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Wegen steigender WohnkostenDGB fordert sechsjährigen gesetzlichen Mietenstopp

03.07.2026, 14:03 Uhr
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Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert angesichts der seit Jahren stark steigenden Mieten einen gesetzlichen Stopp für sechs Jahre.

"In den 40 größten deutschen Städten sind die Mieten in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen vieler Beschäftigter", erklärte der stellvertretende DGB-Vorsitzende Stefan Körzell am Freitag. "Immer mehr Menschen müssen einen immer größeren Teil ihres Lohns für die Miete aufbringen."

Der DGB verweist auf eine Auswertung des auf Immobilien spezialisierten Analyseunternehmens Empirica. Demnach sind die Angebotsmieten in den 40 größten Städten in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um 51 Prozent gestiegen. Am stärksten war der Anstieg demnach mit 83 Prozent in Rostock: Im ersten Quartal 2016 wurden Wohnungen im Schnitt für sechs Euro pro Quadratmeter angeboten - 2026 für elf Euro.

In Berlin gab es im selben Zeitraum einen Anstieg um rund 77 Prozent - von knapp neun auf knapp 16 Euro pro Quadratmeter. Sehr starke Anstiege um jeweils deutlich über 60 Prozent gab es auch in Leipzig, Augsburg und Mönchengladbach. Unter den zehn größten Städten fällt der Anstieg in Frankfurt mit 42,3 Prozent am kleinsten aus, dort kostete ein Durchschnittswohnung allerdings auch 2016 schon 12,50 Euro pro Quadratmeter.

"Die Menschen brauchen jetzt spürbare Entlastung und Schutz vor weiteren Mietsteigerungen", forderte DGB-Chef Körzell. "Notwendig sind deutlich mehr Investitionen in den sozialen und öffentlichen Wohnungsbau, eine echte Wohnungsgemeinnützigkeit und schärfere Regeln gegen Mietwucher."

Die Zahlen seien "dramatisch", sagte der Linken-Chef Luigi Pantisano der Nachrichtenagentur AFP. "Jeder dritte Miethaushalt ist von Wohnkosten überlastet." Die Strategie der Bundesregierung, vor allem auf Neubau zu setzen, funktioniere da nicht. Die Mieten müssten im Bestand sinken. "So viele Wohnungen kann man so schnell gar nicht bauen, dass das von alleine passiert."

Vor diesem Hintergrund kritisierte der Linke die Entscheidung der Regierung, die Verstaatlichung von Wohnungsbaukonzernen zu untersagen. Die "Vergesellschaftung der großen Preistreiber im Wohnungsmarkt" wie Vonovia sei der Weg zu niedrigeren Mieten.

Quelle: ntv.de, AFP

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