"Er ist gefasst": Bayern-Boss geht von WM-Aus für Gnabry aus
Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl geht davon aus, dass Serge Gnabry die Fußball-Weltmeisterschaft verpassen wird. "Die Saison wird wahrscheinlich nicht mehr funktionieren. Alles andere steht ein Stück weit in den Sternen", sagte Eberl nach dem 4:2-Sieg der Münchner über den VfB Stuttgart. Mit dem Heimerfolg hat der FC Bayern die 35. Meisterschaft perfekt gemacht.
Nicht dabei war Offensivspieler Gnabry, dessen Verletzung die Bayern am Samstagabend öffentlich gemacht haben. Der 30-Jährige hat einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel erlitten und fällt "für längere Zeit" aus. "Er ist sehr gefasst, sehr stabil, aber natürlich enttäuscht. Wenn du 30, 31 bist, dann hast du noch eine WM vor der Brust wahrscheinlich, ich weiß nicht, wie lange er noch spielt, aber es könnte die letzte Chance gewesen sein vielleicht", sagte Eberl.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte am Nachmittag noch nicht von einem WM-Aus sprechen wollen. Bei Eberl klang das Ganze schon deutlicher. "Es tut mir für ihn leid, weil er bei der WM für die deutsche Mannschaft eine sehr gute Rolle gespielt hätte", sagte der Funktionär.
Neuer zieht mit Müller gleich - und könnte zum Rekord-Rekordmeister werden
Torwart Manuel Neuer hat mit dem Gewinn seiner 13. Meisterschaft zu Thomas Müller aufgeschlossen. Zwölf Meistertitel holten die Weltmeister von 2014 gemeinsam beim FC Bayern. Müller hatte seine erste Meisterschaft 2010 gewonnen, da spielte Neuer noch bei Schalke 04. Im vergangenen Jahr hatte Müller die Münchner verlassen und war zu den Vancouver Whitecaps in die Major League Soccer (MLS) gewechselt.
In den fünf europäischen Topligen hat außer Müller und Neuer nur Ryan Giggs 13 Meistertitel auf seinem Konto. Der Waliser holte seine Titel mit Manchester United in der Premier League. Manuel Neuer hat noch nicht verkündet, ob er seine große Karriere nach der laufenden Saison beendet. Hängt er noch ein Jahr dran, könnte er zum alleinigen Rekord-Rekordmeister werden.
"Ganz unglücklich": Kompany erklärt, wie Gnabrys bittere Verletzung passierte
Gestern überrascht der FC Bayern mit einer bitteren Nachricht: Nationalspieler Serge Gnabry verletzte sich schwer an den Adduktoren und wird wohl die Weltmeisterschaft verpassen. Das Unglück passierte offenbar im Abschlusstraining für das Spiel gegen den VfB Stuttgart. Trainer Vincent Kompany klärte vor dem Duell, in dem sich der FC Bayern zum neuen Meister krönen wird, auf, wie es zu Gnabrys bitterem Ausfall kam: "Ganz unglücklich. Ich glaube, beim Penalty-Schießen oder so. Das war sehr, sehr unglücklich und hat uns alle überrascht", sagte der Belgier bei DAZN "Schauen wir mal, was jetzt passiert mit dieser Verletzung. Es ist natürlich schade für Serge und auch für uns."
Gnabry hat einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel erlitten. "Wir wünschen ihm alles Gute. Serge hat für uns unglaublich viel geleistet diese Saison", sagte Kompany.
Das 107. Saisontor des FC Bayern ist ein besonderer Treffer
Der FC Bayern München wird sich heute aller Voraussicht nach zum deutschen Meister küren. Der Titelverteidiger liegt am 30. Spieltag gegen den VfB Stuttgart zwar kurz 0:1 zurück, dreht das Spiel dann aber innerhalb weniger Minuten komplett und führt vor der Halbzeit schon 3:1. Das dritte Tor des designierten Meisters, der in der laufenden Saison mit dem 102. Saisontreffer schon letzte Woche beim 5:0 gegen den FC St. Pauli einen Bundesligarekord aufgestellt hatte, erzielte Alphonso Davies. Und es ist ein besonderer Treffer: Der Kanadier, in dieser Saison lange verletzt, war der letzte Feldspieler im Profikader, der bisher noch kein Tor erzielt hat. Diesen Makel hat der Außenverteidiger nun abgelegt. Kurz nach der Halbzeitpause erhöhte Superstürmer Harry Kane auf 4:1 - mit seinem 32. Treffer.
Dem FC Bayern reicht nach der Niederlage von ... nunja ... "Verfolger2 Borussia Dortmund (1:2 in Hoffenheim) bereits ein Punkt, um die seit Wochen praktisch feststehende 35. deutsche Meisterschaft auch rechnerisch festzuzurren.
Krawalle vor Bayern-Spiel gegen Stuttgart
Vor dem Südgipfel in der Fußball-Bundesliga zwischen Bayern München und dem VfB Stuttgart ist es zu Krawallen gekommen. An der Allianz Arena lieferten sich Fans beider Klubs eine heftige Schlägerei. Die Polizei musste nach "Bild"-Informationen mit einem Großaufgebot eingreifen.
"Nach aktuellem Kenntnisstand kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Ultras des VfB Stuttgart und des FC Bayern München. Die Polizei konnte die Situation einfrieren", sagte Polizeisprecher Thomas Schelshorn auf "Bild"-Anfrage und ergänzte: "Aktuell befinden sich rund 100 Personen in einer polizeilichen Maßnahme. Das weitere Vorgehen wird jetzt mit der Staatsanwaltschaft abgestimmt."
"Aller Voraussicht nach ...": BVB gibt Update zu Süle-Verletzung
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund kann in dieser Saison wahrscheinlich noch einmal auf Niklas Süle zurückgreifen. Der 30 Jahre alte Abwehrspieler habe sich gestern bei der Niederlage bei seinem Ex-Klub TSG Hoffenheim (1:2) nur "eine leichte Knieverletzung zugezogen", teilte der BVB mit. Süle werde "aller Voraussicht nach im Saisonendspurt wieder zur Verfügung stehen".
Unmittelbar nach dem Spiel stand ein Saison-Aus im Raum. "Es besteht schon der Verdacht auf eine schwere Verletzung. Er sitzt mit einer Bandage am Knie in der Kabine", berichtete Sport-Geschäftsführer Lars Ricken nach dem Abpfiff.
Süle war ohne Fremdeinwirkung gegen Ende der ersten Halbzeit bei einer Defensivaktion ausgerutscht und musste anschließend vom Platz. Zu allem Überfluss spielte der frühere Nationalspieler, dessen Vertrag vom BVB nicht verlängert wurde, in dieser Szene den Ball mit der Hand. Schiedsrichter Daniel Siebert entschied nach Ansicht der Videobilder auf Strafstoß. Andrej Kramaric brachte Hoffenheim in Führung.
"Abscheulich, entmenschlichend": Tottenham geschockt von rassistischer Attacke auf Ex-Bundesligaprofi
Der Premier-League-Verein Tottenham Hotspur hat rassistische Beleidigungen gegen seinen österreichischen Abwehrspieler Kevin Danso aufs Schärfste verurteilt und harte Konsequenzen für die Täter angekündigt. Die Ermittlungen laufen. Danso war gestern nach dem 2:2 gegen Brighton, bei dem der Ex-Augsburger den späten Ausgleich mitverschuldet hatte, in sozialen Medien beschimpft worden.
"Kevin hat unsere vollständige und bedingungslose Unterstützung - als Spieler und als Mensch", schrieb der abstiegsbedrohte Klub. "Niemand in diesem Klub wird in einer solchen Situation allein gelassen."
Die Spurs teilten mit, dass der Vorfall der Polizei gemeldet wurde. "Wir haben abscheulichen, entmenschlichenden Rassismus gehört und gesehen", teilte Tottenham mit: "Ein Verhalten, das ohne Zweifel eine Straftat darstellt. Es wird nicht toleriert."
Man habe Maßnahmen ergriffen, um die Täter in Zusammenarbeit mit der Polizei zu identifizieren und werde auf harte Strafen für die Täter drängen. Auch die Premier League kündigte Konsequenzen von Stadionverboten bis zu strafrechtlicher Verfolgung an.
Eintracht-Boss findet bei seinem Trainer "die ein oder andere Aussage nicht unbedingt glücklich"
Sportvorstand Markus Krösche vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt hat seinem bereits umstrittenen neuen Trainer Albert Riera nach rund zweieinhalb Monaten im Amt ein differenziertes Zeugnis ausgestellt. Auf der einen Seite verteidigte Krösche den Spanier gegen Kritik wegen seiner teilweise wunderlichen Aussagen und Auftritte, auf der anderen Seite attestierte der Sportchef der Mannschaft unter Riera eine fehlende Entwicklung.
"Er ist ein Typ, der auch mal polarisiert. Das kannst du gut oder schlecht finden, aber er ist authentisch", sagte Krösche am Tag nach der 1:3-Niederlage gegen RB Leipzig im Doppelpass bei Sport1: "Die ein oder andere Aussage war vielleicht nicht unbedingt glücklich, aber das kann man ihm nicht vorwerfen."
Riera hatte am 1. Februar in Frankfurt als Nachfolger von Dino Toppmöller übernommen. Wie unter Toppmöller rangieren die Hessen auf dem siebten Platz, der Punktschnitt des neuen Trainers ist exakt derselbe wie der Toppmöllers. Diese Bilanz sieht Krösche kritisch. "Wir sind nicht zufrieden mit der Art und Weise, wie wir offensiv spielen. Wir sind zu statisch, zu langsam im Spielaufbau", sagte Krösche: "Trotz des Trainerwechsels setzen wir gewisse Dinge nicht um auf dem Platz. Wir haben keine Stabilität als Mannschaft generell."
Aus der Quali zum Triumph: Deutschem Duo gelingt Sensation
Jakob Schnaitter und Mark Wallner haben beim ATP-Turnier in München für eine große Überraschung gesorgt. Die beiden bayerischen Tennisprofis gewannen auf der Anlage des MTTC Iphitos den Titel im Doppel und damit ein Preisgeld von 157.320 Euro. In ihrem dritten Finale auf der ATP-Tour war es ihr erster Sieg, dabei bezwangen die Lokalmatadoren Franzosen Theo Arribage und Albano Olivetti 6:4, 6:7 (4:7), 12:10.
"Verrückt, das kann man noch gar nicht glauben", sagte Schnaitter. "Es ist ein Traum, der in Erfüllung geht", ergänzte Wallner, "eine unglaubliche Geschichte". Das Duo hatte sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt, es ist die die vierte deutsche Paarung, die in München den Doppel-Wettbewerb gewonnen hat. Zuvor war dies Udo Riglewski/Michael Stich (1990), Michael Berrer/Rainer Schüttler (2008) und Kevin Krawietz/Andreas Mies (2022) gelungen.
Sexistische Angriffe auf Union-Trainerin: DFB und Eta selbst reagieren
Der Deutsche Fußball-Bund hat die sexistischen Kommentare gegen Union Berlins Trainerin Marie-Louise Eta verurteilt. "Diese Kommentare sind inakzeptabel. Sie richten sich nicht nur gegen eine einzelne Person, sondern stellen Werte infrage, die für unseren Sport zentral sind: Respekt, Fairness und Gleichwertigkeit", hatte die frühere deutsche Nationalspielerin Celia Sasic dem Nachrichtenportal "t-online" noch vor Etas Debüt-Spiel gegen Wolfsburg gesagt. Sasic ist DFB-Vizepräsidentin für Diversität und Vielfalt.
Seit ihrer historischen Beförderung zur ersten Cheftrainerin in der Männer-Bundesliga erhielt Eta extrem viel Zuspruch - zugleich wird sie im Netz mit Hasskommentaren konfrontiert. Auch nach dem 1:2 bei ihrem Debüt gegen den VfL gab es entsprechende Beiträge. Der Klub reagiert auf einige Äußerungen in den sozialen Medien direkt. Es sei "absolut richtig", dass die Berliner klare Haltung zeigten, befand Sasic.
Auch für den Fall von Beleidigungen gegen Eta während eines Spiels ist der DFB gewappnet. "Grundsätzlich schaut der DFB bei jedem Spiel sehr genau hin, wenn es um Diskriminierung oder Grenzüberschreitungen geht. Es gibt null Toleranz gegenüber sexistischen oder diskriminierenden Vorfällen", sagte Sasic. Die 34-Jährige selbst erklärte: "Es beschäftigt mich nicht, es sagt mehr über die aus, die das ins Netz stellen als über die, über die was losgelassen wird".
Jonathan Klinsmann muss ins Krankenhaus
Torwart Jonathan Klinsmann, Sohn von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, hat sich bei einem Zusammenprall verletzt. Der 29-Jährige musste nach dem 0:2 des FC Cesena beim FC Palermo in der zweiten italienischen Fußball-Liga Serie B ins Krankenhaus gebracht werden. "Er hat eine Schnittwunde im Nackenbereich und wird von den Ärzten betreut, die uns hinsichtlich seines Allgemeinzustands beruhigt haben", erklärte Trainer Ashley Cole.
Klinsmann war bei einer Abwehraktion am Samstag kurz vor Schluss mit einem gegnerischen Spieler zusammengeprallt und hatte dabei Berichten zufolge einen Schlag auf den Kopf bekommen. Die Nummer eins der Bianconeri sei wegen der Folgen eines Kniestoßes auf einer Trage vom Platz gebracht worden. Das Vorgehen entspricht dem üblichen Protokoll nach einem Kopftrauma, berichtete der "Corriere Romagna". Der Schlag habe eine Wunde verursacht, die genäht werden musste, aber es gehe Klinsmann gut, sein Zustand gebe keinen Anlass zur Sorge.
Jonathan Klinsmann spielt seit Februar 2024 für Cesena, er war damals aus der Major League Soccer in den USA von LA Galaxy nach Italien gewechselt. Zuvor hatte er für den FC St. Gallen in der Schweiz und Hertha BSC sowie den US-Club UC Berkeley gespielt.
Brisantes Gerücht: Kai Havertz droht das Aus
Seit seinem Comeback ist Kai Havertz auf dem besten Wege, beim FC Arsenal wieder ein wichtiger Faktor zu werden. Hinter seiner Zukunft in London stehen aber wohl trotzdem Fragezeichen. Wie das Portal "CaughtOffside" schreibt, könnte die Zeit des deutschen Nationalspielers beim FC Arsenal womöglich nach der Saison enden. Bei den Gunners arbeite man derzeit konkret an einem Umbau der eigenen Offensive.
Den Bestrebungen könnten Havertz und der Brasilianer Gabriel Jesus zum Opfer fallen, heißt es. Konkret plant der englische Gigant für den Sommer angeblich einen Vorstoß bei Julián Alvarez von Atlético Madrid. Der Argentinier solle den Angriff von Arsenal auf ein neues Level heben. Die fällige Ablösesumme für einen Transfer könnte dem Vernehmen nach aber bei bis zu 120 Millionen Euro liegen. Dieser Betrag wäre für Arsenal wohl nur zu stemmen, wenn vorher eigene Spieler abgegeben werden. Auch das Gehaltsgefüge könnte durch einen Havertz-Abschied entlastet werden.
Wohin es Havertz im Falle eines Abschieds ziehen könnte, ist noch völlig offen. Der 26-Jährige war im Sommer 2020 von Bayer Leverkusen auf die Insel gewechselt. 100 Millionen legte der FC Chelsea damals für den Offensivspieler auf den Tisch.
Marathon-Roboter unterbieten menschlichen Rekord
Bei einem Halbmarathon in China gehen neben menschlichen Läufern auch Roboter an den Start. Es ist ein Wettbewerb von über 100 Ingenieur-Teams. Einige der Modelle rennen sämtlichen Menschen davon - andere bekommen schon kurz nach dem Start Probleme.
Bei Bundesliga-"Revolution": Marie-Louise Eta liefert sich lustige Verfolgsjagd
Sogar in der argentinischen Sportzeitung "Olé" war Marie-Louise Eta kurzzeitig der Aufmacher und verdrängte die Vorschau auf das Fußball-Superclásico zwischen Boca Juniors und River Plate von der Startseite. Das spanische Blatt "AS" widmete der ersten Cheftrainerin in der Geschichte der Männer-Bundesliga sogar ein eigenes Video. Gefühlt verfolgte die ganze Fußball-Welt das historische, wenn auch misslungene Debüt der Pionierin an der Seitenlinie des 1. FC Union Berlin.
"Die Vorfreude war riesig und ein ohrenbetäubender Jubel erschütterte das malerische Stadion An der Alten Försterei, als Marie-Louise Eta aus den Katakomben kam. Kein einziges Objektiv der Fotografen war nicht auf sie gerichtet. Und das war kein Wunder, denn sie wurden Zeugen eines historischen Moments", schrieb die spanische "Marca" nach dem 1:2 der Köpenicker gegen den VfL Wolfsburg.
Schon vor dem Anpfiff bot sich auf dem Rasen ein lustiges Bild, denn es entwickelte sich eine kleine Verfolgungsjagd. Eta eilte zunächst zum einen Spielfeldrand für ein DAZN-Interview, dicht gefolgt von einer Schar Fotografen. Kurz darauf wiederholte sich die Szene, als die 34-Jährige die Seite wechselte, um auch dem Sky-Reporter Rede und Antwort zu stehen. "Sie stand im Mittelpunkt und zog alle Blicke auf sich. Eine echte Revolution", schrieb "Diario Olé".
Die sportlichen Schlagzeilen am Morgen
SC Freiburg winkt gigantischer Geldregen für Toptorwart
Noah Atubolu vom SC Freiburg steht nach Angaben von Transfer-Reporter Ekrem Konur auf dem Zettel der italienischen Spitzenklubs Inter Mailand und Juventus Turin. Die beiden Serie-A-Vertreter wollen sich auf der Torwartposition verjüngen, heißt es. Atubolu sei dabei zuletzt verstärkt in den Fokus gerückt.
Als mögliches Preisschild nennt Konur 30 bis 35 Millionen Euro. Auch aus der Premier League soll Interesse bestehen, so stehe der Keeper auch bei Tottenham Hotspur auf der Liste. Noah Atubolu durchlief seit der U17 alle Junioren-Nationalmannschaften des DFB, ein A-Länderspiel hat der 22-fache U21-Keeper noch nicht zu verbuchen.
Schock vor Spiel: Fallschirmspringer prallt gegen Anzeigetafel
Ein Fallschirmspringer hat mit einer missglückten Landung vor einem College-Footballspiel in Blacksburg im US-Bundesstaat Virginia für eine Schrecksekunde gesorgt. Der Springer flog mit der US-Flagge ins Stadion, verpasste aber seinen Landeplatz. Er prallte gegen die Anzeigetafel und blieb dort hängen. Einsatzkräfte musste ihn aus seiner misslichen Lage befreien.
Vertreter der Virginia Tech University teilten später mit, dass der Springer "in Sicherheit gebracht wurde und sich derzeit in einem stabilen Zustand befindet". Das Spiel wurde aufgrund des Vorfalls verspätet begonnen. "Unser Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf seinem Wohlergehen", erklärten Vertreter der Virginia Tech in einer Stellungnahme. "Wir sprechen den Ersthelfern, den Veranstaltungsmitarbeitern und dem medizinischen Personal unseren aufrichtigen Dank für ihr schnelles, koordiniertes und professionelles Handeln aus."
LeBron James übernimmt, Lakers schlagen Rockets
Kein Luka Doncic, kein Problem: Die Los Angeles Lakers sind trotz ihrer Verletzungssorgen mit einem Sieg in die Playoffs der NBA gestartet. In Abwesenheit von Topspieler Doncic führte Basketball-Altmeister LeBron James das Team aus Kalifornien zu einem 107:98 gegen die ebenfalls ersatzgeschwächten Houston Rockets. Der 41 Jahre alte Superstar überzeugte im ersten Spiel der Serie mit 19 Punkten und 13 Assists, Unterstützung erhielt James vor allem vom starken Luke Kennard mit 27 Punkten. Maximilian Kleber kam hingegen nicht zum Einsatz.
Die Rockets konnten den kurzfristigen Ausfall von Topscorer Kevin Durant nicht kompensieren. Der 37-Jährige hat mit einer schmerzhaften Knieverletzung zu kämpfen, der genaue Zeitpunkt von Durants Rückkehr steht noch nicht fest, wie Rockets-Coach Ime Udoka vor der Partie erklärte. Er soll aber wie auch Doncic bei den Lakers noch in die laufenden Playoffs eingreifen.
Um Julian Brandt ranken sich wilde Gerüchte
Im Sommer endet die Ära von Julian Brandt bei Borussia Dortmund. Zieht es den Spielmacher nach seinem BVB-Aus über den großen Teich? Oder gar zum FC Bayern? Den Rekordmeister nennt der Transfer-Experte Ekrem Konur bei X als angeblichen Interessenten - ein Gerücht, das auf den ersten Blick zumindest wenig plausibel erscheint. Auch RB Leipzig, der FC Arsenal, Fenerbahce, die AS Rom sowie der FC Sevilla sollen sich demnach mit Brandt beschäftigen.
Wie es auf dem auf die MLS spezialisierten X-Kanal "Markaj News" und bei Konur zudem übereinstimmend heißt, habe auch der FC Cincinnati ein Auge auf Brandt geworfen. Das Team aus Ohio wolle demnächst in erste Gespräche einsteigen, heißt es. Brandt hatte sich mit Blick auf seine berufliche Zukunft zuletzt bedeckt gehalten. "Es gibt viele Ideen, nicht jede Idee ist gut, aber es gibt viele Ideen", sagte er nach der 0:1-Pleite des BVB gegen Bayer Leverkusen bei "Sky". Er betonte: "Man muss das auch nicht überstürzen. Wir nähern uns jetzt langsam dem Saisonende, aber wir haben noch wichtige Spiele vor uns. Es wäre dem Verein auch nicht gerecht, jetzt auf einmal überall Gespräche zu führen. Das muss man sauber beenden, und dann hat man genug Zeit."
Brandt schließt Wechsel zur BVB-Konkurrenz nicht aus
Auf die Frage, ob er sich auch einen Wechsel zur Bundesliga-Konkurrenz des BVB vorstellen könne, antwortete Brandt: "Grundsätzlich würde ich gar nichts ausschließen. Aber es gibt schon Dinge, die ich bevorzuge, und es gibt Dinge, die ich mir zum jetzigen Zeitpunkt eher nicht vorstellen kann. Wie gesagt: Es gibt ein, zwei Gedanken, aber alles der Reihe nach."
Brandt war 2019 für 25 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zum BVB gewechselt. In Schwarz und Gelb steht er inzwischen bei mehr als 300 Pflichtspielen.
"Sentimental" sei er angesichts des nahenden BVB-Abschieds noch nicht, sagte Brandt. ""Irgendwann spürt man sicherlich ein bisschen Wehmut, aber ich fühle mich jetzt nicht auf irgendeiner Abschiedsreise oder auf einer Abschiedstournee. Mir macht es Spaß, hier zu spielen, mir macht es Spaß, in anderen Stadien zu spielen, mir macht es grundsätzlich Spaß, diesen Beruf auszuüben, solange ich fit bin. Am Ende geht im Leben irgendwann alles einmal zu Ende."
Niklas Süle bezahlt offenbar hohen Preis für Kovac' Geschenk
Niko Kovac hatte es nur gut gemeint. Vier Wochen vor dessen Abschied wollte der Cheftrainer von Borussia Dortmund Ex-Nationalspieler Niklas Süle noch einmal eine Partie an seiner alten Wirkungsstätte gönnen. Doch bei der 1:2-Niederlage bei der TSG Hoffenheim ging so ziemlich alles schief, was für Süle schiefgehen konnte. Der kräftige Verteidiger wirkte behäbig, rutschte kurz vor der Halbzeit aus und verletzte sich am Knie. Doch das war nicht genug, denn nach dem Ausrutscher wehrte der 30-Jährige noch einen Schuss mit der Hand ab. Als er bedröppelt und angeschlagen vom Rasen trottete, bekam die TSG per Videobeweis einen Elfmeter zugesprochen.
"Natürlich ist es immer wieder schön, wenn man dort spielt, wo man aufgewachsen ist. Das war die Intention", berichtete Kovac über den ersten Bundesliga-Einsatz von Süle seit Anfang März. Der Abwehrspieler wird den BVB im Sommer nach vier Jahren verlassen, der verschuldete Handelfmeter nach Ausrutscher könnte seine letzte Aktion im Trikot der Borussia gewesen sein.
"Er konnte zumindest auftreten, was schon mal ein gutes Zeichen ist", sagte Kovac. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken hingegen erklärte: "Es besteht schon der Verdacht, dass er sich schwerer verletzt hat. Er sitzt mit einer Bandage am Knie in der Kabine." Dortmund hat noch vier Bundesliga-Spiele zu bestreiten. Süle spielte von 2010 bis 2017 für Hoffenheim.
"Blitz"-Roboter laufen Menschen bei Marathon davon
Bei einem Halbmarathon in China sind Roboter der menschlichen Konkurrenz erstmals davongelaufen. In Peking überquerte die ferngesteuerte Version des Humanoids "Blitz" aus dem Team des Smartphone-Herstellers Honor trotz eines Sturzes kurz vor dem Ende nach 48 Minuten und 19 Sekunden als erster die Ziellinie, wie im Staatsfernsehen zu sehen war.
Weil das Regelwerk für ferngesteuerte Roboter aber Extrazeit aufschlägt, wurde die Zeit auf rund 57 Minuten korrigiert. Gewonnen hatte deshalb ein weiterer "Blitz" in der autonom laufenden Version, der nach 50 Minuten und 26 Sekunden ins Ziel rannte.
Die Bestzeit von 2 Stunden, 40 Minuten und 42 Sekunden des Roboters "Tiangong Ultra" aus dem Vorjahr wurde damit deutlich unterboten. Der bestehende Halbmarathon-Weltrekord eines Menschen liegt bei 57 Minuten und 20 Sekunden.
Die Zahl der Entwicklerteams aus Unternehmen und Hochschulen lag in diesem Jahr fünfmal höher, weshalb Dutzende weitere Humanoide an den Start gingen. Einige stürzten unterwegs oder prallten in die Begrenzungen der Rennstrecke.