Folgen der ErderwärmungDWD erwartet künftig mehr Hitzewellen vor allem in Süd- und Ostdeutschland

Hitzewellen als Folge der Erderwärmung werden nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in der Zukunft vor allem Süd- und Ostdeutschland treffen.
Steigende Temperaturen zeichneten sich aber überall in Deutschland ab. Betroffen seien alle Jahreszeiten, am stärksten jedoch der Sommer, erklärte der DWD. Die Meteorologen veröffentlichten in Berlin neue Projektionen für die künftige klimatische Entwicklung in Deutschland sowie ihren Klimastatusbericht für das vergangene Jahr.
Konkret haben die Experten den Zeitraum 1961 bis 1990 mit ihren Prognosen für den Zeitraum 2071 bis 2100 verglichen. Beim Niederschlag fällt das Bild demnach differenzierter aus als bei der Temperatur. Die höchsten Zunahmen an Niederschlägen erwarten sie für den Winter im Norden und den Frühling im Nordosten Deutschlands.
Für den Sommer geht der DWD von mehr Trockenheit insbesondere im Westen aus, von mehr Regen insbesondere in Bereichen im Nordosten. Für den Südosten erwartet er trockenere Herbste.
Die Meteorologen richten den Blick auch zurück. Das vergangene Jahr war von einem sehr trockenen Frühjahr geprägt, gefolgt von einer starken Hitzewelle Ende Juni und Anfang Juli mit Temperaturen von über 35 Grad Celsius in vielen Regionen.
Die Jahresdurchschnittstemperatur lag laut DWD bei 10,0 Grad. Damit steht 2025 auf Platz 8 in der Rangliste der wärmsten Jahre seit Beginn der Auswertungen 1881.
"Ein national nicht rekordwarmes Jahr bedeutet jedoch keine Entwarnung im globalen Maßstab", schreibt der Leiter der Abteilung Klimaüberwachung, Andreas Becker, in seinem Vorwort zum Klimastatusbericht. Schließlich gelte 2025 nach Angaben internationaler Wetterdienste als drittwärmstes Jahr seit Beginn der globalen Auswertungen 1850.