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Nach drei schweren Jahren Britische Autoindustrie steigert Absatz

25.01.2024, 12:28 Uhr
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In Westeuropa werden 2030 nach Ansicht von Automanagern 30 Prozent der verkauften Neuwagen E-Autos sein. (Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/)

Die britische Autoindustrie hat sich im vergangenen Jahr wieder besser entwickelt. Nach drei sehr schweren Jahren insbesondere wegen der Corona-Pandemie und den Folgen des Brexit stieg der Absatz wieder, wie der Branchenverband SMMT am Donnerstag mitteilte. 2022 war für die Industrie das schlechteste Jahr seit 1956 gewesen.

"Die Abschwächung der pandemiebedingten Herausforderungen, von Chips-Knappheit bis hin zu Lockdowns, und die zunehmende Produktion elektrifizierter Modelle trieben die Jahresproduktion in die Höhe", erklärte SMMT mit Blick auf 2023. Die in Großbritannien produzierenden Unternehmen, darunter Nissan, Jaguar und Land Rover, setzten 905.000 Fahrzeuge ab - 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

Damit blieb die Industrie weit hinter den 1,3 Millionen aus dem Jahr 2019 zurück. Dieses Niveau werde nur "sehr, sehr schwer" wieder zu erreichen sein, sollten sich keine neuen Hersteller im Land niederlassen, sagte SMMT-Chef Mike Hawes. Doch "seit dem Brexit-Referendum" und der darauf folgenden wirtschaftlichen und politischen Instabilität "ist es sehr schwierig, Investitionen anzulocken".

Die meisten Autos aus britischer Produktion werden exportiert und die EU ist bei weitem der größte Markt. Brüssel und London hatten sich Ende Dezember im letzten Moment auf eine Verlängerung von Zollvereinbarungen geeinigt. Andernfalls wären beim Verkauf in die EU teure Aufschläge auf E-Autos fällig geworden.

Quelle: ntv.de, AFP

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