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Nach Corona-Krise Ausbildungsmarkt in Deutschland zunehmend erholt

13.12.2023, 10:57 Uhr
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In der Lehrwerkstatt der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH bohrt ein Auszubildender ein Gewinde. (Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)

Nach dem Einbruch in der Corona-Krise erholt sich der Ausbildungsmarkt in Deutschland zunehmend - allerdings klettert die Zahl unbesetzter Lehrstellen auf ein Rekordniveau. Bundesweit wurden in diesem Jahr 489.200 duale Ausbildungsverträge neu abgeschlossen und damit drei Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) am Mittwoch mitteilte. Seit dem massiven Rückgang im Pandemie-Jahr 2020 stieg die Zahl neuer Ausbildungsverträge zwar um rund 21.700, sie bleibt aber weiter um 35.900 oder 6,8 Prozent unter dem Niveau von 2019, also vor Ausbruch der Virus-Pandemie.

Allerdings nahmen auch die Probleme weiter zu, das Ausbildungsangebot der Betriebe und die Nachfrage der jungen Menschen zusammenzuführen. Denn sowohl der Anteil der unbesetzten Ausbildungsstellen als auch der Anteil der erfolglos suchenden Jugendlichen stieg zum Vorjahr. Bundesweit blieben 2023 rund 73.400 Ausbildungsplätze unbesetzt. "Das sind 13,4 Prozent des gesamten betrieblichen Angebots – ein neuer Höchstwert", erklärte das BIBB. Demnach hatten 63.700 junge Menschen zum Stichtag 30. September noch keinen Ausbildungsplatz gefunden.

BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser sprach von einem insgesamt zwar erfreulichen Ergebnis, das aber nicht zufriedenstellen könne. "Gefragt sind insbesondere eine die Jugendlichen erreichende Berufsorientierung sowie verbesserte Maßnahmen zur Unterstützung der Mobilität von Auszubildenden." Auch Klein- und Kleinstbetriebe bräuchten mehr Unterstützung, wenn es um die jugendgerechte Akquise von Schulabgängern gehe - "vor allem bei der digitalen Kommunikation in den sozialen Netzwerken".

Quelle: ntv.de, rts

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