Nächste Regionalbank angezähltAktien der PacWest Bancorp stürzen ab
Nach den Zusammenbrüchen mehrerer Regionalbanken in den USA geht das Zittern vor weiteren Pleiten weiter. Ins Kreuzfeuer ist nach einem massiven Kursverfall nun die PacWest Bancorp gerückt, die im Gespräch mit Investoren nach strategischen Optionen sucht.
Damit will sie augenscheinlich dem Schicksal der in einem Notverkauf an JP Morgan gegangenen First Republic und anderen von den US-Aufsichtsbehörden aufgefangenen Instituten entgehen. Die Aktien brachen am Donnerstag im vorbörslichen US-Geschäft um 43 Prozent ein. Auch die Titel weiterer Regionalbanken gingen auf Talfahrt. Western Alliance büßten rund 19 Prozent ein, Keycorp und Valley National jeweils rund vier Prozent.
"Kürzlich wurde das Unternehmen von mehreren potenziellen Partnern und Investoren angesprochen - die Gespräche laufen noch. Das Unternehmen wird weiterhin alle Optionen prüfen, um den Wert für die Aktionäre zu maximieren", hatte PacWest am Mittwochabend mitgeteilt. Insidern zufolge steht auch ein Verkauf zur Debatte. PacWest versuchte indes die Nerven der Anleger zu beruhigen und teilte mit, dass es seit Bekanntgabe des Deals für First Republic am Montag keine ungewöhnlichen Abflüsse von Einlagen gegeben habe. Seit Beginn der Krise der Regionalbanken am 8. März haben die Papiere aber fast 90 Prozent ihres Wertes verloren.
Auslöser für die Angst vor einer neuen Finanzkrise war der Kollaps der Silicon Valley Bank gewesen, der zu massiven Mittelabflüssen bei Regionalbanken geführt hatte. "Das Vertrauen in ein Finanzinstitut wird über Jahrzehnte aufgebaut und in Tagen zerstört. Wenn ein Dominostein fällt, beginnt die nächstschwächste Bank zu wackeln", schrieb der milliardenschwere Investor Bill Ackman in einem Tweet. Er forderte die Regulierungsbehörden auf, eine umfassende Einlagensicherung einzuführen.