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Corona-PandemieAngststörungen, Essstörungen und Depressionen bei Jugendlichen verursachen Folgekosten

06.07.2023, 12:33 Uhr
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In der Corona-Pandemie haben Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen laut einer Studie stark zugenommen. (Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild)

Nach Einschätzung von Wissenschaftlern könnten während der Corona-Pandemie bei Kindern und Jugendlichen entstandene oder verstärkte Angststörungen, Essstörungen und Depressionen hohe wirtschaftliche und soziale Folgekosten nach sich ziehen. Die wirtschaftlichen Kosten durch spätere mögliche Arbeitsunfähigkeit werden demnach auf zwei bis vier Milliarden Euro pro Jahr und die Kosten durch mögliche Arbeitslosigkeit in Folge dieser Erkrankungen auf 550 Millionen bis 1,2 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Hinzu kommen geschätzte Gesundheitskosten von bis zu 328 Millionen Euro pro Jahr.

Die Zahlen zweier Forschungsteams des Universitätsklinikums Ulm und der Universität Hamburg wurden am Donnerstag in Berlin im Rahmen einer Pressekonferenz von Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) vorgestellt.

In der Untersuchung heißt es einschränkend, es handele sich um eine Schätzung und "grobe Annäherung" an Kosten. So werde sich erst in den nächsten Jahren zeigen, ob durch die Pandemie Kinder und Jugendliche mit Angststörungen und Depressionen auch im Erwachsenenalter deutlich häufiger als bisherige Generationen unter diesen psychischen Krankheitsbildern litten. «Trotz der in der Natur einer Prognose liegenden Unwägbarkeiten wird deutlich, dass die Folgekosten auf den verschiedenen Ebenen markant sein werden», heißt es aber auch.

Die Pandemie wirke bei Kindern und Jugendlichen noch lange nach, sagte Paus. "Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen haben tiefe Spuren hinterlassen. Mehr junge Menschen als vor der Pandemie leiden an Depressionen, Angststörungen und Essstörungen. Bei etlichen ist die Mediennutzung regelrecht aus dem Ruder gelaufen"

Quelle: ntv.de, dpa

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