Iran beruft deutschen Stürmer in Nationalmannschafts-Kader
Der deutsche Stürmer Dennis Eckert Ayensa ist in den Kader der iranischen Fußball-Nationalmannschaft berufen worden. "Eckert wurde ins Trainingslager eingeladen und wird nach Erhalt der erforderlichen FIFA‑Genehmigungen die Möglichkeit erhalten, im Trikot der iranischen Nationalmannschaft aufzulaufen", heißt es in einer Mitteilung des iranischen Fußballverbands (FFI).
Der 29‑Jährige hat einen deutschen Vater persischer Abstammung und eine spanische Mutter. Seine Tante ist die renommierte iranische Schauspielerin Anahita Dargahi. Eckert Ayensa spielte unter anderem für den spanischen Erstligisten Celta Vigo sowie für den FC Ingolstadt in der zweiten und dritten Liga. Seit 2024 steht er beim belgischen Club Standard Lüttich unter Vertrag.
FC Bayern feiert nach Traumstart Kantersieg
Die Fußballerinnen von Bayern München haben ihren Siegeszug in der Bundesliga unbeirrt fortgesetzt und steuern weiter auf die Titelverteidigung zu. Beim 5:0 (2:0)-Erfolg bei der SGS Essen feierte die Mannschaft von Trainer José Barcala den 19. Sieg im 20. Ligaspiel (ein Remis). Dazu genügten den Münchnerinnen zehn gute Minuten in einer turbulenten Anfangsphase.
Im Stadion an der Hafenstraße brachte Pernille Harder (4.) den FC Bayern früh in Führung. Kurz darauf flog Essens Kapitänin Jacqueline Meißner nach einer Notbremse vom Platz (8.). Den anschließenden Freistoß verwertete Nationalspielerin Linda Dallmann (9.), die erst am Donnerstag ihren Vertrag in München bis 2027 verlängert hatte, per Kopf. Damit war die Partie schon früh entschieden.
"Im Sommer neu angreifen": Deutsche Olympia-Siegerin nimmt WM-Rückschlag gelassen
Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye hat eine Medaille bei der Hallen-WM im polnischen Torun verpasst. Die 27-Jährige kam mit 19,46 Metern beim Sieg der überragenden US-Amerikanerin Chase Jackson (20,14) auf den fünften Platz. Auf Bronze fehlten der Mannheimerin in der Kujawsko-Pomorska Arena am Ende 29 Zentimeter.
"Es war heute die Zeit einer anderen Athletin. Das gehört zum Sport dazu. Das Ergebnis wird jetzt verarbeitet, abgehakt und dann geht's in die Sommersaison", sagte Ogunleye: "Wir gehen mit einem guten Gefühl raus und mit dem Wissen, dass ich im Sommer wieder neu angreifen kann."
Ogunleye hatte ihre Bestleistung zuletzt bei den deutschen Meisterschaften in Dortmund auf 20,37 m geschraubt und sich Medaillenchancen ausgerechnet
Deutscher Tennisprofi setzt Horror-Serie fort
Tennisprofi Daniel Altmaier hat sich nahtlos in die deutsche Horrorbilanz in Miami eingereiht. Der katastrophal in die Saison gestartete 27-Jährige scheiterte in der ersten Runde des ATP-Masters mit 4:6, 2:6 an dem Franzosen Terence Atmane und wartet in diesem Jahr weiter auf seinen ersten Sieg - und auf den ersten Satzgewinn. Nach fünf deutschen Erstrundenniederlagen am Donnerstag und dem Aus von Laura Siegemund (2. Runde) schlägt damit nur noch Aushängeschild Alexander Zverev in Florida auf.
Der Hamburger trifft nach einem Freilos am Samstag in der zweiten Runde auf den US-Amerikaner Martin Damm. In Indian Wells war Zverev zuletzt im Halbfinale chancenlos gegen den späteren Turniersieger Jannik Sinner (Italien) ausgeschieden.
Biathlon-Topstars schaffen vorzeitig Fakten
Biathlet Philipp Nawrath hat beim Weltcup-Finale am Holmenkollen einen Podestplatz verpasst und damit seine Minimalchance auf die kleine Kristallkugel im Sprint liegen lassen. Der 33-Jährige kam über die 10 km trotz fehlerfreiem Schießen nicht über Rang acht hinaus, nach Platz drei in der Vorwoche fehlten diesmal 31,7 Sekunden zum Podest. Für den Triumph im Sprint-Weltcup hätte der Nesselwanger mindestens Dritter werden und auf Patzer der Konkurrenz hoffen müssen.
Stattdessen holte sich Sieger Sturla Holm Lägreid noch die kleine Kristallkugel. Der Franzose Eric Perrot schnappte sich derweil bereits zwei Rennen vor Ende des Winters mit der großen Kristallkugel den Hauptpreis, er ist nach Tagesplatz drei im Gesamtweltcup nicht mehr einzuholen. Der Norweger Lägreid siegte trotz einer Strafrunde vor dem Franzosen Emilien Jacquelin (1 Strafrunde/+3,9 Sekunden) und eben Perrot (1/+4,6).
HSV-Stürmer wird nach Beschwerde ausgebootet
Nach seiner öffentlichen Kritik fehlt Stürmer Robert Glatzel beim Bundesligaspiel des Hamburger SV bei Borussia Dortmund aus disziplinarischen Gründen. Trainer Merlin Polzin strich den Angreifer, der sich in der "Hamburger Morgenpost" über seine geringen Einsatzzeiten beklagt hatte, aus dem Kader für die Partie morgen (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de).
Der HSV-Coach hatte am Donnerstag erklärt, dass jedem Spieler seine Meinung zustehe. Diese derart in die Öffentlichkeit zu tragen, sei allerdings nicht der richtige Weg und lasse sich nicht mit den Regeln und der Haltung des Vereins in Einklang bringen. Er habe mit Glatzel "ein offenes, klärendes Gespräch" geführt. Polzin bestätigte zudem, dass Glatzels Vorstoß im Klub auch "eine Ebene höher" zum Thema geworden sei. Insgesamt seien "klare Worte" gefallen.
Schon nach dem 0:1 gegen Bayer Leverkusen Anfang März sei er in den Austausch mit Polzin gegangen, berichtete Glatzel in dem Artikel. "Warum ich dann auch die nächsten beiden Spiele nur auf der Bank saß, kann ich nicht verstehen", sagte er unter anderem.
"Das Schlechte für Ägypten ist ...": Liverpool-Trainer hat keine guten Nachrichten
Beim Viertelfinal-Einzug des FC Liverpool erzielte Mohamed Salah noch sein 50. Tor in der Champions League, jetzt steht dem Ägypter eine Zwangspause bevor. Teammanager Arne Slot gab bekannt, dass der 33-Jährige wegen einer Muskelverletzung vorerst ausfällt. Salah verpasst damit das Spiel bei Brighton and Hove Albion am Samstag (13.30 Uhr/Sky) und wird auch der ägyptischen Nationalmannschaft fehlen.
"Das Gute für Liverpool und für uns ist, dass wir eine Länderspielpause einlegen. Das Schlechte für Ägypten ist, dass er nicht dorthin gehen kann", sagte Slot, der sich mit den Reds am Mittwoch gegen Galatasaray Istanbul (4:0) im Achtelfinal-Rückspiel der Königsklasse durchgesetzt hatte. Salah soll im Viertelfinale gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain (8. und 14. April) wieder zur Verfügung stehen.
Rekord-Summe musste er schon zahlen: HSV-Profi wird nach Alkohol-Fahrt zu kurioser Strafe verdonnert
Fußballprofi Jean-Luc Dompé vom Hamburger SV muss nach seiner Alkoholfahrt für 10.000 Warnwesten zur Sicherheit im Straßenverkehr aufkommen und bei der Verteilung eines Teils davon helfen. Die Westen sollen etwa an Schulen und Kindertagesstätten in und um Hamburg ausgehändigt werden, wie ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.
Der Franzose war im Januar bei einer Polizei-Verkehrskontrolle angetrunken am Steuer erwischt worden. Beim späteren Verlassen der Wache sei er obendrein von Polizisten beobachtet worden, wie er mit einem E-Scooter weiterfuhr. Das führte zu einem zweiten Verfahren.
Anschließend wurde der Offensivprofi unter anderem vom Klub für zwei Spiele suspendiert und später mit einer Rekordstrafe sanktioniert. Dompé musste eine Summe im sechsstelligen Bereich zahlen, was laut Klub eine "HSV-Rekordgeldstrafe" war. Der 30-Jährige bat um Entschuldigung.
Bericht: BVB verlängert vorzeitig mit schwer verletztem Star
Kapitän Emre Can steht bei Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund vor der erwarteten Vertragsverlängerung. Wie der TV-Sender Sky berichtet, haben sich Verein und Spieler auf eine Ausdehnung des im Sommer auslaufenden Kontrakts um ein weiteres Jahr geeinigt. Die Unterschrift sollte noch vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den Hamburger SV am Samstag erfolgen.
Der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler fällt derzeit wegen einer schweren Verletzung aus. Ende Februar hatte sich Can bei der 2:3-Niederlage im Bundesliga-Klassiker gegen FC Bayern München einen Kreuzbandriss zugezogen. Dortmunds Geschäftsführer Lars Ricken hatte anschließend bereits signalisiert, den Vertrag mit dem langjährigen Leistungsträger aufgrund der großen Wertschätzung verlängern zu wollen.
Can war 2020 für rund 25 Millionen Euro von Juventus Turin zum BVB gewechselt. Seitdem absolvierte er 220 Pflichtspiele für die Westfalen, in denen er 23 Tore erzielte und 12 weitere vorbereitete.
Portugals Trainer muss auf Ronaldo verzichten
Ohne Superstar Cristiano Ronaldo startet die portugiesische Fußball-Nationalmannschaft ins WM-Jahr. Der 41 Jahre alte Angreifer verpasst die Länderspiele am 28. März gegen Mexiko und drei Tage später gegen die USA wegen einer Muskelverletzung.
Ronaldo hatte sich Ende Februar im Ligaspiel seines saudi-arabischen Klubs Al-Nassr gegen Al-Fayha am linken Oberschenkel verletzt. Nationaltrainer Roberto Martínez sprach zuletzt von einer leichten Blessur. Heute stellte der Spanier bei seiner Kadernominierung klar, dass er für die WM fest mit dem Rekordtorschützen plane.
Dort "werden sich Cristiano Ronaldo und Goncalo Ramos die Position des Mittelstürmers teilen. Wir suchen einen dritten Stürmer mit einem anderen Profil", erklärte der Coach. Die Partien in Mexiko-Stadt und Atlanta bezeichnete er daher als "die letzte Möglichkeit für Experimente".
"Auf mich kann man sich verlassen": Bundesliga-Trainer verspricht Klub die Treue
Frank Schmidt wird seine langjährige Arbeit als Cheftrainer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Heidenheim auch bei einem Abstieg fortsetzen. "Ich kann hier und heute sagen, dass ich meinen Vertrag erfüllen werde, dass ich beim FCH bleibe", erklärte der 52-Jährige vor dem Heimspiel des abgeschlagenen Schlusslichts morgen (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) gegen Bayer Leverkusen. Das habe er am Donnerstag auch dem Heidenheimer Vorstandvorsitzenden Holger Sanwald mitgeteilt.
Sein Vertrag bei den Schwaben läuft noch bis 30. Juni 2027 und schließt die zweite Liga ein. Sanwald hatte schon vor gut vier Wochen bestätigt, dass der Klub auch bei einem Abstieg an Schmidt festhalten wolle. "Ich habe nie gesagt, dass ich aufhöre. Aber natürlich macht so eine Situation etwas mit einem, dass man verstärkt nachdenkt", sagte Schmidt. "Aber auf mich kann man sich verlassen, ich bleibe Trainer in Heidenheim und werde meinen Vertrag erfüllen."
Schmidt trainiert den FCH seit September 2007 und ist damit der dienstälteste Coach im deutschen Profifußball. Er führte den Klub aus der vierten Liga bis in die Bundesliga und die Conference League. Der Abstieg ist bei zehn Punkten Rückstand aufs rettende Ufer in dieser Saison aber nur noch theoretisch zu vermeiden.
Tuchel sorgt mit bemerkenswerter Nominierung für Aufsehen
Thomas Tuchel hat zu einem letzten großen Schaulaufen vor der Weltmeisterschaft eingeladen und einen XXL-Kader für die Länderspiele der englischen Fußball-Nationalmannschaft nominiert. Er berief 35 Spieler rund um Kapitän Harry Kane von Bayern München für die Spiele gegen Uruguay (27. März) und Japan (31. März). "Wir laden Spieler ein, die wir noch nicht gesehen haben und die noch nicht so viel gespielt haben, um uns einen besseren Überblick zu verschaffen und den Wettbewerb um Flugtickets in die USA anzukurbeln", sagte der 52-Jährige. Für die Endrunde darf Tuchel 26 Spieler nominieren.
Für den Ablauf des kommenden Lehrgangs hat sich Tuchel dabei etwas Ungewöhnliches einfallen lassen. "Wir haben beschlossen, zwei Gruppen zu bilden", kündigte er an. Eine erste, verkleinerte Gruppe kommt für das Spiel gegen Uruguay zusammen. Anschließend sollen "zehn bis elf Spieler" wieder abreisen. Ein gemischter Block aus dann anreisenden und sich bereits im Training befindlichen Spielern bestreitet das zweite Spiel gegen Japan.
In England sorgte bei der bemerkenswerten Nominierung besonders eine Personalie für Aufsehen. Real Madrids Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold zählt nicht zum Aufgebot. Die zuletzt verschmähten Kobbie Mainoo sowie Harry Maguire von Manchester United kehrten derweil zurück.
Fragwürdige Vorwürfe: Iranisches Regime richtet Ringer Saleh Mohammadi hin
Mitten im Nahost-Krieg lässt Iran Demonstranten wieder hinrichten. Unter den ersten drei Männern, die das Mullah-Regime hingerichtet hat, ist Berichten von Menschenrechtsorganisationen zufolge auch ein 19-jähriger Ringer. Saleh Mohammadi war Teil der iranischen U-19-Ringer-Nationalmannschaft im Freistilringen und gewann 2024 die Bronzemedaille beim Saytiav International Cup in Russland.
Die Hinrichtungen fanden demnach am Donnerstag in der nördlichen Provinz Qom statt, nachdem der Oberste Gerichtshof die Todesurteile bestätigt hatte, berichtet die iranische Nachrichtenagentur "Tasnim". Den Männern wurde vorgeworfen, bei den Protesten gegen die Regierung Anfang Januar Polizisten getötet zu haben. So stellen es staatliche Medien dar. Es handelt sich um die ersten Hinrichtungen im Zusammenhang mit den Demonstrationen. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen waren die Männer gefoltert worden und wurden ohne fairen Prozess hingerichtet.
Die Menschenrechtsorganisation Hengaw schreibt, dass Mohammadi die erhobenen Vorwürfe während des Gerichtsverfahrens zurückgewiesen habe. Hengaw zufolge bestätigten Aufnahmen von Überwachungskameras seine Anwesenheit am Tatort nicht.
Agnes Reisch pulverisiert deutschen Flug-Rekord
Agnes Reisch hat zum Auftakt des Weltcup-Wochenendes in Vikersund den deutschen Skiflug-Rekord verbessert. Die 26-Jährige segelte im Training auf dem Monsterbakken in Norwegen auf 208,5 Meter, damit übertraf sie die bisherige Bestmarke von Selina Freitag aus dem März 2025 (202,0 Meter) deutlich. Juliane Seyfarth war kurz zuvor auf 202,5 Meter geflogen, ihr Rekord hielt aber nur wenige Minuten. Damit haben nun drei deutsche Skispringerinnen in ihrer Karriere die Marke von 200 Metern geknackt.
Katharina Schmid verpasste zum Start in das vorletzte Wochenende ihrer Karriere die magische Marke dagegen erneut. Die Rekordweltmeisterin kam bei ihren drei Flügen auf 120,5, 182,5 und 163,5 Meter und schaffte nur mit Mühe den Sprung in den ersten von zwei Einzel-Wettkämpfen am Samstag (jeweils 9.30 Uhr/ZDF und Eurosport).
"Ich will unbedingt noch die 200 Meter schaffen", hatte Schmid zuletzt gesagt. Bislang steht die Bestweite der siebenmaligen Weltmeisterin bei 198,5 m, aufgestellt im Jahr 2023. Den Weltrekord hält Weltmeisterin Nika Prevc aus Slowenien mit 236,0 m.
"Risiko zu groß" - Handball-Super-Turnier in USA abgesagt
Europa statt Las Vegas: Das internationale hochklassig besetzte Handball-Turnier mit den Füchsen Berlin wird anders als zunächst geplant nicht in den USA stattfinden. "Angesichts des derzeitigen unvorhersehbaren politischen Umfelds zwischen den USA und Europa haben wir uns dafür entschieden, die erste Veranstaltung in Europa auszurichten", sagte Initiator Mads Winther, CEO der ausrichtenden Firma "Pro Handball USA". Ursprünglich war das Turnier vom 1. bis 9. August in Las Vegas angesetzt, neben den Füchsen sollten auch die europäischen Topklubs HBC Nantes (Frankreich), Aalborg Håndbold (Dänemark) und Pick Szeged (Ungarn) in die USA reisen. Parallel ist ein Turnier mit vier Frauenteams geplant.
Man sei nach einem "sehr engen Dialog" zu dieser Entscheidung gekommen, sagte Winther zur Verlegung des Turniers. "Wir haben die Lage eingeschätzt und müssen erkennen, dass das Risiko, auf unvorhergesehene Herausforderungen zu stoßen, die sich negativ auf das Projekt auswirken könnten, angesichts der aktuellen Situation zu groß ist."
Wo genau in Europa das Turnier stattfinden soll, ist noch nicht bekannt. Die nächsten Ausgaben 2027 und 2028 sollen dann tatsächlich in den USA ausgetragen werden.
"Ich mache mir um Jamal Musiala ein bisschen Sorgen"
Für die anstehenden März-Länderspiele ist Jamal Musiala wegen Sprunggelenkproblemen nicht nominiert. Zuvor war er bereits monatelang ausgefallen. RTL/ntv-Fußballexperte Lothar Matthäus ist mit Musialas Auftritten seit seinem Comeback noch nicht zufrieden. Den DFB-Kader sieht er generell gut aufgestellt.
Uli Hoeneß findet gigantische Worte für Superstürmer Harry Kane
Harry Kane ist für den FC Bayern in jeder Hinsicht zu einem absoluten Volltreffer geworden - auf dem Platz sowieso, aber auch abseits des Platzes. Der Engländer hat schon nach knapp drei Jahren eine Art Legenden-Status an der Säbener Straße erreicht. Begeistert vom Ausnahmestürmer zeigte sich nun Uli Hoeneß. Der Klub-Patron schwärmte auf einer Veranstaltung der Frankfurt School of Finance & Management in den höchsten Toren von der wandelnden Tor-Garantie der Münchner.
"Heute würde ich ihn für 150 Millionen kaufen", sagte Hoeneß über Kane und schob nach: "Weil der ist ein Traum für Bayern München. Weltweit ein Aushängeschild. Ein guter Charakter, ein Vorbild für unsere Jugend, unsere 18-Jährigen. Der nimmt die in den Arm. Der sagt denen, wie sie den Ball schießen müssen." Kane war im Sommer 2023 für die Bundesliga-Rekordablöse in Höhe von 95 Millionen Euro aus Tottenham zum FC Bayern gewechselt. Damals meinten nicht wenige, der Preis sei zu hoch. Doch diese Einschätzung hat sich längst als falsch herausgestellt.
Der 32-Jährige hat im Trikot des Rekordmeister in knapp drei Jahren unzählige Rekorde gebrochen. Allein in seinen 88 Bundesligaspielen erzielte Kane sagenhafte 82 Tore.
Heftiger Sturz auf Flugschanze: Große Sorgen um Andrea Campregher
Große Sorgen um den italienischen Skispringer Andrea Campregher: Der 24-Jährige stürzte auf der riesigen Skiflug-Schanze im norwegischen Vikersund schwer. Angetreten war der im vergangenen Jahr zurückgetretene Italiener zuvor zu zwei Test-Sprüngen.
Campregher verlor direkt nach dem Absprung die Kontrolle, drehte sich in der Luft um seine eigene Körperachse und schlug hart mit seiner linken Schulter auf dem Hang auf. Durch die Wucht des Aufpralls drehte er sich mehrfach unkontrolliert und rutschte bis in den Auslaufbereich, wo er zunächst regungslos liegen blieb. Einer seiner Skier bohrte sich bei dem Unfall sogar in den Hang. Anschließend wurde der Italiener direkt in das Krankenhaus in Drammen gebracht. Nach ersten Informationen war er zu diesem Zeitpunkt wieder bei Bewusstsein.
Schon bei seinem ersten Sprung des Tages hatte Campregher großes Glück, dass es nicht zum Sturz kam. Auch hier verlor er unmittelbar nach dem Absprung die Kontrolle. Nur mit Mühe und Not konnte er sich irgendwie in der Luft halten und seinen Sprung ohne Sturz vorzeitig abbrechen.
Meisterschütze des Biathlons beendet seine Karriere
Der österreichische Biathlet Simon Eder wird 23 Jahre nach seinem Weltcup-Debüt seine Karriere beenden. Der 43-Jährige verkündete seinen Abschied beim Saisonfinale im norwegischen Oslo, nach über 550 Karriererennen werden die Wettkämpfe am berühmten Holmenkollen seine letzten sein. Damit verliert der Österreichische Skiverband nur einen Tag nach dem Rücktritt von Lisa Hauser auch sein zweites langjähriges Aushängeschild. Eder, der im Weltcup vor allem für seine hervorragenden Schießleistungen bekannt ist, feierte in seiner langen Laufbahn drei Siege und 20 Podestplatzierungen in Einzelrennen.
Er könne sich "definitiv nichts vorwerfen. Mein Kopf ist sicher noch auf die gewisse Art und Weise willig, aber so eine lange Karriere hinterlässt körperlich einfach Spuren", sagte Eder. "Ich habe jetzt fast alles, was der Biathlonsport zu bieten hat, gesehen beziehungsweise erlebt."
Bereits 2003 gab Eder als Junioren-Weltmeister in Ruhpolding sein Debüt im Weltcup, auf den großen Durchbruch musste der Salzburger aber bis zur Saison 2008/09 warten. Zudem sicherte sich Eder zwei olympische Silbermedaillen im Team sowie fünf Medaillen bei Weltmeisterschaften. "Bis zum heutigen Tag hatte meine Karriere immer Höhen und Tiefen, aber genau das hat die Erfolge umso schöner gemacht", resümierte Eder.
RB Leipzig kämpft im brisanten Plastico um seine Saison
Auf dieses Titelrennen waren die Red-Bull-Bosse um Jürgen Klopp sicher keinesfalls scharf, ein paar Hoffenheim-Fans zwangen es ihnen aber auf. "Wir wollen auf den Thron zurück", prangte auf einem Banner am vergangenen Spieltag in ihrer Kurve. Gemeint war der zweifelhafte Titel des "meistgehassten Vereins" Deutschlands, adressiert an RB Leipzig. Ein Thron, den die Leipziger wohl ohne Zögern räumen würden, könnten sie dafür den Champions-League-Platz der Hoffenheimer haben.
Denn das ist das erklärte Saisonziel, das zunehmend wackelt. Schon im Februar schlug Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff Alarm: "Ich spreche es heute mal aus: Ich will mit der Mannschaft in die Champions League." Und auch RB-Trainer Ole Werner bestätigte diesen Eindruck: "Champions League oder auch Platz drei ist das, was wir wollen, worauf wir den Blick haben." Aktuell trennen RB drei Punkte von den Königsklassen-Plätzen, am Wochenende könnte der Rückstand im Worst Case auf sechs Zähler anwachsen.
Uli Hoeneß macht Eintracht Frankfurt eine klare Ansage
Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß rät Eintracht Frankfurt, Spieler nicht so schnell zu verkaufen. "Ich persönlich bin kein großer Freund vom Verkauf von guten Spielern. Ich sage immer beim FC Bayern: Wir sind ein Käuferverein und kein Verkäuferverein", äußerte Hoeneß auf einer Veranstaltung der Frankfurt School of Finance & Management in Frankfurt.
Richtung Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann sagte Hoeneß: "Und das wird Axel Hellmann auch noch begreifen, dass man auf die Dauer eben bei jedem Verkauf auch Substanz verliert. Es ist schön, wenn man mal 50, 60 Millionen kriegt, aber was ist die Konsequenz?".
Es sei notwendig, für die großen Stars viel Geld auszugeben. "Die müssen auch richtig Geld verdienen", erklärte Hoeneß und nannte das Beispiel Harry Kane. Der englische Stürmer kostete den Bayern 2023 angeblich nicht mehr als 100 Millionen Euro. "Heute würde ich ihn für 150 Millionen kaufen. Weil der ist ein Traum für Bayern München. Weltweit ein Aushängeschild. Ein guter Charakter, ein Vorbild für unsere Jugend. Der nimmt die in den Arm. Der sagt denen, wie sie den Ball schießen müssen.
Cade Cunninghams Lungenflügel kollabiert
Nach dem Kollaps eines Lungenflügels müssen die Detroit Pistons aus der Basketball-Profiliga NBA vorerst auf ihren Topscorer Cade Cunningham verzichten. Mindestens zwei Wochen wird der 24-Jährige ausfallen, wie die Pistons am Donnerstag bekannt gaben. "Nach weiteren Untersuchungen wurde bei Pistons-Guard Cade Cunningham ein Pneumothorax des linken Lungenflügels diagnostiziert", hieß es in der Mitteilung des Tabellenführers der Eastern Conference: "Er wird in zwei Wochen erneut untersucht."
Cunningham, der somit mindestens acht Spiele verpasst, hatte am Dienstag beim 130:117 in Washington nach einem Zusammenprall mit Wizards-Guard Tre Johnson im ersten Viertel nicht weiterspielen können. Zunächst gaben die Pistons Rückenkrämpfe als Begründung an.
FC Bayern holt Top-Talent per kuriosem Transfer zurück
U21-Nationalspieler Noel Aseko steht ab Sommer erst einmal wieder bei Bayern München unter Vertrag. Die im Januar 2025 gestartete und auf anderthalb Jahre ausgelegte Leihe zu Hannover 96 endet zum Ende der aktuellen Saison, weil die Bayern von einer im Leihgeschäft fixierten Rückkaufoption Gebrauch machten. Zuvor hatte der Fußball-Zweitligist für den Mittelfeldspieler eine ebenfalls festgeschriebene Kaufoption gezogen, die durch den Schritt der Bayern aber keine Wirkung hat. Immerhin macht Hannover einen finanziellen Gewinn.
"Noel hat sportlich wie menschlich bei uns eine gute Entwicklung genommen", sagte 96-Geschäftsführer Jörg Schmadtke. "Die Formalien sind jetzt geklärt. Wir bleiben sowohl mit dem Spieler als auch mit dem FC Bayern weiter ergebnisoffen im Austausch", sagte Schmadtke.
Gut möglich also, dass Aseko auch in der kommenden Saison für die Niedersachsen spielt, wenn sich beide Clubs erneut auf einen Transfer des 20-Jährigen einigen. Zumal die Konkurrenz im Münchner Mittelfeld riesig ist. Sein Vertrag in München läuft nun bis zum 30. Juni 2028. In der bisherigen Saison kam Aseko 25 Mal für Hannover zum Einsatz. Dabei gelangen ihm drei Treffer und fünf Vorlagen.
DFB-Team bekommt ungewöhnliches Auswärtstrikot für WM
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Ausrüster Adidas haben das neue Auswärtstrikot der deutschen Nationalmannschaft für die WM 2026 präsentiert. Die tiefblaue Grundfarbe soll dabei an die historischen Trainingsoberteile der DFB-Elf erinnern, das Design greift die gestalterische Linie des Heimtrikots auf. Die diagonalen Zackenstreifen erscheinen als durchgehendes Zickzack-Muster über das gesamte Trikot und sind von klassischen Gestaltungselementen früherer Adidas-Schuhkartons inspiriert.
"Ein Deutschland-Trikot in dieser Farbe finde ich ungewöhnlich – aber richtig gut", sagte Nationalspieler Florian Wirtz: "Ich freue mich sehr darauf, schon bald darin zu spielen." Erstmals wird das DFB-Team beim Länderspiel in Basel am 27. März gegen die Schweiz in den Trikots auflaufen. Künftig werden sie auch von den männlichen U-Nationalmannschaften getragen.