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144 Milliarden Euro AnstiegDeutsche Staatsschulden wachsen 2025 auf 2,84 Billionen Euro

31.03.2026, 11:21 Uhr
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(Foto: Hannes P. Albert/dpa)

Die deutschen Staatsschulden nähern sich der Marke von drei Billionen Euro.

Sie erhöhten sich im vergangenen Jahr um 144 Milliarden Euro auf 2,84 Billionen Euro, wie die Bundesbank am Dienstag mitteilte. Das entspricht 63,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). 2024 hatte die Schuldenquote noch bei 62,2 Prozent gelegen. Die europäischen Regeln sehen hier eigentlich eine Obergrenze von 60 Prozent vor. Der Anstieg lag deutlich höher als das vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte gesamtstaatliche Defizit von 119 Milliarden Euro. "Ausschlaggebend dafür ist, dass mit einem Teil der Schulden Finanzvermögen aufgebaut wurde", erklärte die Bundesbank. "Dies schlägt dann nicht als Defizit zu Buche."

Deutschland dürfte sich in den kommenden Jahren noch weiter vom 60-Prozent-Marke entfernen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) etwa rechnet damit, dass der Schuldenstand in diesem Jahr bei etwa 65 Prozent liegen und 2027 auf 66,6 Prozent steigen wird. Ein wesentlicher Grund dafür sind die geplanten milliardenschweren Investitionen in Infrastruktur und Aufrüstung.

Allein die Verbindlichkeiten des Bundes einschließlich seiner Extrahaushalte wuchsen im vergangenen Jahr um 107 Milliarden Euro. Bei Bundesländern und Gemeinden stand ein Plus von 19 Milliarden Euro beziehungsweise 25 Milliarden Euro zu Buche. Die Schulden der Sozialversicherungen haben sich zwar von drei auf sieben Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Sie fließen jedoch nicht in den gesamtstaatlichen Schuldenstand ein, da es sich laut Bundesbank zum überwiegenden Teil um innerstaatliche Kredite beim Bund handelt.

Quelle: ntv.de, rts

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