Folgen der GewinnwarnungBMW steuert nach Prognosekürzung auf Stellenabbau zu

Nach der deutlichen Gewinnwarnung vom Dienstagabend stehen die Zeichen bei BMW auf Jobabbau.
Offiziell verweist der Konzern zwar auf eine Betriebsvereinbarung zur Beschäftigungssicherung. Doch dass es bei der Zahl der Beschäftigten einen Rückgang geben wird, hatten die Münchner bereits in ihrer Prognose für das laufende Jahr bekanntgegeben. Und die nun angekündigten Maßnahmen deuten auf eine Beschleunigung.
Es ist vor allem ein Absatz in der Gewinnwarnung, den man kaum anders lesen kann: "Neben den Belastungen im operativen Geschäft wird die BMW Group die
laufenden Kostensenkungen durch weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen intensivieren und beschleunigen. Deren Effekte werden in den Folgejahren sichtbar. Diese Maßnahmen belasten das Ergebnis einmalig im zweiten Halbjahr 2026."
Einmalkosten, die später Geld sparen - das klingt nach Jobabbau. Bestätigen will man das auf Konzernseite nicht. "Weitere Themen werden - wie bei uns üblich - zunächst intern und mit den Arbeitnehmervertretern beraten." Auch die Prognose zum Personalstand hat der Konzern am Dienstag ebenfalls nicht verändert. Die Formulierung im Geschäftsbericht - "leichter Rückgang" - bedeutet aber ein Minus von 1 bis 5 Prozent. Bei knapp 155.000 Mitarbeitern können das einige tausend sein.