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Hohe EnergiepreiseDIHK warnt vor "Wohlstandsverlust in bislang unvorstellbarem Ausmaß"

07.10.2022, 12:59 Uhr
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Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Peter Adrian (Foto: Michael Kappeler/dpa)

DIHK-Präsident Peter Adrian hat angesichts der hohen Energiepreise vor der Insolvenz zehntausender Betriebe gewarnt.

"Wenn die Energiepreise nicht deutlich sinken, gehen spätestens in sechs Monaten bei zehntausenden Betrieben hierzulande die Lichter aus", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Jeden Tag, an dem die Energiepreise nicht sinken, müssen mehr Betriebe ihre Produktion zurückfahren oder sogar ganz schließen", sagte Adrian. "Damit droht uns ein Wohlstandsverlust in bislang unvorstellbarem Ausmaß."

Viele Unternehmen zählten darauf, "dass die Gaskommission pragmatische Lösungen findet, die schnell wirken". Die Betriebe und ihre Beschäftigten zählten aber auch darauf, "dass diese dann von der Politik im Expresstempo umgesetzt werden". Die deutschen Gaspreise seien rund zehn Mal so hoch wie in den USA.

"Ein weiteres Jahr mit diesen extremen Energiekosten können noch deutlich weniger Betriebe durchhalten", mahnte der DIHK-Präsident. Die aktuellen Rückmeldungen aus den Unternehmen seien erschreckend. "Sie zeigen uns, dass die Betriebe jetzt vor allem eines brauchen: Eine sichere Versorgung mit bezahlbarer Energie."

Adrian sagte weiter: "Wenn wir das nicht kurzfristig hinkriegen, werden wir uns noch vor Ende des Winters von vielen Unternehmen und ihren Arbeitsplätzen verabschieden müssen. Wir haben keinen einzigen Tag zu verschenken."

Der DIHK-Chef ist Mitglied der Expertenkommission Gas und Wärme, die an diesem Wochenende zu einer Klausurtagung zusammenkommt. Die Kommission wird voraussichtlich am Montag erste Vorschläge für die Gaspreisbremse der Bundesregierung vorlegen.

Quelle: AFP

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