Aussicht auf ErholungBundesbank erwartet ab 2026 allmähliche Konjunkturbelebung

Die Bundesbank rechnet angesichts höherer Staatsinvestitionen, steigender Löhne und wachsender Exporte mit einer allmählichen Konjunkturbelebung in Deutschland.
2026 soll das Bruttoinlandsprodukt dreijähriger Flaute mit 0,9 Prozent erstmals wieder spürbar zulegen, wie aus der am Freitag veröffentlichten halbjährlichen Prognose hervorgeht. Im Juni war der Ausblick mit 1,0 Prozent etwas optimistischer ausgefallen. Dafür soll es für 2025 nach zwei Minus-Jahren in Folge zumindest zu einem Mini-Wachstum von 0,1 Prozent reichen, nachdem zuvor ein Rückgang von 0,1 Prozent erwartet worden war. "Die deutsche Wirtschaft macht im Jahr 2026 wieder Fortschritte: zunächst noch verhalten, aber dann geht es langsam aufwärts", sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel.
Ab dem kommenden Frühjahr verstärke sich das Wachstum merklich - "getragen vor allem von staatlichen Ausgaben und wieder anziehenden Exporten", betonte Nagel. Zudem gibt es mehr Arbeitstage: Wird dieser Effekt herausgerechnet, soll es nur zu einem Plus von 0,6 Prozent langen. 2027 werde es dann zu einem kräftigeren Wachstum von 1,4 (bisher: 1,3) Prozent reichen, 2028 wird ein Plus von 0,9 Prozent vorausgesagt. Die Prognosen seien mit "einigen Unsicherheiten behaftet", so die Bundesbank etwa mit Blick auf Handelskonflikte.