DFB-Star trifft bei Kantersieg - und macht den Baby-Jubel
Der FC Arsenal hat im Meisterrennen der englischen Premier League einen wichtigen Dreier eingefahren. Die Gunners mit Torschütze Kai Havertz setzten sich im London-Derby bei Crystal Palace 5:1 (3:1) durch und liegen nur noch drei Punkte hinter dem Spitzenreiter FC Liverpool. Allerdings haben die Reds zwei Spiele weniger absolviert.
Gabriel Jesus (6., 14.), Havertz (38.), Gabriel Martinelli (60.) und Declan Rice (84.) trafen für die Gäste. Havertz steckte sich nach seinem Abstauber den Ball unters Trikot und den rechten Daumen in den Mund - seine Ehefrau Sophia erwartet das erste gemeinsame Kind. Ismaila Sarr (11.) glich zwischenzeitlich aus.
Jesus traf nach einer Flanke von Bukayo Saka zur Führung. Der Ausgleich fiel durch einen sehenswerten Schlenzer. Doch Jesus war nach einer Ecke erneut zur Stelle. Havertz verwertete den Abpraller nach einem Kopfball von Jesus an den Pfosten.
Auch Palace hatte durchaus Chancen auf weitere Tore, doch Arsenal-Torwart David Raya parierte mehrfach stark. Martinelli per Abstauber und Rice mit einer Kopie des 1:1 machten alles klar. Damit blieb Arsenal auch im zehnten London-Derby 2024 ungeschlagen (acht Siege). Das gelang zuletzt dem FC Chelsea 2005.
Wirtz landet unglücklichen Volltreffer - und kümmert sich sofort
Florian Wirtz reagierte sofort. Nachdem ein von ihm abgefälschter Schuss im Spiel zwischen Meister Bayer Leverkusen und dem SC Freiburg einen Ordner am Kopf getroffen hatte, sprang Wirtz über die Bande und eilte zu dem hinter dem Gäste-Tor sitzenden Mann. Der Nationalspieler erkundigte sich besorgt nach dem Befinden des Ordners und sprach ihm Trost zu.
Dabei hätte Wirtz eigentlich gar kein schlechtes Gewissen haben müssen. Sein Schuss in der sechsten Minute wäre aufs Tor gegangen, doch der ehemalige Nationalspieler Matthias Ginter fälschte den Ball unglücklich ab. Der Ordner saß mit dem Rücken zum Spielfeld und sah den Ball daher nicht kommen.
Im neunten Springen reißt die deutsche Erfolgsserie
Die deutschen Skispringer haben es erstmals in dieser Saison nicht auf das Podest geschafft. Andreas Wellinger belegte als Bester aus dem Team von Bundestrainer Stefan Horngacher in Engelberg den vierten Platz. Der 29-Jährige sprang 128 und 140 Meter weit.
Den Sieg sicherte sich der Österreicher Jan Hörl vor seinem Teamkollegen Daniel Tschofenig und dem Schweizer Lokalmatador Gregor Deschwanden. Der im Gesamtweltcup führende Pius Paschke belegte bei schwierigen und wechselnden Windbedingungen diesmal als drittbester Deutscher nur den zehnten Platz. Karl Geiger wurde Fünfter.
Paschke hat in diesem Winter bislang fünf Einzelspringen gewonnen. Der 34-Jährige ist der große deutsche Hoffnungsträger für die Vierschanzentournee nach Weihnachten - daran ändert auch sein bisher schwächstes Saisonresultat nichts. Paschke sprang 134 und 125,5 Meter weit. In acht von neun Einzelwettbewerben dieser Saison stand mindestens ein deutscher Springer auf dem Podium.
Schlimmste Befürchtungen werden wahr: DFB-Star verletzte sich schwer
Fußball-Nationalspieler Benjamin Henrichs von RB Leipzig hat sich die rechte Achillessehne gerissen und fällt mehrere Monate aus. Der Klub bestätigte die bereits zuvor befürchtete Diagnose am Nachmittag via X und teilte mit, dass der 27-Jährige am Montag in München operiert wird.
Der Rechtsverteidiger war kurz vor dem Ende des Bundesligaspiels beim FC Bayern (1:5) am Freitagabend ohne Einwirkung eines Gegenspielers auf den Rasen gefallen, hielt sich danach das rechte Bein und musste nach einer Versorgung durch Sanitäter mit einer Trage in die Kabine gebracht werden.
"Das ist natürlich ein Schock für Benny und erneut ein heftiger Schlag für uns", sagte Marcel Schäfer, Geschäftsführer Sport der Leipziger: "Benny bekommt in dieser Situation jegliche Unterstützung, die er benötigt. Wir alle bei RB Leipzig wünschen ihm eine gute und vollständige Genesung."
Schweigen nach Anschlag: Bundesligisten trauern um Opfer
Nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt am Freitagabend in Magdeburg folgten die Bundesligateams der Empfehlung der DFL und trauerten gemeinsam um die bislang fünf Todesopfer. In den Stadien in Bremen, Frankfurt, Kiel, Sinsheim und Stuttgart gedachten Mannschaften und Fans der Menschen, die bei der Amokfahrt eines 50-jährigen Mannes zu Tode gekommen oder teils schwer verletzt worden waren.
Zahlreiche Profiklubs hatten zuvor über ihre Kanäle in den Sozialen Medien ihre Bestürzung bekundet, die Spieler des 1. FC Magdeburg schwiegen nach ihrem Zweitligaspiel bei Fortuna Düsseldorf am Freitagabend, der FCM verzichtete auf seiner Homepage auf einen Bericht zum 5:2-Sieg im Rheinland und kommentierte: "Wenn Fußball zur Nebensache wird." Bundesliga-Tabellenführer Bayern München sagte nach dem Jahresabschluss gegen RB Leipzig (5:1) eine geplante Weihnachtsshow auf dem Rasen ab.
"Ziemlich solides Rennen": Deutsche Biathleten immerhin in den Top 10
Die deutschen Biathleten haben trotz eines ordentlichen Mannschaftsergebnisses den zweiten Podestplatz der Saison klar verpasst. In der Verfolgung von Annecy-Le Grand Bornand kam Danilo Riethmüller mit einem Fehler auf Rang sieben, nach schwachem Sprint machte der 25-Jährige mit der besten Tageszeit auf den 12,5 Kilometern insgesamt 22 Plätze gut. Insgesamt landeten trotz teils ungünstiger Ausgangspositionen vier Deutsche unter den besten 17. "Es war ein solides Rennen von mir", sagte Riethmüller in der ARD. Nach zuletzt schwachen Rennen habe es in ihm "ziemlich gearbeitet. Ich wollte es unbedingt rüberbringen, was ich mir im Training erarbeitet habe. Deshalb bin ich froh, dass es diesmal im Rennen gefruchtet hat". Es sei "im Großen und Ganzen ein gutes Verfolgungsrennen" gewesen.
Der als Vierter gestartete Philipp Horn (2 Strafrunden/+1:10,8 Minuten) kam auf Platz acht ins Ziel. Justus Strelow (1/+1:46,9) landete auf Rang 13, Philipp Nawrath (4/+1:56,3) fiel von Position sechs auf 17 zurück. Johannes Kühn (3/+2:09,9) schaffte es auf Platz 23, Simon Kaiser (6/+3:41,2) holte als 47. keine Punkte. Das bislang einzige deutsche Saisonpodest hatte Nawrath als Dritter im Sprint von Kontiolahti geholt. Der von Platz zwei gestartete Dominator Johannes Thingnes Bö feierte mit einem Fehler in 31:25,4 Minuten seinen dritten Saisonsieg. Dahinter sorgten die Franzosen Eric Perrot (0/+27,6) und Emilien Jacquelin (2/+47,5) mit ihren Podestplätzen für gute Stimmung beim Heimweltcup
"Das war perfekt": Deutsche Kombinierer schließen Jahr beeindruckend ab
Dritter Saisonsieg für Vinzenz Geiger, nächster Podestplatz für Julian Schmid: Die deutschen Kombinierer haben sich mit einem weiteren absoluten Topergebnis in die lange Weihnachtspause verabschiedet und rund zwei Monate vor WM-Beginn erneut ihre großen Ambitionen unterstrichen.
Beim Weltcup in Ramsau am Dachstein setzte sich Peking-Olympiasieger Geiger nach einer ganz starken Leistung in der Loipe mit einer Sekunde Vorsprung auf den Finnen Ilkka Herola durch - Geiger war nur von Platz 15 nach dem Springen in die Entscheidung gegangen.
"Das war perfekt. Hier in Ramsau habe ich schon ein paar Mal gewonnen. Das Jahr so abzuschließen, ist genial", sagte der 27 Jahre alte Geiger nach seinem insgesamt 13. Weltcup-Erfolg in der ARD.
Schmid weiter in unglaublicher Form: Nur Fabelsprung kann sie stoppen
Skispringerin Katharina Schmid hat ihre Ausnahmeform erneut unter Beweis gestellt. Die 28-Jährige musste sich bei ihrem zweiten Platz beim Weltcup im schweizerischen Engelberg nur der slowenischen Siegerin Nika Prevc geschlagen geben. Schmid sprang 135 und 123,5 Meter weit. Damit verwies sie die Norwegerin Thea Minyan Bjoerseth auf Rang drei. Prevc gelang im ersten Durchgang ein Fabelsprung auf 140 Meter. Den Gesamtweltcup führt Schmid allerdings weiter vor Prevc an. Von nun fünf Einzelspringen in dieser Saison hat die Oberstdorferin drei gewonnen. In den anderen beiden Wettbewerben wurde sie Zweite. Als zweitbeste Deutsche landete Selina Freitag auf dem achten Platz.
RB Leipzig reagiert nach Schock-Verletzung von DFB-Star Henrichs
Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer von RB Leipzig hat nach der deftigen Jahresabschluss-Niederlage beim FC Bayern München für die Winter-Transferperiode personelle Aktivitäten in Aussicht gestellt. Das gilt insbesondere für die Defensive, in der nun auch noch Fußball-Nationalspieler Benjamin Henrichs langfristig ausfallen könnte. Der 27 Jahre alte Außenverteidiger hat sich beim 1:5 der Sachsen am Freitagabend im Bundesliga-Topspiel in München bei der letzten Aktion nach der ersten Diagnose schwerer am Fuß verletzt und musste mit der Trage vom Feld gebracht werden.
"Wir sind wie immer bestrebt, die Mannschaft zu verstärken, wenn das sportlich wie wirtschaftlich für uns sinnvoll ist", sagte Schäfer in der Allianz Arena allgemein zum Winter-Transfermarkt. Dann fügte er konkreter hinzu: "Wir müssen auch schauen, wie wir auf den Ausfall von Benni reagieren." Von einem Achillessehnenriss nach einer Aktion ohne Gegnereinwirkung war die Rede. In der ersten Saisonhälfte war Leipzig sehr vom Verletzungspech gebeutelt. Kapitän Willi Orban sieht darum Handlungsbedarf. "Hinten sind wir relativ dünn besetzt", sagte der Abwehrchef. Transfers seien zwar "nicht mein Job, aber da wird man schon schauen", sagte der Innenverteidiger mit Blick auf die RB-Verantwortlichen.
Kehrtwende beim Krisen-BVB: Umstrittener Boss soll verlängern
Noch immer ist unklar, ob Sportdirektor Sebastian Kehl dem BVB über den kommenden Sommer hinaus erhalten bleibt. Das Arbeitspapier des Ex-Profis ist nur noch bis Ende Juni 2025 datiert. Nun deutet sich angeblich an, dass eine Entscheidung über die Zukunft des 44-Jährigen noch in diesem Jahr fallen wird. Schon seit Wochen schwelt die offene Zukunftsfrage bei dem ehemaligen Nationalspieler und BVB-Kapitän rund um den Verein. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken bekräftigte zuletzt noch einmal sein bestreben, weiter mit Kehl zusammenarbeiten zu wollen, in dem er öffentlich auf der Mitgliederversammlung des BVB betonte: "Ich will natürlich auch hier sagen: Sebastian Kehl, es ist mein Wunsch, auch mit dir den Weg weiterzugehen."
Laut "Sky" würden die Westfalen mit Kehl sehr gerne verlängern. In den Gesprächen sollen bereits Zahlen ausgetauscht worden sein. Zudem sei in den Verhandlungen ebenfalls klar besprochen worden, welche konkreten Aufgaben Kehl bei einer Vertragsverlängerung übernehmen soll. Auch ein erstes Angebot seitens des Klubs soll dem ehemaligen Mittelfeld-Strategen bereits vorgelegt worden sein. Diese habe Kehl zur Kenntnis genommen und mit einem Gegenangebot reagiert, heißt es in dem Bericht des Pay-TV-Senders weiter. Nun müsse der BVB entscheiden, ob er dieses akzeptieren werde. Bis Weihnachten wolle man eine Entscheidung treffen. Kehl sah sich intern, aber auch extern immer wieder mit harscher Kritik konfrontiert. Ihm wird eine verfehlte Transferpolitik vorgeworfen. Doch die internen Kritiker haben sich offenbar beruhigt.
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Handball-Meister Magdeburg sagt nach Anschlag Bundesliga-Derby ab
Nach dem Anschlag in Magdeburg hat die Handball-Bundesliga (HBL) das für Sonntag angesetzte Derby zwischen dem deutschen Meister SC Magdeburg und dem ThSV Eisenach verlegt. Magdeburg hatte zuvor einen Antrag auf Verlegung bei der HBL eingereicht, dem vom Verband stattgegeben wurde. Ob das für den 26. Dezember angesetzte Heimspiel gegen den HC Erlangen ausgetragen werden kann, ist noch nicht entschieden.
"Die gestrigen schlimmen Geschehnisse, die zahlreiche Opfer und Verletzte gefordert haben, erfüllen uns mit tiefer Trauer und Mitgefühl. Aus Respekt gegenüber den Betroffenen und ihren Angehörigen haben wir uns dazu entschlossen, den Antrag auf Verlegung des Spiels zu stellen. In einer solch schweren Stunde möchten wir unsere Solidarität und Anteilnahme zeigen", heißt es beim SC Magdeburg.
"Er ist ein Monument": Trainer überschüttet Mats Hummels mit Lob
Claudio Ranieri schwärmt weiter von Rio-Weltmeister Mats Hummels. Bei einer Pressekonferenz vor dem Serie-A-Spiel gegen Parma Calcio bezeichnete der Trainer von AS Rom seinen erfahrenen Innenverteidiger Hummels als "Monument", was Technik und Führungsqualitäten anbelange. Der 73-jährige Ranieri hatte erst im November das Traineramt in Italiens Hauptstadt übernommen und auch bei Hummels für einen Neustart gesorgt.
"Hummels ist für mich unverzichtbar, er ist ein Monument. Es ist nicht so, dass man zufällig eine Führungspersönlichkeit wird", sagte Ranieri: "Ich verlange immer das Maximum von meinen Spielern, angefangen bei Charakter und Entschlossenheit." Hummels, der am Freitag nach einer Gruppe wieder mit der Mannschaft trainierte, könne gegen Parma am Sonntag (12.30) zum Einsatz kommen. Hummels hatte einen schwierigen Start bei der AS Rom. Ranieris Vorgänger Ivan Juric hatte ihn lediglich ein einziges Mal eingesetzt: Beim 1:5 in Florenz, wo dem früheren Bayern- und BVB-Star auch noch ein Eigentor unterlief. Doch Ranieri, bereits der dritte Trainer der Roma in dieser Saison, setzt stark auf Hummels. Der Vertrag des 36-Jährigen in Rom läuft noch bis Ende Juni, doch laut "Gazzetta dello Sport" könnte es zu einer Verlängerung kommen.
Tischtennis-Sensation Annett Kaufmann stellt klar: "Ich bin nicht Timo Boll"
Nachwuchs-Weltmeisterin Annett Kaufmann möchte nicht mit Tischtennis-Idol Timo Boll verglichen werden. "Ich möchte meinen eigenen Weg gehen, in meinem Tempo und gar nicht in diesen Vergleich rein. Wir sind einfach zwei verschiedene Menschen", sagte die 18-Jährige dem ZDF und erläuterte: "Ich finde, die Rolle steht mir noch nicht ganz, weil Timo über seine ganze Karriere super Ergebnisse geliefert hat."
Dass die U19-Weltmeisterin das Talent für eine erfolgreiche Karriere hat, war aber bereits bei den Olympischen Spielen in Paris zu sehen, wo Kaufmann im Team-Wettbewerb für Furore sorgte. Dementsprechend setzt sie sich hohe Ziele. "Olympia-Medaille, WM-Medaille und EM-Medaille beziehungsweise Titel", sagte die Weltranglisten-111.: "WM und Olympia sind natürlich schwierig, was den Titel angeht, aber nicht unmöglich." Ihre veränderte Wahrnehmung in der Öffentlichkeit begrüßt sie. "Ich fühle mich da jetzt nicht unter Druck gesetzt", sagte Kaufmann: "Ich finde es gut, dass endlich ein bisschen Werbung für den Tischtennissport gemacht wird, vor allem für Frauen-Tischtennis."
Trauerflor, Schweigeminuten: So reagiert der deutsche Fußball auf Magdeburg
Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt am Freitagabend in Magdeburg empfiehlt die Deutsche Fußball Liga (DFL) vor den weiteren Partien an diesem Wochenende in der 1. und 2. Bundesliga den Mannschaften das Tragen eines Trauerflors. Weiter unterstützt der Ligaverband Schweigeminuten vor dem Anpfiff. Dies teilte die DFL in einer knappen Stellungnahme mit.
Zahlreiche Profiklubs hatten zuvor über ihre Kanäle in den Sozialen Medien ihre Bestürzung bekundet, die Spieler des 1. FC Magdeburg schwiegen nach ihrem Zweitligaspiel bei Fortuna Düsseldorf am Freitagabend, der FCM verzichtete auf seiner Homepage auf einen Bericht zum 5:2-Sieg im Rheinland und kommentierte: "Wenn Fußball zur Nebensache wird." Bundesliga-Tabellenführer Bayern München sagte nach dem Jahresabschluss gegen RB Leipzig (5:1) eine geplante Weihnachtsshow auf dem Rasen ab.
Joshua Kimmich sorgt sich um wohl schwer verletzten Benjamin Henrichs
DFB-Kapitän Joshua Kimmich konnte sich über das 5:1 seines FC Bayern gegen RB Leipzig nicht so wirklich freuen. Der Torschütze zum 3:1 machte sich Sorgen um RBL-Verteidiger Benjamin Henrichs seinen Team-Kollegen in der Nationalmannschaft. "Heute können wir glücklich nach Hause gehen, wobei die Stimmung ein bisschen getrübt ist. Ich weiß nicht, was mit Benny ist. Da hoffe ich, dass er sich nicht so schwer verletzt hat, wie es ausgesehen hat", sagte Kimmich über die Verletzung des Leipzigers, der Sekunden vor Abpfiff des Spiels im Rasen hängengeblieben war und sich dabei womöglich einen Achillessehnenriss zugezogen hatte.
George Eastham ist tot
Englands Fußball trauert um ein weiteres Mitglied des Weltmeister-Kaders von 1966. George Eastham ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Dies teilte sein langjähriger Klub Stoke City mit. Eastham bestritt 19 Länderspiele für die Three Lions, bei Englands Titelgewinn im eigenen Land kam der Angreifer allerdings nicht zum Einsatz. Aus dem 22er-Kader der legendären Weltmeister-Mannschaft leben noch drei Spieler. Lediglich Geoff Hurst, der Schütze des Wembley-Tores, ist von der Elf aus dem mit 4:2 gewonnenen Finale gegen Deutschland übrig geblieben. Zudem leben noch Terry Paine und Ian Callaghan.
DFB-Boss distanziert sich von DFB-Entscheidung für Saudi-Arabien
Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig hat sich von der offiziellen Position des DFB distanziert und öffentlich Kritik an der WM-Vergabe an Saudi-Arabien geübt. "Grundsätzlich ist es ja erst einmal zu begrüßen, dass sich die WM-Gastgeber ausgewogener über die sechs Konföderationen verteilen. (...) Dass jetzt aber zwei Turniere in kürzester Zeit an Staaten vergeben werden, die Menschenrechte nicht hinreichend respektieren, ist für mich unverständlich", sagte Rettig den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Saudi-Arabien wurde in der vergangenen Woche offiziell als WM-Gastgeber für 2034 ernannt. Der Beschluss fiel einstimmig aus, auch der DFB votierte dafür. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. "Ich schätze unseren Präsidenten sehr und weiß, dass er sich die Entscheidung nicht leicht gemacht hat. Ich habe an anderer Stelle ja bereits gesagt, dass ich nicht zum diplomatischen Dienst tauge", sagte der 61-Jährige über Präsident Bernd Neuendorf. Genau diese Diplomatie sei Aufgabe des Präsidenten.
Bayern-Superstar nach Statement-Sieg knallhart: "Das ist die Benchmark"
Bayern-Torjäger Harry Kane verabschiedete sich nach dem Münchner Torfest zum Jahresabschluss auch ohne eigenen Treffer mit großen Zielen in den Weihnachtsurlaub. "Das ist die Benchmark für alle Spiele", sagte der 31 Jahre alte Engländer nach dem 5:1 in der Bundesliga gegen RB Leipzig.
Seine Rückkehr drei Wochen nach einem Muskelfaserriss tat dem deutschen Fußball-Rekordmeister sehr gut, die Offensiv-Abteilung lieferte wieder. Kane sprach von einer "dominanten Vorstellung" und sagte mit Blick auf das Jahr 2025: "Es war eine großartige Art, das Jahr zu beenden. Wir müssen das mitnehmen ins neue Jahr."
Dann gehe man als Tabellenführer mindestens mit einem Vier-Punkte-Vorsprung in die zweite Saisonhälfte. "Wir haben Druck auf die Konkurrenz gemacht", sagte der Torjäger mit Blick auf die Spiele der Verfolger an diesem Wochenende. "Ich bin froh, zurück zu sein. Es ist hart, von außen zuzuschauen", sagte der Mittelstürmer zu seiner Verletzungspause.
Bleibt der Jahrhunderttrainer doch in der Bundesliga?
Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes hat Hoffnung, einen großen Umbruch bei Doublesieger Bayer Leverkusen auch im kommenden Sommer zu verhindern. Er sei "zuversichtlich, da wir auch eine gute Vertragssituation mit vielen Spielern haben", sagte Rolfes im Interview mit Sky Sport, aber: "Dass immer wieder wichtige Spieler gehen, gehört in dem Business dazu."
Das könnte auch für Startrainer Xabi Alonso gelten. Über einen Wechsel des Spaniers war schon im vergangenen Sommer spekuliert worden. "Mal schauen, wie lange er denn noch da ist", sagte Rolfes. Der Verein und Alonso hätten "guten Kontakt miteinander. Ich bin da sehr optimistisch, dass wir vielleicht auch noch länger zusammenarbeiten", meinte er. Es bestehen überhaupt keine Zweifel, dass eine weitere Zusammenarbeit mit dem Jahrhunderttrainer des Vereins eine gigantische Nachricht für Leverkusen wäre.
Zu Jungstar Florian Wirtz, der laut Medienberichten vor einer Verlängerung bei der Werkself stehen soll, vermied Rolfes hingegen Wasserstandsmeldungen. "Im Moment gibt es nichts Neues und wir halten es nicht für sinnvoll, alles zu kommentieren", sagte er.
Anschlag erschüttert FC Bayern: "Unmöglich, über Fußball zu sprechen"
Nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Magdeburg hat Vincent Kompany an die Opfer gedacht und eine große Hoffnung geäußert. "Wir haben gewonnen, aber ich wünsche mir Siege für Frieden nächstes Jahr", sagte der Trainer des FC Bayern München nach dem 5:1 in der Fußball-Bundesliga gegen RB Leipzig. "Es ist eigentlich fast unmöglich, über Fußball zu sprechen." Man sei in Gedanken bei den Menschen in Magdeburg. Er hoffe, irgendwann "mal Frieden zu haben - nicht nur in Deutschland, sondern überall Frieden zu haben".
Der FC Bayern hatte zuvor gleich nach dem Schlusspfiff auf seine geplante Weihnachtsshow im Stadion verzichtet. "Dass ich hier stehe, haben wir uns völlig anders vorgestellt", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen. Hintergrund für die Planänderung sei der "grauenvolle" Anschlag in Magdeburg. "Deswegen haben wir uns auch ganz kurzfristig entschieden auf unsere Weihnachtszeremonie zu verzichten", sagte Dreesen. Aus dem mit 75.000 Zuschauern besetzten Stadion gab es für die Entscheidung Applaus. "Diese Zeremonie sollte eine fröhliche sein, das passt einfach nicht in diesen Moment", sagte Dreesen. Er bat die Zuschauer, sich von ihren Plätzen zu erheben und der Opfer und Angehörigen zu gedenken.