Fußball gucken macht BVB ganz traurig
Als der FC Bayern am Dienstag Atalanta Bergamo vom Platz fegte, wurde Niko Kovac noch einmal wehmütig. "Wir waren traurig und haben uns die Spiele auch ein bisschen traurig angeschaut, das ist klar", sagte der Trainer von Borussia Dortmund am Donnerstag. Der BVB hatte vor drei Wochen 1:4 in Bergamo verloren - die Bayern hingegen gewannen dort 6:1. Kovac leitete daraus einen Anspruch für die letzten neun Spiele dieser Bundesligasaison ab. "Wir haben die Chance, uns erneut für die Champions League zu qualifizieren", sagte er: "Und es dann viel besser zu machen."
Am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) empfängt der BVB den zuletzt starken FC Augsburg. Kovac warnte: "Das wird schwierig, das kann ich garantieren. Wir müssen ans Maximum gehen."
Verdächtige Gelbe Karten: UEFA ermittelt nicht gegen Bayern-Stars
Die Bayern-Stars Joshua Kimmich und Michael Olise müssen keine weiterführende Sperre der Europäischen Fußball-Union (UEFA) befürchten. Nach SID-Informationen wird die Disziplinarkommission keine Untersuchungen gegen die Münchner Profis als Folge der Vorkommnisse im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Atalanta Bergamo (6:1) einleiten. Somit sind Kimmich und Olise "nur" für das Rückspiel am Mittwoch gesperrt.
Beide Spieler hatten sich in Bergamo wegen Spielverzögerung ihre dritte Gelbe Karte abgeholt. Im Viertelfinale, für das die Münchner nach ihrem imposanten Sieg planen dürfen, wartet Real Madrid oder Manchester City - Kimmich und Olise wären dann wieder dabei. DFB-Kapitän Kimmich hatte nach der Partie bestritten, die Verwarnung absichtlich provoziert zu haben.
"In allen Bereichen verbessern": F1-Weltmeister baut auf mehr Leistung
Formel-1-Weltmeister Lando Norris hofft beim Großen Preis von China auf eine Steigerung bei seinem McLaren-Team. "Wir wissen, dass wir uns in allen Bereichen verbessern müssen, nicht nur beim Antrieb, sondern am gesamten Auto", sagte der Engländer, der kein Freund des neuen Reglements ist: "Es ist ordentlich, wir haben eine gute Ausgangsposition, aber wir wollen es noch besser machen." In Australien beim Auftakt war Norris Fünfter geworden, im Vergleich zu den überragenden Mercedes-Fahrern George Russell und Kimi Antonelli hatte er keine Chance. Beim Sprint (Samstag, 4 Uhr) und Grand Prix (Sonntag, 8 Uhr/beide Sky und im ntv.de-Liveticker) in Shanghai werde der Abstand etwas geringer sein, mutmaßte der Weltmeister: "Es sollte etwas einfacher sein, und deshalb erwarten wir, etwas näher dran zu sein."
Mercedes gibt derzeit das Tempo vor, Ferrari mit Rekordweltmeister Lewis Hamilton und Charles Leclerc scheint die zweite Kraft zu sein. Dahinter folgen Red Bull mit Ex-Weltmeister Max Verstappen und McLaren.
Lange Pause nötig: Ski-Weltmeister muss geflickt werden
Nach seinem schweren Sturz in Finnland wird der Nordische Kombinierer Wendelin Thannheimer acht bis zehn Monate keinen Sport treiben können. Wie der Deutsche Skiverband weiter mitteilte, wurde der 26-Jährige am Montag am linken Knie operiert. Wettkämpfe werde er wegen seiner komplexen Verletzung voraussichtlich sogar erst frühestens in einem Jahr wieder bestreiten können, hieß es. "Unser Ziel ist es, dass Wendelin Mitte/Ende nächster Saison auf die Schanzen zurückkehrt", sagte Mannschaftsarzt Lukas Pecher. Damit bestätigten sich die ursprünglichen Prognosen.
Thannheimer hatte sich beim Skispringen von der Großschanze am vergangenen Wochenende in Lahti verletzt. Dabei erlitt er einen Riss des linken Kreuzbandes und einen Riss des Außenmeniskus. Der Oberstdorfer war am Freitag voriger Woche bei seinem Sprung direkt nach der Landung gestürzt und hatte humpelnd die Anlage verlassen. "Den Meniskus konnten sie nähen, das Kreuzband ist geflickt. Die letzte Woche war schon hart, es war nicht einfach, mit dieser Situation umzugehen", wurde Thannheimer in der DSV-Mitteilung zitiert.
"Gebietet der Respekt": Ballack hat Ende im DFB-Team nicht vergessen
Auch 16 Jahre nach seiner Ausbootung als Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft durch den damaligen Bundestrainer Joachim Löw beschäftigt Michael Ballack das Thema noch immer. "Ich hätte mir einfach eine offenere Kommunikation von Jogi Löw gewünscht", sagte der inzwischen 49 Jahre alte Ballack in der Sky-Sendung "Meine Geschichte - das Leben von ...".
"Dann gebietet es zumindest der Respekt, das, was ich geleistet habe für die Nationalmannschaft, die zehn Jahre vorher, dass man es mir ins Gesicht sagt." Ballack hatte zwischen 1999 und 2010 für Deutschland 98 Länderspiele bestritten (42 Tore). Der Ex-Kapitän arbeitete lange erfolgreich mit Löw zusammen. Wegen einer Fußverletzung verpasste der Mittelfeldspieler die WM 2010 in Südafrika und Löw machte Philipp Lahm zum Kapitän des DFB-Teams. Für Ballack war es das Karriereende in der Nationalmannschaft und es kam zum Bruch mit Löw.
"Vielleicht hat er gedacht, es ist zu schwierig, mit Micha dieses Gespräch zu führen. Das hätte ich mir damals einfach gewünscht", sagte Ballack. Gesprochen habe er mit Löw in all den Jahren nie darüber. "Aber es ist heute wirklich kein Thema. Wenn wir uns sehen, begrüßen wir uns ganz normal", sagte Ballack.
Stadion eskaliert: Djokovic geht nach unglaublichem Ballwechsel zu Boden
Im kalifornischen Indian Wells werden die Zuschauer Zeugen eines Ballwechsels der Extraklasse. Novak Djokovic und Jack Draper verzaubern das Stadion mit einer 26 Schläge andauernden Rallye. Am Ende der Partie hat Draper die Oberhand über den Tennis-Giganten Djokovic.
Hoffnung nach Olympia-Desaster: Nawrath sprintet aufs Podest
Philipp Nawrath hat zum Auftakt des Weltcups in Otepää endlich wieder für ein Ausrufezeichen der deutschen Biathleten gesorgt und das Podest erreicht. Der 33-Jährige (+17,8 Sekunden) belegte im Sprint über zehn Kilometer ohne Strafrunde hinter dem ebenfalls fehlerfreien Tagessieger Sturla Holm Lägreid aus Norwegen und Emilien Jacquelin aus Frankreich (0 Strafrunden/+10,7) den dritten Platz. Für die Männer des Deutschen Skiverbandes (DSV) war es das erst dritte Einzelpodest in diesem Winter.
Hinter Nawrath enttäuschte der Rest der deutschen Mannschaft einmal mehr. Philipp Horn (3/+1:26,4 Minuten), Leonhard Pfund (2/+1:45,4), Justus Strelow (1/+1:55,5), Lucas Fratzscher (2/+2:08,5) und David Zobel (1/+2:24,8) verpassten allesamt einen Platz unter den ersten 20 und haben damit auch für die Verfolgung am Samstag (13.30 Uhr/ARD und Eurosport) kaum noch Chancen.
Balljungen umgeschubst: Chelsea-Star meldet sich zu Wort
Chelseas Stürmerstar Pedro Neto hat sich für einen Schubser gegen einen Balljungen in der hektischen Schlussphase beim Champions-League-Spiel in Paris entschuldigt. "In der emotionalen Phase des Spiels, wir lagen zurück, wollte ich den Ball holen. Ich habe ihn leicht geschubst. Ich habe gesehen, dass ich ihn verletzt habe, und es tut mir leid, denn so bin ich normalerweise nicht", sagte der Portugiese nach dem 2:5 des Klub-Weltmeisters FC Chelsea im Achtelfinal-Hinspiel bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain.
Die Europäische Fußball-Union UEFA leitete nach dem Vorfall ein Disziplinarverfahren wegen unsportlichen Verhaltens gegen Neto ein. Eine Entscheidung werde zu gegebener Zeit getroffen, teilte die UEFA mit.
Neto hatte den Balljungen gegen die Brust gestoßen, nachdem dieser den Ball in der Nachspielzeit nicht schnell genug hergegeben hatte. Der Junge stürzte rückwärts gegen eine Werbebande, stand aber schnell wieder auf. Danach kam es zu Rangeleien mit PSG-Spielern. "Ich habe ihm mein Trikot gegeben. Er hat sich sehr gefreut", ergänzte Neto. Kurz nach dem Zwischenfall hatte Chelsea sogar noch das fünfte Gegentor kassiert.
"Maximal ambitionierter" BVB verkündet Coup: Erfolgsmanager kommt
Erfolgsmanager Ralf Kellermann nimmt nach seiner Zeit beim VfL Wolfsburg eine neue Aufgabe bei Borussia Dortmund an. Der scheidende Sportdirektor wird im Sommer in gleicher Position bei den aufstrebenden BVB-Frauen einsteigen, er unterschrieb einen Vertrag bis 2029.
"Mit Ralf Kellermann gewinnen wir einen absoluten Fachmann für uns, der den Frauenfußball bei Borussia Dortmund mit seiner Expertise und seiner Erfahrung auf ein neues Level heben wird", sagte Geschäftsführer Carsten Cramer. "Ralf zählt zu den Besten und hat das über viele Jahre bereits in verschiedenen Positionen bewiesen. Seine Verpflichtung ist ein klares Zeichen, dass wir auch im Frauenfußball maximal ambitioniert in die Zukunft blicken."
In Dortmund wird Kellermann ein Projekt im Aufbau betreuen. Der BVB hatte seine Frauenabteilung erst 2021 gegründet, die Mannschaft spielt derzeit noch in der drittklassigen Regionalliga West. Der Klub verfolgt den Plan, in die Bundesliga vorzustoßen. Zuletzt hatte die langjährige Nationalspielerin Alexandra Popp öffentlich mit dem Gedanken gespielt, aus Wolfsburg zum BVB zu wechseln.
Kellermann hat den VfL über viele Jahre geprägt. Der gebürtige Duisburger kam 2008 zunächst als Trainer nach Wolfsburg und wechselte später in die Rolle des Sportlichen Leiters. In dieser Zeit entwickelte sich der Klub zu einer internationalen Topmannschaft und gewann insgesamt 20 Titel.
Toptransfer innerhalb der Bundesliga ist wohl praktisch fix
Der Wechsel von Borussia Mönchengladbachs Kapitän Rocco Reitz zu RB Leipzig ist voraussichtlich nur noch Formsache. "Dass Rocco nächste Saison noch bei uns ist, ist sehr, sehr unwahrscheinlich", sagte Gladbachs Sportchef Rouven Schröder am Donnerstag.
Zuletzt hatte es Berichte über eine grundsätzliche Einigung zwischen Schröders früherem Klub und Reitz gegeben. Eine Einigung beider Vereine ist aber noch nicht erfolgt. "Es ist noch nichts entschieden", sagte Schröder, kündigte aber auch an: "Es wird nicht mehr ellenlang dauern. Entscheidungen müssen getroffen werden."
Der 23-Jährige hat bei seinem Heimatklub noch einen Vertrag bis 2028. Trotz einer angeblich festgeschriebenen Ablösesumme in Höhe von 25 Millionen Euro, dürfte die tatsächlich vereinbarte Summe eher bei gut 20 Millionen Euro liegen.
Gold für Deutschland!
Monoskifahrerin Anna-Lena Forster hat ihre zweite Goldmedaille bei den Paralympischen Winterspielen in Norditalien gewonnen. Nach ihrem Auftakt-Triumph in der Abfahrt setzte sich die 30-Jährige im Riesenslalom der sitzenden Startklasse nach zwei Läufen in 2:30,64 Minuten durch und feierte ihren insgesamt sechsten Paralympics-Sieg.
Forster brachte ihre Halbzeitführung ins Ziel und entthronte die japanische Weltmeisterin Momoka Muraoka, die sich mit einem Rückstand von 1,28 Sekunden mit Silber begnügen musste. Die Chinesin Liu Sitong (+4,15) wurde Dritte. Die Spanierin Audrey Pascual Seco, Abfahrts-Zweite und Goldmedaillengewinnerin im Super-G und der Super-Kombination, schied nach Zwischenbestzeit im ersten Lauf durch einen Sturz aus.
Forster ist für die Goldausbeute des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) in Norditalien weiter allein verantwortlich, insgesamt kommt das Team D auf zwölf Medaillen. Die deutsche Fahnenträgerin Forster kommt in ihrer großen Laufbahn alleine auf die gleiche Ansazhl.
Krebserkrankter Trainer kehrt zum Team zurück
Nach seiner Operation wegen Hodenkrebs wird Biathlon-Trainer Sverre Olsbu Röiseland schon in dieser Woche beim Weltcup in Estland wieder beim deutschen Team sein. Das bestätigte der Norweger der Zeitung "Verdens Gang" in seinem Heimatland. Der 35-Jährige ist Coach der deutschen Frauen, die in Otepää am Freitag (15.15 Uhr/ARD und Eurosport) im Sprint bei der vorletzten Station des Winters über 7,5 Kilometer antreten.
Röiseland hatte gestern seine Krebs-Diagnose bei Instagram öffentlich gemacht und nun weitere Details bekannt gegeben. "Ich hatte während der gesamten Olympischen Spiele Symptome und habe mich dann nach meiner Rückkehr untersuchen lassen", sagte der Ehemann der dreimaligen Olympiasiegerin Marte Olsbu Röiseland. Kurz nach den Winterspielen im Februar folgte bereits die Operation in Norwegen. "Das Wort Krebs ist definitiv nichts Schönes. Es war mental eine Herausforderung, vor allem bevor ich wusste, ob es Metastasen gibt oder nicht", sagte Röiseland "VG". Die Erleichterung nach der Entwarnung, dass der Krebs nicht gestreut hatte, beschrieb Röiseland als "wundervoll".
Verstappen flüchtet sich mit Mario Kart in Ironie
Um in der "neuen" Formel 1 zu bestehen, hat Max Verstappen seine Vorbereitungsmethode angepasst - und sich dabei erneut in Ironie geflüchtet. Er habe "den Simulator gegen meine Nintendo Switch getauscht", sagte der viermalige Weltmeister am Donnerstag in Shanghai: "Ich trainiere ein bisschen Mario Kart, die Pilze kann ich dort schon ziemlich gut einsetzen." Mit den Pilzen, die im populären Videospiel für einen kurzzeitigen Geschwindigkeitsschub sorgen, hatten bereits mehrere Fahrer die neuen Regeln der Königsklasse verglichen. Die Fahrer erhalten in der Formel 1 dank der neuen Regeln durchs Drücken des Überholknopfs ebenfalls einen immensen Schub, in Australien war diese Hilfe sehr wirkungsvoll.
Verstappen hatte den Mario-Kart-Vergleich bereits in Melbourne bemüht, Ferrari-Pilot Charles Leclerc äußerte sich ähnlich. Wie groß der Effekt des Überholknopfs in Shanghai ist, wird sich spätestens im Sprint am Samstag (4 Uhr) zeigen. Am Sonntag (8 Uhr/beide Sky und im ntv.de-Liveticker) folgt der Große Preis von China.
"Tut auch weh": Siebenmaliger Weltmeister macht Schluss
Kombinierer Johannes Rydzek beendet am Wochenende seine lange und erfolgreiche Karriere. "Es ist Zeit, Lebewohl zu sagen. Der Moment fühlt sich richtig an. Gleichzeitig tut es aber auch weh", sagte der 34-Jährige vor dem Weltcupfinale in Oslo am Sonntag. Der Aufritt am Holmenkollen wird für den siebenmaligen Weltmeister sein 301. und letzter Einzelstart im Weltcup - der Rekord des Japaners Akito Watabe steht bei 302. "Ich bin voll mit mir im Reinen. Im Gepäck nach Norwegen sind ganz viele Emotionen, auch Wehmut ist mit dabei", sagte der Oberstdorfer und meinte: "Ich möchte der Kombination in irgendeiner Form erhalten bleiben."
Rydzek hatte im November 2008 sein Debüt im Weltcup gefeiert und seither 18 Einzel-Siege geholt. Höhepunkte seiner Karriere waren die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang, als er Gold von der Großschanze und mit dem Team gewann, sowie die WM 2017 in Lahti, als er alle vier Titel holte. Im Dezember 2017 wurde der Bayer zu Deutschlands Sportler des Jahres gewählt. Rydzek nahm an fünf Olympischen Spielen teil, seit 2010 hat er kein Großereignis verpasst.
Petersen überrascht Grifo mit kulinarischer Huldigung
105 Tore für den SC Freiburg: Das haben nur zwei Spieler in der Geschichte des Klubs aus dem Breisgau geschafft. Nils Petersen, der eine Rekordhalter, überrascht zu diesem Anlass seinen Gegenpart Vincenzo Grifo mit einer ganz speziellen Pizza.
Chippt sich Goretzka mit seinem Zauberfuß zur WM?
Nachdem DFB-Bundestrainer Julian Nagelsmann ihm öffentlich das Vertrauen für eine WM-Teilnahme ausgesprochen hat, liefert Leon Goretzka prompt die passende Antwort auf dem Platz: Beim 4:1‑Sieg der Bayern gegen Gladbach brilliert er mit einer feinen Torvorlage auf Luis Diaz.
Bundesliga-Schiedsrichter beendet seine Karriere
Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich beendet nach dieser Saison seine Karriere. Das kündigte der 47-Jährige an. "Ich hatte eine großartige Zeit. Ich habe viele Länder gesehen, nahezu jedes Bundesliga-Stadion in Deutschland kennengelernt und vor allem viele tolle Menschen getroffen. Und das Wichtigste: Es hat mir immer unglaublich viel Spaß gemacht", sagte Ittrich. Der Polizeibeamte aus Hamburg ist seit 2003 DFB-Schiedsrichter, seit 2016 leitet er Spiele in der höchsten Liga. Bislang kommt Ittrich auf 90 Bundesliga-Einsätze. Es wären auch mehr Einsätze möglich gewesen, hätten ihn nicht zahlreiche Verletzungen wie drei Kreuzbandrisse oder ein Muskelbündelriss ausgebremst.
"Mein erstes Bundesligaspiel bleibt für mich das absolute Highlight - Wolfsburg gegen Ingolstadt am 13. Februar 2016. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, wenn man den Schritt in die Bundesliga schafft und dort sein erstes Spiel pfeifen darf", berichtete Ittrich und ergänzte: "Ich kann jungen Menschen nur empfehlen, den Schiedsrichterschein zu machen. Man lernt unglaublich viel fürs Leben: sich zu organisieren, Verantwortung zu übernehmen und kritikfähig zu sein." Er möchte dem Fußball erhalten bleiben, Konkretes könne er aber noch nicht zu seiner Zukunft sagen.
"Bein zu verlieren ist das Beste, was mir passieren konnte"
2010 erschüttert ein gewaltiges Erdbeben Haiti, hunderttausende Menschen sterben. Ralf Etienne ist unter den Überlebenden, verliert bei dem Unglück jedoch ein Bein. Warum das für ihn eher Glücksfall als Schicksalsschlag ist, erklärt der paralympische Athlet im Interview.
"Wertloses Stück Scheiße": Hass prasselt auf Ski-Queen ein
Die US-Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin hat Hassnachrichten veröffentlicht, die sie rund um die Olympischen Winterspiele online erhalten hatte. In einem Beitrag bei Instagram teilte die beste Alpin-Athletin der Gegenwart einige der Kommentare. "Du bist ein verdammter Witz", schrieb da etwa jemand und nannte Shiffrin ein "wertloses Stück Scheiße". Jemand anderes schrieb: "Bleib in Italien, du Schlampe." Ein User meinte deutlich ironisch gemeint: "Es wäre so schade, wenn du dich verletzt und nie wieder skifahren kannst." Wieder jemand anderes schrieb in dem Netzwerk: "Schäm dich, du Verräterin."
Der Grund für viele Beleidigungen war offensichtlich, dass Shiffrin vor ihren Starts bei den Winterspielen in Norditalien zur aktuellen politischen Situation in den USA befragt wurde. Daraufhin zitierte sie Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela aus Südafrika und äußerte die Hoffnung, durch den Sport Werte wie "Inklusion, Diversität und Freundlichkeit" zu befördern, die ihr wichtig seien. Die Politik von US-Präsident Donald Trump und dessen Vorgehen gegen Migranten war ein großes Thema während Olympia.
Riesen-Probleme: Alonso hakt Saison bereits ab
Das neue Reglement in der Formel 1 hin zu mehr Nachhaltigkeit sorgt nach wie vor für Furore: Max Verstappen spricht von einer "Formel E auf Steroiden", Lando Norris von den "wahrscheinlich schlechtesten Autos" aller Zeiten. Doch das ist kein Vergleich zu den Problemen, die Aston Martin derzeit beschäftigen. Schon vor dem zweiten Rennwochenende in Shanghai erklärt Fahrer Fernando Alonso die Saison für erledigt: "Ich hoffe, dass wir in ein paar Rennen ein normales Wochenende haben können, zumindest was das Absolvieren der Sessions und das Fahren von Runden angeht", sagte der 44-Jährige: "Um konkurrenzfähig zu sein, brauchen wir noch etwas Zeit. Sobald wir die Zuverlässigkeitsprobleme behoben haben, werden wir in puncto Leistung hinterherhinken."
Beim Saisonauftakt in Melbourne schieden Alonso und sein Teamkollege Lance Stroll früh aus. Aston Martin kämpft allen voran mit zu starken Vibrationen im neuen Honda-Motor. Es war gar die Rede davon, dass diese zu Nervenschäden an den Händen der Piloten führen können. Soweit ist es nicht gekommen, doch das Auto ist weit weg von Konkurrenzfähigkeit. Daran "hat sich leider in den vier oder fünf Tagen seit Melbourne nicht geändert", erklärt der Spanier. "Ich wäre zufrieden, wenn wir China mit einem einigermaßen normalen Training und Qualifying verlassen." Die Probleme seien immer noch vielfältig und deren Ursprung "unbekannt. Sie tauchen Tag für Tag aus dem Nichts auf, und das macht es schwer, die Zukunft vorherzusagen."
Magische Marke steht aus: Messi trifft nicht
Superstar Lionel Messi muss weiter auf sein 900. Karrieretor warten. Der 38-Jährige kam mit Inter Miami im Achtelfinal-Hinspiel des CONCACAF Champions Cup nicht über ein 0:0 bei Nashville SC hinaus. Messi war am vergangenen Samstag in der Major League Soccer (MLS) durch seinen Treffer beim 2:1-Sieg über DC United weiter an den nächsten Meilenstein seiner Laufbahn herangerückt. Es war das 80. Tor für den Argentinier im Trikot von Miami, wo er seit 2023 spielt.
Für den FC Barcelona erzielte der achtmalige Ballon-d'Or-Gewinner einst 672 Tore, hinzu kommen 32 Treffer für Paris Saint-Germain. Für die argentinische Nationalmannschaft war der Weltmeister von 2022 115 Mal erfolgreich. Die nächste Gelegenheit für sein 900. Tor bietet sich Messi am Sonntag beim MLS-Ligaspiel gegen Charlotte. Das Champions-Cup-Rückspiel gegen Nashville findet am kommenden Donnerstag statt.
Verstappen "muss nicht nur ein Formel-1-Fahrer sein"
Im Ärger über das neue Formel-1-Reglement strebt der viermalige Weltmeister Max Verstappen mehr denn je auch in andere Rennserien. "Ich muss nicht nur ein Formel-1-Fahrer sein", sagte der Red-Bull-Star vor dem Großen Preis von China in Shanghai. Der 28-Jährige bekräftigte, an allen wichtigen Langstrecken-Rennen im Sportwagen teilnehmen zu wollen. "Und das will ich nicht machen, wenn ich 40 bin. Ich bin jetzt im perfekten Alter dafür", sagte Verstappen.
Zuletzt hatte sich der Niederländer immer wieder kritisch über die große Regelreform der Formel 1 geäußert. "Es macht mir im Moment keinen Spaß, dieses Auto zu fahren", sagte Verstappen. Beim Saisonauftakt in Melbourne war er von Startplatz 20 noch auf Rang 6 gerast, hatte sich aber dennoch unzufrieden über die neue Technikformel gezeigt. Die neuen Motoren beziehen zu gut 50 Prozent Leistung vom Verbrenner und zu fast 50 Prozent aus der Batterie, die wieder geladen werden muss. Verstappen hatte die neue Formel 1 mit dem Videospiel "Mario Kart" verglichen.
Chelsea-Star schubst Balljungen - und macht ihm Geschenk
Chelseas Stürmerstar Pedro Neto hat sich für einen Schubser gegen einen Balljungen in der hektischen Schlussphase beim Champions-League-Spiel in Paris entschuldigt. "In der emotionalen Phase des Spiels, wir lagen zurück, wollte ich den Ball holen. Ich habe ihn leicht geschubst. Ich habe gesehen, dass ich ihn verletzt habe, und es tut mir leid, denn so bin ich normalerweise nicht", sagte der Portugiese nach dem 2:5 des Klub-Weltmeisters FC Chelsea im Achtelfinal-Hinspiel bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain.
Neto hatte den Balljungen gegen die Brust gestoßen, nachdem dieser den Ball in der Nachspielzeit nicht schnell genug hergegeben hatte. Der Junge stürzte rückwärts gegen eine Werbebande, stand aber schnell wieder auf. Danach kam es zu Rangeleien mit PSG-Spielern. "Ich habe ihm mein Trikot gegeben. Er hat sich sehr gefreut", ergänzte Neto. Kurz nach dem Zwischenfall hatte Chelsea sogar noch das fünfte Gegentor kassiert.
"Berührung reicht ja nicht": Bayer ärgert sich über Schiri
Im Ärger um den späten Elfmeter für den FC Arsenal waren sich die Leverkusener einig. "Früher ohne das alles hat man immer gesagt, eine Berührung reicht ja nicht für einen Elfmeter", blickte Simon Rolfes auf Zeiten ohne Videobeweis zurück. "Heute schauen wir einfach nur noch, ob es überhaupt eine Berührung gab. Dann werden wir viele Elfmeter haben. Für mich glasklar keiner", sagte der Bayer-Sportgeschäftsführer nach dem 1:1 gegen die Londoner im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League. "Früher gab es mal internationale Härte. Heute sind wir davon weit entfernt."
Malik Tillman hatte im Zweikampf im Strafraum Arsenal-Spieler Noni Madueke leicht berührt. Doch war diese Berührung wirklich ein Foul? Der türkische Schiedsrichter Umut Meler sah es so. Der Videoassistent korrigierte ihn nicht. "Der Kontakt ist schon sehr, sehr wenig. Mein Gefühl war auch, dass er zwei Sekunden später zu Fall kommt. Für mich gar kein Elfmeter", sagte Defensivmann Robert Andrich.
Geschwächter SCM verspielt Gruppensieg in der Champions League
Zum Abschluss der Gruppenphase hat Titelverteidiger SC Magdeburg das Fernduell um die Tabellenspitze in der Champions League klar verloren. Der Bundesliga-Spitzenreiter unterlag im Topspiel bei Paris Saint-Germain mit 26:34 (11:15). Parallel gewann Spitzenreiter FC Barcelona sein letztes Spiel in Gruppe B, in der Magdeburg das Ticket für das Viertelfinale bereits sicher hatte.
Nach dem Magdeburger Offensivspektakel im Hinspiel (37:31) musste Trainer Bennet Wiegert im Pariser Stade Pierre de Coubertin ohne die verletzten Rückraum-Stars Felix Claar und Omar Ingi Magnusson auskommen. Manuel Zehnder war bei der schwächsten Leistung der Magdeburger Königsklassen-Saison mit sechs Treffern noch der beste Werfer. Der deutsche Vizemeister hatte in dieser Saison zuvor einzig gegen Barcelona mit 29:36 verloren. Die Katalanen behaupteten als klarer Favorit gegen HC Pelister 08 Bitola mit einem 47:27 (24:15) die Tabellenführung endgültig. Das Viertelfinale wird am 29./30. April und 6./7. Mai ausgetragen. Das Final Four findet am 13. und 14. Juni in Köln statt.
"Genau geschildert": Morddrohungen gegen Annett Kaufmann
Der deutsche Tischtennis-Star Annett Kaufmann hat öffentlich von Morddrohungen gegen sie in den sozialen Netzwerken berichtet. "Es wurde genau geschildert, wie ich umgebracht werden soll", sagte die 19 Jahre alte Junioren-Weltmeisterin und Mannschafts-Europameisterin in einem Talkformat der "Stuttgarter Zeitung" und der "Stuttgarter Nachrichten". Als Reaktion darauf habe sie die Absender blockiert und bei der Internet-Plattform gemeldet. "Seither ist das nicht mehr passiert", sagte Kaufmann, die seit den Olympischen Spielen 2024 in Paris das bekannteste Gesicht der deutschen Tischtennis-Frauen ist.
Von der Zunahme von Hasskommentaren und "Psychoterror" in den sozialen Medien berichten viele Sportlerinnen und Sportler. "Es wird schlimmer und schlimmer", sagte auch Kaufmann. "Vor allem Frauen bekommen unsägliche Nachrichten, die sich auf Äußerlichkeiten beziehen. Auch ich erhalte, neben anderen Hassbotschaften, viele extrem sexistische Kommentare. Es gibt zwar auch viele Fans, die mich in den sozialen Medien verteidigen - trotzdem ist nicht ohne, was man da aushalten muss." Sie hat sich nach eigenen Angaben bewusst dazu entschieden, sich zu diesem Thema öffentlich zu äußern. "Hass bleibt Hass. Das darf nicht einfach hingenommen und akzeptiert werden", sagte Kaufmann.
"In Stücke gerissen": Presse zieht über Man City her
Pep Guardiola schlich mit gesenktem Kopf in die Kabine, die herbe Klatsche bei Real Madrid hatte den Star-Teammanager von Manchester City sichtlich mitgenommen. Und als wäre das 0:3 (0:3) nach einem Hattrick von Federico Valverde nicht schon Strafe genug, sparte die Presse zu Hause nicht mit Kritik an dem schwachen Auftritt der Cityzens. Guardiola und Co. seien von Real förmlich "in Stücke gerissen" worden, schrieb der "Telegraph". Und der "Guardian" meinte, der Premier League Klub sei von Real völlig zu Recht "vernichtet" und Guardiola wegen seiner offensiven Ausrichtung "als taktischer Neuling bloßgestellt" worden. Laut "Sun" blickt City vor dem Rückspiel nächste Woche in Manchester (Dienstag, 21 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) "in den Abgrund". Der Tabellenzweite der Premier League droht in der Königsklasse zum dritten Mal in Serie an Real zu scheitern.
"Jetzt sieht es wirklich düster aus", sagte Bernardo Silva bei TNT Sports, dabei hatte Keeper Gianluigi Donnarumma mit einem gehaltenen Elfmeter von Vinicius Junior (58.) sogar noch Schlimmeres verhindert. Guardiola wollte indes die Hoffnung auf ein Comeback noch nicht ganz aufgeben. "Es ist, wie es ist. Ich hatte das Gefühl, dass wir besser waren als das Ergebnis. Jetzt ist es an der Zeit, sich zu erholen", sagte der Spanier: "Im Fußball weiß man nie. Wir werden es versuchen."