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Drohender Nato-KonfliktBundeswehr holt ukrainische Ausbilder zur Vorbereitung auf möglichen russischen Angriff ins Land

11.03.2026, 13:05 Uhr
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(Foto: Hannes P. Albert/dpa)

Die Bundeswehr holt sich für die Vorbereitung auf einen möglichen russischen Angriff auf die Nato ukrainische Ausbilder ins Land.

Man habe hohe Erwartungen, sagte der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, in einem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Die ukrainische Armee ist aktuell die einzige der Welt mit Fronterfahrung gegen Russland." Deutschland und die Ukraine hatten sich im vergangenen Monat darauf verständigt, dass Militärausbilder an deutsche Heeresschulen entsendet werden.

Freuding verwies auf Einschätzungen westlicher Geheimdienste, wonach Russland bis 2029 zu einem großangelegten Angriff auf das Nato-Bündnis bereit sein könnte. "Das ist quasi übermorgen. Wir haben keine Zeit", sagte Freuding. Die ukrainischen Ausbilder sollen ihre Expertise in den Bereichen Artillerie, Pionierwesen, gepanzerte Operationen und Drohneneinsatz einbringen. Der erste Lehrgang umfasse eine mittlere zweistellige Zahl an ukrainischen Soldaten.

Seit der russischen Invasion 2022 hat Deutschland ukrainische Streitkräfte an Waffen wie etwa dem Schützenpanzer Marder und dem Kampfpanzer Leopard ausgebildet. Dass die Ukrainer nun als Ausbilder nach Deutschland kämen, spiegele eine "Sicherheitspartnerschaft auf Augenhöhe" wider, sagte Freuding. Russland hat wiederholt erklärt, keinen Angriff auf die Nato zu planen.

Quelle: ntv.de, rts

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