Kurznachrichten

Defizit wächst weiterBundesagentur für Arbeit erwartet wegen hoher Arbeitslosigkeit steigendes Milliarden-Defizit

30.04.2026, 12:51 Uhr
Die-Zahl-der-Arbeitslosen-in-Deutschland-ist-im-April-nur-geringfuegig-gesunken

Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland treibt das Milliarden-Defizit der Bundesagentur für Arbeit (BA) voraussichtlich weiter in die Höhe.

Grund sei die neue Frühjahrsprognose der Bundesregierung, die von mehr Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt ausgehe, sagte die BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles am Donnerstag in Nürnberg. In ihrer Haushaltsplanung vom November 2025 war die BA für das laufende Jahr noch von 2,9 Millionen Arbeitslosen und einem Defizit von knapp vier Milliarden Euro ausgegangen. Nun rechne der Bund aber im Jahresdurchschnitt mit 2,978 Millionen Arbeitslosen.

"Das ist natürlich kostensteigernd. Die Ausgaben für Arbeitslosengeld steigen dadurch und dadurch auch unser Defizit", sagte Nahles. Dieses muss in voller Höhe durch Darlehen des Bundes ausgeglichen werden, da die Behörde ihre Reserven schon 2025 zur Defizitdeckung aufgezehrt hatte. "Die Situation ist für uns ungemütlicher geworden", sagte Nahles.

Im April blieb die Zahl der Arbeitslosen mit 3,008 Millionen über der Drei-Millionen-Marke. Saisonbereinigt stieg die Zahl um 20.000. Die Lage am deutschen Arbeitsmarkt bleibe weiter angespannt, da die dringend notwendigen konjunkturellen Impulse fehlten, sagte Nahles. "Zwar zeigten sich zu Beginn des laufenden Jahres positive Konjunktursignale, doch die Auswirkungen des Iran-Krieges behindern vorerst eine wirtschaftliche Erholung." Die Trendwende am Arbeitsmarkt lasse somit immer noch auf sich warten.

Quelle: ntv.de, rts

Regionales