Bayern-Wut über Nicht-Elfer: Wikipedia-Eintrag von Schiri geändert
In der 31. Minute wird es im Champions-League-Kracher zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-German mächtig laut in der Allianz Arena. Die Bayern-Fans fordern Elfmeter. Was war passiert? Vitinha schießt im eigenen Strafraum bei einem Klärungsversuch Joao Neves an den abgespreizten Arm. Schiedsrichter Joao Pinheiro sieht das, aber seine Pfeife bleibt stumm. Denn: Den Regeln zufolge werden solche Handspiele nach Befreiungsschlägen nicht gepfiffen. Egal, ob der Arm gestreckt oder abgespreizt ist.
Der Wut der Bayern-Fans tut das keinen Abriss. So kommt es zu einem Kuriosum: Der Wikipedia-Artikel von Pinheiro wird noch während der Partie geändert. Plötzlich steht da, dass der Portugiese auch PSG-Fan sei (was er natürlich nicht ist). Wenige Minuten später ist das dann wieder verschwunden.
Eberl will beim FC Bayern bleiben, die Prämie ist ihm "scheißegal"
Bayern München Sportvorstand Max Eberl sieht seine Zukunft beim deutschen Fußball-Rekordmeister. Dies sagte der 52-Jährige vor dem Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain am Abend. "Es war am Anfang nicht einfach. Jetzt haben wir aber sehr, sehr gute Dinge auf den Weg gebracht", sagte Eberl bei DAZN. "Man soll meinen Job bewerten. Und wenn sie meinen Job gut finden, dann bin ich auch bereit, länger bei Bayern zu bleiben", fügte der Funktionär an. Eberls Vertrag mit dem FC Bayern ist bis Sommer 2027 gültig.
Uli Hoeneß hatte sich vor der Partie bei DAZN zurückhaltend geäußert und gesagt: "Zunächst einmal müssen Sie wissen, dass Vorstandsverträge nicht über ein Jahr vor Auslaufen verlängert werden können." Der maßgeblich von Eberl zusammengebaute Kader hat in der Bundesliga bereits die deutsche Meisterschaft gewonnen und steht auch im Finale des DFB-Pokals. Zu einer möglichen Triple-Prämie sagte der Ex-Profi: "Es ist mir ehrlicherweise scheißegal, ob es eine Prämie gibt. Ich möchte gern drei Pokale haben, wenn es geht."
Julian Draxler meldet sich zum Schalke-Aufstieg
Der FC Schalke 04 kehrt in die Fußball-Bundesliga zurück und der gebürtige Gelsenkirchener Julian Draxler feiert mit. In einer exklusiven Botschaft schwärmt der Weltmeister von der neu entfachten Euphorie auf Schalke und feiert die wiedergewonnene Einheit zwischen Fans und Mannschaft.
Aufstellung für PSG-Kracher da: Kompany verändert FC Bayern nur auf einer Position
Mit nur einer Änderung in den nächsten Schlagabtausch: Trainer Vincent Kompany setzt im Halbfinal-Rückspiel der Champions League mit dem FC Bayern gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain (21 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) auf Konrad Laimer als Linksverteidiger. Der Österreicher rückt nach dem 4:5 im Hinspiel als einzige neue Kraft in die Startelf und ersetzt Alphonso Davies.
Vor Kapitän Manuel Neuer im Tor verteidigen Josip Stanisic, Abwehrchef Dayot Upamecano, Jonathan Tah und Konrad Laimer. Das Mittelfeld-Duo bilden wie gewohnt Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic, davor agiert Jamal Musiala. Der 101-Tore-Sturm mit Michael Olise, Harry Kane und Luis Díaz soll das Ticket zum Finale am 30. Mai in Budapest herausschießen. Auf der Bank hat Kompany wieder hochkarätigere Alternativen: Tom Bischof meldete sich schon gegen Heidenheim wieder im Kader zurück, nun sind auch Lennart Karl und Raphael Guerreiro nach ihren Verletzungen wieder dabei. Nur Serge Gnabry fehlt verletzt.
Bei Paris gibt es keine Überraschungen. Warren Zaire-Emery spielt für den verletzten Achraf Hakimi wie von Trainer Luis Enrique angekündigt auf der rechten Abwehrseite.
WM-Spielerin beschuldigt Sicherheitsmitarbeiter der Belästigung
Bei der Tischtennis-Team-Weltmeisterschaft in London hat eine Spielerin Taiwans einen Belästigungsvorwurf gegen einen Mitarbeiter des Sicherheitspersonals erhoben. Das bestätigte auch der Weltverband ITTF. In einer Stellungnahme der ITTF ist von einem "unangemessenen Körperkontakt" die Rede. Eine "umfassende Untersuchung zur Sachverhaltsaufklärung und zum Schutz der Athletinnen" sei im Zusammenspiel mit dem Londoner Organisationskomitee (LOC) bereits eingeleitet worden.
Der Vorfall soll sich bereits am vergangenen Samstag dem ersten Gruppenspiel gegen Südkorea (3:1) ereignet haben, als Taiwans Spielerinnen die Londoner Wembley Arena betreten wollten und dabei wie üblich einem Sicherheitscheck unterzogen wurden. Cheftrainerin Cheng Chia-chi schrieb in dem sozialen Netzwerk X von einer "äußerst ernsten und inakzeptablen Situation". Es habe sogar "Anzeichen für mögliche sexuelle Belästigung" gegeben.
Taiwans Tischtennis-Verband CTTTA machte den Vorfall auf seiner Internetseite öffentlich und forderte den Weltverband zu einer Ermittlung auf. Die betroffene Spielerin kam bei dieser WM nicht mehr zum Einsatz. Ihr Team schied einen Tag vor einem möglichen Viertelfinal-Duell mit den Europameisterinnen aus Deutschland mit 2:3 gegen Hongkong aus.
Für die Nerven: Bayern-Ikone will "deutlichen Sieg"
Vor dem Halbfinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain macht Bayern-Ikone Sepp Maier Mut. Trotz der 4:5-Niederlage im Hinspiel glaubt der frühere Weltklasse-Keeper an den Finaleinzug - und fordert einen "deutlichen Sieg", damit die Fans nicht lange zittern müssen.
Viermaliger Olympiasieger kehrt in Biathlon-Weltcup zurück
Ricco Groß kehrt in den Biathlon-Weltcup zurück - als Trainer in der Schweiz. Der viermalige Olympiasieger und neunmalige Weltmeister wird bei den Eidgenossen künftig für den Bereich Schießen verantwortlich sein. In den vergangenen beiden Jahren war der 55-Jährige als Coach am Biathlon-Stützpunkt Ostschweiz in Lenzerheide tätig. Vor seinem Engagement als Stützpunkttrainer in Lenzerheide war Groß als Trainer in Deutschland, Russland, Österreich und in Slowenien tätig - er ist einer der erfolgreichsten Biathlon-Sportler überhaupt.
Bei den Schweizern hatte die Österreicherin Sandra Flunger ihren Posten als Cheftrainerin nach dem Olympia-Winter aufgegeben und war zum Deutschen Skiverband gewechselt. Dort soll die 44-Jährige die Biathletinnen als Cheftrainerin wieder in die Spur bringen.
Deutsche Radsport-Aufsteigerin verliert Rotes Trikot
Die deutsche Radsport-Aufsteigerin Franziska Koch hat das Rote Trikot bei der Spanien-Rundfahrt trotz der nächsten starken Leistung verloren. Die Siegerin von Paris–Roubaix kam auf der vierten Etappe zwar in der Gruppe um Etappensiegerin Lotte Kopecky (Belgien/SD Worx – Protime) auf Platz fünf ins Ziel, musste die Gesamtführung jedoch aufgrund von zehn gewonnenen Bonifikationssekunden der Belgierin abgeben.
Kopecky gewann die vermeintlich einfachste Etappe der Rundfahrt von Monforte de Lemos nach Antas de Ulla über 115,6 Kilometer im Zielsprint vor ihrer Teamkollegin Anna van der Breggen aus den Niederlanden. Letizia Paternoster (Italien/Liv AlUla Jayco) komplettierte die Top-Drei.
In der Gesamtwertung liegt Koch sechs Sekunden hinter der zweimaligen Weltmeisterin Kopecky. Dritte ist die Siegerin der dritten Etappe, Cédrine Kerbaol vom Team EF Education aus Frankreich, mit zwölf Sekunden Rückstand. Zweitbeste Deutsche in der Gesamtwertung ist Liane Lippert (Movistar/+26 Sekunden) auf Rang acht.
"Karriere in meiner Heimatstadt": Zweitliga-Publikumsliebling macht Schluss
Stürmer und Publikumsliebling Stefan Kutschke vom Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden beendet nach der aktuellen Saison seine Laufbahn als Fußballprofi. Zwei Tage vor dem ersten Dresdner Matchball zum Klassenerhalt gab der Mannschaftskapitän dies in einer Vereinsmitteilung bekannt. "Vor allem bin ich dankbar, meine Karriere in meiner Heimatstadt, in der ich geboren wurde und in der ich die ersten Schritte meiner Laufbahn gegangen bin, zu Ende bringen zu dürfen", sagte Kutschke, der einst die Dresdner Jugendmannschaften durchlief und vor rund zehn Jahren erstmals für die Dynamo-Profis zum Einsatz kam. Vorausgegangen waren Stationen beim VfL Wolfsburg und bei RB Leipzig.
Für Dynamo lief der Stürmer 187 Mal in der 2. und 3. Liga auf. Ihm gelangen 53 Tore und 16 Vorlagen. Kutschke liegt in der Liste der Profis mit den meisten Einsätzen in der Vereinshistorie auf Rang 17. Nur Niklas Hauptmann hat als noch aktiver Profi mehr Spiele absolviert. Dresdens Geschäftsführer Sport Sören Gonther kündigte an, Kutschke auch zukünftig an den Verein zu binden.
Lehmann hofft auf das, "was mir nicht gelungen ist"
Der frühere deutsche Nationaltorhüter Jens Lehmann drückt seinem ehemaligen Verein FC Arsenal für das Finale der Champions League die Daumen. "Ich hoffe, dass Arsenal vollendet, was mir nicht gelungen ist", sagte der 56-Jährige der Bild. Knapp 20 Jahre, nachdem Lehmann mit den Engländern 1:2 gegen den FC Barcelona verloren hatte, zogen die Gunners mit einem 1:0 (1:0) im Halbfinal-Rückspiel gegen Atlético Madrid ins Endspiel von Budapest ein.
2006 hatte Lehmann einen erheblichen Anteil an der Finalniederlage gegen Barcelona. In der 18. Minute war er nach einem Foul gegen Samuel Eto'o vom Platz geflogen. In Unterzahl gingen seine Teamkollegen zwar noch durch Verteidiger Sol Campbell in Führung (37.), doch unterlagen nach den Treffern von Eto'o (76.) und Juliano Belletti (80.). Er werde die Szene, die zum Platzverweis führte, "mit ins Grab" nehmen, sagte Lehmann damals - und fühlt sich heute bestätigt. "Die Aussage stimmt doch", sagte er lachend, "wir reden ja jetzt wieder davon. Vor dem Finale wird sie bestimmt noch einige Male im TV zu sehen sein."
Erst kurz vor dem Aus, jetzt gegen Zverev: Krimi für deutschen Tennisprofi
Tennisprofi Daniel Altmaier hat bei der Generalprobe für die French Open sein Auftaktmatch gewonnen und damit ein deutsches Duell perfekt gemacht. Beim Sandplatz-Masters in Rom bezwang der 27-Jährige den Chinesen Zhang Zhizhen mit 4:6, 7:6 (7:3), 6:4. Dank des Comebacks wartet nun in der kommenden Runde der an Position zwei gesetzte Alexander Zverev, der das Turnier bereits zweimal gewinnen konnte. Auch Yannick Hanfmann kämpfte sich mit einem 6:7 (3:7), 7:6 (7:2), 6:2 gegen den Polen Hubert Hurkacz eine Runde weiter.
Noch bevor Altmaier überhaupt an das fünfte Karriereduell gegen Zverev denken durfte, war gegen Zhang eine Energieleistung nötig. Der drittbeste deutsche Tennisspieler stand im zweiten Satz beim Stand von 3:5 gar kurz vor dem Aus. Altmaier wehrte allerdings den Matchball der Nummer 239 der Welt ab und zeigte im anschließenden Tiebreak die besseren Nerven.
Saison für BVB-Verteidiger gelaufen
Für Borussia Dortmunds Abwehrspieler Ramy Bensebaini ist die Saison laut Trainer Niko Kovac vorzeitig beendet. Der Algerier, der schon beim 0:1 bei seinem Ex-Klub Borussia Mönchengladbach am Sonntag gefehlt hatte, laboriert weiter an einer Fußverletzung.
"Das mit Ramy klappt nicht. Er hat weiter Schmerzen", sagte Kovac vor dem Spiel am Freitag (20.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) gegen Eintracht Frankfurt. "Ich glaube persönlich, dass es auch im nächsten Spiel in Bremen nichts werden wird. Das heißt, dass es das für ihn erst mal war für die Bundesliga - für die WM natürlich nicht."
FIFA weitet Sperre gegen Argentinier auf WM aus
Dem argentinischen Offensivspieler Gianluca Prestianni droht nach einer Ausweitung seiner Sperre durch den Fußball-Weltverband FIFA das WM-Aus. Wie die FIFA bestätigte, gilt die von der UEFA verhängte Sechs-Spiele-Sperre nun weltweit für alle Wettbewerbe. Die Entscheidung erfolgte auf Antrag der UEFA. Der 20-jährige Prestianni steht Titelverteidiger Argentinien damit in den ersten beiden WM-Gruppenspielen gegen Algerien (17. Juni) und Österreich (22. Juni) nicht zur Verfügung. Ob der Flügelstürmer von Benfica Lissabon vor diesem Hintergrund von Nationaltrainer Lionel Scaloni für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) nominiert wird, ist unklar.
Prestianni war von der UEFA "wegen diskriminierenden Verhaltens" im Rahmen des Playoff-Duells in der Champions League zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid sanktioniert worden. Er hatte sich gegenüber Vinicius Junior homophob geäußert, sich allerdings währenddessen das Trikot vor den Mund gezogen. Ein Spiel Sperre hat Prestianni bereits verbüßt, drei Partien waren für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt worden.
Große Hürde bei Wunschspieler des FC Bayern
Dass Anthony Gordon von Newcastle United der offensive Wunschspieler des FC Bayern ist, berichten Medien seit Wochen übereinstimmend. Nun kommt ans Licht, dass erste Schritte längst eingeleitet sind, die Hürden auf dem Weg zu einem Deal aber sehr hoch sind.
Die "Sport Bild" bestätigt zwar, dass der FC Bayern großes Interesse an Anthony Gordon von Newcastle United hat, ein erstes Treffen soll vor rund zwei Wochen schon stattgefunden und "intern" als Erfolg bewertet worden sein, das liebe Geld könnte dem deutschen Rekordmeister aber kräftig in die Transfersuppe spucken.
Die Vertreter des englischen Nationalspielers (17 Spiele/2 Tore) sollen den Münchner mitgeteilt haben, dass sich ihr Mandant einen Wechsel in die bayerische Landeshauptstadt grundsätzlich vorstellen könne, dass die finanziellen Herausforderungen aber enorm sein könnten. Konkret soll Newcastle ausschließen, Gordon für weniger als 92 Millionen Euro ziehen zu lassen, auch, da man 15 Prozent der Ablöse an Gordons Ex-Klub FC Everton weiterleiten müsste.
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Nick Woltemade winkt spektakulärer Wechsel
Nach Angaben von Sky ist die Zukunft von Nick Woltemade bei Newcastle United nach nicht einmal einem Jahr schon wieder "völlig offen". Denkbar, dass der Ex-Stuttgarter sich im Sommer nach der WM eine neue Aufgabe sucht. Laut fichajes.net ist Atlético Madrid auf der Suche nach einem "hungrigen Angreifer" auf den DFB-Star aufmerksam geworden.
Der am Dienstagabend im Halbfinale der Champions League ausgeschiedene Top-Klub aus Spanien sei sogar so begeistert von dem gebürtigen Bremer, dass man ihn zur "Priorität" für das kommende Transferfenster gemacht habe, heißt es.
Diese drei Faktoren sprechen für den FC Bayern
Der FC Bayern München fährt beim 5:4-Wahnsinnsspiel in Paris seine wohl beste Niederlage ein - aber eben eine Niederlage. Im Rückspiel in München muss also zwingend ein Sieg her. Chancen auf den Finaleinzug gibt es trotzdem. Drei zentrale Faktoren - und ein bisschen Aberglaube - könnten den Ausschlag geben.
Zeitung macht deutschem CL-Schiri schwere Vorwürfe
Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert hat nach dem Halbfinal-Aus von Atletico Madrid in der Champions League Kritik vonseiten spanischer Medien einstecken müssen. Der Berliner habe beim 0:1 (0:1) beim FC Arsenal in mehreren Situationen falsch entschieden, schrieb El Mundo Deportivo und führte die vermeintlichen Fehler detailliert auf.
Atletico hätte wegen eines klaren Foulspiels an Antoine Griezman einen Elfmeter bekommen müssen, doch zuvor habe Siebert "ein Foul von (Marc, d. Red.) Pubill an Gabriel, das gar nicht stattgefunden hatte" gepfiffen. In einer anderen Situation entschied das Schiedsrichterteam auf Abseits, lag damit aber offenbar falsch.
Giuliano Simeone war bei einem Abschlag des Atletico-Torhüters Jan Oblak wohl aus der eigenen Hälfte gestartet, stand damit also nicht im Abseits. Kurz darauf wurde er im Arsenal-Strafraum von Riccardo Calafiori umgestoßen, Siebert hatte aber zuvor bereits abgepfiffen. Simeone veröffentlichte bei Instagram Fotos der beiden Szenen, kommentierte sie aber nicht.
Am Ende jubelte Arsenal dank des goldenen Treffers von Bukayo Saka (45.) aus der ersten Halbzeit. "Erst Saka, dann der Schiedsrichter - Schachmatt", schrieb die spanische Zeitung AS. Siebert habe das "peinliche Zeitspiel der Engländer zugelassen", hieß es bei El Mundo Deportivo.
Arsenals Final-Coup hat Folgen für Nagelsmann
Der Einzug des FC Arsenal ins Finale der Champions League hat auch Auswirkungen auf die Pläne von Julian Nagelsmann. Der Bundestrainer muss im Kurz-Trainingslager in Herzogenaurach und beim vorletzten WM-Test in Mainz gegen Finnland auf Kai Havertz verzichten. Der Offensivspieler bestreitet mit Arsenal nach dem Halbfinalsieg gegen Atlético Madrid (1:0, 1:1) am 30. Mai das Endspiel der Königsklasse in Budapest gegen Bayern München oder Titelverteidiger Paris Saint-Germain. Nagelsmann versammelt am 27. Mai seinen WM-Kader bei Partner adidas, der letzte Test auf deutschem Boden erfolgt am 31. Mai.
Havertz dürfte erst beim Abflug in die USA am 2. Juni zur DFB-Auswahl stoßen. Vor der WM (11. Juni bis 19. Juli) steht am 6. Juni in Chicago (live bei RTL) noch die Generalprobe gegen Co-Gastgeber USA auf dem Programm. Noch größere Auswirkungen für Nagelsmann hätte ein Finaleinzug des FC Bayern. Dann stünden ihm auch die für die WM fest eingeplanten Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Leon Goretzka, Jonathan Tah und Aleksandar Pavlovic in der Vorbereitung zunächst nicht zur Verfügung. Lennart Karl, Jonas Urbig und Tom Bischof sind weitere Kandidaten für den Kader des viermaligen Weltmeisters. Nagelsmann benennt sein 26-köpfiges Aufgebot am 21. Mai in Frankfurt/Main.
Neururer fällt knallhartes Urteil über Schalkes Mannschaft
Nach der großen Euphorie gleich wieder runter? Laut seinem ehemaligen Trainer Peter Neururer muss Bundesliga-Rückkehrer Schalke 04 im Sommer mächtig den Kader aufwerten, um in der kommenden Saison eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. "Die Mannschaft ist so nicht bundesligatauglich", lautete das Urteil des 71-Jährigen gegenüber "Absolut Schalke". Der Revierklub benötige "in jedem Teil der Mannschaft große Verstärkung".
Eine Ausnahme sieht Neururer noch auf der Torwartposition, die mit Loris Karius und Kevin Müller gut besetzt sei. In der Defensive aber brauche S04 "mindestens zwei Neue". Überhaupt müsse Sportvorstand Frank Baumann "die gesamte Mannschaft halten plus sechs, sieben Verstärkungen, um sicherzugehen, drinzubleiben und nicht vom ersten bis möglicherweise letzten Spieltag gegen den Abstieg zu spielen", sagte der frühere Schalke-Coach.
Kleiner Rugbyball sorgt für großen Ärger
Eine Anpassung der Ballgröße im Frauenrugby erhitzt die Gemüter in Großbritannien. Die englische Nationalspielerin Zoe Harrison hat die Entscheidung, beim Turnier WXV Global Series auf kleinere Bälle umzusteigen, scharf kritisiert. Es handele sich dabei um die "schlechteste Entscheidung, die je jemand getroffen hat", sagte sie der BBC.
In dem Turnier, in dem sich die besten zwölf Nationalteams messen, soll fortan mit der Größe 4,5 statt 5 gespielt werden. Die neuen Bälle sind etwa drei Prozent kleiner, wiegen aber gleich viel. Der Weltverband World Rugby verspricht sich davon präzisere Kicks, weniger Handlingfehler und mehr Running Rugby. Im vergangenen November hatte der Verband die neue Größe bereits getestet.
Harrison kritisiert, sie habe erst über Journalisten von den Tests erfahren, fühle sich mit dem kleineren Ball technisch eingeschränkt. Kritiker sorgen sich zudem um das Image des Frauenrugby.
Aus für Eintracht-Trainer gilt als "sicher"
Immer wieder machten in den vergangenen Tagen und Wochen Berichte die Runde, dass es zwischen Cheftrainer Albert Riera und seinen Spielern bei Eintracht Frankfurt einfach nicht passt. Mittlerweile soll das Aus des Spaniers, der erst im Februar die Nachfolge von Dino Toppmöller als Eintracht-Coach angetreten hatte, praktisch feststehen.
Das zumindest vermeldete die "Sport Bild" und wies jüngst darauf hin, dass eine Trennung nach nur wenigen Monaten erfolgloser Zusammenarbeit schon "als sicher gilt". Albert Riera wird dabei offenbar sein Umgang mit den Stars von Eintracht Frankfurt sowie sein Auftreten und Verhalten rund um den Klub immer mehr zum Verhängnis.
Mehr zur Personalie Albert Riera bei den Kollegen von sport.de
Schnell wieder weg? Sportliche Zukunft von Woltemade "völlig offen"
Nach nur einem Jahr könnte das Kapitel Newcastle United für Nationalstürmer Nick Woltemade schon wieder beendet sein. Nachdem zuletzt Medienberichte die Runde machten, dass die Magpies den Ex-Stuttgarter im Sommer gerne zu Geld machen würden, ist wohl auch der Angreifer einem Wechsel nicht abgeneigt. Zum FC Bayern wird es den 24-Jährigen aber wohl nicht ziehen.
Wie "Sky" am Montag berichtete, ist die Zukunft von Nick Woltemade bei Newcastle United trotz eines Vertrages bis 2031 inzwischen "völlig offen". Zwar liege der Fokus des Nationalspielers aktuell voll und ganz auf der anstehenden Fußball-WM im Sommer, die fehlende Spielzeit beim Premier-League-Klub sorge bei dem Stürmer aber für wachsende Unzufriedenheit.
Elferschießen im Gigantenduell? Kompany hat schon einen Plan
Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany wird bei einem möglichen Elfmeterschießen im Halbfinal-Kracher der Champions League gegen Paris Saint-Germain seine Schützen und auch die Reihenfolge kurzfristig festlegen. "Wir entscheiden dann, wer die Elfmeter schießt und wie das Ranking ist. Aber das passiert natürlich immer auch im Austausch mit den Spielern. Wir werden keinen Spieler als Nummer eins schießen lassen, der das nicht will und sich nicht bequem fühlt", sagte Kompany vor dem Gigantenduell am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) in der Allianz Arena.
Das denkwürdige Hinspiel im Prinzenpark hatten die Bayern 4:5 verloren. Bei einem Sieg des Rekordmeisters nach Verlängerung mit einem Tor Unterschied würde es ein Elfmeterschießen geben. Das Thema bespreche man aber "schon seit Monaten", so Kompany - auch wegen des DFB-Pokals. Elfmeterschießen sei deshalb "in der zweiten Phase unserer Saison bei jedem Training dabei. Das ist schon geübt, genau wie wir unsere anderen Abläufe trainieren. Also spontan ist es nicht ganz", sagte der 40-Jährige und fügte an: "Und dann bleibt es Fußball."
Videos zeigen wilde Schalker Aufstiegsparty auf Ibiza
Die Aufstiegshelden des FC Schalke 04 lassen auf Ibiza die Korken knallen: Auf einer Jacht ist DJ Karius im Einsatz, Weltstar Edin Džeko tanzt ausgelassen. Am Samstag sind die Königsblauen trotzdem noch ein vorletztes Mal in der 2. Bundesliga beim 1. FC Nürnberg gefordert (live ab 20 Uhr bei NITRO).
FIFA-Boss Infantino verteidigt völlig absurde WM-Preise
FIFA-Boss Gianni Infantino hat die viel kritisierte Entwicklung der Ticketpreise für die anstehende WM in den USA, Mexiko und Kanada verteidigt. "Wir müssen den Markt betrachten – wir befinden uns in dem Markt, in dem die Unterhaltungsbranche weltweit am weitesten entwickelt ist. Deshalb müssen wir Marktpreise anwenden", sagte Infantino bei der Milken Institute Global Conference in Beverly Hills.
Das teuerste Ticket für das Finale der Weltmeisterschaft 2022 in Katar hatte zum Nennwert etwa 1600 Dollar gekostet, während die teuerste Karte für das Endspiel des diesjährigen Turniers (11. Juni bis 19. Juli) ursprünglich etwa 11.000 Dollar kostet. Infantino betonte derweil, dass 25 Prozent der Tickets für die Gruppenphase für unter 300 US-Dollar angeboten worden seien.
"In den USA kann man sich kein College-Spiel ansehen – ganz zu schweigen von einem Profispiel auf einem bestimmten Niveau – für weniger als 300 Dollar", sagte Infantino: "Und das ist die Weltmeisterschaft." Der Schweizer stellte des Weiteren den Einfluss der Weiterverkaufskultur in den USA auf die Ticketpreise heraus, den die FIFA bei ihrer Bepreisung ebenfalls bedenke. "Wenn man also Tickets zu einem zu niedrigen Preis verkauft, werden diese Tickets zu einem viel höheren Preis weiterverkauft", sagte Infantino: "Und tatsächlich landen die Tickets, obwohl manche Leute sagen, dass unsere Ticketpreise hoch sind, auf dem Weiterverkaufsmarkt zu einem noch höheren Preis, der mehr als doppelt so hoch ist wie unser Preis."
Kathleen Krüger verlässt den FC Bayern und schreibt Bundesliga-Geschichte
Der Wechsel von Kathleen Krüger vom FC Bayern zum Hamburger SV ist nach Angaben des "Hamburger Abendblatts" perfekt. Schon in Kürze soll die 40-Jährige als neue Sportvorständin offiziell vorgestellt werden. Krüger wird damit die erste Frau in der Rolle als Sportvorstand in der Fußball-Bundesliga. Unterschreiben wird Krüger dem Bericht zufolge einen Vierjahresvertrag. Gemeinsam mit Eric Huwer soll sie das operative Geschäft bei den Rothosen führen.
Krüger soll beim FC Bayern vor einer Beförderung in die Rolle der Direktorin Profifußball gestanden haben. Dann aber grätschte der HSV dazwischen - und lockte Krüger mit dem noch attraktiveren Posten. Für Krüger muss der HSV keine Ablösesumme an den FC Bayern überweisen. Sie besitzt in München einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit einer normalen Kündigungsfrist. Der HSV soll zwar auch prominentere Kandidaten wie Markus Krösche (Eintracht Frankfurt), Fabian Wohlgemuth (VfB Stuttgart) sowie Oliver Bierhoff angefragt haben. Das Rennen machte letztlich aber Krüger.
Unvergessliche Szenen: Das Revierderby ist endlich zurück
Mehr als drei Jahre nach dem bislang letzten Bundesliga-Duell ist es wieder so weit: Das Revierderby kehrt in die Bundesliga zurück. Fans erinnern sich an Wahnsinnsspiele, wie das von 2017 - und freuen sich auf weitere emotionale Momente im größten Duell des Ruhrgebiets.
Uli Hoeneß macht sich Sorgen um seine Zukunft
Uli Hoeneß blickt mit "ein bisschen Angst" auf seinen 75. Geburtstag im Januar 2027. "Ich war immer jemand, der positiv war", sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern bei DAZN, doch "dann gibt es natürlich auch Momente, in denen ich merke: Momentan sterben in meinem Umfeld sehr viele Menschen oder werden schwer krank. Das macht mir ehrlich gesagt ein bisschen Sorge."
Früher habe er es nicht gekannt, "dass mich so etwas nervös gemacht hat", erzählte Hoeneß, aber: "Meine Frau und ich stellen fest, dass wir inzwischen viel öfter darüber sprechen – wieder ist jemand gestorben, wieder gehen wir auf eine Beerdigung." Der kürzliche Tod der Frau seines Fahrers etwa habe ihn "unglaublich mitgenommen. Auch in unserem näheren Umfeld gibt es einige Menschen, die sehr schwer krank sind. Das geht einem schon nahe. Das belastet mich schon sehr."
Und so denke er inzwischen auch häufiger über sein Vermächtnis nach. Er wisse bei aller Bescheidenheit um seine Verdienste um den FC Bayern, meinte Hoeneß. Das Wichtigste sei ihm dabei aber der Verein als "Familie". Darauf lege er "großen Wert", ehemalige Bayern-Spieler müssten zum Beispiel nie für eine Karte für ein Bundesligaspiel bezahlen. Die Altstars "trage ich auf Händen – bis zum letzten Atemzug".