Zur StrategieanalyseBundeswehr will bei KI auf Nato-System und Daten aus Ukraine-Krieg setzen

Das deutsche Heer will bei der Künstlichen Intelligenz (KI) zur Beschleunigung militärischer Entscheidungen auf ein Nato-System setzen und dabei auch auf Daten aus dem Ukraine-Krieg zurückgreifen.
Die US-Streitkräfte hätten ein solches KI-System bereits eingeführt und seien voraus, sagte der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Er schloss ein europäisches System zwar nicht aus, fände es aber "wichtig, dass wir schnell etwas Funktionierendes haben".
Die KI solle Schlachtfeld-Daten schneller analysieren als Menschen und so die Entscheidungszyklen des Gegners durchbrechen. Als Vorbild nannte Freuding die ukrainischen Streitkräfte, die KI nutzten, um auf Basis gesammelter Daten feindliches Verhalten zu analysieren und Gegenaktionen vorzuschlagen.
Die endgültige Entscheidung werde aber immer beim Menschen liegen. "Die Aufgabe, analytische und abgewogene Entscheidungen zu treffen, wird immer beim Menschen, beim Soldaten bleiben", betonte Freuding. Die KI solle mit Daten aus Manövern der Bundeswehr sowie aus dem Ukraine-Krieg trainiert werden.