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Handel unter DruckBaumärkte verlieren Kunden trotz stabiler Nachfrage nach Werkzeug und Gartengeräten

03.03.2026, 11:19 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die Baumärkte haben ein Problem: Die Menschen in Deutschland kaufen zwar weiter Werkzeug, Gartengeräte und Haushaltswaren – nur immer seltener bei ihnen.

In den drei wichtigen Teilsortimenten gingen die Umsätze 2025 im Vergleich zum Vorjahr um jeweils etwa vier Prozent zurück, wie eine Auswertung des Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) zeigt. In fast allen Warengruppen schrumpften die Erlöse der Baumärkte im vergangenen Jahr.

Viele Verbraucher weichen bei Produkten für Haus und Garten zunehmend auf preisgünstige Alternativen aus. Sie kaufen bei Ketten wie Action, Thomas Philips und Jysk, auf dem Online-Marktplatz Temu oder bei Aldi und Lidl. Bei den Lebensmitteldiscountern können Kunden beim Wocheneinkauf gleichzeitig Werkzeug, Blumenkübel, Gartenstühle oder Solarleuchten mitnehmen und sich den Weg zum Baumarkt sparen.

"Die Kunden interessieren sich nach wie vor für die Sortimente, kaufen aber immer öfter woanders ein. Viele wollen im Baumarkt kein Geld ausgeben oder können es sich nicht leisten", sagt Branchenexperte Klaus Peter Teipel. Die Discounter seien nicht nur oft günstiger, sondern auch näher. Für Gelegenheitsnutzer reiche die Qualität meist aus. Noch mehr Auswahl gibt es Teipel zufolge bei Anbietern wie Repo, Posten-Börse oder Jawoll. Dort fänden Kunden einen Großteil des üblichen Baumarktangebots zum Discountpreis.

Quelle: ntv.de, dpa

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