Deutsche Para-Stars heizen goldene Träume an
Biathlet Nico Messinger hat sechs Wochen vor den Paralympics in Mailand und Cortina d'Ampezzo seine Gold-Ambitionen nachhaltig untermauert. Der 31-Jährige gewann beim Weltcup im polnischen Jakuszyce zwei von drei Rennen in der Klasse der Sehbehinderten und sicherte sich damit vor seinem Teamkollegen Lennart Volkert auch den Triumph im Gesamtweltcup. Insgesamt holte das Team des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) im Biathlon drei große Kristallkugeln.
Neben Messinger sicherten sich nach dem letzten von neun Saisonrennen auch Anja Wicker in der sitzenden Klasse sowie Johanna Recktenwald bei den sehbehinderten Frauen jeweils Platz eins im Gesamtweltcup. Recktenwald, Deutschlands Para Sportlerin des Jahres 2025, reichten hierfür bei der letzten Station zwei zweite sowie ein dritter Platz. Wicker wurde in Polen zweimal Vierte und zum Abschluss Dritte, damit rettete sie ein Polster von 50 Punkten vor Dauerrivalin Oksana Masters.
Für die meisten Athleten steht allerdings vor den Winterspielen (6. bis 15. März) noch ein weiterer Weltcup an. Ab Mittwoch geht es in Jakuszyce mit vier Langlauf-Rennen weiter, ehe die finale Vorbereitungsphase startet.
Bankplatz, kein Tor, Pleite: Woltemade kassiert herbe Rückschläge in Schlüsselspiel
Der erneut nur als Joker eingesetzte Nick Woltemade hat mit Newcastle United einen herben Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze kassiert. Die Magpies verloren gegen Aston Villa etwas unglücklich mit 0:2 (0:1) und rutschten nach der jüngsten Erfolgsserie von vier ungeschlagenen Liga-Spielen wieder ins Tabellenmittelfeld ab. Villa liegt als Dritter nun bereits 13 Punkte voraus und dürfte kaum noch einzuholen sein.
Woltemade kam zum fünften Mal in den vergangenen acht Pflichtspielen nur von der Bank, konnte die Partie nach seiner Einwechslung in der 62. Minute nicht mehr drehen. Seit mehr als einem Monat und insgesamt neun Partien wartet der deutsche Nationalspieler auf einen Treffer. Für Aston Villa trafen der Ex-Leverkusener Emiliano Buendia (19.) und Ollie Watkins (88.).
Franziska Preuß spricht öffentlich über schnelles Karriereende
Biathletin Franziska Preuß hat ihr Karriereende nach den Olympischen Spielen angedeutet. "Vielleicht waren es meine letzten Weltcup-Rennen", sagte die Gesamtweltcupsiegerin nach ihrem 13. Platz im Massenstart von Nove Mesto im Sportschau-Interview: "Deswegen war ich froh, dass ich noch einmal hier war."
In der vorherigen Saison hatte sich Preuß, die in der Vergangenheit immer wieder von gesundheitlichen Problemen zurückgeworfen worden war, mit dem Gewinn der großen Kristallkugel sowie von WM-Gold in der Verfolgung gleich mehrere Träume erfüllt. Bei den Winterspielen hat sie bislang nur eine Bronzemedaille mit der Staffel auf dem Konto, auch hier soll jetzt Edelmetall in einem Einzelrennen her. Doch der Winter lief bislang noch nicht nach Plan, vor dem Saisonhöhepunkt erreichte sie nur einmal das Podest.
Die sportlichen Schlagzeilen
BVB droht überraschender Verlust: Innenverteidiger muss Klub angeblich verlassen
Abwehrspieler Aarón Anselmino von Borussia Dortmund steht nach nur sechs Monaten beim BVB vor einer Rückkehr zum FC Chelsea. Der Londoner Premier-League-Klub habe eine entsprechende Klausel aktiviert, berichteten die Transferexperten David Ornstein und Fabrizio Romano übereinstimmend.
Der BVB hatte den 20 Jahre alten Argentinier im vorigen Sommer eigentlich bis zum 30. Juni 2026 ausgeliehen. Der Innenverteidiger war geholt worden, um Personalsorgen in der Abwehr zu beheben. Anselmino kam auch am Samstag beim Dortmunder 3:0 beim 1. FC Union Berlin als Einwechselspieler ab der 69. Minute zum Einsatz. Insgesamt absolvierte er bislang sechs Bundesligaspiele für den BVB und erzielte dabei ein Tor.
HSV-Talent fällt nach Foul im Derby monatelang aus
Fußball-Bundesligist Hamburger SV muss wie befürchtet länger auf Alexander Rössing-Lelesiit verzichten. Wie der Aufsteiger nach MRT-Untersuchungen mitteilte, zog sich der Angreifer im Stadtderby beim FC St. Pauli "einen hochgradigen Riss der Syndesmose im rechten Sprunggelenk" zu und wird "mehrere Monate" fehlen. Am Montag sollen weitere spezielle Untersuchungen folgen, anhand derer entschieden wird, ob eine Operation erforderlich ist.
Rössing-Lelesiit war am Freitagabend in der Anfangsphase des Stadtderbys heftig von Adam Dzwigala gefoult worden und musste frühzeitig ausgewechselt werden. In der laufenden Saison kommt der 19 Jahre alte Norweger wettbewerbsübergreifend auf 14 Einsätze, wartet aber noch auf einen Treffer.
Schalker Wahnsinn erfasst auch Edin Dzeko
Das Zweitliga-Debüt von Edin Dzeko ist ein besonderes Spiel. Der FC Schalke bringt damit einen Weltstar in die 2. Bundesliga - und der trifft gleich bei seinem ersten Einsatz. Anschließend berichtet der 39-Jährige, wie er die 90 Minuten erlebt hat.
Wilde Gerüchte um Xabi Alonso
Die Spekulationen um ein mögliches Engagement von Xabi Alonso als neuer Cheftrainer des FC Liverpool nehmen Fahrt auf. Spanische Medien berichten über Kontakte zwischen dem kriselnden Premier-League-Schwergewicht und dem 44-Jährigen, der erst vor rund zwei Wochen seinen Hut bei Real Madrid hatte nehmen müssen. In den Gesprächen sei Alonsos grundsätzliche Bereitschaft für eine Rückkehr an die Anfield Road abgeklopft worden, heißt es. Vonseiten seines Managements habe es demnach positive Signale gegeben.
Liverpools aktueller Coach Arne Slot soll trotz der durchwachsenen Leistungen seiner Mannschaft aber nicht unmittelbar vor der Entlassung stehen. Der Niederländer könnte auch erst am Saisonende sein Amt an Alonso verlieren, heißt es. Alonso hatte während seiner aktiven Laufbahn zwischen 2004 und 2009 für Liverpool gekickt und war dabei zur Vereinsikone aufgestiegen.
Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren Gerüchte um ein Trainer-Engagement, zuletzt Anfang 2024, am Ende der Klopp-Ära bei den Reds. Damals gab Alonso aber Liverpool zunächst einen Korb und blieb Bayer Leverkusen treu. 2025 erlag er dann den Lockrufen von Real Madrid. Die Liaison hielt allerdings nur wenige Monate.
Alle Bundesliga-Highlights auf einen Klick
Absurdität bei Skiflug-WM: Ski fliegt allein 50 Meter weit und bringt Favoriten um Gold-Chance
Ein durch die Luft fliegender Ski des neuen Einzel-Weltmeisters Domen Prevc hat Titelverteidiger Slowenien bei der Skiflug-WM in Oberstdorf die Siegchance im Teamwettbewerb gekostet. Vor dem Sprung des Norwegers Marius Lindvik rutschten beide Ski des Slowenen unkontrolliert die Schanze herunter, einer flog sogar etwa 50 Meter durch die Luft und stoppte erst im Auslauf. Getroffen wurde niemand. Prevc durfte danach allerdings nicht springen.
Ein slowenisches Teammitglied hatte den Ski in Windeseile wieder nach oben gebracht, doch dort wurde Domen Prevc ein Start verweigert. Der Gewinner der Vierschanzentournee, der am Samstag Gold im Einzel gewonnen hatte, sank enttäuscht in seinen Stuhl.
Lothar Matthäus warnt den FC Bayern
Nach der Pleite gegen den FC Augsburg fand Lothar Matthäus warnende Worte für den FC Bayern. "Da fehlt die letzte Konsequenz", monierte Matthäus bei Sky und mutmaßte: "Vielleicht ist man sich zu sicher in der Bundesliga." Beim FC Bayern sei zuletzt "ein bisschen Nachlässigkeit" zu sehen gewesen. Der Rekordnationalspieler erklärte: "17 Schüsse aufs Tor letzte Woche der Leipziger, dieses Mal 16. Diese Möglichkeiten gab es vorher meistens nicht in dieser Größe für den Gegner."
In dem Zusammenhang sprach Matthäus von fehlender "Leichtigkeit". "Und da müssen sie wieder hinkommen. Sie können es, das wissen sie", so der TV-Experte: "Sie müssen sich wieder mehr auf ihr Spiel konzentrieren und versuchen gegen den Ball zu arbeiten, sodass der Gegner diese Abschlüsse eben nicht bekommt."
Edin Dzeko knackt wortwörtlich Uralt-Rekorde
Wer beim Namen Friedhelm Kobluhn sofort ein Bild vor Augen, hat wahrscheinlich mindestens Sympathien für Rot-Weiß Oberhausen, ist vielleicht sogar Fan. In den großen Zeiten von RWO prägte er gemeinsam mit seinem Bruder Lothar die Mannschaft, lief mehr als 600-mal für seinen Klub auf und ist damit bis heute Rekordspieler seines Klubs. Dabei stellte er auch einen mehr als 50 Jahre gültigen Zweitliga-Höchstwert auf: Kein Feldspieler war bei seinem ersten Spiel in der 2. Bundesliga älter als Kobluhn am 8. Juni 1975, der im gehobenen Fußballeralter von 39 Jahren, 1 Monat und 27 Tagen in der noch jungen 2. Liga debütierte.
Edin Dzeko hat diesen Rekord heute gebrochen: Bei seinem Debüt für den FC Schalke ist der Bosnier 39 Jahre, 10 Monate und 8 Tage alt - und seit der 87. Minute auch der älteste Torschütze der Liga-Historie. Das war bislang Helmut Haller, der 1979 mit 39 Jahren, 7 Monaten und 4 Tagen für den FC Augsburg getroffen hatte. Auch in der Bundesliga war kein S04-Torschütze jemals älter.
Zwei weitere Rekorde sind für Dzeko jedoch (ziemlich sicher) außer Reichweite: Der älteste Zweitliga-Debütant überhaupt bleibt bis auf Weiteres Duisburgs Torhüter Rainer Rissel, der im Mai 1983 mit 40 Jahre, 5 Monate und 6 Tagen zu seinem ersten Einsatz kam. Und der älteste Schalker, der auf dem Platz stand, war der legendäre Klaus Fichtel - im Mai 1988 mit 43 Jahren, 6 Monaten und 2 Tagen.
Deutsche Ski-Sensation soll mit Ausnahmegenehmigung noch zu Olympia
Der deutsche Skirennfahrer Luis Vogt darf nach seinem achten Platz bei der Abfahrt auf der legendären Streif in Kitzbühel doch noch auf einen Olympia-Einsatz hoffen. Der Deutsche Olympische Sportbund habe eine Ausnahmegenehmigung beim Internationalen Olympischen Komitee beantragt, sagte eine DOSB-Sprecherin.
Vogt hatte mit seinem Kitzbühel-Coup die Qualifikationsnorm für die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo geknackt. Die Nominierung des deutschen Teams war allerdings - anders als in anderen Ländern - schon erfolgt.
Der DOSB will Vogt nun über eine Nachnominierung doch noch das Olympia-Ticket ermöglichen. Der Dachverband hofft, dass der 23-Jährige auf der Olympia-Strecke in Bormio zunächst an den Trainings teilnehmen darf und beim Wettkampf zum Einsatz kommt, falls ein anderer deutscher Fahrer ausfallen sollte.
Linus Straßer feiert Befreiungsschlag in Kitzbühel
Skirennläufer Linus Straßer ist rechtzeitig vor den Olympischen Spielen mit einem unverhofften dritten Rang ein Befreiungsschlag gelungen. Beim spektakulären Slalom auf dem Ganslern in Kitzbühel raste der 33 Jahre alte WM-Dritte zum ersten Mal seit März 2024 wieder auf das Podest bei einem Weltcup-Rennen. Bei der Siegerehrung lachte er - seine Erleichterung war nicht zu übersehen.
"Am Schluss ist es die Kirsche obendrauf. Aber der Weg dorthin, die Zweifel zu überwinden, eine Lösung zu finden, daran zu wachsen: Das ist es, was Spaß macht", sagte Straßer in der ARD. "Das Timing" für seine Rückkehr aufs Stockerl, fügte er hinzu, hätte vor den Winterspielen "schlechter sein können". Nach Italien geht es nun auch im neuen Look, der Bart kommt endlich ab. "Ich habe mir selbst zum Ziel gesetzt: Ich rasiere mich erst, wenn ich auf dem verdammten Podium stehe", sagte Straßer sichtlich gelöst.
Mit einem furiosen zweiten Lauf hatte sich Straßer, der von Rang zehn aus ins Rennen gegangen war, zunächst an die Spitze gesetzt - seine Fahrt feierte er lautstark. Am Ende waren nur der Österreicher Manuel Feller und Weltmeister Loic Meillard aus der Schweiz (+0,35 Sekunden) schneller als der "Ski-Löwe" (+0,53).
Trotz perfekten Hauptrundenstarts: DHB-Star Knorr ist extrem genervt
Bei einem Spaziergang mit seinem Hund Elfie versuchte Juri Knorr, die aufkommenden Selbstzweifel vor dem EM-Duell mit Weltmeister und Olympiasieger Dänemark zu zerstreuen. "Ich bin enttäuscht über meine Leistung", sagte der Spielmacher nach seinen zwei glanzlosen Hauptrundenauftritten gegen Portugal und Norwegen. "Mich nervt das extrem."
Dass der DHB-Auswahl in beiden Spielen die Konstanz im Angriffsspiel fehlte, lag zwar nicht nur an Knorr, hatte aber auch mit der Formschwäche des 25-Jährigen zu tun. "Ich denke, es liegt auf der Hand, dass wir damit nicht zufrieden sind, und ich persönlich auch nicht. Gerade die letzten beiden Spiele. Es wurmt mich einfach, ich habe keine Erklärung dafür", sagte der Rückraumspieler.
Die Erwartungen vor dem Turnier waren groß - sowohl in der Öffentlichkeit als auch bei Knorr selbst. Der Sommer-Wechsel von den Rhein-Neckar Löwen nach Aalborg habe ihn spielerisch weiter reifen lassen, hieß es im Vorfeld unter anderem auch von Bundestrainer Alfred Gislason. Den Beweis dafür konnte Knorr bei der EM bisher aber kaum liefern.
Pyro, Gullydeckel, Absperrgitter: 64 Polizisten werden bei Zweitligaspiel verletzt
Im Umfeld des Zweitligaspiels zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden sind bei Ausschreitungen mindestens 64 Polizisten verletzt worden. Die Polizisten seien mit Pyrotechnik beschossen, mit Absperrgittern und Steinen beworfen sowie mit einem Gullydeckel und Gehwegplatten angegriffen worden, teilte das Innenministerium in Magdeburg mit.
"Jetzt kennt ihn jeder": Pep Guardiola nagelt Schiri-Debütanten an die Wand
Starcoach Pep Guardiola hat mit einer bissigen Schiedsrichter-Kritik für Aufsehen auf der Insel gesorgt. Sein Problem? Referee Farai Hallam hatte Manchester City in seinem ersten Premier-League-Spiel einen Elfmeter verwehrt, nachdem ihn der Video-Assistent aufgrund eines vermeintlichen Handspiels an den Bildschirm geschickt hatte. Der 32-jährige Hallam blieb jedoch bei seiner Entscheidung.
"Der Schiedsrichter hat ein grandioses Debüt hingelegt, jetzt kennt ihn jeder", spottete Guardiola nach dem 2:0 (2:0) gegen die Wolverhampton Wanderers. "Ich glaube, es ist das erste Mal, dass sie zum Bildschirm gehen und einen Elfmeter nicht geben." Der Katalane sparte zudem nicht mit Kritik am englischen Schiri-Boss Howard Webb. Dabei hatte Guardiola auch noch die Szene aus dem Derby gegen Manchester United (0:2) in der Vorwoche im Kopf, als Diogo Dalot den City-Profi Jeremy Doku am Knie getroffen hatte und nicht vom Platz geflogen war.
"Ich bin mir ziemlich sicher, dass Howard Webb morgen in den Medien auftreten wird, um zu erklären, warum es kein Elfmeter war und was er gegen United gemacht hat", sagte der 55-Jährige am Samstag und fügte angefressen an: "Wartet nicht bis Mittwoch - wir haben Champions League, wir sind beschäftigt - Howard Webb, komm morgen und erkläre, warum es kein Elfmeter ist."
Starke Olympia-Generalprobe: Hennig Dotzler nur ganz knapp am Podest vorbei
Katharina Hennig Dotzler hat als Fünfte über 20 Kilometer eine ganz starke Olympia-Generalprobe der deutschen Skilangläuferinnen abgerundet. Die Teamsprint-Olympiasiegerin verpasste in Goms/Schweiz beim Sieg der Finnin Johanna Matintalo nur knapp das dritte DSV-Podest im dritten Wettkampf des Wochenendes. Der 29-Jährigen fehlten nach 56:03,4 Minuten nur 7,8 Sekunden zu ihrem ersten Podiumsplatz seit fast zwei Jahren.
Hennig Dotzler hielt sich im letzten Rennen vor den Winterspielen in Mailand und Cortina lange in einer sechsköpfigen Spitzengruppe. Als kurz vor dem Ziel das Tempo anzog, reichte es aber nicht für ganz vorne. Matintalo holte den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere vor Tour-de-Ski-Gewinnerin Jessie Diggins (USA) und Astrid Öyre Slind aus Norwegen.
Am Samstag hatte Laura Gimmler als Sprint-Zweite das beste Einzelergebnis ihrer Karriere gefeiert, einen Tag zuvor hatte sie an der Seite von Coletta Rydzek sogar den Teamsprint gewonnen. Das Wochenende sei "besser als jeder Traum" gewesen, sagte Gimmler anschließend. Die Oberstdorferin hatte zuvor nur im Februar 2025 als Dritte in Cogne auf dem Podest gestanden. Auch bei den Olympischen Spielen im Februar wird der Sprint im klassischen Stil ausgetragen, dann wird allerdings auch Olympiasiegerin Jonna Sundling aus Schweden wieder am Start sein.
Sie machen einfach weiter: FC Schalke gelingt nächster Coup auf Transfermarkt
Nach der Verpflichtung von Edin Dzeko trennt sich Schalke 04 von Angreifer Moussa Sylla. Wie der Fußball-Zweitligist mitteilte, stehe der 26-Jährige vor einem Wechsel ins Ausland, daher sei Sylla auch im Ligaspiel am heutigen Sonntag (13.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht mehr im Kader. Laut Sky wechselt Sylla in die USA zu New York City FC, demnach kassiere Schalke rund sieben Millionen Euro an Ablöse inklusive Boni. "Schalke 04 und der aufnehmende Verein haben eine grundsätzliche Einigung erzielt", hieß es von Klubseite.
Sylla war im Juli 2024 vom französischen Zweitligisten Pau FC nach Gelsenkirchen gewechselt. Nach 16 Toren in seiner Premierensaison kommt der Stürmer in dieser Spielzeit in 17 Partien nur auf vier Treffer. Zuletzt hatte Schalke mit der Verpflichtung des einstigen Bundesliga-Torschützenkönigs Dzeko für Aufsehen gesorgt, beim Spitzenreiter der 2. Liga unterschrieb der 39 Jahre alte Stürmer aus Bosnien-Herzegowina einen Vertrag bis zum Ende der Saison.
Novak Djokovic spart Kräfte für den großen Traum
Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic steht bei den Australian Open kampflos im Viertelfinale. Der 38 Jahre alte serbische Tennisstar muss am Montag in Melbourne nicht zu seinem Achtelfinale antreten, da sich sein Kontrahent Jakub Mensik aus dem Turnier zurückzog. Eine Bauchmuskelverletzung habe sich in den vergangenen Matches verschlimmert, erklärte der Tscheche Mensik laut einem X-Post der Australian Open.
Djokovic kann damit Kräfte sparen. Der Serbe trifft nun im Viertelfinale auf den Sieger des Duells zwischen dem Italiener Lorenzo Musetti und dem US-Profi Taylor Fritz. Im Halbfinale wäre Djokovic ein möglicher Gegner von Italiens Tennisstar Jannik Sinner. In der vergangenen Saison hatte der Routinier bei allen vier Grand-Slam-Turnieren jeweils das Halbfinale erreicht. Djokovic kämpfte dabei mehrfach mit körperlichen Problemen. Über die Vorschlussrunde war er nicht hinausgekommen und hatte sich so seinen Wunsch vom 25. Triumph bei einem der vier wichtigsten Tennis-Turniere nicht erfüllen können.
Bericht: Ehemaliges BVB-Wunderkind fällt immer tiefer
Erst im Sommer war Youssoufa Moukoko vom BVB zum FC Kopenhagen gewechselt, wirklich einschlagen konnte der deutsche Junioren-Nationalspieler in Dänemark aber noch nicht. Nach Angaben von "bold.dk" denkt man in der dänischen Hauptstadt inzwischen sogar schon darüber nach, ob man den Ex-Dortmunder nicht in dieser Transfer-Periode wieder abgeben sollte. Sportdirektor Sune Smith-Nielson prüfe derzeit diese Option. Moukoko hat beim FC Kopenhagen einen Vertrag bis 2030 unterzeichnet. Lange Zeit galt Moukoko als das Wunderkind des deutschen Fußballs. Er war Teil des WM-Kaders 2022.
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"So tief sind wir noch nicht": Frustbier beim FCB? Kompany lacht über Kabinenkasten
Ja, der FC Bayern fährt dahoam gegen Augsburg die erste Niederlage der Saison ein. Aber ist das gleich Anlass, zur Flasche zu greifen? Ein Reporter will einen verdächtigen Kasten in der Kabine erspäht haben. Coach Kompany wundert sich zunächst über die "Tragerl"-Sichtung - bis das Bier-Missverstädnis aufgeklärt wird.
Handball-Magier Andreas Wolff verzaubert die TV-Nation
Die starke Leistung von Torhüter Andreas Wolff beim Sieg von Deutschlands Handballern im Hauptrundenspiel gegen Norwegen hat dem ZDF eine hohe Einschaltquote im TV beschert. 6,22 Millionen Zuschauer und Zuschauerinnen schalteten am Samstagabend im Durchschnitt bei der Übertragung des 30:28 aus dem dänischen Herning ein. Dies entsprach einem Marktanteil von 25,4 Prozent, die Partie war die meistgesehene Sendung am Samstag.
Zum Vergleich: Beim Auftaktspiel gegen Österreich (30:27) hatten 5,5 Millionen Menschen (23,7 Prozent) eingeschaltet, beim zweiten Auftritt gegen Serbien (27:30) 5,66 Millionen (23,8). Den bislang besten Wert verzeichnete das Vorrundenfinale gegen Spanien (34:32) mit 6,97 Millionen TV-Zuschauern (27,7), den Hauptrundenauftakt gegen Portugal (32:30) schauten zur Kaffeezeit 4,02 Millionen Menschen, was einer Quote von 34,5 Prozent entsprach.
Oilers schlagen Capitals: Superstar Draisaitl sammelt weiter Assists
Eishockeystar Leon Draisaitl hat im Rogers Place als Vorlagengeber geglänzt und sich mit den Edmonton Oilers in der NHL zurückgemeldet. Beim schwer erkämpften 6:5 nach Verlängerung gegen die Washington Capitals gelangen dem gebürtigen Kölner drei Vorlagen, es waren in der laufenden Saison seine Assists Nummer 43 bis 45. Draisaitl war am Siegtreffer durch Connor McDavid (61.) beteiligt, auch am 2:1 (25.) und 3:3 (45.) durch Hattrickschütze Evan Bouchard. Zach Hyman rettete Edmonton spät in die Overtime (60.) und verhinderte die dritte Niederlage in Folge.
Segler bricht Weltrekord: In nur 40 Tagen um die Welt
Der französische Skipper Thomas Coville hat mit seinem Team Sodebo den Rekord für die schnellste Nonstop-Weltumseglung geknackt. Im vierten Anlauf seit 2020 holte er sich mit seiner Crew einen der wichtigsten Rekorde im internationalen Segelsport - die Jules Verne Trophäe. Der Maxi-Trimaran "Sodebo Ultim 3" passierte die Start- und Ziellinie bei Ouessant vor der bretonischen Westküste am Sonntagmorgen um 7.46 Uhr nach 40 Tagen, 10 Stunden, 45 Minuten und 50 Sekunden. Im Kampf um die 1990 ausgelobte Jule Verne Trophäe war es der 15. von insgesamt 31. Versuchen einer Crew, der ins Ziel führte und der zehnte mit einem Rekord. Zuvor hatten seit dem 26. Januar 2017 Francis Joyon und seine Crew auf "Idec Sport" den Rekord für die schnellste Weltumseglung ohne Zwischenstopps gehalten. Jetzt waren Coville, Benjamin Schwartz, Frédéric Denis, Pierre Leboucher, Léonard Legrand, Guillaume Pirouelle und Nicolas Troussel 12 Stunden, 44 Minuten und 40 Sekunden schneller.
Sieg bei Tour Down Under: Kurioser Känguru-Crash kann Vine nicht stoppen
Auch eine Kollision mit einem Känguru konnte Jay Vine nicht stoppen, der Radprofi hat zum zweiten Mal nach 2023 die Tour Down Under in seiner australischen Heimat gewonnen. Der Tagessieg ging auf der fünften und letzten Etappe an den Briten Matthew Brennan. 95 Kilometer vor dem Ziel wurde es turbulent, als plötzlich zwei Kängurus die Straße überquerten, beim Zwischenfall kamen mehrere Fahrer zu Fall - auch Vine. Der 30-Jährige vom Team UAE Emirates-XRG ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und verteidigte seinen Vorsprung von 63 Sekunden auf den Schweizer Mauro Schmid (Team Jayco AlUla) erfolgreich. Dritter wurde Vines Landsmann Harry Sweeny (EF Education-Easypost).
"Zwei Kängurus sind mit 50 km/h durchs Peloton gestürmt, und ich bin mit einem von ihnen zusammengestoßen", sagte Vine nach hügeligen 169,8 Kilometern: "Zum Glück bin ich wohlauf. Ich freue mich, dass ich das Führungstrikot verteidigen und den Gesamtsieg holen konnte." Man sei zwar "positiv in die Woche gestartet", habe im Laufe der Tour aber "immer mehr Pech" gehabt, ergänzte er. Unter anderem verlor Vine am Samstag Teamkollege und Titelverteidiger Jhonatan Narvaez (Ecuador) durch einen Sturz.
DFB-Star Schlotterbeck äußert sich zu Transfergerüchten
Fußball-Nationalspieler Nico Schlotterbeck will sich bei seiner Entscheidung über eine Zukunft bei Borussia Dortmund selbst einen Zeitrahmen festlegen. "Ich denke schon, dass ich mir irgendwann eine Deadline setze", sagte der 26-Jährige nach dem 3:0 der Dortmunder bei Union Berlin. "Ich bin Bauchmensch. Ich werde irgendwann eine Entscheidung treffen, aber ich sage euch nicht, wann die Deadline ist." Gemeinsam mit seinem Vater und Bruder Keven, der ebenfalls Profi ist, werde er irgendwann eine Grundsatzentscheidung treffen. Vor dem Sommer, wie er bei Sky ergänzte.
Schlotterbeck hat in Dortmund noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027. Der BVB will mit dem Nationalspieler unbedingt verlängern, bislang gibt es aber noch keine Einigung. Schlotterbeck wird unter anderem auch mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht, der aber auch mit Dayot Upamecano verlängern will.
BVB-Geschäftsführer Lars Ricken sagte über eine mögliche Verlängerung von Schlotterbeck: "In Zeiten, wo immer mehr Spieler immer schneller auch wechseln, wäre es natürlich ein überragendes Zeichen." Das Gesicht eines Vereins zu werden, schafften nicht so viele Innenverteidiger. "Hier beim BVB hatten wir Mats Hummels und Jürgen Kohler. Und dementsprechend wünschen wir uns natürlich und hoffen wir, dass er bei uns bleibt." Trainer Niko Kovac sagte bei Sky, er habe ein positives Gefühl.
FC Bayern warnt Gegner vor Wut-Reaktion
Nach der ersten Bundesliga-Pleite seit zehn Monaten hat der gereizte FC Bayern eine schnelle Reaktion angekündigt. "Die Wut, die jetzt in uns steckt, wollen wir im nächsten Spiel auf den Platz bringen und wieder unsere Qualität und Energie zeigen", sagte Fußball-Nationalspieler Jonathan Tah nach dem 1:2 gegen den FC Augsburg. Nächster Gegner ist am Mittwochabend die PSV Eindhoven in der Champions League. In der Bundesliga geht es am kommenden Wochenende beim Hamburger SV, einem Konkurrenten des FCA im Abstiegskampf, weiter.
"Wir haben einen guten Kader, wir haben eine gute Mentalität. Wir werden nicht in Panik geraten", versicherte der diesmal torlose Stürmerstar Harry Kane. "Wir müssen schnell weitermachen und uns auf die Champions League vorbereiten." Dort geht es in den Niederlanden darum, sich den zweiten Tabellenrang der Ligaphase hinter dem FC Arsenal zu sichern. Der würde den Münchnern das Heimrecht im Rückspiel der K.o.-Runden bis ins Halbfinale sichern. "Dass man mal ein Spiel verliert, ist menschlich", sagte der eingewechselte Führungsspieler Joshua Kimmich. "Wichtig wird sein, wie wir darauf reagieren."
Nach über einem Jahr: Vergessener Nationalspieler feiert emotionale Rückkehr
Auch Ridle Baku freute sich und umarmte seinen Konkurrenten, als er für ihn raus musste. Für Nationalspieler Benjamin Henrichs nahm mit seiner späten Einwechslung beim 3:0 (0:0) von RB Leipzig in Heidenheim in der 90. Minute eine lange Zwangspause ein Ende. Erstmals seit seinem Achillessehnenriss Ende 2024 kam er wieder zum Einsatz. "Es ist schon emotional auch für alle Beteiligten", sagte Baku, der Torschütze des zwischenzeitlichen 1:0. "Er ist ein super Typ, wichtig für die Mannschaft, wichtig für die Kabine. Und ich freue mich einfach, dass er wieder auf dem Platz stehen kann nach so einer langen Leidenszeit."
Das Spiel war längst entschieden, als Henrichs auf den Rasen lief. Doch das war in diesem Moment nicht so wichtig. Am 20. Dezember 2024 beim 1:5 in München hatte er den Achillessehnenriss erlitten. Erst im Dezember 2025 war Henrichs ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Vor einer Woche hatte er beim 1:5 gegen München erstmals wieder im Kader gestanden. Nun machte er mit den ersten Spielminuten den nächsten Schritt.
"Man hat es schon gesehen bei der Einwechslung: Die ganze Bank hat gestanden", sagte RB-Trainer Ole Werner. "Benny ist einfach ein total wichtiger Spieler. Er hat jetzt eine harte Zeit hinter sich, aber hat die wirklich mit Bravour gemeistert." Henrichs hatte auch Rückschläge hinnehmen müssen und war im Frühjahr ein zweites Mal operiert worden. Der 19-malige Nationalspieler Henrichs möchte sich nun noch für die WM 2026 empfehlen.
Bayer-Fans bekommen sich nach Niederlage des FC Bayern kaum ein
Als die Info über die Niederlage des FC Bayern die Runde machte, ging die Party auf der Leverkusener Nordtribüne so richtig los. "Ungeschlagen Meister", schallte es wiederholt von den Rängen, die Stimmungsexplosion in der Nachspielzeit ließ auch die Bayer-Spieler nicht kalt: "Ich habe es schon mitbekommen", sagte Kapitän Robert Andrich nach dem hart erkämpften 1:0 (1:0) gegen Werder Bremen: "Zwischendurch war es ein bisschen ruhiger. Und dann hat es einen Knall gegeben."
Der Grund für den "Knall": Durch die Niederlage des FC Bayern gegen den FC Augsburg (1:2) bleiben die Leverkusener (vorerst) die einzige Mannschaft, die in der Bundesliga-Geschichte ungeschlagen einen Meistertitel feiern konnte. In der historischen Saison 2023/2024 gelangen unter Erfolgscoach Xabi Alonso 28 Siege und sechs Remis.
"Das konnte man jetzt nicht unbedingt vorhersehen", sagte Sportchef Simon Rolfes, angesprochen auf die Münchner Niederlage mit einem Lachen, "aber das zeigt einfach, wie außergewöhnlich es ist, eine Meisterschaft ohne Niederlage zu bestreiten." Auch abseits des freudigen Nebenaspekts konnten die Leverkusener mit dem Nachmittag zufrieden sein. Der Sieg stehe "über allem", sagte Andrich, denn nach drei Pflichtspielniederlagen zum Jahresstart kehrten die Rheinländer in die Erfolgsspur zurück: "Der Dreier heute ist extrem wichtig."
BVB-Boss glücklich über Pleite des FC Bayern
Sport-Geschäftsführer Lars Ricken von Borussia Dortmund hat die erste Bundesliga-Niederlage von Spitzenreiter Bayern München als positives Signal für die Liga gewertet. "Prinzipiell ist es ein gutes Zeichen für die Bundesliga, dass die Bayern jetzt nicht nur in der Champions League, sondern auch in der Bundesliga mal verloren haben. Das ist das Zeichen: Sie sind auch schlagbar. Aber am Ende müssen wir auf uns gucken", sagte Ricken nach dem 3:0 (1:0) bei Union Berlin.
Einige Stunden zuvor hatten die Bayern gegen den FC Augsburg (1:2) ihre erste Pleite der laufenden Liga-Saison kassiert. Der BVB verkürzte den Rückstand in der Tabelle durch seinen eigenen Sieg in Berlin auf acht Punkte. "Die Bayern sind fast unschlagbar", sagte BVB-Profi Nico Schlotterbeck bei Sky: "Wenn sie Fehler machen, müssen wir da sein. Ich will einfach nicht, dass es im März entschieden ist. Es heißt, dranzubleiben, so lange es geht."
Ricken wertete den Auftritt in Berlin derweil als "richtig starke Reaktion" auf die bittere Niederlage in der Champions League bei Tottenham Hotspur (0:2) vom vergangenen Dienstag. Mit Blick auf das Finale der Ligaphase der Königsklasse am kommenden Mittwoch (21 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) gegen Inter Mailand sagte der 49-Jährige: "Jetzt geht es darum, scharf zu bleiben und das auch als Anspruch zu nehmen. Das müssen wir letztlich in jedem Spiel abliefern." Rechnerisch ist für den BVB vom Ausscheiden bis zur direkten Qualifikation für das Achtelfinale in der Champions League noch alles möglich. Als Tabellen-16. mit elf Punkten ist aktuell die Teilnahme an den Play-offs am wahrscheinlichsten.