Matthäus, was Bayerns Schicksal in Madrid entscheidet
Das Gastspiel des FC Bayern bei Real Madrid im Viertelfinale der Champions League ist eins der Sorte unvorhersehbar. Das sieht auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus so. In seiner "Sky"-Kolumne erklärte er, dass die einzelnen Spieler das Duell seiner Meinung nach nicht entscheiden werden, sondern der Kopf. "Die Bayern müssen Ruhe bewahren und mental da sein, denn im Bernabeu kann eine ganz besondere Magie entstehen, die gerade in der Champions League schon viele Teams zu spüren bekommen haben."
Dass die Königlichen in dieser Saison immer wieder schwache Vorstellungen gezeigt haben, spiele "keine Rolle", so Matthäus: "Die Champions League ist etwas anderes und die Bayern müssen im Kopf in den entscheidenden Momenten da sein." Obwohl es sich auf dem Papier um ein 50:50-Duell handelt, wähnt Matthäus die Münchner leicht vorn. "Die Mannschaft von Vincent Kompany macht für mich, vor allem auch was die Körpersprache angeht, den stabileren Eindruck. Es gibt keine Eifersüchteleien, was vielleicht früher mal ein Thema war, sondern der FC Bayern ist derzeit eine große Einheit."
Trainer teilt gegen Schiri aus nach Zweitliga-Topspiel
Der Frust über den Schiedsrichter ließ Trainer Christian Titz von Hannover 96 auch nach dem Zweitliga-Topspiel nicht los. Der 55-Jährige kritisierte aus seiner Sicht die Fehlentscheidungen beim 1:1 (1:0) gegen die SV Elversberg, vor allem der Elfmeter zum Ausgleich ärgerte Titz.
"Ich habe das Vertrauen in die Bildgebung verloren. Sie ist einfach nicht mehr das, was sie uns geben sollte", sagte der Coach über die aus seiner Sicht strittige Szene. Der Unparteiische Robert Kampka entschied nach dem Foul von Noel Aseko an Elversbergs Immanuel Pherai in der zweiten Hälfte auf Strafstoß. Zwar gab es einen kurzen VAR-Check, doch der Schiedsrichter selbst sah sich die Szene nicht an. Daran störte sich Titz besonders. "Es war ja so gewesen, dass es gar nicht die Nutzung der Bildgebung in meinen Augen gab. Ich würde mir ja wünschen, dass wir sie nutzen. Dass der Schiedsrichter raus geht und sich die Szenen anschaut." Das Spiel hätte so möglicherweise einen anderen Verlauf genommen, meinte Titz.
Bundesligist ist heiß auf Brasilien-Juwel
Borussia Dortmund ist laut brasilianischen Medien an einer Verpflichtung des erst 18-jährigen Flügelstürmers Lucca von São Paulo interessiert. Auch die "Bild" berichtet von einer Transfer-Spur zu den Schwarz-Gelben. Neben dem BVB gilt mit dem FC Arsenal ein weiteres europäisches Schwergewicht als interessiert. Über eine mögliche Ablösesumme ist bislang nichts bekannt. Luccas Vertrag beim FC São Paulo läuft noch bis 2028.
Altersschnitt 20,6 Jahre: Deutsche Tennisfrauen müssen auf Starspielerin verzichten
Zum Neustart nach dem Abstieg aus der Weltgruppe des Billie Jean King Cups muss das deutsche Frauen-Tennisteam auch auf die gesetzte Eva Lys verzichten. Die 24 Jahre alte Hamburgerin sei nach ihrer Knieverletzung noch nicht wieder vollständig fit und stehe deswegen für das Turnier der Regionalgruppe I vom 7. bis 11. April im portugiesischen Oeiras nicht zur Verfügung. Das teilte der Deutsche Tennisbund (DTB) mit.
Der neue Cheftrainer Torben Beltz nominierte dafür Nastasja Schunk (22) und Eva Bennemann (18) nach. Sie komplettieren das sehr junge und kaum erfahrene Team mit Ella Seidel (21), Noma Noha Akugue (22) und Tessa Brockmann (20). Auch aufgrund des vom Verband ausgerufenen Neuaufbaus hatte Beltz auf die erfahrenen Spielerinnen Laura Siegemund (38) und Tatjana Maria (38) verzichtet.
Üble Krawalle in Dresden: Hertha BSC äußert sich
Hertha BSC will nach den heftigen Krawallen beim Spiel bei Dynamo Dresden aktiv bei der Aufklärung mithelfen. Der Fußball-Zweitligist werde die Maßnahmen der Sicherheitsbehörden dafür unterstützen, teilte der Hauptstadtklub mit. Man wolle den Ermittlungen aber nicht vorgreifen oder sich an Spekulationen beteiligen. "Eine sachgerechte Bewertung der Auslöser und Abläufe ist uns daher gegenwärtig nicht möglich und steht uns auch aus rechtlichen Gründen nicht zu."
Hertha stehe im engen Austausch mit Dynamo, dem Deutschen Fußball-Bund und den Sicherheitsbehörden. "Darüber hinaus sehen wir einen Austausch mit der aktiven Fanszene, in dem die Ereignisse kritisch aufgearbeitet werden, als dringend geboten an", hieß es.
Eberl warnt: Davor darf der FC Bayern keine "Angst haben"
Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl hat vor dem Gigantenduell in der Champions League mit Real Madrid zur Gelassenheit gemahnt. Die Münchner dürften vor der Atmosphäre im Estadio Santiago Bernabéu auf keinen Fall "Angst haben", sondern sollen "einfach das machen, was wir können und das ist eine ganze Menge", sagte Eberl am Montagnachmittag vor dem Abflug nach Madrid: "Das Vertrauen haben wir uns erarbeitet und das ist auch im Bernabéu möglich."
Zudem dürfe die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany im Viertelfinal-Hinspiel am Dienstag auch in guten Phasen nicht den Kopf verlieren. Keinesfalls dürfe man "in unserer Euphorie, in dem Gefühl, dass wir etwas Gutes gemacht haben, Dinge vernachlässigen", warnte der 52-Jährige. Große Sorgen macht sich Eberl diesbezüglich aber nicht. Die Spieler hätten sich mit starken Leistungen in der bisherigen Saison "in eine Situation gebracht, dass wir auch mit Selbstvertrauen dahin fahren können, aber auch mit aller nötigen Demut, die das Bernabéu und der Gegner mit sich bringen", sagte er.
Doch keine Pause: Vize-Weltmeisterinnen springen im Nationalteam ein
Nach mehreren Verletzungsausfällen in der deutschen Handball-Auswahl verzichten Spielmacherin Alina Grijseels und Torhüterin Katharina Filter auf eigentlich geplante Pausen. Die beiden Vizeweltmeisterinnen springen in der finalen Phase der EM-Qualifikation ein, weil Sarah Wachter, Annika Lott und Marlene Tucholke fehlen. Wie der Deutsche Handballbund mitteilte, wird Grijseels auch am Mittwoch in Skopje im Spiel gegen Nordmazedonien schon auflaufen. Sie sollte eigentlich nur am kommenden Sonntag in Hamm gegen Belgien dabei sein. Filter sollte gänzlich geschont werden, wird aber am Donnerstag für das Spiel gegen Belgien zum Team stoßen. Außer Filter rückt auch Rückraumspielerin Lena Degenhardt nach.
Die Auswahl von Bundestrainer Markus Gaugisch hat nach vier absolvierten Qualifikationsspielen die EM-Teilnahme als Gruppensieger schon sicher. Ausgetragen wird die Endrunde vom 3. bis 20. Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei.
Tennis-Ass trainiert trotz Raketenalarm in Kiew
Auch über die Osterfeiertage bleibt Kiew nicht vom Raketenalarm verschont. Tennis-Profi Marta Kostyuk ist zu Besuch bei ihrer Familie in der ukrainischen Hauptstadt und bereitet sich auf die Sandplatzsaison vor. Die 27. der Tennisweltrangliste lässt sich selbst von heulenden Sirenen nicht stoppen.
DFB-Star kündigt zeitnahe Entscheidung an
Die Entscheidung über eine mögliche Verlängerung von Fußball-Nationalspieler Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund soll nun schnell fallen. Schlotterbeck selbst kündigte nach dem schmeichelhaften 2:0 (0:0) der Dortmunder am Karsamstag beim VfB Stuttgart weitere Gespräche mit dem neuen BVB-Sportdirektor Ole Book in dieser Woche an.
"Ich glaube, wir führen jetzt diese Gespräche diese Woche noch weiter, und dann glaube ich, dass es nicht mehr lange dauert, bis ich eine Entscheidung treffe", sagte der 26-Jährige bei Sky. Ein erstes "gutes Gespräch" mit Book, bei dem auch Sportchef Lars Ricken dabei war, hatte es demnach bereits in der vergangenen Woche gegeben. "Wir hatten jetzt noch nicht viele Gespräche, haben uns aber natürlich zusammengesetzt. Nico wirkte sehr offen und interessiert. Das hat wirklich Spaß gemacht", sagte Book. "Natürlich kann ich mir vorstellen, hierzubleiben. Trotzdem müssen alle Gespräche funktionieren. Jetzt hoffen wir, dass wir diese Woche gute führen, und dann schauen wir mal, wie es weitergeht", meinte Schlotterbeck dazu.
"Liga ohne Legitimation und Relevanz": Europapokal-Finale erzeugt Zoff
Das anstehende Europapokal-Finale der ENBL in Weißenfels stößt beim Deutschen Basketball-Bund (DBB) auf Kritik. "Die sogenannte ENBL ist eine Liga ohne jede Legitimation seitens des Basketball-Verbandes Fiba Europe und eine Liga ohne jede Relevanz, da allenfalls fünftklassig", sagte Generalsekretär Wolfgang Brenscheidt.
Der Bundesligist Syntainics MBC richtet das Final Four am 22. und 23. April aus. In der European North Basketball League sind vor allem Teams aus Nord-, Ost- und Mitteleuropa vertreten. In Deutschland ist die Liga bislang nur wenig bekannt, aus der Bundesliga ist diese Saison nur der MBC dabei. Laut Brenscheidt habe der DBB dem MBC die Verärgerung und Ablehnung des Turniers mitgeteilt. Das wiederum verwunderte MBC-Geschäftsführer Martin Geissler. "Es gab null Kontakt mit dem DBB über dieses Thema", sagte der Manager der Deutschen Presse-Agentur. Der MBC richtet das Turnier auf eigene Kosten aus, möchte nach 2004 den zweiten Europapokal der Klubgeschichte gewinnen. "Ich lade den DBB gern ein, um sich von den Standards zu überzeugen", sagte Geissler.
DFL: Krawalle "gefährden gesamten Fußball"
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Krawalle beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC in großer Deutlichkeit verurteilt. "Diese Krawalle haben nichts mit Fankultur zu tun. Wir setzen uns seit Monaten für sinnvolle und vertretbare Sicherheitsmaßnahmen ein, um die hohe Sicherheit in den Stadien zu stärken und die positive Fankultur zu wahren. Diese Vorfälle gefährden Fankultur und den gesamten Fußball", teilte die DFL mit.
Eine schnelle und konsequente Aufarbeitung der Geschehnisse sei daher geboten und im Sinne aller 36 Klubs, die gemeinsam den deutschen Profifußball ausmachen, hieß es vom Ligaverband weiter. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) hatte von "einem Skandalspiel" gesprochen. Zudem sagte er, der Charakter der nächsten Innenministerkonferenz werde "auch maßgeblich davon geprägt sein, wie drakonisch die Konsequenzen sind, die aus diesen Krawallexzessen gezogen werden".
Kane trainiert - um Albtraum-Erinnerung an Real auszumerzen
Der FC Bayern kann im Champions-League-Kracher bei Real Madrid wohl wieder auf seinen Torgaranten Harry Kane setzen. Der englische Stürmerstar nahm am Montagmittag mit einem Lächeln am Abschlusstraining für das morgige Viertelfinal-Hinspiel in der Königsklasse (21 Uhr/Prime Video und im ntv.de-Liveticker) teil. Ob er im Bernabéu wirklich in der Startelf stehen kann, soll sich kurzfristig und erst vor Ort entscheiden.
Kane hatte verletzungsbedingt auf das Bundesliga-Spiel des deutschen Rekordmeisters am vergangenen Samstag beim SC Freiburg (3:2) verzichten müssen. Der 32-Jährige hatte im Training bei der englischen Nationalmannschaft einen Schlag auf den Knöchel abbekommen. Kane hat in dieser Saison erst drei der 43 Pflichtspiele der Bayern verpasst - alle drei gewannen die Münchner. Mit Real verbindet Kane eine unliebsame Vorgeschichte: Beim Halbfinal-Aus 2024 (2:2/1:2) war er angeschlagen ins Rückspiel gegangen. Dennoch bereitete der Hinspiel-Torschütze die Münchner Führung vor. Beim Stand von 1:0 wurde er ausgewechselt und musste hilflos zusehen, wie seine Kollegen den Final-Einzug noch verspielten. "Diese Nacht", sagte er kürzlich, "war wirklich schwer zu verkraften, wir waren so nah dran ..."
Rydzek verletzt sich im Ruhestand schwer
Ein guter Start ins Leben nach der Karriere sieht anders aus: Der siebenmalige Kombinations-Weltmeister Johannes Rydzek hat sich beim Skifahren einen Kreuzbandriss zugezogen und verbringt seinen ersten Frühling als sportlicher Ruheständler daher mit Reha-Maßnahmen. "Manchmal kommt es anders, als man denkt. Viele Pläne hatte ich nach meinem Karriereende, aber das Leben hatte wohl andere", schrieb Rydzek bei Instagram: "Nachdem ich als Aktiver zum Glück von schweren Verletzungen verschont geblieben bin, hat mein Knie einen unnötigen, aber auch spektakulären Sturz im Riesenslalom nicht überstanden. Deshalb gibt es am Mittwoch ein neues Kreuzband."
Rydzek hatte Mitte März in Oslo sein letztes Rennen bestritten. Deutschlands Sportler des Jahres von 2017 trat danach mit zwei olympischen Goldmedaillen und sieben WM-Titeln zurück.
Hannover-Spieler rassistisch beleidigt
Hannover 96 hat einen Rassismus-Vorfall bei einem Regionalligaspiel seiner U23-Mannschaft öffentlich gemacht. In der Partie beim FSV Schöningen (1:3) sei Hannovers Montell Ndikom von einem Fan rassistisch beleidigt worden, schrieb der Fußballklub auf seiner Internetseite. Die FSV Schöningen aus Niedersachsen ist wegen einer Stellungnahme angefragt. "Wir haben unmittelbar nach dem Spiel ausführlich mit Montell gesprochen, der die Situation sehr klar schildert", heißt es in dem 96-Statement: "Bei aller Sensibilität, die der Umgang mit einer solchen Thematik erfordert, waren wir uns gemeinsam sofort einig, dass wir diesen Vorfall nicht einfach hinnehmen können, sondern ihn in den öffentlichen Raum tragen müssen."
Das Spiel sei für zehn Minuten unterbrochen gewesen, sagte Hannovers Co-Trainer Timo Struckmeier der "Neuen Presse": "Wir haben uns nach Rücksprache mit Monti dann trotzdem entschlossen, weiterzuspielen." In der Stellungnahme heißt es weiter: "Wenn einer unserer Spieler rassistisch beleidigt wird, betrifft das nicht nur ihn, sondern uns als gesamten Klub. Wir erwünschen uns eine konsequente Aufarbeitung dieses Vorfalls. Rassismus darf keinen Platz haben. Nicht auf dem Rasen, nicht auf der Tribüne - nirgendwo in unserer Gesellschaft."
Führerschein weg? Radsport-Gigant Pogacar bricht Regel
Radsport-Star Tadej Pogacar droht nach seinem Sieg bei der Flandern-Rundfahrt ein rechtliches Nachspiel und der Verlust des Führerscheins. Die Staatsanwaltschaft Ostflandern wird laut Medienberichten Ermittlungen aufnehmen, da Pogacar, Olympiasieger Remco Evenepoel und weitere Fahrer trotz Warnlichtern nicht an einer Bahnschranke hielten. Der Vorfall ereignete sich in Wichelen nach etwa 65 der 278 Kilometer. Laut übereinstimmenden Medienberichten droht den Radprofis ein Führerscheinentzug von mindestens acht Tagen und eine Geldstrafe zwischen 400 und 5000 Euro. Möglicherweise müssen Pogacar und Co. sogar persönlich vor Gericht erscheinen.
Auch laut Reglement des Radsport-Weltverbandes UCI müssen Fahrer an Bahnübergängen bei rotem Warnlicht anhalten. Im schlimmsten Fall droht eine Disqualifikation. In diesem Fall ist dies jedoch unwahrscheinlich, da es eine Vielzahl von Fahrern betreffen würde.
"Sind Außenseiter": Deutscher Trainer will Historisches in England
Nach diesem ganz besonders süßen Pokal-Coup hatte Daniel Farke Lust auf mehr. "Wir sind der Außenseiter, das ist klar", sagte der deutsche Teammanager von Leeds United über das FA-Cup-Halbfinale gegen den FC Chelsea, aber seine Mannschaft sei "gierig" auf den nächsten Schritt. Es wäre ein historischer: Seit dem 0:1 gegen den AFC Sunderland 1973 stand Leeds nicht mehr im Endspiel des ältesten Pokalwettbewerbs der Welt, der einzige Cup-Triumph gelang 1972 beim 1:0 gegen den FC Arsenal. Zwei weitere Finals (1965 und 1970) gingen verloren, nach dem dramatischen 4:2 im Elfmeterschießen bei West Ham United im Viertelfinale steht Leeds aber nun zum ersten Mal seit 1987 in der Vorschlussrunde.
"Chelsea", sagte Farke über den dortigen Gegner, "ist ein großer Name und hat eine Mannschaft voller Top-Spieler. Aber wir haben Geschichte geschrieben." Das nächste Kapitel soll am 25. oder 26. April in Wembley folgen. "Das wird ein großartiger Abend", meinte Farke.
Humpelnd ausgewechselt: Köln bangt um Shootingstar
Der 1. FC Köln bangt im Endspurt der Fußball-Bundesliga um Offensivjuwel Saïd El Mala. Der 19-Jährige verließ beim 2:2 bei Eintracht Frankfurt in der 82. Minute humpelnd den Rasen, nachdem er sich kurz zuvor bei einem eigenen Abschluss ohne Einwirkung eines Gegenspielers verletzt hatte. "Ich habe noch nichts gehört leider. Die Frage habe ich jetzt schon öfter bekommen. Ich kann zu Saïd einfach gerade noch nichts sagen", sagte Kölns Trainer René Wagner nach seinem Debüt als Chefcoach in der Bundesliga.
El Mala ist der Shootingstar dieser Saison. In 28 Bundesliga-Spielen für den abstiegsbedrohten FC erzielte er zehn Treffer und legte weitere vier Tore auf. Laut dem Portal "transfermarkt.de" liegt der Marktwert des deutschen U21-Nationalspielers bei 35 Millionen Euro. In Frankfurt blieb El Mala ohne Scorerpunkt. Kurz nach seiner Auswechslung rettete Alessio Castro-Montes den Kölnern einen Punkt im Kampf gegen den Abstieg. Die Rheinländer sind nach dem 28. Spieltag 15. und haben zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, den der FC St. Pauli belegt.
"Schöne Geschichte hat ein Ende": Man City lässt Kapitän ziehen
Kapitän Bernardo Silva wird den englischen Fußball-Spitzenklub Manchester City im Sommer verlassen. "Jede schöne Geschichte hat ein Ende", sagte Pep Lijnders, der Assistenztrainer von Teammanager Pep Guardiola bei den Citizens, über den 31-Jährigen, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Silva wird mit dem FC Barcelona von Trainer Hansi Flick, Italiens Rekordmeister Juventus Turin und Klubs aus der nordamerikanischen MLS in Verbindung gebracht. Für City sei er kaum zu ersetzen, sagte Lijnders. "Wenn er nicht spielt, sieht man, wie sehr er fehlt", betonte der Niederländer, der Offensivspieler habe eine besondere Fähigkeit, Spiele zu kontrollieren und den Rhythmus zu bestimmen: "Bernardo Silva ist einzigartig. Seine Art, sich zu bewegen, den Ball anzunehmen, das Spiel zu führen, Lösungen zu sehen - all diese Dinge."
Seit seinem Wechsel von der AS Monaco auf die Insel 2017 absolvierte Silva 450 Pflichtspiele für Manchester, in denen ihm 76 Tore und 77 Vorlagen gelangen. Er gewann 18 Titel im Trikot der Citizens, darunter die Champions League und sechs englische Meisterschaften.
"Schlechteste Mannschaft in Europa": Riera hadert mit Amtsantritt
Eintracht Frankfurts Coach Albert Riera sieht trotz des enttäuschenden 2:2 gegen den 1. FC Köln seine Mannschaft angesichts einer schwierigen Ausgangssituation auf dem richtigen Weg. "Das Problem ist, dass wir nicht die schlechteste Mannschaft in der Bundesliga waren, sondern was die Gegentore angeht, die schlechteste Mannschaft in Europa waren", sagte Riera und fügte hinzu: "Als ich am 1. Februar kam, waren wir die schlechteste Mannschaft in Europa." Riera hatte Anfang Februar nach der Trennung von Dino Toppmöller als Chefcoach des Fußball-Bundesligisten übernommen. Damals war die Eintracht Achter, nach dem 28. Spieltag sind die Hessen Tabellensiebter.
Der 43-Jährige haderte nach dem Köln-Spiel - zwei Monate später - mit dem Zeitpunkt, als er die Hessen übernahm. Er sei aus Trainersicht am schlimmsten Tag überhaupt nach Frankfurt gekommen. "Am Ende des Transferfensters, ohne Saisonvorbereitung, ohne Zeit", betonte Riera, der bislang eine durchwachsene Bilanz von drei Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen zu Buche stehen hat.
Gegen den Abstieg schießt sich Moukoko in einen Rausch
Dank Youssoufa Moukoko hat der frühere Bundesliga-Trainer Bo Svensson beim dänischen Fußball-Erstligisten FC Kopenhagen einen Einstand nach Maß gefeiert. Der frühere Dortmunder erzielte beim 7:0 (4:0) gegen Silkeborg IF einen Dreierpack (6./25./51.). Es war der erste Sieg für den 16-maligen dänischen Meister in der Abstiegsrunde. Svenssons Vorgänger Jacob Neestrup war nach zwei Niederlagen zum Start der Runde gefeuert worden. Der 46-jährige Svensson hatte beim FC Kopenhagen seine Jugend verbracht und zwischen 1996 und 2006 als Profi unter anderem drei Meisterschaften gewonnen.
In der Bundesliga hatte sich Svensson beim FSV Mainz 05 einen Namen gemacht und zwischen 2021 und 2023 nach seiner Zeit als Jugend- und Co-Trainer auch die Profis gecoacht, später arbeitete er kurzzeitig auch bei Union Berlin (2024). Bei Werder Bremen galt Svensson im Februar als möglicher Nachfolge-Kandidat von Horst Steffen, soll den Hanseaten damals aber eine Absage erteilt haben.
Donnarummas Zettel-Zoff: Bundesliga-Keeper verrät Reaktion
Die dreiste Zettel-Aktion von Italiens Torhüter Gianluigi Donnarumma im Elfmeterschießen um die WM hat sein bosnisches Gegenüber Nikola Vasilj vom FC St. Pauli kaltgelassen. Denn dessen Team war vorbereitet. "Er hat versucht, ihn mir wegzureißen. Zum Glück haben mir meine Leute einen neuen gegeben. Wir waren gut vorbereitet. Wir hatten ein zweites Exemplar", sagte Vasilj über Donnarummas aufsehenerregenden Versuch, ihm seinen Elfer-Spickzettel abspenstig zu machen.
Der italienische Torhüter hatte das am Dienstag während des Elfmeterschießens um die WM-Teilnahme gegen Vasilj und Bosnien-Herzegowina erfolglos versucht. "Ich konnte es ehrlich gesagt kaum glauben. Das war das erste Mal, dass mir so etwas passiert ist", sagte Vasilj. "Wir haben ein bisschen gestritten, und dann habe ich versucht, mit dem Schiedsrichter zu reden und ihn davon zu überzeugen, dass es eine Gelbe Karte war. Das ist wirklich unsportlich", sagte der Hamburger Torwart. Am Ende brachte den Italienern das Geplänkel überhaupt nichts. Die Squadra Azzurra verlor und verpasste zum dritten Mal in Folge die WM-Teilnahme.