DFB-"Papa" Rudi Völler deutet da was Großes an
Rudi Völler genießt das Leben - und seinen Job. Am Mittwoch schaute er im Kaffee-Plausch mit dem verletzten Niclas Füllkrug als "Kiebitz" beim Training der Nationalmannschaft zu, am Nachmittag ging es von Dortmund aus mit dem Flieger in seine zweite Heimat Italien, auch wenn es "nur" Mailand ist und nicht sein über alles geliebtes Rom. Läuft doch alles gar nicht so schlecht, hat sich der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wohl gedacht: Deshalb deutet er vor dem Nations-League-Viertelfinale gegen Italien sehr klar eine baldige Verlängerung seines Vertrags an. Das Traumduo Nagelsmann/Völler könnte gemeinsam bis zur EM 2028 weitermachen.
"Eigentlich hatte ich geplant, 2026 aufzuhören", sagte der Weltmeister von 1990 im Express-Interview: "Aber ich bin ehrlich: Julian Nagelsmann, die Mannschaft und das gesamte Team sind mir ans Herz gewachsen." Er wolle die Italien-Spiele am Donnerstag bzw. Sonntag (in Dortmund) abwarten, "dann schauen wir weiter". Das klingt arg nach zügigem Vollzug, auch wenn der DFB auf Nachfrage noch nicht bestätigen wollte.
Völler und Nagelsmann verbindet ein ausgezeichnetes Verhältnis, der Bundestrainer hat den erfahrenen Sportdirektor sogar schon als "Papa-Figur" bezeichnet.
Italien-Star fällt gegen Deutschland kurzfristig aus
Die italienische Fußball-Nationalmannschaft muss im Nations-League-Kracher gegen Deutschland auf Top-Stürmer Mateo Retegui verzichten. Wie der Verband mitteilte, fällt der 25 Jahre alte Angreifer von Atalanta Bergamo wegen einer Muskelzerrung im rechten Oberschenkel aus. Damit verpasst er beide Viertelfinal-Partien am Donnerstag (20.45 Uhr/ARD und im Liveticker bei ntv.de) in Mailand und drei Tage später in Dortmund. Der Ausfall Reteguis trifft den viermaligen Weltmeister schwer, mit 22 Toren aus 27 Spielen ist der gebürtige Argentinier aktuell Top-Torjäger der laufenden Saison in der italienischen Serie A.
Schmerzhaft: Ex-Tour-Dominator muss nach Sturz umplanen
Nach seinem Sturz bei Paris-Nizza muss der zweimalige Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard auch in der kommenden Woche eine Rennpause einlegen. Entgegen den ursprünglichen Planungen fehlt der Däne im Aufgebot seines Radrennstalls Visma-Lease a Bike für die Katalonien-Rundfahrt. Angeführt wird die Mannschaft ab Montag von Ex-Vuelta-Sieger Sepp Kuss aus den USA.
Vingegaard war in der vergangenen Woche auf der fünften Etappe bei der Traditions-Fernfahrt Paris-Nizza gestürzt und hatte das Rennen mit einer Handprellung aufgegeben. Wann der 28-Jährige wieder ins Renngeschehen einsteigt, ist unklar. Vor der Tour de France ist bislang nur ein Start beim Criterium du Dauphiné geplant.
Klare Entscheidung: Buffon-Sohn spielt für anderes Land als Italien
Louis Thomas Buffon, Sohn von Italiens Torwart-Legende Gianluigi Buffon, sieht seine Zukunft in der tschechischen Nationalmannschaft. "Ich habe mit meiner Familie gesprochen und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es für meine Fußballkarriere und meine Entwicklung das Beste ist, für Tschechien zu spielen", sagte der 17-Jährige. Da Louis Buffon sowohl einen italienischen als auch einen tschechischen Pass besitzt, kann er wählen, für welche Nationalmannschaft er spielen möchte. Buffons Mutter ist das tschechische Ex-Model Alena Seredova. Gianluigi Buffon und Seredova heirateten 2011, seit 2014 lebt das Paar getrennt.
Er soll zunächst in die U18 integriert werden und befindet sich derzeit mit dem Team im Trainingslager in Prag. "Meine Mutter hat sich natürlich sehr gefreut, aber auch mein Vater war aufgeregt, weil es meine erste Nominierung für die Nationalmannschaft war", sagte Buffon: "Er hat mir auch dazu geraten, weil ich mich dort am besten als Spieler weiterentwickeln kann."
Auch wenn er für Tschechien debütiert, hat der junge Buffon das Recht, danach nach Italien zu wechseln. Spielern ist es gestattet, die Nationalmannschaft zu wechseln, bis sie ein offizielles Spiel mit der A-Nationalmannschaft bestritten haben.
Kurios: Nagelsmann wünscht sich mehr Fehler von Bayern-Talent Urbig & Co.
Julian Nagelsmann spricht auf der Pressekonferenz des DFB über Bayerns Torwart-Talent Jonas Urbig. Er wünscht sich einen anderen Umgang mit "Risikoaktionen" junger Spieler und erklärt, warum Szenen wie die zu kurz abgewehrte Flanke gegen Union Berlin, die zum Gegentor führt, wichtig sind.
Toni Kroos findet neuen Job
Ex-Nationalspieler Toni Kroos will sich in Zukunft auch als Berater von Fußball-Profis engagieren. "Ich werde dem ein oder anderen Spieler auf seinem sportlichen Weg mit Ratschlägen zur Seite stehen und meine Erfahrungen weitergeben", sagte Kroos in einer Mitteilung der Agentur Sports 360 GmbH, die ihn während seiner Karriere jahrelang betreut hat. Kroos habe sich mit den Geschäftsführern Volker Struth und Sascha Breese darauf verständigt, als Gesellschafter bei der Agentur einzusteigen.
Kroos hatte seine Karriere nach der Europameisterschaft im vergangenen Jahr beendet. Der Weltmeister von 2014 gewann insgesamt sechsmal die Champions League und wurde mit Bayern München dreimal und mit Real Madrid viermal nationaler Meister. Nach dem Ende seiner Laufbahn hatte sich der 35-Jährige etwas aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
Nagelsmann ruft Torwart von Bundesliga-Außenseiter an
Torhüter Finn Dahmen von Fußball-Bundesligist FC Augsburg hofft auf seine Chance in der deutschen Nationalmannschaft - und steht sogar schon mit dem Trainerteam um Julian Nagelsmann in Verbindung. "Es gab einen kurzen Austausch. Ich weiß, dass ich auf dem Schirm bin. Das freut mich", sagte der 26-Jährige bei Sky. Dahmen kämpft mit dem FCA um die internationalen Plätze und ist seit 613 Minuten ohne Gegentor - Platz elf in der "ewigen" Bundesliga-Rangliste.
Der Keeper durchlief alle deutschen Nationalmannschaften von der U15 bis zur U21 und bezeichnet die DFB-Auswahl als "Traum". Nach dem Rücktritt von Manuel Neuer und der schweren Verletzung von dessen Erben Marc-André ter Stegen ist auf der Torwartposition Bewegung in die Nationalelf gekommen.
Aktuell hat Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) die Nase einen Tick vor dem Stuttgarter Alexander Nübel. Stefan Ortega Moreno von Manchester City ist für die Nations-League-Spiele gegen Italien (Mittwoch, 20.45 Uhr/ARD und Sonntag, 20.45 Uhr/RTL und jeweils im Liveticker bei ntv.de) die Nummer 3. Neben Dahmen haben sich auch Robin Zentner (FSV Mainz 05), U21-Schlussmann Noah Atubolu (SC Freiburg) oder Michael Zetterer (Werder Bremen) empfohlen.
Neues Stadion empört Fans der eigenen Mannschaft
Die Cleveland Browns bekommen ein neues Stadion. Der imposante Tempel hat nach Meinung der Fans nur einen Haken: Er verfügt über ein Dach. Dabei haben die Browns in der abgelaufenen Saison vor allem bei unangenehmem Wetter brillieren können.
England-Star macht öffentlich: So lebe ich mit Autismus und ADHS
Die englische Fußball-Nationalspielerin Lucy Bronze hat erstmals öffentlich über ihr Leben mit Autismus und ADHS gesprochen. "In gewisser Weise wusste ich schon immer davon", sagte die ehemalige Weltfußballerin der BBC: "Ich habe die Dinge anders gesehen als andere. Mein Gehirn läuft auf Hochtouren, selbst wenn ich im Bett liege."
Die Diagnose hatte Bronze vor vier Jahren erhalten - während eines Trainingslagers mit den Lionesses. "Als ich zum ersten Mal zur Nationalmannschaft kam, konnte ich mit niemandem sprechen", erklärte Bronze. Die spätere Diagnose habe zwar "nichts Wesentliches verändert, aber es hat mir ein wenig die Augen geöffnet. Ich habe einfach mehr über mich selbst gelernt und verstanden, warum ich in bestimmten Situationen Dinge anders sehe als andere Menschen oder mich anders verhalte als andere Menschen", sagte die 33-Jährige.
Bronze, die mit England 2022 die Europameisterschaft im eigenen Land gewann, weiß heute, dass sie im Fußball ihre Verhaltensweisen zu ihrem Vorteil nutzen kann. "Wie ich die Dinge verarbeite, wie ich super fokussiert bin. Die Leute sagen immer: 'Oh, du bist ja so leidenschaftlich beim Fußball'", sagte die Spielerin des FC Chelsea: "Ich weiß nicht, ob ich sagen würde, dass ich leidenschaftlich bin, ich bin besessen. Das ist mein Autismus, mein Hyperfokus auf den Fußball."
Unmögliche Parade verzaubert Eishockey-Welt
Im Spiel der Winnipeg Jets gegen die Vancouver Canucks zeigt Connor Hellebuyck eine unglaubliche Parade. Der Jets-Schlussmann kratzt im letzten Moment einen schon verwandelt geglaubten Puck mit dem Schläger von der Linie. Zum Sieg reicht es trotz dieser Glanztat leider nicht.
Schwuler Fußballprofi berichtet von erschreckender Routine bei Morddrohungen
Der schwule australische Fußballer Josh Cavallo bekommt auch rund vier Jahre nach seinem Coming-out noch "tägliche Morddrohungen". Das berichtete der Profi von Adelaide United in einem Interview des Podcasts "Footballer Unfiltered". Nach seinen Erfahrungen sei die Fußball-Welt immer noch ein sehr "toxischer Platz".
Cavallo hatte 2021 seine Homosexualität öffentlich gemacht - als erster Spieler der A-League, der höchsten Spielklasse Australiens. "Ich bin stolz, öffentlich bekannt zu geben, dass ich schwul bin", sagte der inzwischen 25-Jährige damals in einem vom Klub veröffentlichten Video. Es sei ein langer Weg bis zu diesem Punkt in seinem Leben gewesen, aber er sei sehr glücklich mit der Entscheidung.
Trotz vieler Hasskommentare und täglicher Morddrohungen in den sozialen Medien sei er immer noch glücklich über sein Coming-out vor vier Jahren. Es sei sein "bester Schritt" und seine "beste Entscheidung gewesen", sagte Cavallo. "Ich bin Josh Cavallo. Ich bin der Fußballer ... der schwule Fußballer. Und ich bin super stolz, das zu sagen."
Bierhoff zu Belastung im Fußball - "Mitleid hab ich nicht"
Oliver Bierhoff kennt den Fußball aus etlichen Perspektiven. Er war Top-Stürmer als aktiver Spieler und später in seiner Funktion beim DFB am Weltmeistertitel 2014 beteiligt. Angesprochen auf den vollen Spielkalender kann er wenig Mitleid aufbringen- sieht jedoch auch einen "Teufelskreis".
Mbappé verzichtet aufs Küsschen für Nationaltrainer
Auf Wangen-Schmatzer für seinen Trainer verzichtete Kylian Mbappé beim Wiedersehen. "Ich habe dem Trainer noch nie einen Kuss gegeben", erklärte er, "ich weiß nicht einmal, ob ihm das gefallen würde." Der Kapitän der französischen Nationalmannschaft kehrt nach einem halben Jahr Abstinenz zurück in die Équipe Tricolore - und stellte gleich mal klar: "Ich komme an, als wäre ich nie weg gewesen."
Also eben ohne das in Frankreich gängige "Bise", das Küsschen zur Begrüßung für Nationaltrainer Didier Deschamps, der auf seinen Spielführer bei den vergangenen vier Länderspielen mal mehr, mal weniger überraschend verzichtet hatte. Beim Hinspiel im Viertelfinale der Nations League am Donnerstag (20.45 Uhr/DAZN) in Split gegen Kroatien ist Mbappé wieder dabei - doch zuvor hatte das Fehlen des Superstars Mutmaßungen über einen Disput mit Deschamps hervorgerufen. Diese wies der Torjäger im Interview mit der Zeitung "Le Parisien" aber entschieden zurück.
"Wenn es einen Bruch gegeben hätte, hätte ich nie auf seine Anrufe reagiert", sagte der Stürmer von Real Madrid: "Ich habe den Kontakt zum Trainer nie abgebrochen, meine Beziehung zu ihm hat sich nicht geändert. Und auch mit den Mitarbeitern und den Spielern hat sich nichts geändert. Es wird sehr natürlich sein."
Rallye-Piloten boykottieren Intereviews
Der Streit um "unangemessene Sprache" im Motorsport hält auch die Rallye-WM (WRC) in Atem. Bei der Rallye Kenia riefen die WRC-Piloten nun einen Interview-Boykott aus, direkt nach der Zieleinfahrt wollen sie bis auf Weiteres "schweigen oder in ihrer Muttersprache" antworten. Das teilte die Fahrergewerkschaft World Rallye Drivers Alliance (WoRDA) mit. Auch in der Formel 1 hatte es bereits im vergangenen Jahr eine hitzige Debatte um die strengen Sprachvorschriften des Automobil-Weltverbands FIA gegeben.
Weil der "Adrenalinspiegel am Ende der Etappe ziemlich hoch" sei, wollen die Rallye-Fahrer vorerst keine Kommentare vor den TV-Kameras abgeben, sagte Ott Tänak, WRC-Champion von 2019, in Kenia. Die FIA kündigte Gespräche nach dem Ende der Rallye Kenia an, sieht sich grundsätzlich aber weiterhin im Recht.
Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hatte im vergangenen Jahr während einer Pressekonferenz ein Schimpfwort zur Beschreibung seines Autos verwendet und war daraufhin zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Ähnliches geschah Adrien Fourmaux bei der Rallye Schweden Mitte Februar, in diesem Fall setzte es eine Geldstrafe. FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem gilt als Urheber dieser neuen, härteren Regeln und wird dafür von den Fahrern der verschiedenen Rennserien teilweise deutlich kritisiert.
Mats Hummels erkennt "größten Fehler meiner Karriere"
Mats Hummels hat nach seiner turbulenten Woche bei der AS Rom Einblicke in seine Gefühlswelt gegeben. "Ich bin nochmal in mich gegangen. Ich fürchte, es ist leider tatsächlich vielleicht der größte Fehler meiner Karriere gewesen", sagte Hummels in seinem Podcast "Alleine ist schwer" über seine frühe Rote Karte im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League bei Athletic Bilbao.
Er habe in seiner Laufbahn "in der Größenordnung etwa vier Fehler" gemacht, "die ganz dumm sind, aber die sind für die Mannschaften oft gut ausgegangen", beschrieb der 36-Jährige. Als Beispiel nannte er einen Bock gegen Real Madrid im Halbfinale der Champions League 2013: "Aber dann gewinnst du halt das Spiel 4:1, und er wiegt nicht so schwer. So hast du dein Team im Alleingang rausgekickt." Nach seinem Platzverweis in Bilbao nach zehn Minuten hatte die Roma mit 1:3 verloren und war ausgeschieden.
Baller-League-Schubserei könnte bittere Folgen für Influencer Jindaoui haben
Influencer Nader Jindaoui und Rapper Kontra K haben sich nach ihrem handfesten Streit bei einem Spiel der Baller League wieder vertragen. "Das Ding ist zu. Wir haben miteinander geschrieben. Wir können uns vertragen. Dann können das alle anderen auch", sagte der Musiker in einer Instagram-Story. "Dann wird ab nächster Woche wieder Fußball gespielt, so wie es sein soll, ohne Zwischenfälle." Auch Jindaoui sagte seinen Followern: "Er hat sich entschuldigt, alles gut."
Der Musiker hatte den Fußballer am Montag kurz vor dem Ende der Partie der Kleinfeldliga in Berlin rüde umgestoßen. Kontra K hatte sich wohl daran gestört, dass Jindaoui kurz vor Spielende auf dem Feld auf der Seite der Mannschaft des Rappers herumlief. Die beiden Berliner sind sogenannte Teambesitzer in der Liga und spielen in der Regel nicht mit. Es kam sofort zur Rudelbildung zwischen den Teams und Wortgefechten. "Wir haben das Spiel aufgeholt. 6:6, die letzte Aktion - wenn wir den Ball reinmachen, gewinnen wir das Spiel", sagte Jindaoui. "Bei ihm brennen die Sicherungen durch. Und er haut mich einfach von hinten um. Er weiß, dass das nicht in Ordnung."
Für den 28-Jährigen könnte der Vorfall auch sportliche Folgen haben. Er spielt aktuell in den USA für Ventura County FC, das Farmteam der LA Galaxy um Marco Reus. Wie auf einem Video bei Instagram zu sehen war, knickte er beim Rempler um. Auf einem Foto war er mit einem Verband am Fuß zu sehen.
Schlechte Nachricht für FC Bayern: Jonas Urbig verletzt sich
Bayern-Torhüter Jonas Urbig muss wegen einer Fußverletzung für die kommenden beiden Länderspiele der U21-Nationalmannschaft absagen. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitteilte, habe der 21-Jährige die Blessur im Training erlitten und sei bereits zur weiteren Behandlung nach München zurückgekehrt. Felix Gebhardt von Jahn Regensburg wurde für die Testspiele beim EM-Gastgeber Slowakei am Freitag (18 Uhr bei ProSieben MAXX) und am 25. März in Darmstadt gegen Spanien (20.30 Uhr/Sat.1) nachnominiert.
Im Tor stehen dürfte allerdings Noah Atubolu vom SC Freiburg als etatmäßige Nummer eins. Über die Schwere der Verletzung sowie die Ausfalldauer von Urbig machten weder der DFB noch die Bayern genauere Angaben. Zuletzt hatte der im Winter aus Köln nach München gewechselte Schlussmann den verletzten Manuel Neuer vertreten und die vergangenen vier Pflichtspiele absolviert. Neuer absolvierte indes bereits wieder seine erste Einheit mit Ball, wie der Rekordmeister mitteilte.
Drama bei Rugby: 15-Jähriger stirbt nach Tackling
Ein erst 15 Jahre alter Rugbyspieler ist in Frankreich an den Folgen eines Tacklings gestorben. Nicolas Haddad wurde im Spiel seiner Mannschaft Rugby Club Toulonnais gegen Bastia am Samstag auf Korsika bei einem Zweikampf vom Knie eines Gegenspielers am Kopf getroffen. Der Teenager erlitt dabei einen Herzstillstand. Noch auf dem Spielfeld wurde Erste Hilfe geleistet, wie französische Medien berichteten. Der junge Sportler wurde daraufhin in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo er einige Tage später starb.
"Mit unendlicher Trauer informieren wir Sie über den Tod von Nicolas Haddad", teilte sein Verein am Dienstag mit. "All unsere Gebete gehen an die Familie, die ihre Privatsphäre wahren möchte."
Nagelsmanns Neuling verblüfft mit ungewöhnlichen Talenten
Er ist neu im Kreis der Nationalmannschaft: Yann Aurel Bisseck, geboren im Rheinland, Profidebüt für den 1. FC Köln, mittlerweile Spieler von Inter Mailand. Vor dem Duell in seiner sportlichen Heimat gegen Italien in der Nations League stellt er sich den Fragen der Journalisten.
Drastische Konsequenzen: "Angekotzte" Rostocker reagieren auf Fankrawalle
Fußball-Drittligist Hansa Rostock zieht Konsequenzen aus den jüngsten Ausschreitungen durch eigene Anhänger und beschränkt den Verkauf von Auswärtstickets. Das erklärte der Klub in einer an "Fans und Mitglieder" gerichteten Mitteilung.
Aufsichtsrat und Vorstand einigten sich vorerst unter anderem darauf, dass der Verkauf von Auswärtstickets mit sofortiger Wirkung ausschließlich an Vereinsmitglieder erfolgt. Jedes Vereinsmitglied kann zudem nur ein Auswärtsticket kaufen. Der Klub will die Lage nach jedem Auswärtsspiel bewerten und behält sich vor, die Maßnahmen bei Bedarf zu erweitern. Im schlimmsten Fall gibt Hansa Auswärtskarten zurück.
"Es kotzt mich bzw. uns einfach nur noch an, dass wir fast wöchentlich mit Themen wie zerstörten Toilettenanlagen oder anderem Inventar beschäftigt sind. Auch in der Fanszene des F.C. Hansa Rostock schlägt dieses Thema hohe Wellen und wir sehen sehr klar, dass nahezu jeder die Ernsthaftigkeit der Situation erkennt", sagte der Rostocker Aufsichtsratsvorsitzende Sebastian Eggert: "Es besteht kein Zweifel daran, dass hier und jetzt Schluss sein muss."
Im Ligaspiel bei Alemannia Aachen (1:2) am vergangenen Sonntag war es erneut zu Vorfällen gekommen. Sitzschalen wurden herausgerissen, Sanitäranlagen beschädigt.
Umgang mit AfD? Politik sollte es wie ein "guter Trainer machen"
Im Umgang mit der AfD wünscht sich DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig einen selbstbestimmten Ansatz. Man dürfe in der Politik nicht "vor der blauen Farbe stehen und erstarren. Ich würde mir wünschen, die Dinge so anzugehen, wie es ein guter Trainer machen würde, nämlich selbstbestimmt und aktiv", sagte Rettig RTL/ntv im Interview vor dem Viertelfinale der Nations League gegen Italien. "Nicht zu sehr darauf schauen, was der Gegner macht, sondern aus eigener Überzeugung Strategien zu entwickeln und Dinge voranbringen. Mehr Aktivität in der Sache und weniger gegnerorientiertes Taktieren", empfahl Rettig.
Die AfD wurde bei der Bundestagswahl mit 20,8 Prozent zweitstärkste Kraft. Ihre Landesverbände in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen gelten als gesichert rechtsextrem.
Entscheidung um Xabi Alonso bei Bayer Leverkusen steht bevor
Bei Doublesieger Bayer Leverkusen steht eine wichtige Entscheidung rund um Trainer Xabi Alonso bevor. In der Länderspielpause sollen die wichtigsten Zukunftsentscheidungen fallen. Vor allem bei Star-Coach Xabi Alonso. Der Spanier ist eine der heißesten Trainer-Aktien auf dem Markt. Alonso gilt als Wunschlösung für eine Nachfolge von Carlo Ancelotti bei Real Madrid, dessen Verbleib über den Sommer hinaus immer noch nicht endgültig geklärt ist.
Der Vertrag von Alonso läuft wie der von Ancelotti bis 2026. Die Vereinsbosse um Geschäftsführer Fernando Carro und Sportchef Simon Rolfes gehen laut "Sport Bild" aber davon aus, dass Alonso sein Arbeitspaper erfüllt. Im Sommer wollen sie mit dem Basken über eine Vertragsverlängerung sprechen. Bleibt Alonso noch länger? Dem Bericht zufolge will sich Alonso "wahrscheinlich" bis Ende des Monats entscheiden, ob er noch länger in Leverkusen bleibt und den Bayer-Bossen seine Entscheidung mitteilen.
Alonso sei weiter in alle Planungen des Teams eingebunden. Im April starte in Sachen Transfers die heiße Phase bei der Werkself. Es stehe ein kleiner Kader-Umbruch bevor. Auch potenzielle Zugänge wollen wissen, wer in der kommenden Saison der Trainer der Mannschaft ist.
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DFB-Rückkehrer Amiri lässt sein Sensationsteam aufhorchen
Fußball-Nationalspieler Nadiem Amiri schiebt die Gedanken an seine Zukunft beim Bundesligisten FSV Mainz 05 aktuell beiseite. "Ich habe meinem Berater gesagt, dass er mich bis Sommer in Ruhe lassen soll. Ich habe so ein krasses Ziel mit dem Verein. Das will ich erst mal zu Ende bringen. Was im Sommer passiert, weiß ich nicht", sagte der 28-Jährige der "Sport Bild".
Mit Mainz spielt der Mittelfeldakteur derzeit eine hervorragende Saison. Der Klub liegt als Tabellendritter der Bundesliga auf Champions-League-Kurs. "Ich bin keiner, der sagt, dass er für immer bei Mainz 05 bleibt. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben", fügte Amiri an: "Und ich habe ja auch nicht ohne Grund im vergangenen Sommer bis 2028 verlängert." Die Qualifikation für das europäische Geschäft würde ihm bei der Entscheidung helfen, gab Amiri zu. "Das ist die Bühne, auf der du dich am meisten zeigen kannst."
Medien: Was Schalkes Coach für eine Weiterbeschäftigung tun muss
Kees van Wonderen, der erst im Oktober das Traineramt beim FC Schalke 04 übernommen hat, schaffte es bislang nicht, das Team der Knappen nachhaltig zu stabilisieren. Noch immer dümpeln die Königsblauen im Niemandsland der 2. Bundesliga herum. Spielerisch waren die letzten Auftritte zuletzt wieder ein deutlicher Rückschritt. Die Zukunft des Cheftrainers steht laut übereinstimmenden Medienberichten auf der Kippe. Laut "Sport Bild" hat der 56-Jährige nun "acht Endspiele", um die Bosse zu überzeugen, dass er der richtige Mann ist. Dafür seien die Verantwortlichen mit einer klaren Vorgabe an den Ex-Nationalspieler herangetreten.
Demnach wünscht man sich am Berger Feld, dass van Wonderen in den kommenden Wochen vor allem die Spieler einsetzt, die auch in der neuen Spielzeit noch das Trikot des FC Schalke 04 tragen werden. Setzt van Wonderen diese Forderungen um, sind seine Chancen, den Job zu behalten wohl durchaus gegeben. Laut "Sport Bild" soll ein klärendes Gespräch Klarheit bringen, das jedoch erst dann über die Bühne gehen soll, wenn der Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht ist. Der Sportzeitung zufolge sprechen insbesondere zwei Gründe für eine Weiterbeschäftigung.
Der Niederländer ist demnach in der Kabine beliebt, kommt mit seiner Hilfs- und Kompromissbereitschaft bei den Spielern sehr gut an. Hinzu kommt, dass sich die S04-Bosse bewusst sind, dass eine bessere Lösung als van Wonderen nicht gerade leicht zu finden sein wird. Auch bei Wunschkandidat Raúl ist man sich nicht komplett einig, heißt e
Doping-Verstoß: Handball-Influencer droht abruptes Karriereende
Handball-Influencer Nils Kretschmer soll wegen eines Doping-Verstoßes für vier Jahre gesperrt werden. Das entschied das Präsidium der Handball-Bundesliga (HBL) einstimmig. Wie die HBL mitteilte, wurde bei dem 32-Jährigen bei einer Urinprobe im September des vergangenen Jahres "ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis" beim Testosteron-Wert ausgewiesen, hieß es. Weil Kretschmer seine Schuld sofort eingeräumt hatte, besteht die Chance, dass die Sperre auf drei Jahre reduziert wird. Seine sportliche Karriere könnte dennoch abrupt zu Ende gehen.
Die meisten Handball-Fans kennen Kretschmer wohl von seinen Social-Media-Profilen. Auf Instagram folgen dem Rückraumspieler mehr als 400.000 Menschen. Sobald Kretschmer den Bescheid über die Entscheidung per Post erhält, hat er 20 Tage Zeit, um mitzuteilen, ob er die Konsequenzen akzeptiert oder sie ablehnt und die Durchführung eines Disziplinarverfahrens beantragt. Diese fällt dann den Angaben zufolge in die Zuständigkeit der Anti-Doping-Kommission des Deutschen Handballbunds.
"Emotional müde" - Warriors siegen ohne Chefkoch Curry
Spitzenreiter Cleveland Cavaliers hat in der NBA die zweite Niederlage in Folge kassiert. Das Team um seinen Star Donovan Mitchell verlor bei den Los Angeles Clippers 119:132. Bei den Clippers war Kawhi Leonard der Garant für den Sieg, er steuerte 33 Punkte bei und war damit der auffälligste Spieler der Partie. In Ivica Zubac (28 Punkte), James Harden (22) und Bogdan Bogdanovic (20) knackten gleich drei weitere Clippers-Spieler die Marke von 20 Zählern. Bei den Cavaliers führte Max Strus mit 24 Punkten die Scorerliste an, Mitchell kam auf 18 Zähler.
Einen Tag nach ihrer Niederlage gegen die ersatzgeschwächten Denver Nuggets meldeten sich unterdessen die Golden State Warriors zurück. Das Team aus San Francisco gewann ohne seinen Superstar Stephen Curry gegen die Milwaukee Bucks mit 104:93. Curry bekam dabei eine Pause. Der 37-Jährige sei "emotional müde" gewesen, erklärte Trainer Steve Kerr. In Abwesenheit des Anführers war Jimmy Butler mit 24 Punkten bester Spieler bei Golden State. Auf der Gegenseite waren Kyle Kuzma (22 Punkte) und Topstar Giannis Antetokounmpo (20) die herausragenden Akteure.
Biathletin Gandler muss pausieren: "Ganzer Körper ist vergiftet"
Anna Gandler gilt als große Hoffnungsträgerin in Österreich: Doch jetzt braucht die Biathletin erst mal eine Pause. Ihre Beweggründe schildert sie jetzt in einem bewegenden Interview mit der "Kleinen Zeitung". Die 24-Jährige erklärt: "Ich muss noch ein paar Ergebnisse abwarten, aber so wie es aussieht, läuft mein ganzes organisches System nicht so, wie es soll, wie zum Beispiel die Leber. Mein gesamter Körper ist quasi vergiftet, da er sich selbst nicht mehr regeneriert, er kommt nicht mehr hinterher und ist überfordert."
Die Weltmeisterschaft in Lenzerheide war für sie wegen hohen Fiebers sogar im Krankenhaus geendet. "Eines der größten Probleme war das Schlafen, da sich mein Körper nie richtig regenerieren konnte. Und das habe ich seit Juni mitgezogen", beschreibt sie ihre Symptome. Auslöser ihres Leidenswegs ist eine Influenza. "Die kann ja bis zu drei Wochen dauern, bis man wieder gesund ist. Ich habe mich schnell vollständig fit gefühlt, so fit wie den ganzen Winter nie und deshalb bin ich auch nach Nove Mesto gefahren. Nur ist es dort nach einem intensiven Training völlig bergab gegangen."
Er hat einen klaren Plan: Joao Palhinha pfeift auf Bayern-Gerüchte
Beim FC Bayern kommt João Palhinha nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Der Portugiese nahm sich nun ausgerechnet Leon Goretzka zum Vorbild - den Profi, der ihm den Platz im Münchner Starensemble streitig macht. Im Gespräch mit der "Sport Bild" betonte João Palhinha, dass er nicht an einen vorzeitigen Abschied vom FC Bayern denkt. "Die Gerüchte über einen Abschied interessieren mich nicht. Ich werde alles dafür tun, um zu zeigen, warum der Klub für mich das Geld ausgegeben hat. Ich denke nicht daran zu gehen", betonte er.
Stattdessen wolle er sich in München durchsetzen. Hoffnungen machen ähnliche Fälle aus der Vergangenheit, wie Palhinha selbst betonte: "Es gibt viele Beispiele in unserer Mannschaft: Noch in der vergangenen Saison haben sich fast alle über einige Spieler bei uns beschwert: Leon Goretzka, Dayot Upamecano, Alphonso Davies. Viele Spieler, die exemplarisch für meine Situation jetzt stehen. Ich will einfach zeigen, was ich kann."
Zuletzt hatte die "Sport Bild" berichtet, dass der FC Bayern Palhinha am Saisonende keine Steine in den Weg legen würde, sollte der portugiesische Nationalspieler die Münchner verlassen wollen. Laut "Sky" zeichnet sich jedoch keine vorzeitige Trennung ab. Vertraglich ist Palhinha noch bis 2028 an den FC Bayern gebunden.
Mateta nimmt Roberts nach Horrortritt gegen Kopf in Schutz
Schwer gezeichnet, aber nicht nachtragend: Der frühere Bundesliga-Profi Jean-Philippe Mateta hat Torwart Liam Roberts vom englischen Zweitligisten FC Millwall nach dem Horror-Tritt im FA Cup gegen sich in Schutz genommen.
"Ich denke nicht, dass Liam morgens aufgewacht ist und sich vorgenommen hat, mir so eine Wunde zu verpassen", sagte der ehemalige Mainzer in Diensten des Premier-League-Klubs Crystal Palace dem englischen Sender Sky Sports: "Wir stehen alle unter Druck und er wollte nur sein Bestes geben, aber zu viele Emotionen lassen dich verrückte Dinge tun. Es war einfach ein Fehler, daraus lernt man." Roberts habe Mateta aber schon "im Krankenhaus kontaktiert und um Entschuldigung gebeten".
Der 30 Jahre alte Torhüter hatte Mateta im FA-Cup-Achtelfinale gegen den Erstligisten (3:1 für Palace) nach einer missglückten Rettungsaktion brutal mit den Stollen am Kopf getroffen, woraufhin der Stürmer mit 25 Stichen am linken Ohr genäht werden musste. Dabei war sich Mateta gar nicht bewusst, wie heftig er erwischt worden war.
"Nachdem ich getroffen worden war, lag ich auf dem Boden und wartete auf die Rote Karte", sagte er: "Danach wollte ich weitermachen. Der Mannschaftsarzt sah die Wunde, ich nicht. Ich dachte, es sei nur ein kleiner Cut, dabei baumelte mein Ohr." Roberts wurde für das Foul vom englischen Fußballverband für sechs Spiele gesperrt worden und musste sich mit heftigen Social-Media-Attacken auseinandersetzen.
Bei Telefonat: Trump und Putin planen Eishockeyspiele
US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin sollen sich bei ihrem mit Spannung erwarteten Telefonat auch über die Austragung von Eishockeyspielen in ihren Ländern unterhalten haben. Die Idee ist, Partien mit Spielern aus der nordamerikanischen Profiliga NHL und der russisch geprägten KHL auszutragen.
Nach Angaben der US-Nachrichtenagentur AP soll die National Hockey League von den Plänen erst nach dem Telefonat erfahren haben. Es sei unangemessen, sich zu diesem Zeitpunkt dazu zu äußern, teilte die Liga mit. Eishockey-Teams aus Russland sind bei Wettbewerben des Weltverbands IIHF nach wie vor ausgeschlossen. Grund ist nach Angaben der Dachorganisation die derzeitige Sicherheitslage. In der NHL indes sind russische Profis spielberechtigt.