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"Potenzial geht verloren"DIHK besorgt über erneut gesunkende Zahl von Selbstständigen in Deutschland

02.01.2024, 15:42 Uhr
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Besonders bei Selbstständigen sind überlange Arbeitszeiten verbreitet. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht in der 2023 erneut gesunkenden Zahl der Selbstständigen einen Grund zur Sorge. "Der Negativtrend bei den Gründungen ist eine ernstzunehmende Herausforderung für unsere Wirtschaft", sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. "Uns geht dadurch wirtschaftliches Potenzial verloren."

Unternehmerische Kreativität sei wichtig, um Herausforderungen wie die Transformation zur nachhaltigen Wirtschaft zu bewältigen. Das Statistische Bundesamt hatte zuvor mitgeteilt, dass sich 2023 der seit nunmehr zwölf Jahren anhaltende Abwärtstrend bei den Selbstständigen fortgesetzt hat: Ihre Zahl einschließlich mithelfender Familienangehöriger sank um 30.000 oder 0,8 Prozent auf 3,9 Millionen.

"Vor allem klassische Branchen wie der Handel, Dienstleistungen sowie das Gastgewerbe berichten von einer zu geringen Zahl an Interessenten für die Unternehmensnachfolge", sagte Dercks. Aber auch in Zukunftsbranchen wie Informations- und Kommunikationstechnologien oder unternehmensnahen Dienstleistungen flaue das Interesse deutlich ab. Das berichten die Beraterinnen und Berater für Existenzgründung der regionalen Industrie- und Handelskammern (IHKs). "Ein Teil des Rückgangs erklärt sich durch die Altersentwicklung der Bevölkerung", sagte der DIHK-Experte dazu. "Es gibt weniger Menschen in den besonders gründungsaktiven Jahrgängen zwischen 20 und 40 Jahren."

Quelle: ntv.de, rts

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