weg für mich beim HSV weitergeht. Ich habe angesichts der sehr erfolgreichen Saison in den Vertragsgesprächen maximale Kooperation gezeigt, dass wir eine Lösung finden. Mehr Bereitschaft war meinerseits kaum möglich. Leider kamen wir dennoch nicht zu einem positiven Ergebnis."

Hoffnung für die Bundesliga? Davie Selkes Karriere "ist noch lange nicht vorbei"
12:04 Uhr

"Ich wollte nicht sterben, aber ...": Ex-Radprofi macht erschütterndes Geständnis

Der ehemalige belgische Radprofi Leif Hoste ist nach eigener Aussage aufgrund seiner schweren Alkoholsucht mehrmals nur knapp dem Tod entkommen. In den schlimmsten Zeiten habe er drei Flaschen Wodka am Tag getrunken. "Ich wurde mindestens zehnmal ins Krankenhaus in die Notaufnahme gebracht mit mehr als 4,5 Promille im Blut", sagte der 48-Jährige der belgischen Zeitung "Het Laatste Nieuws". Ein Arzt, den er seit 30 Jahren kenne, habe ihm gesagt, dass das "ein normaler Mensch nicht überleben würde".

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Leif Hoste sprang dem Tod mehrmals von der Schippe. (Foto: IMAGO/Isosport)

Die Alkoholprobleme des früheren Klassikerspezialisten begannen nach Beendigung seiner Sportkarriere im Jahr 2012. Danach bekam er wegen Unregelmäßigkeiten in seinem biologischen Pass eine zweijährige Dopingsperre. Dazu kamen große private Probleme. "Der Alkohol gab mir Frieden und Kontrolle", sagte der zweimalige belgische Zeitfahrmeister, der dreimal Zweiter bei der Flandern-Rundfahrt wurde.

Wie schlimm die Sucht war, beschrieb der 48-Jährige eindringlich. Als er einmal im Krankenhaus wieder ansprechbar war, sagten ihm die Ärzte, "wenn ich so weitermache, ist es vorbei. Ich wollte damals nicht sterben, aber eineinhalb Stunden später habe ich mich angezogen, bin aus dem Krankenhaus geflohen und habe mir auf dem Weg nach Hause zwei Flaschen Wodka gekauft".

Lange verleugnete er sein Problem, erlitt mehrere Rückfälle. "Sucht ist ein Kampf gegen sich selbst. Und es ist ein Kampf um Leben und Tod", sagte Hoste. Erst als Freunde und Familie eingriffen und ihn mit den Konsequenzen konfrontierten, suchte er sich erneut Hilfe. Dem Ernst seiner Situation ist er sich jetzt bewusst: "Wenn ich so weitermache, werde ich nicht überleben."

Nach eigenen Angaben trinkt er seit sechs Monaten nichts mehr. Er weiß, dass ihn die Sucht sein Leben lang begleiten wird. "Ich bin süchtig. Ich muss das akzeptieren und entsprechend leben. In meinem Fall bedeutet das: kein Alkohol mehr."

"Ich wollte nicht sterben, aber ...": Ex-Radprofi macht erschütterndes Geständnis
11:08 Uhr

"Frustrierend": Liverpool-Trainer benennt Hauptgrund für schwache Saison

Teammanager Arne Slot vom FC Liverpool hat die alarmierende Standardbilanz seines Teams als Hauptgrund für die schwer durchwachsene Premier-League-Saison des englischen Fußballmeisters ausgemacht. "Mit unserer Bilanz bei Standardsituationen ist es unmöglich, unter die ersten vier oder fünf zu kommen, geschweige denn die Meisterschaft zu gewinnen", sagte Slot vor dem Heimspiel gegen die Wolverhampton Wanderers am Samstag (16 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de).

Die Reds gehen punktgleich mit dem Tabellenvierten FC Chelsea in das letzte Ligaspiel des Jahres. Tabellenführer FC Arsenal ist bereits zehn Punkte enteilt. "Es ist sehr frustrierend, dass wir in dieser Saison dort stehen, wo wir stehen, denn zur Hälfte der letzten Saison hatten wir noch kein einziges Tor nach einer Standardsituation kassiert", sagte der 47 Jahre alte Niederländer Slot.

"Frustrierend": Liverpool-Trainer benennt Hauptgrund für schwache Saison
10:21 Uhr

Neun Minuten, fünf Tore: Als Lewandowski den VfL zerlegte

Am 22. September 2015 geschieht in der Allianz-Arena Unglaubliches. Im Spiel gegen den VfL Wolfsburg liegt der FC Bayern mit 0:1 in Rückstand, als Stürmer Robert Lewandowski von der Bank kommt. In den folgenden Minuten stellt er vier Weltrekorde auf.

Neun Minuten, fünf Tore: Als Lewandowski den VfL zerlegte
09:35 Uhr

Deutscher WM-Gegner vermeidet Blamage nur knapp

Der deutsche WM-Gruppengegner Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) hat beim Afrika-Cup mit Mühe einen Auftakterfolg eingefahren. Der Titelverteidiger um den Leipziger Shootingstar Yan Diomande setzte sich am Mittwoch trotz mangelnder Chancenverwertung mit 1:0 (0:0) gegen den vermeintlich schwächsten Vorrundenkontrahenten Mosambik durch.

Amad Diallo (49.) von Manchester United erzielte im marokkanischen Marrakesch den Siegtreffer für die über weite Strecken zu harmlosen Ivorer, die in Gruppe F zudem gegen Kamerun und Gabun gefordert sind. Diomande, der sich mit elf Torbeteiligungen in 16 Pflichtspielen bei RB Leipzig zuletzt in den Fokus gespielt hatte, stand über die volle Distanz auf dem Feld. Stürmer Sébastien Haller, Ex-Dortmunder und Finalheld des Vorjahres, fehlt verletzt.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss bei der WM 2026 ebenfalls gegen den dreimaligen Afrikameister Elfenbeinküste ran: Im zweiten Gruppenspiel treffen die beiden Teams in Toronto/Kanada (20. Juni, 16 Uhr OZ/22 Uhr MESZ) aufeinander. Die "Elefanten" gehörten "zum Besten, was dieser Kontinent zu bieten hat", hatte DFB-Sportdirektor Rudi Völler zuletzt gesagt.

Deutscher WM-Gegner vermeidet Blamage nur knapp
08:40 Uhr

Stolzer Vater staunt bei Afrika-Cup: Sohn von Fußball-Genie hält die Null

Mit einem glanzvollen Namen und reichlich Bundesliga-Power ist Algerien erfolgreich in den Afrika-Cup gestartet. Der Titelträger von 2019 gewann sein Auftaktspiel in Gruppe E gegen den Sudan mit 3:0 (1:0). Vor allem Luca Zidane, Sohn der französischen Fußball-Ikone Zinédine Zidane, sorgte im Tor der Algerier für Aufsehen und hielt vor den Augen seines Vaters die Null.

Riyad Mahrez (2./61.), früherer Profi von Manchester City, und der eingewechselte Leverkusener Ibrahim Maza (85.) erzielten die Treffer für den Favoriten. Dazu standen Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund), Fares Chaibi (Eintracht Frankfurt) und Mohammed Amoura (VfL Wolfsburg) in der Startelf. Sudans Salah Adil sah die Gelb-Rote Karte (39.).

Unter den Zuschauern in der marokkanischen Hauptstadt Rabat befand sich auch Zinédine Zidane. Als er auf den Leinwänden im Stadion gezeigt wurde, brach großer Jubel bei den algerischen Anhängern aus.

Algeriens Nationaltrainer Vladimir Petković hatte zunächst offen gelassen, wen er im Tor aufstellen wird. Die Wahl fiel auf Luca Zidane, der erst im Oktober in einem WM-Qualifikationsspiel für Algerien gegen Uganda debütiert hatte, nachdem er in der Jugend in den U-Nationalteams Frankreichs zum Einsatz gekommen war.

Stolzer Vater staunt bei Afrika-Cup: Sohn von Fußball-Genie hält die Null
08:08 Uhr

1. FC Köln ist "Randalemeister"

Der Deutsche Fußball-Bund hat die 56 Vereine aus den höchsten drei Ligen in der Saison 2024/25 zu Geldstrafen von gut zwölf Millionen Euro verdonnert. Die Summe liegt damit nur knapp unter der aus der vorhergehenden Spielzeit, als die Vereine rund 12,5 Millionen Euro zahlen mussten.

Den fragwürdigen inoffiziellen Titel des Randale-Meisters sicherte sich ligenübergreifend der 1. FC Köln. Wegen zahlreicher Vergehen der Fans des Bundesliga-Aufsteigers verhängte der DFB in der vergangenen Zweitliga-Saison Geldstrafen in Höhe von 924.355 Euro gegen die Rheinländer. Auch der zweite Aufsteiger Hamburger SV wurde mit 623.555 Euro ordentlich zur Kasse gebeten. Im Gesamtranking bedeutete das Platz drei.

Dazwischen liegt Eintracht Frankfurt. Die Hessen waren mit 764.600 Euro wieder einmal Strafen-Krösus in der Bundesliga. In der Spielzeit 2023/24 hatte der DFB dem Champions-League-Teilnehmer sogar 918.950 Euro an Geldbußen aufgebrummt. In der 3. Liga eroberte Dynamo Dresden den traurigen Spitzenplatz. Der Aufsteiger musste 428.460 Euro berappen.

1. FC Köln ist "Randalemeister"