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Vorschlag gegen AltersarmutDIW fordert Solidarmechanismus zur Unterstützung armer Rentner

16.07.2025, 10:34 Uhr
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Frauen erhalten durchschnittlich noch immer weniger Rente als Männer. (Symbolbild) (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat einen Solidaritätsmechanismus innerhalb der älteren Generation vorgeschlagen, um einkommensschwache Rentnerinnen und Rentner zu unterstützen. Dies soll dem Problem teilweise niedriger Alterseinkünfte in den geburtenstarken Jahrgängen um die 1960er Jahre begegnen, die aktuell in Ruhestand gehen. Das DIW schlug dagegen am Mittwoch in Berlin einen "Boomer-Soli" vor, der auf sämtliche Alterseinkünfte erhoben werden soll.

Dieser könne Altersarmut reduzieren und das Rentensystem in Deutschland stabilisieren, erklärte dazu das DIW unter Berufung auf eine aktuelle Studie des Instituts. Das Ziel sei, Menschen mit hohen Alterseinkünften moderat zur Kasse zu bitten. Vorgeschlagen wird dafür eine Abgabe von drei bis vier Prozent der Bezüge. Die Einkünfte einkommensschwacher Haushalte von Seniorinnen und Senioren könne dadurch um zehn bis elf Prozent steigen.

"Wenn alle Babyboomer im Ruhestand sind, wird das Rentensystem noch deutlich stärker unter Druck kommen als bisher", erklärte dazu DIW-Experte Peter Haan. "Es wäre nicht fair, die anstehenden Lasten des demografischen Wandels vor allem den jüngeren Generationen aufzubürden", warnte auch der DIW-Steuerfachmann Stefan Bach. Ein "Boomer-Soli" könne hier für einen Ausgleich innerhalb der älteren Generation sorgen. "Er träfe in erster Linie gut versorgte Ruheständler, denen es nicht allzu weh tut, einen zusätzlichen Beitrag zu leisten", argumentierte Bach.

Quelle: ntv.de, AFP

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