Rund 500 mehr als im VorjahrDeutsche Bahn hat in diesem Jahr erneut Rekordzahl an Ausbildungsplätzen besetzt

Die Deutsche Bahn hat in diesem Jahr erneut eine Rekordzahl an Ausbildungsplätzen besetzt. Ab Herbst beginnen 6000 Nachwuchskräfte ihren Job bei der DB und damit rund 500 mehr als im Vorjahr, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Neue Mitarbeiter hat die Deutsche Bahn auch dringend nötig: Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge sorgt der Personalmangel insbesondere bei den Stellwerken zunehmend für Probleme im Betriebsablauf.
"Der Personalbedarf auf den Stellwerken kann aktuell nicht gedeckt werden", heißt es laut "SZ" in einer internen Präsentation der DB. Die Folge sind zeitweise unbesetzte Schaltzentralen, wodurch Strecken ausfallen. Besonders gravierend sind die Probleme demnach momentan im Ballungsraum Stuttgart sowie in der Region rund um Magdeburg.
Eine Häufung der Probleme gab es offenbar bereits ab dem Jahr 2022. Im Jahr davor fielen vorübergehend 688 Stellwerke aus, wie die "SZ" unter Verweis auf Unterlagen berichtete, welche die Bundesnetzagentur bei der DB abgefragt hatte. 2022 stieg die Zahl sprunghaft an auf 4165 Stellwerke, die stundenlang wegen Personalmangels ausgefallen seien. Allein im ersten Halbjahr 2023 waren es den Unterlagen zufolge 2459 Stellwerke.
Zumindest bei den Ausbildungszahlen geht es bei der Bahn hingegen seit Jahren bergauf. Bereits 2019 hatte das Unternehmen einen neuen Rekord aufgestellt, damals wurden 4200 Auszubildende eingestellt. Diese Zahl sei seitdem jedes Jahr gesteigert worden, erklärte der Konzern. Die meisten Nachwuchskräfte werden demnach für den Lokführerberuf ausgebildet.
"Wir müssen einerseits sparen, werden aber zugleich weiterhin massiv in unseren Nachwuchs investieren", sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler. Den Auszubildenden sicherte er eine Übernahmegarantie zu, wenn sie die Abschlussprüfungen erfolgreich absolvieren.