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Verletzt und ElfmeterNiklas Süle produziert eine der bittersten Szenen der Saison

18.04.2026, 18:26 Uhr
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Niklas Süle ist der Pechvogel des Tages. (Foto: IMAGO/Jan Huebner)

Niklas Süle ist der vielleicht größte Pechvogel des 30. Spieltags der Fußball-Bundesliga: Der Ex-Nationalspieler produziert einen unglücklichen Elfmeter und verletzt sich dabei auch noch womöglich schwerer.

Was für ein bitterer Moment für Borussia Dortmund und vor allem für Niklas Süle: Am 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga stand es im Duell des BVB bei der TSG Hoffenheim 0:0, als Hoffenheims Andrej Kramaric knapp außerhalb des Strafraums abzog und sich dann enttäuscht abdrehte - denn der Kroate hatte mit seinem Schuss voll den Dortmunder Süle erwischt, der in seiner Schussbahn lag.

Der Ball wurde abgelenkt, doch Ex-Nationalspieler Süle blieb liegen, offenbar unter großen Schmerzen. Während der Verteidiger noch auf dem Rasen behandelt wurde, checkte Schiedsrichter Daniel Siebert die Situation in der Review-Area - und entschied sich für einen Elfmeter für die TSG Hoffenheim.

Süle war in dieser 37. Minute beim Versuch, Kramaric am Torschuss zu hindern, weggerutscht und verletzte sich bei der unkontrollierten Bewegung offensichtlich am linken Bein. Im Fallen klatschte ihm dann noch der Schuss mit großer Geschwindigkeit an den Arm. "Er rutscht aus, hat den Arm oben, der Schuss geht aufs Tor", sagte TV-Experte Tobias Schweinsteiger bei DAZN. "Das ist äußerst unglücklich in der Entstehung, aber Schiedsrichter muss es pfeifen. Es geht nicht darum, ob ein Spieler ausrutscht und sich wehtut, sondern um die Handspielbewertung."

Süle, der sich sofort das Knie hielt, humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht und in Begleitung von zwei Betreuern vom Feld. Kramaric verwandelte den Elfmeter, der BVB ging mit einem 0:1 in die Pause. Am Ende verloren die Schwarz-Gelben das Spiel, weil Siebert tief in der Nachspielzeit noch einen Handelfmeter gegen den Tabellenzweiten verhängte und Kramaric wieder traf, mit 1:2.

"Verdacht auf schwerere Verletzung"

Wie schwer sich Süle, der sofort ausgewechselt worden war, verletzt hat, ist noch unbekannt. "Es besteht schon der Verdacht auf eine schwere Verletzung. Er sitzt mit einer Bandage am Knie in der Kabine", berichtete Sport-Geschäftsführer Lars Ricken nach dem Abpfiff: "Jetzt müssen wir die weiteren Untersuchungen abwarten."

Süle erlitt in seiner Karriere bereits zwei Kreuzbandrisse. Trainer Niko Kovac dagegen hat Hoffnung, dass der Schockmoment für seinen Spieler glimpflich ausgehen könnte: "Wir wissen noch nichts Genaues. Er konnte zumindest auftreten. Das ist immerhin ein gutes Zeichen."

Der 49-malige Nationalspieler Süle, der 2022 vom FC Bayern München zum BVB gewechselt war, bestritt wegen mehrerer Verletzungen in der laufenden Saison überhaupt erst zehn Spiele. Möglicherweise endet eine nie ganz glückliche Verbindung nun auf denkbar bittere Weise: Der Verein hatte bereits verkündet, den nach der Saison auslaufenden Vertrag mit dem Verteidiger nicht zu verlängern. Es könnte der letzte Auftritt von Niklas Süle im Trikot von Borussia Dortmund gewesen sein.

Quelle: ntv.de, ter

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