Die Highlights des Thrillers: USA feiern Drama-Sieg im Eishockey-"Hass"-Duell
Beim Eishockey-Finale der Männer holen sich die USA Olympia-Gold. Ein dramatisches Duell gegen den Rivalen Kanada geht bis in die Overtime. Es ist der erste Olympiatitel für die Vereinigten Staaten seit 1980.
Klarer Sieg nach Rückstand: FC Bayern pflügt unaufhaltsam durch die Liga
Den Fußballerinnen von Bayern München ist die vierte Meisterschaft in Serie kaum noch zu nehmen. Die Münchnerinnen gewannen das Bundesliga-Topspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 4:1 (0:1) und bauten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf schier uneinholbare 14 Punkte aus. Noch hat Wolfsburg zwar ein Spiel weniger absolviert, die Chancen auf den ersten Meistertitel seit 2022 sind für den VfL dennoch auf ein Minimum gesunken.
Jovana Damnjanovic (54., 56.), Georgia Stanway (70.) und Klara Bühl (80.) drehten am Bayern-Campus die Partie zugunsten der Münchnerinnen, die weiter unaufhaltsam durch die Liga pflügen. Bis auf ein Unentschieden in der Hinrunde gegen Carl Zeiss Jena haben die Double-Siegerinnen alle Liga-Spiele der Saison gewonnen. Kessya Bussy (16.) hatte Wolfsburg in Führung gebracht.
Gold-Jubel: "Auf einmal schreien alle vier Idioten"
Schöner hätte er sich das Ende seiner Laufbahn wohl kaum ausmalen können: Bobsportler Johannes Lochner krönt seine Karriere mit der Gold-Medaille im Viererbob, nachdem er zuvor bereits im Zweierbob Gold gewinnt. Am ntv-Mikrofon schildert er, was er im Moment des Sieges mit seinen Teamkollegen erlebt.
"Wird Wahnsinnssaison": Hamilton mit ungewöhnlicher Kampfansage
Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat eine deutliche Kampfansage an die Konkurrenz gerichtet. Beflügelt durch die Eindrücke vom neuen Ferrari schrieb der siebenmalige Champion zwei Wochen vor dem Saisonauftakt bei Instagram: "Ich habe einen Reset gemacht und bin voller Energie." Und der 41 Jahre alte Brite kündigte an: "Das wird eine Wahnsinnssaison."
Solche Ansagen gab es von Hamilton schon länger nicht mehr. Nach seinem Wechsel zur vergangenen Saison von Mercedes zu Ferrari hatte sich das vergangene Jahr zu einem quälenden Desaster entwickelt. Hamilton wartet bereits seit August 2024 auf seinen nächsten Erfolg, es wäre der 106. Grand-Prix-Sieg. Im 2025er-Klassement hatte Hamilton nur den sechsten Platz belegt, auch noch einen Rang hinter seinem monegassischen Teamkollegen Charles Leclerc. Der neue Ferrari für die anstehende Saison erwies sich bei den Testfahrten in Bahrain als vielversprechend. Mit einer innovativen Heckklappen-Variante verblüfften die Ingenieure der Scuderia die Konkurrenz, der neue Motor mit der Hälfte der Power durch die Batterie zeigte sich zuverlässig.
Zwei Zuschauer sterben bei Radrennen, sechs weitere werden verletzt
Bei der Ruanda-Rundfahrt sind bei einem Unfall mit einem Begleitfahrzeug zwei Zuschauer gestorben und sechs weitere verletzt worden. Auf der ersten Etappe kam demnach in Gabiro ein Begleitfahrzeug von der Strecke ab und erfasste mehrere Zuschauer. Die Verletzten werden im Krankenhaus versorgt, die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Ruanda war im vergangenen Jahr in den Fokus der Radsport-Welt gerückt. Ende September fanden dort die Straßenrad-Weltmeisterschaften statt, die ersten auf dem afrikanischen Kontinent. Die Titelkämpfe waren ohne Zwischenfälle abgelaufen.
Florian Wirtz verletzt sich beim Aufwärmen
Fußball-Nationalspieler Florian Wirtz hat sich beim Aufwärmen für das Premier-League-Spiel seines FC Liverpool bei Nottingham Forest verletzt und ist kurzfristig aus der Startelf gerutscht. Eigentlich sollte der deutsche Offensivspieler beginnen, nun rückte Curtis Jones in die erste Elf. Nähere Informationen zur Verletzung von Wirtz lagen zunächst nicht vor.
Wirtz war unter Teammanager Arne Slot zuletzt wieder gesetzt. Er kommt auf vier Tore und drei Vorlagen in bislang 25 Einsätzen in der Liga für Liverpool.
Verletzte Athletin schickt nach schlimmem Unfall schöne Worte an unglückliche Konkurrentin
Nach ihrem schlimmen Kufen-Unfall im Shorttrack bei Olympia hat die Polin Kamila Sellier ihre amerikanischen Kontrahentin Kristen Santos-Griswold in Schutz genommen. "Ich möchte euch freundlich bitten, ihr keine Vorwürfe zu machen. Bitte denkt daran, dass Unfälle passieren können und niemand beabsichtigt hat, dass das geschieht", schrieb Sellier auf Instagram.
Der 25-Jährigen sei zu Ohren gekommen, dass Santos-Griswold die Schuld für den Unfall gegeben werde. Solche Risiken seien aber Teil des Sports, schrieb Sellier. "Und ich bin mir dieser jedes Mal bewusst, wenn ich das Eis betrete."
Sellier war am Freitag im olympischen Viertelfinale über 1.500 Meter zu Fall gekommen. Dabei schlitterte sie so unglücklich über das Eis, dass sie von der hinteren Kufenkante der noch laufenden Santos-Griswold unter dem linken Auge getroffen wurde. Das Rennen war sofort abgebrochen worden. Sellier wurde gleich auf dem Eis versorgt. Sie kam anschließend ins Krankenhaus und wurde dort operiert.
"Lasst uns einander unterstützen, anstatt mit dem Finger auf jemanden zu zeigen. Lasst uns Freundlichkeit statt Hass wählen", schrieb Sellier und richtete sich noch mit ein paar Worten direkt an Santos-Griswold. "Ich schicke dir ganz viel Liebe und Umarmungen. Ich weiß, dass es auch für dich keine einfache Zeit ist."
"Skandal", "inakzeptabel", Betrug: Tor von Sané aberkannt
Ein aberkanntes Tor von Fußball-Nationalspieler Leroy Sané sorgt in der Türkei für Wirbel. Sané traf bei der überraschenden 0:2-Niederlage von Galatasaray Istanbul bei Konyaspor in der 49. Minute zur vermeintlichen Führung der Gäste, doch Schiedsrichter Atilla Karaoglan erkannte das Tor nach Studium der Videobilder nicht an. Bayern-Leihgabe Sacha Boey soll bei der Entstehung im Abseits gestanden und einen Gegenspieler behindert haben.
Galatasaray fühlte sich betrogen. "Das reguläre Tor, das Galatasaray im Spiel gegen Konyaspor erzielt hat, wurde trotz der eindeutigen Bestimmungen der Abseitsregel aberkannt. Dies ist ein Skandal, der für den türkischen Fußball inakzeptabel ist", hieß es in einem von dem Klub veröffentlichten Statement. Der Tabellenführer witterte sogar Betrug. "Der Schiedsrichter des Spiels und der VAR Davut Dakul Celik, der bekanntermaßen ein fanatischer Anhänger des Teams ist, gegen das wir um die Meisterschaft kämpfen, haben diese Entscheidung getroffen und nicht nur das Ergebnis eines Spiels, sondern auch das Vertrauen in die Fairness und Glaubwürdigkeit der Liga beschädigt", teilte Galatasaray weiter mit. Stadtrivale Fenerbahce Istanbul kann am Montag durch einen Sieg gegen Kasimpasa nach Punkten zu Galatasaray aufschließen.
Thomas Müller feiert "schwer erkämpften Sieg", Timo Werner fehlt
Thomas Müller hat die Mission Meisterschaft mit den Vancouver Canucks erfolgreich gestartet. Der Vizemeister kam zum Saisonauftakt der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) gegen Real Salt Lake zu einem knappen 1:0 (0:0). Die Bayern-Legende sprach anschließend von einem "schwer erkämpften Sieg" und feierte den "Man of the Match" Aziel Jackson. Der 24 Jahre alte Offensivspieler hatte in der 53. Minute das Tor des Tages für die Kanadier erzielt. Müller hatte in seinem ersten Jahr mit den Caps das MLS-Finale gegen Inter Miami mit Lionel Messi verloren. "Ich würde mir für die Saison natürlich wünschen, dass wir wieder ins Finale kommen und es dann erneut gegen Inter Miami und Messi geht", hatte Müller vor dem Auftakt gesagt: "Da ist wie gesagt noch eine Rechnung offen."
Der ehemalige Nationalspieler Timo Werner musste dagegen seine Premiere für San Jose Earthquakes verschieben. Der 29-Jährige fehlte beim souveränen 3:0 (2:0) gegen Sporting Kansas City noch im Kader. Werner war erst in der vergangenen Woche von RB Leipzig in die USA gewechselt. Sein neuer Trainer Bruce Arena hatte bereits vermutet, dass es mit dem Visum für den 57-maligen Nationalspieler "ein paar Wochen" dauern könnte.
Ausschreitungen, verletzte Polizisten: Drittliga-Begegnung eskaliert nach Abpfiff
Nach dem Drittliga-Spitzenspiel zwischen dem VfL Osnabrück und Rot-Weiss Essen (3:0) ist es auf dem Osnabrücker Hauptbahnhof zu Ausschreitungen zwischen Fußball-Fans und der Polizei gekommen. Die Bundespolizei schrieb in einer Mitteilung von zwei verletzten Polizeibeamten sowie "schweren Landfriedensbrüchen, Körperverletzungsdelikten sowie tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte". Zu den Vorfällen kam es bei der Abreise von Essener Fans aus Osnabrück. Einsatzkräfte der Bundespolizei begleiteten den Zug nach Essen daraufhin.
Nach der Ankunft am Essener Hauptbahnhof hätte die Bereitschaftspolizei die Personalien von mehr als 180 Fußball-Fans aufgenommen. Personen seien durchsucht und Lichtbilder angefertigt worden, teilte die Bundespolizei mit. Ein RWE-Fan sei sogar festgenommen und nach Zahlung einer Geldstrafe später wieder freigelassen worden. Bereits 2024 war es bei dem Duell der beiden Klubs sogar schon im Stadion zu Ausschreitungen gekommen.
Konkurrentin "klaut" Deutscher die Ski
Kurioser Zwischenfall beim olympischen Skilanglaufrennen über 50 Kilometer: Die Russin Darja Neprjajewa hat beim Skiwechsel nach knapp der Hälfte der Distanz versehentlich die Ski von Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler genommen. Neprjajewa fuhr zum Wechsel in Box 12, ihre Startnummer war aber die 14.
Die deutschen Techniker mussten daraufhin in Windeseile neue Ski für Hennig Dotzler präparieren - es gelang. Die Ersatzski wurde gerade noch rechtzeitig für den Wechsel der Deutschen bereitgestellt. "Wir haben die Information bekommen, dass in Kathas Box kein Ski mehr liegt", sagte der deutsche Cheftechniker Lukas Ernst: "Zu diesem Zeitpunkt war das Technikerteam bereits in der Mittagspause. Wir mussten alles wieder hochfahren, einen halben Truck neu aufbauen. Wir haben es geschafft, zehn Sekunden vor dem Wechsel wieder einen Ski in die Box zu legen. Dass jemand wirklich weiterläuft und der Ski dann fehlt, das haben wir so noch nicht erlebt." Sowohl für Neprjajewa als auch für Hennig Dotzler waren die Top-Platzierungen zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich entfernt.
Perfekter Abschluss? Deutscher Bob-Coup steht kurz bevor
Bob-Pilot Johannes Lochner greift zum Abschluss seiner Karriere nach dem olympischen Gold-Double. Fünf Tage nach seinem Triumph im Zweier baute der 35-Jährige in der Königsdisziplin Vierer seinen Vorsprung im dritten Lauf weiter aus und liegt vor dem Entscheidungsdurchgang 0,48 Sekunden vor seinem Dauerrivalen Francesco Friedrich. Dritter ist Adam Ammour (+0,92). Sein Puffer auf den Schweizer Michael Vogt beträgt neun Hundertstelsekunden.
Mit dem überlegenen Olympiasieg im Zweier hatte sich Lochner am Dienstag bereits seinen großen Traum erfüllt. Friedrich hingegen wird höchstwahrscheinlich zum erfolgreichsten Bob-Piloten der Geschichte aufsteigen. Schon eine Medaille reicht dem Doppel-Olympiasieger von 2018 und 2022, um André Lange (ebenfalls 4x Gold, 1x Silber) abzuhängen. Für das deutsche Team wäre es zum Abschluss der Winterspiele in Norditalien die achte Goldmedaille - und die sechste im Eiskanal.
"In eine Sphäre abgedriftet": Van Almsick hasst den Hass
Franziska van Almsick hat die zunehmenden Hassnachrichten an deutsche Sportlerinnen und Sportler in den sozialen Medien scharf kritisiert. "Ich glaube, da sind wir in eine Sphäre abgedriftet, die man gar nicht mehr in Worte fassen kann. Da heißt es nur noch: Augen und Ohren zu", sagte die frühere Weltklasse-Schwimmerin und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe beim "Ball des Sports".
Abfällige Kommentare zu ignorieren, sei allerdings "leichter gesagt als getan. Irgendwie muss man damit leben und schauen, wie man selbst am besten damit klarkommt. Ändern können wir es wahrscheinlich nicht", sagte die 47-Jährige. Van Almsick, die in ihrer aktiven Zeit mit einigen negativen Schlagzeilen in den Medien konfrontiert worden war, sieht darin ein generelles gesellschaftliches Problem. "Wenn man heute in der Öffentlichkeit steht, muss man gucken, was man sagt. Manchmal traut man sich gar nicht, Dinge anzusprechen, weil man immer davon ausgehen muss, dass Leute das nicht gut finden", sagte sie. Kritik sei zwar okay. "Aber es geht immer um die Art und Weise, wie man kommuniziert", so van Almsick.
Wegen Lüge: Israels Olympia-Team verbietet Viererbob den Start
Wenn es im Viererbob um die letzten Medaillen dieser Olympischen Winterspiele geht, haben die drei deutschen Teams beste Medaillenchancen. Wie schon im Zweierbob können Johannes Lochner, Francesco Friedrich und Adam Ammour das Podium unter sich ausmachen. Definitiv nicht mehr mitmischen wird Israels Team. Die eigenen Funktionäre untersagten diesem den Start am zweiten Wettkampftag, berichtet die "Times of Israel".
Grund ist, dass einer der Anschieber bezüglich seiner Gesundheit gelogen habe. So hätte Ward Fawarseh der Start ermöglicht werden sollen. Israel nahm am Samstag mit dem Team um Pilot Adam Edelman und den Anschiebern Menachem Chen, Uri Zisman und Omer Katz an den ersten beiden Läufen des Wettbewerbs teil. Am Sonntag hätte Zisman gegen Fawarseh ausgetauscht werden sollen, zeigte die Startaufstellung. Er wäre der erste drusische Olympiateilnehmer Israels gewesen. Ein Ersatzmann darf aber nur antreten, wenn ein anderer im Team erkrankt. Zisman fakte die Erkrankung, gab er später zu, heißt es: "Er unterzog sich sogar einer ärztlichen Untersuchung und unterzeichnete eine eidesstattliche Erklärung, damit das Olympische Komitee die Genehmigung für einen Ersatzmann beantragen konnte."
Von Kufe im Gesicht verletzte Olympionikin meldet sich aus Klinik
Die Olympischen Winterspiele hatten für Kamila Sellier ein tragisches Ende genommen. Gestürzt, von der Konkurrentin mit der Kufe im Gesicht schwer verletzt, Krankenhaus, Operation. Jetzt meldet sich die Polin aus der Klinik. Zu einem Foto, das nur ihre gesunde Gesichtshälfte zeigt, schreibt sie: "Ich weiß, dass ich eines Tages dieses Bild anschauen und mich daran erinnern werde, dass ich stärker bin, als ich je geglaubt habe. Danke für all eure unterstützenden Worte, ich wollte euch nur wissen lassen, dass es mir ganz okay geht."
Sellier hatte bei dem Unfall einen Knochenbruch erlitten, zudem ist ihr Auge betroffen. Sie musste operiert werden, ihre Augenbewegungen werden jetzt kontrolliert.
Was hat Andrich falsch gemacht? "Alles"
Sein Patzer an alter Wirkungsstätte schmerzte Robert Andrich. "Allgemein tut so ein Fehler brutal weh, weil du weißt, das darf dir in dem Moment nicht passieren. Hier besonders - mit einer Niederlage umso schlimmer", räumte der Verteidiger von Bayer Leverkusen nach dem 0:1 (0:1) bei seinem Ex-Verein Union Berlin ein. Beim einzigen Treffer am Samstagnachmittag war Andrich maßgeblich beteiligt gewesen, als er von Rani Khedira (28.) kurz vorm eigenen Tor stehen gelassen wurde. Was er falsch gemacht habe? "Alles in dem Moment. Ich stehe erst gut, habe den Körper davor und unterschätze die Situation dann", erklärte Andrich, der zwischen 2019 und 2021 das Unioner Trikot getragen hatte.
Durch die Niederlage bei den Köpenickern, die zuvor sieben Spiele ohne Sieg gewesen waren, kassierten die Leverkusener gleich in doppelter Hinsicht einen Dämpfer: In der Bundesliga steht der Tabellensechste (39 Punkte) im Rennen um die erneute Champions-League-Qualifikation zunehmend unter Zugzwang. Zudem kam die Niederlage mit Blick auf das entscheidende Play-off-Duell um das Achtelfinale in der Königsklasse mit Olympiakos Piräus am Dienstag (21 Uhr/Prime Video und im ntv.de-Liveticker) äußerst ungelegen. Die Tür zur nächsten Runde hatte die Werkself im Hinspiel (2:0) aber schon weit aufgestoßen.
Franz Wagner fehlt - und prompt verliert Orlando Magic
Ohne den verletzten Welt- und Europameister Franz Wagner hat Orlando Magic in der NBA einen Rückschlag kassiert: Das Team aus Florida verlor gegen die Phoenix Suns mit 110:113 nach zweimaliger Verlängerung. Der zuvor glücklose Jalen Green traf mit der Schlusssirene zum Sieg für die Suns.
Franz Wagner fehlte wegen seiner Knöchelverletzung. Er werde auf unbestimmte Zeit ausfallen, hatten die Magic in der vergangenen Woche mitgeteilt. Bruder Moritz Wagner sammelte in zwölf Minuten Spielzeit gegen die Suns sieben Zähler, Nationalspieler Tristan da Silva kam in 38 Minuten auf fünf Punkte. Bester Werfer der Magic war Desmond Bane mit 34 Punkten. Orlando ist mit 29 Siegen bei 26 Niederlagen Achter der Eastern Conference.
Der deutsche Profi Ariel Hukporti kam beim 108:106 der New York Knicks gegen die Houston Rockets nicht zum Einsatz. Die Knicks lagen im letzten Viertel mit 18 Punkten zurück, drehten aber noch das Spiel. New York ist nach dem 36. Saisonsieg Dritter im Osten. Tabellenführer bleiben die Detroit Pistons nach einem 126:110 gegen die Chicago Bulls. Es war der fünfte Sieg in Folge für die Pistons. Im Westen halten die San Antonio Spurs um Victor Wembanyama den Druck auf Titelverteidiger und Topteam Oklahoma City Thunder hoch. Die Spurs gewannen durch ein 139:122 gegen die Sacramento Kings zum achten Mal in Serie. Der Franzose Wembanyama war mit 28 Punkten bester Werfer seines Teams.
Gold um den Hals nach Schummel-Eklat: "Es gab viel Hass"
Auf turbulente Tage nach Schummelvorwürfen folgte am Ende trotzdem die Gold-Krönung: Kanadas Curler Marc Kennedy hat nach dem Olympiasieg mit seiner Mannschaft offen über Hassnachrichten während des Curling-Turniers gesprochen. "Es gab in dieser Woche viel Hass da draußen, aber wir haben uns entschieden, diesen Hass nicht in unsere Kabine zu lassen, ihm keinen Raum in unseren Köpfen zu geben und uns einfach gegenseitig zu vertrauen", sagte der 44-Jährige.
"Es bedeutet mir die Welt, meine Teamkollegen mit einer Medaille um den Hals zu sehen. Ich weiß nicht, ob die Leute jemals verstehen werden, was wir als Team in dieser Woche durchgemacht haben - was ich ihnen als Team in dieser Woche zugemutet habe", sagte Kennedy. "Ich bin einfach so stolz auf sie. Ich liebe diese Jungs."
Tor des Jahres?: Trainer adelt den "König der Lüfte"
Traumtor oder sogar Tor des Jahres? Angreifer Ragnar Ache vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln hat mit seinem spektakulären Fallrückzieher alle begeistert - besonders seinen Trainer, der sich prompt festlegte: "Bei der Wahl zum Tor des Jahres geht es jetzt wohl nur noch um Platz zwei", sagte Lukas Kwasniok nach dem 2:2 (1:1) gegen die TSG Hoffenheim. Das fünfte Saisontor des Kölners veredelte die Social-Media-Abteilung des Klubs gar mit einem Bilderrahmen zu einem Gemälde und platzierte es mittels Bildbearbeitung in einem Museum. Ache selbst blieb eher bescheiden: "Geht der Ball rein, sieht es top aus, geht er einen Meter daneben, lacht das ganze Stadion", sagte Ache über sein Kunststück.
Die Kölner punkteten mit dem Remis gegen den Tabellendritten aus dem Kraichgau nach zuletzt zwei Niederlagen endlich auch gegen ein Topteam. Gegen RB Leipzig (1:2) und den VfB Stuttgart (1:3) hatte man nach ansprechenden Leistungen ohne Zähler dagestanden. Kwasniok sagte: "Wenn jemand so ein Tor macht wie Ragnar Ache, dann will ich nur noch eine Überschrift lesen: 'König der Lüfte'."
"Totale Diktatur": Ex-FIFA-Boss keilt gegen Infantino und Trump
Der frühere FIFA-Chef Joseph S. Blatter hat abermals gegen seinen Nachfolger Gianni Infantino sowie den US-Präsidenten Donald Trump ausgeteilt - und zu einer klaren Positionierung gegen deren Handeln aufgerufen. Trumps Einmischung in die Planung der Fußball-WM im Sommer sei "das Schlimmste, was der FIFA passiert ist", sagte Blatter im Interview mit Radio Canada: "Und es gibt keinen Widerspruch dagegen."
Der Schweizer, während dessen Amtszeit an der FIFA-Spitze (1998 bis 2016) ein beispielloses Korruptionsnetzwerk entstanden war, sieht die FIFA-Mitglieder in der Pflicht. "Warum stehen wir nicht auf?", fragte der 89-Jährige, er bitte sie, "aufzustehen und zu sagen, dass das nicht in Ordnung ist. Wir haben noch Zeit, etwas zu unternehmen". Die Idee eines Boykotts lehnt er aber ab.
"Während ich hier im Krankenhausbett sitze ...": Vonn knöpft sich Kritiker vor
US-Star Lindsey Vonn hat sich in einer weiteren Botschaft aus dem Krankenhausbett die Kritiker ihres Comebacks vorgeknöpft. "Es war nicht alles umsonst. Es war alles. Und es war kein Traum. Auch wenn es sich jetzt, während ich hier im Krankenhausbett sitze, weit weg anfühlt", sagte die 41-Jährige in einem Instagram-Beitrag. "Aber ich habe es geschafft. Ich bin zurückgekommen. Ich habe gewonnen. Ich bin angetreten und habe das geschafft, was die meisten in meinem Alter mit einer Teil-Knieprothese für unmöglich hielten. Jeder Moment war großartig, jeder Moment war es wert", sagte Vonn.
Vonn hatte Ende 2024 ein Comeback gestartet, das seinen Höhepunkt bei den Olympischen Winterspielen in Italien finden sollte. Doch in der Olympia-Abfahrt von Cortina d'Ampezzo stürzte sie schwer und zog sich eine komplexe Schienbeinverletzung zu. Seitdem wurde die Amerikanerin bereits mehrfach operiert. Was sie getroffen habe, seien Stimmen gewesen, die ihr vorwarfen, egoistisch einen Startplatz für Olympia zu blockieren. "Für all die Hater da draußen", die nicht verstehen würden, was es bedeute, sich seinen Platz zu verdienen, präsentierte sie in ihrem Instagram-Beitrag ihre Bilanz seit ihrem Comeback. Dabei verwies die Olympiasiegerin von 2010 unter anderem auf ihre Führung im Abfahrtsweltcup, ihre zwei Weltcupsiege in der Abfahrt und zahlreiche Podestplätze.
Erst Olympiasiegerin, dann gibt's den Heiratsantrag
Erst Gold, dann Silber: Die niederländische Eisschnellläuferin Marijke Groenewoud hat kurz nach ihrem Olympiasieg im Massenstart auch noch einen Verlobungsring an den Finger bekommen. Ihr Partner Mike Dogterom überraschte die frisch gebackene Goldmedaillengewinnerin mit einem Heiratsantrag. "Plötzlich ging jemand vor mir auf die Knie, und alles, was ich dachte, war: 'Oh nein, wirklich, ist das wahr?' Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Es ist unglaublich. Ich kann kaum glauben, was mir gerade passiert ist", sagte Groenewoud nach ihrem doppelten Glücksmoment.
Nach der Siegerehrung stieg Groenewoud nichtsahnend eine Treppe hinauf, nachdem sie fragenden Journalisten Rede und Antwort gestanden hatte. Nach einer kurzen Umarmung zückte Dogterom eine Schatulle aus seiner rechten hinteren Hosentasche und ging auf die Knie. Groenewoud sagte schnell "Ja". Auf die Frage, ob sie sich mehr über die Goldmedaille oder den Verlobungsring freue, antwortete die 27-Jährige: "Diese Frage habe ich jetzt schon ein paar Mal erhalten, aber ich freue mich über beides sehr. Ich bin heute für olympisches Gold angetreten, und ich werde mit Gold und einem silbernen Ring nach Hause gehen. Ich bin überglücklich." Für Groenewoud war es der perfekte Tag. "Gold und Silber an einem Tag - was kann ich mir mehr wünschen?"