Anreize stärken statt ZwangConnemann: Verpflichtende Betriebsrente wäre neue Belastung für Betriebe "zur Unzeit"

Die Bundesvorsitzende der Mittelstandsunion, Gitta Connemann, hat den Vorstoß des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) für eine verpflichtende Betriebsrente abgelehnt.
"Eine verpflichtende Betriebsrente für alle und zusätzliche Finanzierungspflichten für Arbeitgeber bedeuten vor allem eines: neue Belastungen für unsere Betriebe, und das zur Unzeit", sagte Connemann dem Düsseldorfer "Handelsblatt" laut Mitteilung vom Sonntag.
Die Unternehmen trügen schon heute einen "erheblichen Teil der Kosten" der betrieblichen Altersvorsorge, gab Connemann zu bedenken. Zugleich kämpften sie mit steigenden Lohnnebenkosten. "Wer jetzt weitere Pflichten schafft, gefährdet Investitionen, Arbeitsplätze und Wachstum", warnte die CDU-Politikerin. Sie sprach sich stattdessen dafür aus, die betriebliche Altersvorsorge über Anreize statt über Zwang zu stärken.
Am Mittwoch wollen Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände mit den Spitzen der schwarz-roten Koalition über die von der Regierung geplanten Reformvorhaben beraten. DGB-Chefin Yasmin Fahimi hat sich für eine Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle ausgesprochen, zu der auch die Arbeitgeber ihren Beitrag leisten sollten.