Alexej Nawalnys TodAn Nervengift-Entwicklung beteiligt: EU verhängt Sanktionen gegen Forscher

Alexej Nawalny starb 2024 in einem russischen Straflager. Für mehrere russische Wissenschaftler, die an der Entwicklung eines Nervengiftes beteiligt waren, gelten jetzt Sanktionen.
Die EU-Staaten haben Sanktionen gegen sechs Russen beschlossen, die mit dem Tod des Kremlgegners Alexej Nawalny 2024 in einem russischen Straflager in Verbindung gebracht werden. Es handle sich um Wissenschaftler und Forscher im militärischen Bereich, die an der Entwicklung chemischer Waffen, insbesondere von Epibatidin, beteiligt gewesen seien, teilte der Rat der Europäischen Union mit. Ihre Vermögenswerte werden eingefroren und sie dürfen weder direkt noch indirekt Gelder bereitgestellt bekommen.
Das Gift Epibatidin sei nach Nawalnys Tod in Proben aus seinem Körper nachgewiesen worden und mit hoher Wahrscheinlichkeit die Todesursache gewesen, hieß es weiter. Nawalny galt als prominentester Gegner Putins, auch weil er Korruptionsfälle aufdeckte. Seine Witwe, Julia Nawalnaja, wirft Putin Mord vor. Der russische Staat behauptet dagegen, der 47-Jährige sei eines gewöhnlichen Todes gestorben.
Außenminister Johann Wadephul sagte im Februar, nach Analysen von Proben sterblicher Überreste sei klar, dass Alexej Nawalny in russischer Gefangenschaft vergiftet worden sei. Die sterblichen Überreste Nawalnys hätten ein besonders starkes Nervengift, Epibaditin, enthalten, sagte Wadephul. Dieses sei 200 Mal so stark wie Morphium. Der Tod tritt durch Atemstillstand ein.