"Brauchen mehr Eigenständigkeit"Bas vermisst klare Strategie für Zukunft der Wirtschaft

SPD-Chefin Bärbel Bas hat der Bundesregierung einen fehlenden Plan vorgeworfen, wo die Wirtschaft des Landes in 20 bis 30 Jahren stehen soll und dabei Kabinettskollegin Katherina Reiche (CDU) angegriffen.
"Das heißt, welche Branchen, welche Bereiche müssen wir jetzt auch stärken und bei Innovationen auch mit Fördergeldern versorgen, damit diese Standorte gesichert werden können", sagte Bas bei einer Klausurtagung der SPD-Landesgruppen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen in Bielefeld.
Für die Beschäftigten müsse klar sein, welcher Standort, welcher Bereich in Chemie, Automobil und Stahl erhalten bleibt. Dafür brauche es einen guten Plan. Diese Aufgabe liege aber nicht in ihrem Ressort, "da verrate ich jetzt kein Geheimnis", sagte die Bundesarbeitsministerin und verwies auf das von Reiche geführte Wirtschaftsministerium.
Es sei wichtig, dass dieser Impuls aus diesem Ministerium komme. "Und es ist ja zunehmend in der Abhängigkeit zu anderen Ländern wichtig, dass wir sagen, wir wollen Europa stärken, wir brauchen mehr Eigenständigkeit."